Für immer mehr Menschen gehört eine Kreditkarte neben einer Girokarte zum Alltag. Besonders im Ausland und für Online-Einkäufe nutzen viele Kreditkarten von American Express (Amex), Mastercard und Visa. In Europa dominieren Mastercard und vor allem Visa. Doch welche Visa-Kreditkarte passt am besten zu Ihnen?
Fest steht, der Markt für Kreditkarten wächst extrem rasant: Insgesamt steigen die Absatzzahlen für Kreditkarten seit 2008 deutlich an, wie Statista auf Grundlage von Daten der Europäischen Zentralbank (EZB) berichtet. Im Jahr 2008 wurden laut der EZB-Statistik rund 22.212 Kreditkarten in Deutschland ausgegeben. Im Jahr 2014 waren es schon mehr als 30.000. Die 40.000er-Marke wurde 2020 geknackt.
Inhaltsverzeichnis:
- Was ist eine Visakarte und wer steht dahinter?
- Die besten Visakarten im Vergleich
- Welche Banken bieten eine Visakarte an?
- Was ist besser: Mastercard oder Visa?
- Ist eine Visakarte immer eine Kreditkarte?
- Wo wird Visa akzeptiert?
- Wo kann man nicht mit Visa bezahlen?
- Was kostet eine Visakarte?
- Wie sicher sind Kreditkarten von Visa?
- Was für Visakarten gibt es und wie funktioniert die Abrechnung?
Was ist eine Visakarte und wer steht dahinter?
Eine Visakarte ist mehr als nur ein Stück Plastik in der Brieftasche. Denn eine Kreditkarte von Visa wird nahezu weltweit anerkannt und ermöglicht Zahlungen und das Abheben vor Bargeld – auch in Fremdwährung. Viele Kreditkarten eignen sich daher ideal fürs Ausland oder bei Zahlungen in Online-Shops.
Ausgegeben werden die Kreditkarten von Banken und anderen Finanzinstitutionen in der ganzen Welt, aber nicht von Visa selbst: Visa ist ein Zahlungsdienstleister und stellt der Bank das Zahlungssystem lediglich zur Verfügung.
| Bank | Visa Inc. |
| Gründer | Dee Hock |
| Gründung | 18. September 1958, Fresno, Kalifornien, Vereinigte Staaten |
| Hauptsitz | San Francisco, Kalifornien, Vereinigte Staaten |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
Seit der Gründing in den 1950er Jahren in den USA hat sich die Visa-Aktiengesellschaft zu einem Giganten im Bereich der elektronischen Geldtransfers entwickelt. Die Kreditkarten in Kooperation mit Visa reichen von traditionellen Revolving- bis hin zu Debit- und Prepaid-Kreditkarten. Erkennbar sind Visakarten am Visa-Logo, das auf den Bankkarten aufgedruckt ist.
Welche Kreditkarte habe ich?
Bei der Charge Kreditkarte werden alle Ausgaben gesammelt und normalerweise einmal monatlich abgerechnet. Der Kunde muss den kompletten Betrag zur festgelegten Zeit zahlen. Es fallen keine Zinsen an, solange der Betrag fristgerecht beglichen wird. Oft wird der Rechnungsbetrag auch direkt von einem Referenzkonto eingezogen.
Die Revolving Kreditkarte wird umgangssprachlich als echte Kreditkarte bezeichnet. Der Kunde bekommt von der Bank einen Kreditrahmen bis zu einem festgesetzten Limit. Dieses ist unter anderem abhängig von der Bonität oder der Höhe der Einkünfte. Im Unterschied zu Charge kann die Rückzahlung entweder in voller Höhe oder in Teilbeträgen erfolgen. Bei Teilzahlungen fallen Zinsen an.
Die Prepaid Kreditkarte muss vor der Nutzung aufgeladen werden. Sie eignen sich für Personen ohne regelmäßiges Einkommen oder mit schlechterer Bonität, da kein Kredit gewährt wird. Man gibt nur das Geld aus, das auf der Karte vorhanden ist.
