Ein Sicherheitsskandal erschüttert die USA. Offenbar durch ein Versehen fügte Michael Waltz, Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, einen Journalisten in eine Chatgruppe hinzu, in der ein Luftschlag auf die Huthi-Miliz geplant wurde. Jeffrey Goldberg, Chefredakteur des Magazins „The Atlantic“, veröffentlichte Ausschnitte aus dem Chatverlauf – und muss sich dafür jetzt einiges anhören.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth – selbst Teil des Chats – bezeichnete Jeffrey Goldberg als „einen betrügerischen und hochgradig diskreditierten sogenannten Journalisten“, der es sich zur Aufgabe gemacht habe, „immer wieder mit Falschmeldungen hausieren zu gehen“.
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Jeffrey Goldberg ist als Journalist hochangesehen
Dabei ist der Journalist hochdekoriert, unter seiner Leitung gewannen Autoren des traditionsreichen „The Atlantic“ erstmals den renommierten Pulitzer-Preis und das Medium überwand ein wirtschaftliches Tief. Die Liste der Polit-Promis, die Goldberg bereits interviewt hat, ist lang, darunter die Ex-First-Lady und Ex-Außenministerin Hillary Clinton, der britische Ex-Premierminister David Cameron und der jordanische König Abdullah II. Barack Obama ließ sich ganze fünfmal von Goldberg interviewen.
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Der gebürtige New Yorker gilt als Experte für außenpolitische Themen, insbesondere den Nahen Osten. Kein Wunder, Goldberg besitzt neben der US-amerikanischen auch die israelische Staatsbürgerschaft und diente während der ersten Intifada in der israelischen Armee. 2006 veröffentlichte er das Buch „Prisoners: A Muslim and a Jew Across the Middle East Divide“ über seine Erfahrungen als Bewacher eines Militärgefängnisses.

Zu „The Atlantic“ kam Goldberg wegen ein paar Ponys
Nach Stationen bei renommierten US-Zeitungen wie der „Washington Post“, der „New York Times“ oder dem „New Yorker“ begann er 2007, für „The Atlantic“ zu schreiben. Laut eines „Washington Post“-Berichts soll der „Atlantic“-Besitzer David Bradley zwei Jahre lang versucht haben, Goldberg von seinem Magazin zu überzeugen. Gelungen sei ihm das schließlich, indem er die drei Kinder von Goldberg mit gemieteten Ponys überraschte. 2016 wurde der heute 59-Jährige dann zum Chefredakteur des Magazins.
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Im selben Jahr veröffentlichte „The Atlantic“ eine Wahlempfehlung für die Trump-Konkurrentin Hillary Clinton. Als Fan des umstrittenen US-Präsidenten kann man Goldberg also nicht bezeichnen. 2020 enthüllte er, dass Trump sich abfällig über US-Soldaten, die während des Zweiten Weltkriegs fielen, geäußert haben soll. Den Artikel bezeichnete der US-Präsident später als „fake“. Zu einer Besserung der Verhältnisse zwischen Trump, der derzeit ohnehin versucht, kritischen Journalisten einen Riegel vorzuschieben, und Goldberg werden die neuesten Enthüllungen wohl nicht führen.














