Einen ganz besonderen Abend erlebten Leserinnen und Leser der Berliner Morgenpost am Mittwoch im Chamäleon Berlin in den Hackeschen Höfen. Dort konnten sie die atemberaubende Akrobatik-Show „Kintsugi“ der gefeierten kanadischen Kompanie „Machine de Cirque“ erleben. Über den Morgenpost-Club hatte es im Vorfeld die Möglichkeit gegeben, sich kostenfrei dafür anzumelden. Die Veranstaltung war ausgebucht.

Show Kintsugi by Machine de Cirque im Chamäleon Berlin
Gilbert Schomaker, stellvertretender Chefredakteur der Berliner Morgenpost, und Hendrik Frobel, Geschäftsführer der Chamäleon Berlin gGmbH, auf der Bühne.© Berliner Morgenpost | Philipp Hartmann

Begrüßt wurden die insgesamt 254 Gäste von Gilbert Schomaker, dem stellvertretenden Chefredakteur der Berliner Morgenpost, und Hendrik Frobel, dem Geschäftsführer der Chamäleon Berlin gGmbH. Der Abend sei extrem schnell ausgebucht gewesen, berichtete Hendrik Frobel. Der Theaterchef freute sich darüber, dass viele Besucher das erste Mal im Chamäleon zu Gast waren – und den Abend „nicht mit RTL2 oder Netflix“ verbrachten. „Sie haben sich heute für Livekultur entschieden, und das ist goldrichtig“, sagte er auf der Bühne an das Publikum gerichtet.

Chamäleon Berlin: So erlebten Gäste den Abend auf Einladung der Berliner Morgenpost

Unter den Gästen waren unter anderem Nina Martin (53) und ihr Mann (55) aus Weißensee. Das Paar liest eigenen Angaben zufolge seit Sommer 2025 die Berliner Morgenpost. Was sie besonders begeistert, ist die Vielfalt der Themen in der Zeitung. Diese seien genauso bunt wie die Stadt. „Die Morgenpost überrascht uns immer wieder“, erzählten die beiden. „Man kriegt auch mal einen positiven Blick auf die Stadt“, berichtete Nina Martin.

Show Kintsugi by Machine de Cirque im Chamäleon Berlin
Nina Martin und ihr Mann waren das zweite Mal im Chamäleon Berlin. Das Paar liest seit gut einem Jahr die Morgenpost.© Berliner Morgenpost | Philipp Hartmann

Bereits seit zehn Jahren sind Yvonne und Jürgen Sobig aus Hoppegarten der Morgenpost treu. Das Paar liest regelmäßig die Wochenendausgabe. „Es liest sich gut. Man hat sich an den Aufbau gewöhnt“, so Yvonne Sobig, die die Zeitung gern komplett durchgeht. Ihr Mann Jürgen ist hingegen weniger an Kulturthemen interessiert. Für den Besuch des Chamäleon-Theaters konnte ihn seine Frau jedoch überzeugen.

Show Kintsugi by Machine de Cirque im Chamäleon Berlin
Yvonne und Jürgen Sobig aus Hoppegarten sind vor zehn Jahren aus NRW zurück nach Berlin gezogen. Seitdem lesen sie die Morgenpost regelmäßig am Wochenende.© Berliner Morgenpost | Philipp Hartmann

Auch die Freundinnen Conny aus Grunewald und Jasmin aus Kreuzberg waren neugierig auf die Show. Die Plätze hatte Connys Mann besorgt, ein langjähriger Abonnent, der sich für interessante und spannende kulturelle Angebote interessiert. Dass die Morgenpost Abende wie diese organisiert, finden sie super. Conny und ihr Mann haben auch schon mehrfach das Morgenpost-Tasting ausprobiert. Dabei könne man „kulinarisch neue Sachen entdecken“.

Show Kintsugi by Machine de Cirque im Chamäleon Berlin
Die Freundinnen Conny und Jasmin finden es gut, dass die Morgenpost Veranstaltungen wie diese organisiert.© Berliner Morgenpost | Philipp Hartmann

Zwei 18-Jährige verbrachten ihr erstes Date im Theater

Ein ganz besonderer, weil auch aufregender Abend war es für Mia (18) aus Köpenick und Louis (18) aus Groß Machnow südlich von Berlin. „Das ist das erste Date heute für uns“, erzählte Mia, deren Opa sich um die Karten gekümmert hatte. Sie selbst sei ein Riesenfan des Cirque du Soleil. Auch deshalb freute sie sich sehr auf die Show. Louis erzählte, er sei ein Zirkus- und Theaterfan. Vielleicht ist diese Gemeinsamkeit die Basis für eine langjährige Beziehung der beiden Teenager.

Show Kintsugi by Machine de Cirque im Chamäleon Berlin
Die Show „Kintsugi“ lebt von akrobatischen Einlagen.© Andy Phillipson | Andy Phillipson

In der anderthalbstündigen Show, die kurz darauf begann, geht es um die Kunst der Unvollkommenheit. Der Titel „Kintsugi“ verweist dabei auf die japanische Kunst, zerbrochene Vasen mit einem von Goldstaub bepuderten Leim zu kitten. Damit bleiben die Risse sichtbar, und das Stück lebt als Zeuge der eigenen Vergangenheit in neuer Schönheit weiter. „Daraus lässt sich die Philosophie ableiten, auch und gerade die holprigen Teile des eigenen Lebensweges wertzuschätzen und aus ihnen zu lernen“, hatte Regisseur Olivier Lépine im Vorfeld erklärt.

Machine de Cirque: Akrobatik der Extraklasse aus Kanada

„Machine de Cirque“, ansässig in Quebec City, gilt als eine der spannendsten zeitgenössischen Zirkuskompanien aus Kanada. Seit ihrem Debüt vor zehn Jahren hat sie weltweit über 2000 Vorstellungen gegeben. In ihrer für das Chamäleon-Theater extra angepassten Show begeistern die acht Darstellerinnen und Darsteller mit einer großen Bandbreite an Zirkusdisziplinen, darunter Duo-Trapez, Schleuderbrett, Hairhanging, Luftring, Chinesischer Mast, Handstand und Vertikalseil.

Show Kintsugi by Machine de Cirque im Chamäleon Berlin
Die Nummern sind teils spektakulär.© Andy Phillipson | Andy Phillipson

„Machine de Cirque verbinden herausragenden Zirkus mit nahbaren und menschlichen Themen, die uns einander näherbringen und uns hoffentlich am Ende des Abends auch hoffnungsvoller stimmen“, äußerte sich Chamäleon-Intendantin Anke Politz zu der Entscheidung, „Kintsugi“ in das diesjährige Programm aufzunehmen. Die Show feierte Anfang September Premiere und ist noch bis zum 17. Januar in den Hackeschen Höfen zu sehen.

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