Die Debit Kreditkarte ist direkt mit einem Bankkonto (Girokonto) verknüpft.
Alle Zahlungen mit der Debit Kreditkarte werden zeitnah vom Bankkonto abgebucht – es wird also kein Kreditrahmen gewährt. Debitkarten sind ein Hybrid aus Giro- und Kreditkarte. Einige Direktbanken wie die DKB oder die ING geben Debitkarten mittlerweile als Standardkarten zum Girokonto dazu.
Spezialisierte oder Bonus-Kreditkarten: Diese Kategorie umfasst Kreditkarten, die spezielle Funktionen bieten. Dazu zählen etwa Geschäftskreditkarten, die auf die Bedürfnisse von Unternehmen zugeschnitten sind, sowie Kreditkarten mit Treueprogrammen, die Punkte, Meilen oder Cashback für getätigte Einkäufe anbieten. Diese Karten können je nach Anbieter und Programm Eigenschaften der oben genannten Grundtypen (Charge, Revolving, Prepaid, Debit) aufweisen, bieten aber zusätzliche Vorteile.
Die besten Visakarten im Vergleich – unsere Top 5
Visakarte von Barclays Visa

| Kreditkarte | Barclays Visa |
| Kreditkartenart | Revolving |
| Jahresgebühr | keine |
| effektiver Jahreszins | 23,74 % pro Jahr |
| Kreditlimit | Von Einkommen und Kreditwürdigkeit abhängig |
| Ohne Girokonto | Ja |
| Teilzahlung | Ja, aber Zinsen für Teil- und Ratenzahlung |
| Zahlen in Deutschland | kostenlos |
| Zahlen im Ausland | kostenlos |
| Zahlen in Fremdwährung | kostenlos |
| Geld abheben in Deutschland | kostenlos, aber Gebühren von Automatenbetreiber werden nicht erstattet |
| Geld abheben im Ausland | kostenlos, aber Gebühren von Automatenbetreiber werden nicht erstattet |
| Geld abheben in Fremdwährung | kostenlos, aber Gebühren von Automatenbetreiber werden nicht erstattet |
| Versicherung | keine, erst ab Visa Goldcard |
| Cashback | Nein |
| Mobile Payment | Ja, über Apple- und Google-Pay |
| Kontaktlos bezahlen (NFC) | Ja |
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Visakarte von Santander Bestcard Basic

| Kreditkarte | Santander Bestcard Basic |
| Kreditkartenart | Revolving |
| Jahresgebühr | keine |
| effektiver Jahreszins | 19,16 % pro Jahr |
| Kreditlimit | Bis 2.000 Euro zu Beginn, später anpassbar |
| Ohne Girokonto | Ja |
| Teilzahlung | Ja, aber Zinsen für Teil- und Ratenzahlung |
| Zahlen in Deutschland | kostenlos |
| Zahlen im Ausland | kostenlos |
| Zahlen in Fremdwährung | zzgl. 1,5 % zum Betrag |
| Geld abheben in Deutschland | kostenlos, aber Gebühren von Automatenbetreiber werden nicht erstattet |
| Geld abheben im Ausland | kostenlos, aber Gebühren von Automatenbetreiber werden nicht erstattet |
| Geld abheben in Fremdwährung | kostenlos, aber Gebühren von Automatenbetreiber werden nicht erstattet |
| Versicherung | keine, erst ab Bestcard Extra |
| Cashback | 5 % für Reisebuchungen via 'Urlaubsplus' und 1 % Tankrabatt bis 200 Euro im Monat |
| Mobile Payment | Ja, über Apple- und Google-Pay |
| Kontaktlos bezahlen (NFC) | Ja |
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Girokonto Unlimited mit Visa Card Gold

| Kreditkarte | Visa Card Gold |
| Kreditkartenart | Charge Card |
