Die vielen schlechten Nachrichten von Kriegen, Krisen und Kriminalität können einen manchmal nahezu erdrücken. Umso wichtiger erscheint es mir deshalb, sich immer wieder auch daran zu erinnern, dass es sie noch gibt: die positiven Meldungen und Entwicklungen. Auch wenn es scheinbar nur Kleinigkeiten sind, helfen sie doch, das düstere Bild etwas heller zu zeichnen. Hier kommen fünf Beispiele aus dem Laufsport, die zeigen, dass nicht alles schlechter wird.

1. Ein Viertel der Deutschen läuft regelmäßig

Über Menschen, die übergewichtig sind, wird regelmäßig berichtet. In Deutschland waren das zuletzt 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen. Positiv ist auf der anderen Seite aber: Ein größerer Teil der Deutschen geht regelmäßig joggen. Konkret berichtet ein Viertel der Deutschen, mindestens einmal im Monat im Freien zu laufen. Das geht aus dem SportsShoes Running Report 2026 hervor, der auf einer national repräsentativen Befragung von 3000 Erwachsenen basiert. Wobei die meisten dieser Menschen weitaus öfter laufen als nur einmal im Monat: 40 Prozent erklärten, zwei- bis dreimal pro Woche zu laufen, ein Fünftel sogar mindestens viermal. Berlin liegt im Städtevergleich übrigens gerade noch in den Top 5, aber knapp unter dem Bundesschnitt: Hier gehen 24 Prozent der Befragten regelmäßig laufen. Da geht also noch mehr.

2. Immer mehr Frauen starten bei großen Events

Die Entwicklung, die sich schon in den vergangenen Jahren abgezeichnet hat, setzt sich fort. An Laufevents nehmen zunehmend mehr Frauen teil, wie sich auch am vergangenen Wochenende beim Berliner Halbmarathon bestätigte. Wie der Veranstalter SCC Events vermeldete, waren 46 Prozent der Teilnehmenden weiblich. Im vergangenen Jahr waren es 43 Prozent, im Vor-Corona-Jahr 2019 gerade erst 39 Prozent. Unter den jüngeren Startern dominieren Frauen inzwischen sogar. Bei den 25- bis 30-Jährigen lag ihr Anteil bei 54 Prozent, bei den 18- bis 25-Jährigen bei 60 Prozent. Das bestätigt: Eine Hemmschwelle für Frauen, an großen Laufveranstaltungen teilzunehmen, gibt es immer weniger – oder sogar gar nicht mehr.

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3. Laufen wird in der jüngeren Altersgruppe beliebter

Die Statistiken der großen Berliner Laufevents haben zuletzt aber nicht nur belegt, dass unter den jüngeren Startern viele Frauen sind. Sondern dass der Sport grundsätzlich in der jungen Altersgruppe boomt. Beim Berlin-Marathon war die größte Gruppe unter den Läuferinnen und Läufern zwischen 28 und 38 Jahren alt. Auch der aktuelle Bericht von SportsShoes.com bestätigt, dass die Generation Z (18 bis 28 Jahre) sowie die Generation der Millenials (29 bis 44 Jahre) am häufigsten laufen. Etwa ein Drittel von ihnen geht mindestens einmal im Monat draußen joggen. Auch das macht Hoffnung. Einerseits für die Zukunft des Sports, andererseits für die Gesundheit und Fitness dieser Altersgruppen.

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4. Es geht um schnelle Zeiten – aber eben nicht nur

Wie in jedem Sport spielen auch beim Laufen Rekorde eine Rolle. Es geht um Spitzenleistungen und darum, immer schneller zu werden. Dass das gelingen kann, hat am Wochenende Amanal Petros mit seinem deutschen Rekord bewiesen. Aber es gibt eben auch die andere Seite des Laufens, die sich ebenfalls beim Berliner Halbmarathon beobachten ließ. Gefeiert wurden dort nicht nur die Sieger, sondern ebenso die letzte Teilnehmerin, die die Ziellinie überquerte. Von den Zuschauern am Streckenrand und später von den Nutzern in den sozialen Medien. Wenngleich oft der Eindruck entsteht, es gehe nur darum, der Erste oder Beste zu sein, beweist der Laufsport: Es gibt Platz für jeden. Und alle Leistungen sind es wert, gewürdigt zu werden.

Der Laufclub der Berliner Morgenpost

Auch bei der Berliner Morgenpost gibt es begeisterte Läuferinnen und Läufer – und mit unseren Leserinnen und Lesern wollen wir einmal im Monat eine gemeinsame Runde drehen. Dafür haben wir in diesem Jahr unseren Laufclub gegründet. Treffpunkt ist der Eingang zum Tiergarten am Brandenburger Tor, gelaufen werden etwa sechs Kilometer. Die Teilnahme ist natürlich kostenlos. Wann der nächste Lauf stattfindet, steht immer unter mrgnpst.de/10k-club. Wir freuen uns über viele Mitläufer!

5. Die Registrierung für den Berliner Halbmarathon 2027 öffnet

Nach dem Halbmarathon ist stets vor dem Halbmarathon. Inzwischen wird auch bei diesem Rennen auf eine Verlosung gesetzt. Bereits an diesem Donnerstag, 2. April, öffnet die Registrierung dafür. Das ist genau ein Jahr und zwei Tage vor dem nächsten Rennen. Mitte Juni teilt der Veranstalter dann die Verlosungsergebnisse mit. Wer bei den großen Events teilnehmen will, ist es inzwischen gewohnt, weit im Voraus planen zu müssen. Um das positiv zu deuten. Es bleibt viel Zeit zum Trainieren. Und für die Vorfreude.