• Etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland sind von Schlafstörungen betroffen
  • Unsere Autorin konnte über Monate nicht ein- und durchschlafen
  • Hier berichtet sie von der unerwarteten Diagnose ihres Arztes, die alles veränderte

Schlafentzug ist eine Foltermethode. Das ist keine Floskel, sondern eine Tatsache, die auch im Völkerrecht verankert ist. Laut den Genfer Konventionen zählt Schlafentzug zur „Weißen Folter“. Darunter versteht man psychische Foltermethoden, die das Wesen eines Menschen nachhaltig verändern können. Wie extrem belastend dauerhafter Schlafmangel ist, können auch Menschen nachvollziehen, die unter chronischen Schlafstörungen leiden oder gelitten haben – auch ich gehöre dazu. Nicht richtig schlafen zu können – das war für mich ein wahrgewordener Albtraum.

Dabei war ich bis zur Geburt meiner Tochter eine begnadete Schläferin und hatte damit nie Probleme. Ich konnte schlafen bei Lärm, bei Jetlag oder wenn es hell ist. Ich bin in Zügen eingeschlafen, bei Flugreisen oder auf dem Beifahrersitz im Auto. „Schlafen, das ist für mich wie Kurzurlaub“, habe ich immer gesagt. Dann wurde ich Mutter und mit einem Mal veränderte sich mein Schlafverhalten ruckartig. Dass man mit Baby wohl viele schlaflose Nächte ertragen muss, das wusste ich von vornherein. Dass schlaflose Nächte aber bleiben, selbst wenn das Baby schon lange durchschläft – das wusste ich nicht. Erst mein Arzt brachte mich auf die richtige Spur für die Ursache.

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