| Jahresgebühr | keine, Girokonto kostet 9 Euro pro Monat |
| effektiver Jahreszins | keiner |
| Kreditlimit | keiner, aber Dispo über Girokonto (10,92 %) möglich |
| Ohne Girokonto | Nein |
| Teilzahlung | Nein, Rechnung wird monatlich gestellt |
| Zahlen in Deutschland | kostenlos |
| Zahlen im Ausland | kostenlos |
| Zahlen in Fremdwährung | kostenlos |
| Geld abheben in Deutschland | kostenlos, aber Gebühren von Automatenbetreiber werden nicht erstattet |
| Geld abheben im Ausland | kostenlos, aber Gebühren von Automatenbetreiber werden nicht erstattet |
| Geld abheben in Fremdwährung | kostenlos, aber Gebühren von Automatenbetreiber werden nicht erstattet |
| Versicherung | Reise-, Einkaufs- und Handy-Versicherungsschutz |
| Cashback | Visa Luxury Hotel Collection mit exklusiven Vorteilen und Rabatten |
| Mobile Payment | Ja, über Apple- und Google-Pay |
| Kontaktlos bezahlen (NFC) | Ja |
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Visa Gold Kreditkarte der 1822direkt

| Kreditkarte | Visa Gold Kreditkarte |
| Kreditkartenart | Charge Card |
| Jahresgebühr | 69,90 Euro ab dem 2. Jahr |
| effektiver Jahreszins | keiner |
| Kreditlimit | keiner, aber Dispo über Girokonto (11,48 %) möglich |
| Ohne Girokonto | Nein, Girokonto Klassik nötig |
| Teilzahlung | Nein, Rechnung wird monatlich gestellt |
| Zahlen in Deutschland | kostenlos |
| Zahlen im Ausland | kostenlos |
| Zahlen in Fremdwährung | kostenlos |
| Geld abheben in Deutschland | kostenlos, aber Gebühren von Automatenbetreiber werden nicht erstattet |
| Geld abheben im Ausland | kostenlos, aber Gebühren von Automatenbetreiber werden nicht erstattet |
| Geld abheben in Fremdwährung | kostenlos, aber Gebühren von Automatenbetreiber werden nicht erstattet |
| Versicherung | Unfallversicherung für öffentliche Verkehrsmittel, Reiserücktrittsversicherung, Verkehrs-Rechtsschutzversicherung für das Ausland |
| Cashback | Visa Luxury Hotel Collection mit exklusiven Vorteilen und Rabatten |
| Mobile Payment | Ja, über Apple- und Google-Pay |
| Kontaktlos bezahlen (NFC) | Ja |
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Kreditkarte von Trade Republic

| Kreditkarte | Visa Debit-Kreditkarte |
| Kreditkartenart | Debit |
| Jahresgebühr | keine, Einmalgebühr für Plastik- und Metallkarte |
| effektiver Jahreszins | keiner, weil Debitkarte |
| Kreditlimit | keines, weil Debitkarte |
| Ohne Girokonto | Ja, aber Depot |
| Teilzahlung | Nein |
| Zahlen in Deutschland | kostenlos |
| Zahlen im Ausland | kostenlos |
| Zahlen in Fremdwährung | kostenlos |
| Geld abheben in Deutschland | kostenlos ab 100 Euro |
| Geld abheben im Ausland | kostenlos ab 100 Euro |
| Geld abheben in Fremdwährung | kostenlos ab 100 Euro, Automatenbetreiber können Gebühr berechnen |
| Versicherung | keine |
| Cashback | 'Saveback' von 1 % – fließt in einen Sparplan |
| Mobile Payment | Ja, über Apple- und Google-Pay |
| Kontaktlos bezahlen (NFC) | Ja |
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Welche Banken bieten eine Kreditkarte von Visa an?
