Liebe Leserin, lieber Leser,

was wird heute wichtig? Beginnen wir mit einem Blick auf die Termine des Tages:

  • Festveranstaltung zu 65 Jahren deutsch-türkischem Anwerbeabkommen im Roten Rathaus
    Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, die Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe, und die Berliner Integrationsbeauftragte Katarina Niewiedzial würdigen gemeinsam mit 250 Gästen die Lebenswege und Leistungen der ersten Einwanderergeneration.
  • Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht Arbeitslosenzahlen für Berlin und Brandenburg für Oktober 2026
  • Premiere Musical „Salon Rosie - Zwei Schwestern an der Kippe“ von Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Joshua Lange
    Mit den Musicaldarstellerinnen Steffi Irmen und Kathi Damerow.

Neues aus Berlin

Die Gewerkschaft der Polizei in Berlin hat es auf den Punkt gebracht: Es sind die Geister, die die Linkspartei rief. Und die nur drei Tage vor Halloween zum Albtraum für Elif Eralp werden. Die Nähe der Neuköllner Linken zu Personen der Organisierten Kriminalität und zu Mitgliedern der Hamas haben die führenden Politikerinnen und Politiker der Linkspartei wohl unterschätzt. Die Folgen sind gewaltig. Eine Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin, die Angst vor radikalen Palästinensern hat? Ist das denkbar in einer Hauptstadt, die immer wieder erschüttert wird von antisemitischen Vorfällen und religiösen Radikalen?

Konstituierende Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses nach der Wahl
Elif Eralp (Die Linke) während der konstituierenden Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

Menschlich ist das nachvollziehbar, dass eine Mutter von zwei Kindern Angst um ihre Familie hat. Aber ist Elif Eralp damit erpressbar? Nur den kleinsten Verdacht zu erwecken, schadet dem Amt einer Regierenden Bürgermeisterin. Denn im Zweifel muss eine Regierungschefin in Berlin immer Entscheidungen ohne Vorbehalt treffen können. Zum Wohl der Stadt.

Morgenpost-Herausgeber Jörg Quoos findet in seinem Kommentar eindringliche Worte zur Sicherheitslage in der deutschen Hauptstadt.

Es ist nicht so, dass die Debatte über Gefahren von Terrorsympathisanten in Berlin überraschend kommt. Die Neuköllner Integrationsbeauftragte Güner Balci und die Frauenrechtlerin und Moschee-Gründerin Seyran Ateş haben immer wieder vor einer Unterwanderung gewarnt. Sie sehen sich bestätigt.

Montag bis Samstag

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Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

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Im Interview mit der Berliner Morgenpost findet auch der noch amtierende Bürgermeister von Neukölln, Martin Hikel, klare Worte. Auch Hikel hatte in der Vergangenheit immer auf die Gefahren durch die Radikalen hingewiesen. Jessica Hanack hat mit ihm gesprochen.

Und diejenigen, die das Amt des Regierenden Bürgermeisters schon bekleidet haben oder es innehaben, warnten am Donnerstag eindringlich. Kai Wegner (CDU) sagte: „Verantwortung heißt auch, keine Angst davor zu haben, Probleme und Wahrheiten klar zu benennen.“ Michael Müller (SPD), Vorvorgänger von Wegner, sagte: „Wenn Eralp sich nicht traue, in einem Interview klar zu benennen, wogegen sie vorgehen möchte – das würde bedeuten, dass die Regierende Bürgermeisterin erpressbar ist. Das muss man so klar sagen“, so Müller im Fernsehsender Phoenix. Wegner ohnehin, aber auch Müller wollen nicht, dass die SPD mit dieser Linkspartei in eine Koalition geht.

Am morgigen Samstag trifft sich nun die Linkspartei, um über Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD zu entscheiden. Die Debatte um Elif Eralp wird die Reihen möglicherweise eher schließen. Auch Steffen Krachs Attacke gegen die umstrittene Linken-Politikerin Vanessa Emde wird die Linke eher zusammenrücken lassen. Krach selbst gerät in seiner Partei von den Linken unter Druck.

Am Ende liegt es an den möglichen Koalitionspartnern SPD und Grünen, ob sie sich in ein so wackeliges linkes Bündnis trauen. Auf dem konservativen Flügel der SPD gibt es viele Politikerinnen und Politiker, die sagen: Macht es nicht!

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Außerdem wichtig

In Brandenburg ist ein Kind in einem Tierpark von einem Wolf gebissen worden. Welche fatalen Folgen das haben kann, hat die Charité-Ärztin Leila Harhaus-Wähner Philipp Siebert erzählt.

Es war ein gelungener Abend für mehr als 250 Morgenpost-Leser: Die Sondervorstellung Kintsugi im Chamäleon für Mitglieder des Morgenpost-Clubs war ein großer Erfolg. Und einige nutzen die Möglichkeit sogar für ein erstes Date, wie Reporter Philipp Hartmann erfuhr. Mehr zu den Vorzügen des Morgenpost-Clubs erfahren Sie hier.

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Ihr Gilbert Schomaker,

stellvertretender Chefredakteur

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