Liebe Leserin, lieber Leser,

was wird heute wichtig? Hier sind die Termine des Tages:

• Bereits am Morgen (8:30 Uhr) setzt das Fischereiamt Berlin 400.000 junge Aale im Bereich der Havel, Spree und Dahme aus. Die Maßnahme dient der Erhaltung des Aalbestands, der in den zurückliegenden 30 Jahren auch in Berlin deutlich abgenommen hat.

• Der Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses legt auf einer Pressekonferenz den Abschlussbericht zur rechtsextremen Anschlagsserie in Neukölln vor.

• Der Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Vivantes-Kliniken geht in die 17. Runde. Ob nach dem bereits seit 50 Tagen andauernden Erzwingungsstreik eine Einigung erzielt werden kann, ist offen.

• Bausenator Christian Gaebler (SPD) präsentiert einen Steinkeller aus dem Spätmittelalter, der bei Grabungen am Molkenmarkt gefunden wurde.

Neues aus Berlin
Neues aus Berlin

Man hatte sich ja schon gefragt, welche Zahl da am Ende stehen würde. Denn dass Berlins Regierender Bürgermeister ein Halbjahr im unterirdischen Bereich hinter sich hat – Stichworte: Tennismatch, Glatteis, Fördergeldaffäre, Digitalstaatssekretär, Görlitzer Park – dürfte selbst den treuesten Delegierten auf dem gestrigen CDU-Landesparteitag in Neukölln nicht verborgen geblieben sein. Und doch fiel die Zustimmung recht imposant aus: 92,6 Prozent stimmten in geheimer Abstimmung für ihn als Spitzenkandidaten.

Parteitag CDU Berlin
Wegner lässt sich feiern. © Annette Riedl/dpa | Annette Riedl

Wegner räumte Fehler ein, ging dann jedoch schnell zur Kritik am politischen Gegner über. „Vor euch steht ein Kai Wegner, der in den nächsten 100 Tagen dafür kämpfen wird, dass diese Stadt nicht nach links abdriftet“, versicherte er den Delegierten. Vom „Poller-Irrsinn“ über „Polizisten-Hass“ bis zum „Gender-Wahn“ reichte dann die Generalabrechnung. Und ein bisschen Eigenlob gab’s auch, für die Verwaltungsreform und die verkürzten Wartezeiten in den Bürgerämtern. „Viel getan, gute Bilanz, aber auch noch viel zu tun“, lautete sein Resümee.

Dennoch rumort es in der Berliner CDU, schreibt mein Kollege Hans Cord Hartmann: „Personelle Alternativen zu Wegner sind entweder nicht in Sicht oder sie halten sich – Beispiel Finanzsenator Stefan Evers – zurück. Ob die Wagenburgmentalität bis zur Wahl hält, muss abgewartet werden. Für einige Abgeordnete geht es schließlich um die eigenen Mandate.“ Seinen vollständigen Artikel finden Sie hier.

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Haben Sie einen schönen Mittwoch!

Ihr Felix Müller

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