In Deutschland ist Visa weit verbreitet. Entsprechend bieten viele Banken eine Visakarte an – fünf Beispiele haben wir oben aufgelistet. Neben Direktbanken wie der ING mit der Visa-Debitkarte* oder der DKB mit der Visa-Debit oder -Credit* bieten auch Filialbanken wie die Volksbank Bankkarten in Kooperation mit Visa an. Eine Auflistung wäre zu umfangreich. Daher haben wir hier im Beitrag nur einige Beispiele genannt.
Manche Banken wie Barclays geben mit der Platinum Double* sogar zwei Kreditkarten aus – je eine Visa- und eine Mastercard. Über die Webseiten der einzelnen Banken findet man schnell heraus, mit welchen Zahlungsdienstleistern eine Bank kooperiert. Auch Visa selbst stellt eine Auflistung der Partnerbanken bereit. Über Vergleichsseiten wie Check24 oder Verivox lässt sich ein Zahlungsdienstleister auch filtern, man bekommt dann nur Visa- oder eben Mastercard-Kreditkarten angezeigt.
Der Vorteil der Visa-Kreditkarte von Barclays ist, dass Kundinnen und Kunden bereits mit der Standardkarte gute Leistungen bekommen. Zahlungen und Geldabhebungen im In- und Ausland sind kostenfrei möglich. Abstriche müssen Verbraucher und Verbraucherinnen lediglich bei Reise-Versicherungen und Bonusprogrammen machen. Dasselbe gilt auch für die Kreditkarte der Santander Bank. Hier ist der effektive Jahreszinssatz für Teilzahlungen sogar etwas geringer.
Welche Kreditkarte ist besser: Mastercard oder Visa?
Sowohl Visa als auch Mastercard bieten weltweit eine breite Akzeptanz und ähnliche Sicherheitsmerkmale an. Die Entscheidung für ein Produkt hängt oft von den spezifischen Angeboten der einzelnen Kreditkarten und den Vorlieben der Nutzer und Nutzerinnen ab. Kleinere Unterschiede gibt es vor allem in sehr spezifischen Märkten oder bei bestimmten Händlern und Händlerinnen, die exklusive Vereinbarungen mit einem der Netzwerke haben.
Mit Blick auf die Gebühren und Zusatzleistungen wie Versicherungen spielt der Zahlungsdienstleister meist keine tragende Rolle. Die Banken legen die Konditionen selbst fest. Daher gibt es im Duell Visa versus Mastercard keinen klaren Sieger. Wer einen der beiden Zahlungsdienstleister favorisiert, sollte sich direkt eine entsprechende Bank aussuchen. Sowohl Visa als auch Mastercard kooperieren mit Banken, die Revolving-, Charge-, Debit- oder Prepaidkarten ausgeben.
Ist eine Visakarte immer eine Kreditkarte?
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass alle Visakarten automatisch Kreditkarten sind. In Wirklichkeit bietet Visa eine breite Palette von Kartenprodukten an, die sich in ihrer Funktionsweise und den damit verbundenen Zahlungsmodalitäten unterscheiden. Grob lässt sich zwischen drei Kartenarten unterscheiden:
- Charge- oder Revolving-Kreditkarte: Eine traditionelle Visa-Kreditkarte erlaubt es, Ausgaben zu tätigen und den geschuldeten Betrag zu einem späteren Zeitpunkt zurückzuzahlen. Für eine Teilzahlung werden von der Bank aber meist Zinsen berechnet. Nicht oder nicht rechtzeitig bezahlte Rechnungen können sich negativ auf die Schufa auswirken. Voraussetzungen für eine Visa-Kreditkarte sind ein regelmäßiges Einkommen und eine ausreichende Kreditwürdigkeit.
- Visa-Debitkarte: Debitkarten sind direkt mit einem Girokonto verknüpft und bilden einen Hybrid aus Kredit- und Girokarte. Die Transaktionen werden fast unmittelbar vom verknüpften Konto abgebucht. Es gibt keinen Kreditrahmen, weshalb eine Visa-Debitkarte auch bei wenig Einkommen und negativer Schufa ausgegeben werden kann.
