Rom fiebert der Amtseinführung des neuen Papstes Leo XIV. am Sonntag, 18. Mai, entgegen. Bei einer Zeremonie am Petrusgrab unter dem Petersdom erhält Robert F. Prevost die päpstlichen Insignien: das wollene Pallium, eine weiße, mit roten Kreuzen bestickte Wollstola, und den eigens für ihn angefertigten Fischerring. Es folgt eine feierliche Messe auf dem Petersplatz. Wie beim ersten Sonntagsgebet von Leo XIV. werden nach Vatikanangaben auch zur Inthronisierungsmesse wieder hunderttausende Pilger aus aller Welt erwartet.

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Auf der Gästeliste stehen außerdem einige illustre Namen: Delegationen aus 200 Ländern, über 80 Staats- und Regierungschefs sowie Monarchen aus ganz Europa haben ihre Teilnahme zugesagt. Darunter auch Bundeskanzler Friedrich Merz, der gemeinsam mit CDU-Parteikollegin und Bundestagspräsidentin Julia Klöcknerbei nach Rom reisen wird. Ein anderer hochrangiger Gast wird sich indes nicht blicken lassen.

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Papst Leo XIV.: Kommt Trump trotz offener Kritik?

Im Vorfeld des Termins war vor allem über die Teilnahme von US-Präsident Donald Trump spekuliert worden. Der gebürtige Amerikaner Leo XIV. hatte sich vor seiner Wahl durch Nachrichten in den sozialen Netzwerken von einzelnen Positionen des US-Präsidenten distanziert. Mittlerweile ist klar, dass sich Trump am Sonntag von seinem Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio vertreten lässt. Der zum Katholizismus übergetretene Vance hatte Papst Franziskus kurz vor dessen Tod besucht und auch an dessen Trauerzeremonie am 26. April teilgenommen. Rund um die feierliche Amtseinführung von Leo XIV. soll es ein Treffen mit Vance geben, wie der Vatikan dieser Tage bekanntgab.

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Ob der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zur großen Amtseinführungsmesse noch einmal nach Rom reisen wird, war zunächst noch unklar. Viele Beobachter halten das für wahrscheinlich, da Selenskyj um gute Beziehungen zum Papst bemüht ist und auf dessen Unterstützung bei den Friedensverhandlungen für sein Land hofft. So hat Selenskyj bereits mit Leo XIV. telefoniert und ihn in die Ukraine eingeladen.

Papst Franziskus gestorben - Beisetzung
Bei Papst Franziskus‘ Beerdigung war es zu einem Treffen zwischen US-Präsident Trump und Wolodymyr Selenskyj gekommen. Zum Amtsantritt von Papst Leo XIV. wird Trump nicht erwartet.© Uncredited/Ukrainian Presidentia | Uncredited

„Ich habe mit Papst Leo XIV. gesprochen. Es war unser erstes Gespräch, aber es war sofort sehr herzlich und wirklich substanziell“, so Selenskyj. Er habe den Papst eingeladen, seinem Land einen Besuch abzustatten: „Ein solcher Besuch würde allen Gläubigen und unserem ganzen Volk echte Hoffnung bringen.“ Er habe Leo XIV. für seine Unterstützung der Ukraine und des gesamten Volkes gedankt. Weiter hieß es: „Wir schätzen seine Worte über die Notwendigkeit eines gerechten und dauerhaften Friedens für unser Land und die Freilassung der Gefangenen sehr.“

Auch Italiens Ministerpräsidentin Meloni will die große Messe zu Leos Amtseinführung als Parkett nutzen, um ihr diplomatisches Geschick zur Schau zu stellen. Seit Monaten ist die 48-jährige Rechtspopulistin bemüht, sich als Brückenbauerin zwischen den USA und der EU zu profilieren. Auf ihre guten Beziehungen zu Trumps Administration ist sie besonders stolz. Am Rande der Amtseinführung soll es jedoch auch zu einem Treffen mit Bundeskanzler Merz kommen.

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Anders als bei Franziskus‘ Beerdigung wird Großbritannien diesmal nicht von Prinz William vertreten, sondern von Prinz Edward. Die niederländische Königin Maxima hat ebenfalls zugesagt. Aus Peru reist Präsidentin Dina Boluarte an; der heutige Papst war neun Jahre lang Bischof von Chiclayo und hat deshalb auch einen peruanischen Pass.

mit kna/dpa