- Medienberichten zufolge starb der Papst an einem Schlaganfall
- Die Krankheit befällt im Jahr tausende Deutsche und ist eine der Haupttodesursachen
- Auch junge Leute sind betroffen. Bis zu einem gewissen Maße kann man aber gegensteuern
Der Papst ist tot. Am Ostermontag erlag er den Folgen eines Schlaganfalls. Das gab der Vatikan bekannt. Schon einige Monate zuvor hatte Papst Franziskus mit schweren, gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Probleme, die seinen Tod begünstigt haben könnten. Doch wie gefährlich ist ein Schlaganfall eigentlich? Wodurch wird er ausgelöst und kann er auch junge Menschen betreffen?
Was passiert bei einem Schlaganfall?
Bei einem Schlaganfall kommt es in der Regel zu einer Durchblutungsstörung, die durch ein verschlossenes Gefäß ausgelöst wird. In der Folge werden bestimmte Bereiche des Gehirns werden nicht mehr ausreichend durchblutet. Dadurch gelangt nur wenig oder gar kein Sauerstoff ins Gehirn, die betroffenen Nervenzellen sterben in der Folge ab.
Lesen Sie auch
In selteneren Fällen treten Blutungen innerhalb des Gehirns auf. Dabei platzt ein Blutgefäß und schädigt so das umliegende Nervengewebe. Die Betroffenen werden bestenfalls so schnell wie möglich vom Notarzt oder Rettungsdienst behandelt und danach in ein spezialisiertes Krankenhaus weitergeleitet. Mithilfe einer Computertomografie (Ct) wird dann die genaue Ursache des Schlaganfalls gesucht und die Therapie entsprechend eingeleitet. Wird ein Schlaganfall nicht schnellstmöglich behandelt, drohen dauerhafte Schäden wie Sprachverlust oder motorische Einschränkungen wie Lähmungen, schlimmstenfalls sogar der Tod.
Was sind die Ursachen für einen Schlaganfall?
Wie bei vielen Erkrankungen spielt der Lebenswandel eine große Rolle bei den Ursachen eines Schlaganfalls. Wer sich zum Beispiel wenig bewegt, sich ungesund ernährt, übergewichtig ist oder raucht, hat ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Dieselben Faktoren begünstigen übrigens auch andere Herzkreislauferkrankungen wie einen Herzinfarkt oder Bluthochdruck.
Lesen Sie auch
Aber: Auch schwere Krankheiten können Schlaganfälle begünstigen, etwa, wenn das Immunsystem durch die Krankheit heruntergefahren ist. Dann können sich Infektionskrankheiten leichter ausbreiten, die den Organismus belasten und somit einen Schlaganfall auslösen können.
Schlaganfall: Kann er auch junge Leute treffen?
Grundsätzlich gilt ein Schlaganfall als eine Krankheit, die vorrangig bei älteren Menschen ab 65 Jahren auftritt. Nur 25 Prozent aller Fälle betreffen Personen unter 65 Jahren auf. Doch auch junge Menschen unter 30 sind nicht davor geschützt.
- Luxus pur? In diesem Prunk könnte Papst Leo XIV. wohnen
- Zum Nachlesen: Die erste Rede des neuen Papses Leo XIV. im Wortlaut
- Habemus Papam: So viel wird der neue Papst Leo XIV. im Monat verdienen
- Bildergalerie: Leo XIV. zum Papst gewählt – Die schönsten Bilder aus dem Vatikan
- Vorgänger: Leo XIII. trug den Namen 100 Jahre vor dem neuen Papst
- Historiker erklärt: So wurde der Papst vom Sekten-Chef zum Führer einer Weltreligion
Das Berliner Traditions-Klinikum Charité schreibt dazu: „In der Altersgruppe von Schlaganfallpatienten zwischen 18 und 35 Jahren überwiegend andere, meist angeborene Ursachen als beim typischen älteren Schlaganfallpatienten: Herzfehler, Gerinnungsstörungen und vermehrte Gefäßeinrisse (...).“ Auch angeborene Fettstoffwechselstörungen könne das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen. Bei der Altersgruppe zwischen 35 und 50 hingegen liegen hingegen „klassischere“ Symptome wie Gefäßverkalkungen oder verengten Arterien.
Auch interessant
Auffällig: Im Alter zwischen 18 und 35 Jahren sind Frauen deutlich häufiger von Schlaganfällen betroffen. Das liegt laut der unter anderem an den Nebenwirkungen der Pille in Kombination mit Tabakkonsum, auch Migränefälle mit Aura können gefährlich werden. Die Charité schreibt zusätzlich: „Auch Schwangerschaften erhöhen das Risiko für einen Schlaganfall: Um die Entbindung, beziehungsweise die Zeit kurz nach Entbindung, ist das Schlaganfallrisiko erhöht. In der Altersspanne von 35 bis 50 Jahren sind dann Männer häufiger vom Schlaganfall betroffen.“
Wie viele Leute erleiden jährlich einen Schlaganfall?
Laut der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe erleiden bundesweit jährlich knapp 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Knapp 30.000 davon sind 55 Jahre oder jünger. Auch die Kleinsten können Schlaganfälle erleiden: pro Jahr sind etwa 300 Kinder betroffen, die Dunkelziffer dürfte aber deutlich höher liegen.
Kann man einem Schlaganfall vorbeugen?
Garantien gibt es natürlich nie. Doch schon anhand der Ursachen lässt sich erkennen, wie man einem Schlaganfall bestmöglich vorbeugt. Dazu gehört eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung so wie ausreichende Bewegung und der weitestgehende Verzicht auf Alkohol und Tabak.