- Visa-Prepaidkarte: Eine Prepaidkarte von Visa muss vor der Nutzung aufgeladen werden. Sie bietet eine gute Kontrolle über das Budget, da nur der aufgeladene Betrag ausgegeben werden kann.
Daneben gibt es noch Unterkategorien wie Geschäftskarten oder goldene Kreditkarten von Visa. Diese lassen sich ebenfalls in die oben genannten Kategorien einordnen – haben aber gewisse Besonderheiten. Über goldene Kreditkarten von Visa und Mastercard informieren wir in einem separaten Beitrag. Die Prepaid- und Debitkarten haben wir in einem Beitrag über Schufa-freie Kreditkarten zusammengefasst.
Was ist der effektive Jahreszinssatz?
Der effektive Jahreszins, auch bekannt als effektiver Jahreszinssatz oder Effektivzins, ist eine wichtige Kennzahl im Finanzwesen. Sie dient dazu, die tatsächlichen Kosten eines Kredits oder einer Kreditkarte pro Jahr in Prozent auszudrücken. Dieser Zins berücksichtigt alle Kosten, die bei der Inanspruchnahme des Kreditrahmens anfallen. Je höher der Effektivzins, desto höher auch die Gesamtkosten. Die Kennzahl bietet somit eine transparente Grundlage, um verschiedene Kreditkartenangebote zu vergleichen.
Finanzdienstleister sind gesetzlich dazu verpflichtet, den Effektivzins in ihren Vertragsunterlagen anzugeben. Verbraucher finden ihn entweder auf der Website oder im Preis-Leistungs-Verhältnis. Kreditkarten ohne eine fixe Jahresgebühr beinhalten oft einen höheren Jahreszins als gebührenpflichtige Produkte. Wer Teilzahlung oder Zahlpausen häufiger in Anspruch nimmt, sollte bei der Auswahl der Kreditkarte den Effektivzins im Blick haben.
Wo wird eine Kreditkarte von Visa akzeptiert?
Visa ist eine der weltweit am weitesten verbreiteten Zahlungsmethoden und wird in über 200 Ländern und Territorien akzeptiert. Die breite Akzeptanz erstreckt sich auf verschiedene Geschäftsfelder und Dienstleistungsbranchen:
- Einzelhandel: Visa wird von den meisten Einzelhändlern und -händlerinnen akzeptiert, egal ob in großen Warenhäusern, kleinen Boutiquen oder Supermärkten. Auch online kann nahezu überall dort, wo Kreditkartenzahlungen möglich sind, mit Visa bezahlt werden. Eine Ausnahme können lokale Kleinunternehmen wie Bäckereien oder auch Behörden sein, wo grundsätzlich keine Kreditkarten akzeptiert werden.
- Restaurants und Hotels: In der Gastronomie und Hotellerie ist Visa ebenfalls eine gängige Zahlungsoption, sowohl bei lokalen als auch bei internationalen Anbietern und Anbieterinnen. Hier wird eine Kreditkarte gerne auch für die Kaution genutzt.
- Reisen: Für Reisende ist Visa besonders praktisch, da es von Fluggesellschaften, Bahnunternehmen, Mietwagenfirmen und anderen Verkehrsdienstleistenden häufig akzeptiert wird.
- Online-Dienste: Digitale Plattformen, wie Streaming-Dienste, Gaming-Webseiten und E-Commerce-Shops, nehmen häufig Visa für Abonnements und Einkäufe an. Hier kann eine Kreditkarte auch als Standard-Zahlungsmethode für wiederkehrende Zahlungen genutzt werden.
