- Nach dem Tod von Papst Franziskus – am 7. Mai beginnt das Konklave
- Wer sind die möglichen Nachfolger?
- Hier erfahren Sie, welche Kardinäle als Favoriten gelten
Im Vatikan rückt ein historischer Moment näher: Nach dem Tod von Papst Franziskus beginnt am Mittwoch, den 7. Mai, die Wahl seines Nachfolgers. Ein Konklave wird einberufen – jenes streng abgeschirmte Verfahren, bei dem die wahlberechtigten Kardinäle so lange beraten und abstimmen, bis ein Kandidat die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht.

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Schon lange zuvor hatten die sogenannten „Vaticanisti“ – die Reporterinnen und Reporter mit besten Kontakten in den Kirchenstaat – ein wachsames Auge auf mögliche Nachfolger. Diese Namen werden nun besonders häufig genannt.
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Papst Franziskus ist tot: Diese Kardinäle gelten als Favoriten
Matteo Zuppi
Da seit 1978, seit der Wahl von Johannes Paul II., immer nur ausländische Päpste zum Zuge gekommen sind, fragt man sich im Vatikan, ob nicht bald wieder die Stunde eines italienischen Pontifex schlagen könnte. Als geeigneter Kandidat unter den italienischen „Papabili“, den aussichtsreichsten Anwärtern auf das Papst-Amt, zählt der Präsident der italienischen Bischofskonferenz Matteo Zuppi. Der 68-jährige Erzbischof von Bologna ist bekannt für sein diplomatisches Geschick und seine Bemühungen um den Frieden. Er ist seit Jahren ein prominentes Mitglied der international einflussreichen Laiengemeinschaft Sant‘Egidio, die voll auf der Franziskus-Linie liegt. Aktuell ist er zudem Sondergesandter des Papstes für Frieden in der Ukraine. Der Kardinal ist politisch versiert und mit Dialog und Konflikten vertraut.
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Pietro Parolin
Als Alternative zu Zuppi kommt unter den Italienern der vatikanische Kardinalstaatssekretär, Kardinal Pietro Parolin, in Frage. Er ist derzeit der höchste Kurienkardinal und für seine Rolle in der internationalen Politik besonders geschätzt. Bekannt wurde der 70-Jährige für seine diplomatische Arbeit für die Beziehungen des Vatikans zu China, sowie für seine Bemühungen um den interreligiösen Dialog und den Friedensprozess. Seine Schwachstelle ist, dass er als Emblem des Franziskus-Pontifikats gilt. Sollten sich die Papst-Wähler für einen radikalen Kurswechsel nach der Zeit des Argentiniers entscheiden, hätte Parolin wenig Erfolgsaussichten.
Pierbattista Pizzaballa
Unter den Italienern hat auch Pierbattista Pizzaballa, der erste Patriarch von Jerusalem im Kardinalskollegium, eine Chance. Im Minenfeld Nahost beweist sich der 59-Jährige seit Jahren als geschickter Diplomat und Dialogpartner. Sein Stil ist unklerikal und unkonventionell. Er steht sowohl mit jüdischen und islamischen Religionsführern gut im Dialog, ebenso wie mit jenen der Orthodoxie. All das wäre von Vorteil bei einem künftigen Konklave.
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Peter Erdö
Die konservativen Purpurträger, die seit Jahren mit Argusaugen den progressiven Kurs Franziskus‘ beobachten, hoffen auf eine Wende und setzen auf einen eigenen Kandidaten, den Erzbischof von Budapest Peter Erdö. Der 72 Jahre alte Präsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen ist ein konservativer Kirchenführer, der für seine traditionelle Haltung bekannt ist. Er hatte gute Beziehungen zum verstorbenen Benedikt XVI. Erdö kann auf eine steile Karriere zurückblicken. Mit 49 Jahren wurde er Präsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), mit nur 50 wurde er Erzbischof von Esztergom-Budapest, mit 52 war er 2005 der jüngste Kardinal im Konklave. Aufgrund der geografischen Lage seiner Heimat steht Erdö für die Ökumene mit der Orthodoxie, die er mit großem Engagement betreibt.
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Mario Grech
Der 67-jährige Generalsekretär der Synode der Bischöfe und ehemaliger Bischof von Gozo auf Malta ist für seine theologische Expertise bekannt.
Victor Manuel Fernandez
Gute Chancen werden auch Kardinal Victor Manuel Fernandez (62 Jahre), Präfekt des Dikasteriums für die Glaubenslehre und ehemaliger Rektor der Päpstlichen Universität von Argentinien, eingeräumt. Fernandez ist ein enger Vertrauter von Papst Franziskus. Als Leiter der Glaubensbehörde verfasste er das hochumstrittene Papier für die Segnung Homosexueller, das vor allem in Afrika massiven Widerspruch auslöste.
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Luis Antonio Tagle
Ein Papst aus dem Fernen Osten wäre für die katholische Kirche ein Novum. Mit dem philippinischen Kardinal Luis Antonio Tagle können sich asiatische Katholiken Hoffnungen auf einen Pontifex aus ihren Breitgraden machen. Bereits vor dem Konklave 2013, der zur Wahl Franziskus führte, war der damals 55-jährige Tagle ein „Papabile“. Dabei war er damals zweitjüngster Papstwähler. Inzwischen ist der stets lächelnde und gut aufgelegt wirkende Tagle Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung und einer der einflussreichen Franziskus-Männer. Sollte sich das Konklave wieder für einen Ausländer entscheiden, könnte Tagle endlich als Papst zum Zuge kommen.




























