Die Airline Emirates drängt weiter darauf, täglich Berlin und den BER anzufliegen. Das sagte ihr Präsident Sir Tim Clark bei einem Pressegespräch zum Start der Luftfahrtmesse ILA in Berlin. „Die vorgeschlagenen täglichen Linienflüge würden Hunderte Arbeitsplätze schaffen, neue Verbindungen zu 50 Zielen für Urlauber und Geschäftsreisende mit nur einem Zwischenstopp eröffnen und hochwertigen Tourismus anziehen“, teilte Emirates mit.

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Hintergrund: Der BER hat aktuell nur wenige Langstreckenverbindungen. Dies wird von Wirtschaftsverbänden und Start-ups seit Längerem bemängelt. Auch Brandenburgs und Berlins Regierungen wünschen sich mehr Langstreckenflüge – ohne Umsteigen in Frankfurt.
Internationale Luft- und Raumfahrtmesse in Bildern
Emirates-Präsident Clark berichtete bei dem Pressegespräch davon, dass er von der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bereits eine Zusage hatte, Berlin anfliegen zu dürfen, doch dann habe die Regierung gewechselt. Eine „überzeugende Gruppe“ würde dies zudem verhindern, sie hätte eine Art „Schutzschild“ um den BER errichtet. Clark nannte dabei die Lufthansa, ein „nicht staatliches Unternehmen mit großem Marketing-Budget“: „Sie verstecken sich hinter dem Rock der Regierung“, kritisierte der 76-Jährige, der seit 2003 Präsident von Emirates ist.

Mehr als 85 Prozent der internationalen Flüge vom BER würden innerhalb Europas bleiben
Zuständig für die Genehmigung von Langstreckenflügen ist das Bundesverkehrsministerium, die Verhandlungen finden auf Regierungsebene statt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) war im Februar 2006 zu Gast in den Vereinigten Arabischen Emiraten, doch gab es dabei keine Einigung über Emirates-Flugrechte.
Emirates lockt Berlin mit über 100 Millionen Euro, die sie für Betriebskosten, Personal, Flughafengebühren, Treibstoff und Sonstiges auszugeben bereit sei. Die Langstreckenanbindungen hätten mit der Entwicklung der Stadt nicht Schritt gehalten. Mehr als 85 Prozent der internationalen Flüge vom BER würden heute in Europa bleiben, erklärte Emirates.
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Emirates zählt zu den größten Fluggesellschaften der Welt
Die Airline ist laut eigenen Angaben eine der größten internationalen Fluggesellschaften der Welt, betreibt über 250 Großraumflugzeuge und fliegt mehr als 150 Ziele an. Neben Berlin hofft Emirates auch auf Verbindungen nach Stuttgart. Auch deren Flughafen habe Lücken bei den Langstreckenverbindungen und sei, ähnlich wie Berlin, „unterversorgt“.
Clark verwies in dem Gespräch auch auf die Forderungen Berliner Unternehmer und der Industrie- und Handelskammer. Auch eigene Daten hätten bestätigt, dass die Nachfrage am BER vorhanden sei. „Die Flüge würden voll werden“, so Clark. Emirates bedient nach eigenen Angaben bereits 50 Ziele in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten, Südostasien und Australasien, die von keiner deutschen Fluggesellschaft angeflogen werden.
Menschen lieben es zu reisen – und tun es weiterhin.
Sir Tim Clark,, Präsident von Emirates
Steigende Ticketpreise befürchtet Emirates nicht
Steigende Kerosin- und Ticketpreise befürchtet Emirates nicht, man habe „langfristig und umfangreich“ Sprit eingekauft. Höhere Preise würden die Kunden nicht vom Fliegen abhalten, erklärte Clark. „Menschen lieben es zu reisen – und tun es weiterhin.“
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Der Emirates-Präsident ist zur Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin, die am Mittwoch eröffnet wird und bis Sonntag geht. Emirates erwartet am Mittwoch Bundeskanzler Friedrich Merz als Gast in seinem A380 auf der Messe. „Wir halten schon Handschellen und Ketten für ihn bereit“, scherzte Clark.
