Die breite Akzeptanz macht Visa zu einer zuverlässigen und bequemen Option für Zahlungen im Alltag, unterwegs und im Ausland. Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher gehört eine Kreditkarte neben der Girokarte daher fest ins Portmonee. Eine Visa-Kreditkarte ohne Girokonto bietet sich für all jene an, die bei ihrer Hausbank bleiben und trotzdem die Vorteile einer Kreditkarte nutzen möchten.
Wo kann nicht mit Visa bezahlen werden?
Trotz der weitreichenden Akzeptanz von Visa weltweit gibt es einige Ausnahmen, wo Visa- oder generell Kreditkartenzahlungen nicht akzeptiert werden oder schlichtweg nicht möglich sind. Diese Einschränkungen sind häufig durch spezifische Geschäftspolitiken, regionale Vorschriften oder technologische Grenzen bedingt.
- Kleinunternehmen und Märkte: Kleinere Unternehmen – besonders in ländlichen oder abgelegenen Gebieten – akzeptieren möglicherweise keine Visakarten, weil die Firmen keine Kreditkartentransaktionen unterstützen oder die Gebühren hierfür vermeiden möchten. Auch Behörden akzeptieren oftmals nur Girokarten bei der Kartenzahlung.
- Bestimmte Länder: In einigen Ländern, besonders solchen mit wirtschaftlichen Sanktionen oder instabilen Finanzsystemen, kann die Nutzung internationaler Kreditkarten wie Visa eingeschränkt sein. Dazu zählen Nordkorea, der Irak oder auch Syrien.
- Online-Plattformen: Manche spezialisierte Online-Marktplätze oder lokale Dienste bevorzugen andere Zahlungsformen, wie Direktüberweisungen oder lokale Zahlungssysteme, und akzeptieren keine Visakarten.
- Branchenspezifische Einschränkungen: Einige streng regulierte Branchen, wie bestimmte Glücksspiel- und Wettseiten, können aufgrund rechtlicher Bestimmungen in bestimmten Regionen keine Visa-Zahlungen akzeptieren.
Neben einer Visakarte kann das Mitführen einer Girokarte oder auch Bargeld sinnvoll sein. Denn trotz der breiten Akzeptanz akzeptieren nicht alle Händler und Dienstleisterinnen Visa. Ob ein Geschäft Visakarten akzeptiert, erkennt man meist am Visa-Logo am Eingang. Große Handelsketten, wie Lidl oder Kaufland, akzeptieren alle drei großen Kreditkartensysteme.
Was kostet eine Kreditkarte von Visa?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Gebührenstruktur legt meist die ausgebende Bank fest. Visa selbst hat darauf keinen Einfluss. Auf dem deutschen Markt finden sich Visakarten ohne Jahresgebühr, komplett kostenfrei sind die Bankkarten aber häufig nicht. Über die Zinsen oder Bargeldabhebungen an bestimmten Automaten können trotzdem Gebühren für die Dienstleistung anfallen. Grob setzen sich die Kosten aus folgenden Punkten zusammen:
- Jahresgebühr: Viele Kreditkartenanbieter erheben eine Jahresgebühr, die je nach den gebotenen Vorteilen und Boni von einigen Euro bis zu mehreren Hundert Euro pro Jahr kosten kann.
- Transaktionsgebühren: Bei Transaktionen in Fremdwährungen kann eine Gebühr für die Währungsumrechnung anfallen.
- Bargeldabhebungsgebühren: Wenn mit der Visakarte Bargeld an einem Geldautomaten abgehoben wird, können Gebühren anfallen, die sowohl von der herausgebenden Bank als auch vom Betreiber des Geldautomaten erhoben werden können.
- Verspätete Zahlungsgebühren und Überziehungsgebühren: Falls Zahlungen nicht rechtzeitig erfolgen oder das Kreditlimit überschritten wird, können zusätzliche Gebühren anfallen.
- Ersatzkartengebühren: Für den Ersatz einer verlorenen oder gestohlenen Karte kann ebenfalls eine Gebühr anfallen.
