Bei der Parlamentswahl in Israel verzeichnet die zentrale Wahlkommission nach eigenen Angaben die höchste Beteiligung seit 1977. Bis 12 Uhr Ortszeit hätten 31,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Das seien mehr als drei Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Wahl 2022.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Letzten Umfragen vom Freitag zufolge zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dessen politischen Gegnern ab. Wichtigster Herausforderer ist der frühere Militärchef Gadi Eisenkot an der Spitze der Mitte-Partei Jaschar.
70.000 Israelis aus dem Ausland angereist
Benjamin Netanjahu und seine Frau Sara Netanjahu gaben ihre Stimme in einem Wahllokal in Jerusalem ab. Sie appellierten: „Geht wählen!“ Auch Eisenkot rief zur Wahl auf. Er sagte: „In Israel weht ein Wind der Veränderung.“
Über die Ereignisse am Wahltag in Israel berichten wir in einem Liveblog
Insgesamt sind mehr als 7,3 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ein neues Parlament, die Knesset, mit 120 Abgeordneten zu wählen. Laut Medienberichten reisten dafür auch 70.000 Israelis aus dem Ausland an, um vor Ort ihre Stimme abzugeben.
Wann die ersten Prognosen & Ergebnisse erwartet werden
Die Wahllokale sind bis 21 Uhr deutscher Zeit geöffnet (22 Uhr Ortszeit). Unmittelbar nach Schließung der Wahllokale veröffentlichen die israelischen Fernsehsender Prognosen auf Grundlage von Nachwahlbefragungen. Bis sich ein klares Bild abzeichnet, könnte es jedoch dauern. Das vorläufige Ergebnis wird für den 30. Oktober erwartet. Das amtliche Endergebnis wird eine Woche nach der Wahl, am 4. November, veröffentlicht.
Die Parlamentswahl wird als Schicksalswahl für die innenpolitische und gesellschaftspolitische Ausrichtung des Landes bezeichnet. Eine Neuausrichtung der Palästinenserpolitik erwarten Experten nicht.
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awedpa/AFP