Vor der Entscheidung für eine Kreditkarte sollten sich Verbrauchende über die Kostenstruktur informieren. Neben der Jahresgebühr lauern oft noch versteckte Kosten für bestimmte Leistungen. Komplett kostenlos ist fast keine Visakarte. Eine Ausnahme können Debitkarten im Rahmen eines kostenlosen Girokontos ohne Kontoführungsgebühr und Dispokredit sein. Unser Leitfaden zur Auswahl einer Kreditkarte kann bei der Orientierung helfen.
+++ viele Informationen finden Sie auch auf unserer Themenseite Kreditkarte +++
- 1822direkt-Kreditkarte
- Postbank-Kreditkarte
- Kreditkarte von Bank Norwegian
- „Gebührenfrei Mastercard Gold“ Advanzia Bank
- Payback American Express Kreditkarte
- Visa Card Extra Berliner Sparkasse
- Mastercard Gold der TF Bank
- Kreditkarte von Trade Republic
- Kreditkarten von Visa
- Kreditkarten von Mastercard
- Kreditkarten (Charge) mit monatlicher Abbuchung
- Kreditkarte (Visa) von Amazon
Wie sicher ist eine Kreditkarte von Visa?
Das Zahlungssystem von Visa gilt allgemein als sehr sicher. Verbrauchende sollten sich aber bewusst sein, dass Visa schlussendlich ein US-Konzern ist, was wiederum datenschutzrechtlich zumindest fragwürdig ist. In der Vergangenheit gab es einige Diskussionen bei der Datenspeicherung von Google oder Amazon. Eine Debatte über unabhängige europäische Systeme für den Zahlungsverkehr gibt es daher schon lange. Ein Vorstoß in die Richtung ist die European Payments Initiative (EPI).
Mit Unterstützung der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Europäischen Kommission will die EPI „Europas Unabhängigkeit im Zahlungsverkehr sicherstellen“, berichtete die „Tagesschau“ im vergangenen Jahr. Allgemein gelten jedoch auch die Zahlungssysteme von Visa und Mastercard als sicher. Verschiedene Technologien und Sicherheitselemente sollen das garantieren. Im Folgenden stellen wir einige davon vor:
- Chip- und PIN-Technologie: Die meisten Visakarten sind mit einem Mikrochip ausgestattet, der schwer zu kopieren ist. Die Kombination mit einer persönlichen Identifikationsnummer (PIN) sorgt für eine zusätzliche Sicherheitsebene bei Transaktionen.
- Kontinuierliche Betrugsüberwachung: Visa überwacht laut eigener Aussage rund um die Uhr die Transaktionsaktivitäten, um ungewöhnliche Muster oder verdächtige Aktivitäten schnell erkennen und klären zu können.
- Zero Liability Policy: Visa führt eine sogenannte Nullhaftungspolitik. Das bedeutet, dass Kunden und Kundinnen im Fall von betrügerischen oder auch unerlaubten Transaktionen in der Regel nicht für diese verantwortlich gemacht werden.
- Sichere Online-Zahlungen: Mit Diensten wie Verified by Visa bietet Visa zusätzliche Sicherheitsebenen für Online-Einkäufe an, indem bei Transaktionen eine zusätzliche Authentifizierung erforderlich ist.
- Tokenisierung: Diese Technologie ersetzt die Kreditkartennummer durch ein einmaliges Token bei Online- und digitalen Wallet-Zahlungen, was die Datensicherheit erhöht und das Risiko von Datenlecks minimiert.
Trotz vieler Sicherheitsstufen gilt: Kein Zahlungssystem ist zu hundert Prozent sicher. Datenlecks oder Hacker- und Hackerinnenangriffe sind immer ein Risiko. Wer fremde Aktivitäten bemerkt oder seine Visakarte verliert, sollte diese schnellstmöglich sperren lassen. Das geht über die Bank oder über die bundesweit einheitliche Sperr-Notrufnummer 116 116. Zudem ist es empfehlenswert, immer eine gewisse Menge an Bargeld bei sich zu haben.
Was für Visa-Karten gibt es und wie funktioniert die Abrechnung?
Visa bietet in Kooperation mit Banken verschiedene Kartentypen an, die sich primär in der Abrechnung unterscheiden. Dazu zählen Debit-, Prepaid-, Charge oder eben Revolving-Kreditkarten. Eine Besonderheit sind Girokarten (EC-Karten) mit sogenanntem Co-Branding. Dabei wird eine klassische Girokarte an das Zahlungssystem von Visa angeschlossen. Das ermöglicht es, Zahlungen im Ausland oder online mit der Girokarte zu tätigen.
Im Inland werden die Zahlungen mit der Girokarte dabei normal über das deutsche Girocard-System ausgeführt. Im Ausland oder online greift die Girokarte auf das Zahlungssystem von Visa zurück. Ob eine Girokarte Visa ein Co-Branding hat, können Verbrauchende über ihre Bank erfahren oder am Logo des Visa-Produkts V-PAY auf der Girokarte erkennen. Die Abrechnung erfolgt – egal ob Visa- oder Girocard-System – über das Girokonto. V-PAY macht die Girokarte nicht zu einer Kreditkarte.

Weitere Visakarten sind:
- Visa Debitkarten: Bei Debitkarten wird der Betrag direkt und unmittelbar vom verknüpften Bankkonto abgebucht. Visa-Debitkarten bieten eine gute Kostenkontrolle, da es keinen Kreditrahmen gibt.
- Visa Prepaidkarten: Diese müssen vor der Nutzung aufgeladen werden. Sämtliche Ausgaben sind auf den geladenen Betrag beschränkt, was hilft, das Budget zu kontrollieren. Es fallen keine Zinsen an, da auch hier kein Kredit gewährt wird.
- Revolving-Kreditkarten: Die Bank gewährt einen Kreditrahmen, bis zu jenem Karteninhaber Ausgaben tätigen können. Dieser Kredit muss zurückgezahlt werden – entweder auf einmal oder in Teilbeträgen. Die Abrechnung erfolgt über eine Rechnung, die die Bank stellt.
- Charge-Kreditkarten: Auch hier gibt es einen eingeräumten Kreditrahmen, bis zu dem die Visakarte genutzt werden kann. Im Unterschied zur Revolving-Kreditkarte ist aber keine Teilzahlung möglich. Der Rechnungsbetrag muss immer monatlich gezahlt werden oder wird direkt vom verknüpften Girokonto eingezogen.
Fazit: Kreditkarte von Visa – warum der Zahlungsdienstleister zweitrangig ist
Unser Fazit: Sowohl Visa als auch Mastercard werden nahezu weltweit akzeptiert. Die Konditionen wie die Jahresgebühr oder die Zusatzleistungen bestimmt die Bank. Der Zahlungsdienstleistende ist für Verbraucherinnen und Verbraucher deshalb nur zweitrangig. Unser Tipp: Achten Sie stattdessen auf die Gebührenstruktur und die enthaltenen Zusatzleistungen. Vor allem bei den vermeintlich kostenlosen Kreditkarten im Vergleich lohnt es sich oftmals, genauer hinzuschauen.
*Der Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Die verlinkten Angebote stammen nicht vom Verlag. Wenn Sie auf einen Affiliate-Link klicken und über diesen einkaufen, erhalten wir vom entsprechenden Anbieter eine Provision. Die Auswahl der Produkte wird davon nicht beeinflusst, die Redaktion arbeitet zu 100 Prozent unabhängig. Für Sie als Nutzerinnen und Nutzer verändert sich der Preis nicht, es entstehen Ihnen hierdurch keine zusätzlichen Kosten. Die Einnahmen tragen dazu bei, Ihnen hochwertigen, unterhaltenden Journalismus kostenfrei anbieten zu können.



