Im Südosten Berlins herrscht Chaos. Seit dem frühen Dienstagmorgen ist in der Region der Strom nach einem Brand an einem Strommast ausgefallen. Der S-Bahn- und Tramverkehr war zum Teil stark eingeschränkt, zehntausende Haushalte waren von der Energieversorgung abgeschnitten und auch Internet und Mobilfunkdienste von den Störungen betroffen. Die Polizei geht nach derzeitigem Ermittlungsstand von einer Brandstiftung aus. Das ist jedoch nicht der einzige Angriff auf die Infrastruktur der Hauptstadt in den letzten Jahren.

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Bereits im Frühling dieses Jahres kam es in Dahlem (Steglitz-Zehlendorf) zu einem Vorfall, bei dem ein Feuer an einem Trafohaus und einer Funkmastanlage gelegt wurde. Die linksextreme Gruppierung „Vulkangruppe“ hatte sich anschließend zu dem Brandanschlag bekannt.

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„Wir können uns diese Reichen nicht mehr leisten“, hieß es in einem auf der linksextremen Plattform „Indymedia“ veröffentlichten Bekennerschreiben. Man habe das Villenviertel lahmlegen wollen. Am 1. Mai folgte dann die Demonstration „MyGruny“, bei der unter dem Motto „Milei, Musk und Merz zum Mars“ gegen den fortschreitenden Kapitalismus protestiert wurde.
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Vulkangruppe: Erfolgreiche Sabotage des Tesla-Werks in Grünheide
Ein Brandanschlag vom noch größerem Ausmaß hatte die Gruppe bereits im März 2024 verübt. Damals hatte die Vulkangruppe einen Hochspannungsmast im Umfeld der Tesla-Fabrik in Grünheide sabotiert und so dafür gesorgt, dass die Produktion in der Autofabrik vor den Toren Berlins zum Erliegen kam.
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„Ein solcher Anschlag auf unsere Strominfrastruktur ist eine schwere Straftat, die durch nichts zu rechtfertigen ist“, hatte die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) anschließend erklärt. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte vor ernsten Schäden für die deutsche Wirtschaft gewarnt und von einer Form des „Terrorismus“ gesprochen. „Gewalt und Sabotage dürfen kein Mittel der Auseinandersetzung sein“, so Woidke damals.
Anschlag auf Berliner S-Bahn: Zahlreiche Vorfälle im Berliner Südosten
Im September 2019 hatte die damals noch als „Vulkangruppe OK“ bezeichnete Organisation einen Brandanschlag auf Kabel der S- und Fernbahn unweit von Karlshorst verursacht. Nach der Aktion in der Nacht konnten bis zum Nachmittag die Züge der Linie S3 nicht zwischen den Bahnhöfen Ostkreuz und Erkner verkehren, auch mehrere Regionallinien waren betroffen und mussten umgeleitet, zahlreiche Berufspendler mussten auf anderen Wegen zu ihrem Arbeitsplatz kommen. Es kam zu teilweise chaotischen Zuständen.
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„Menschen, die nicht pünktlich zur Arbeit, zur Schule, zur Universität kommen, verursachen einen wirtschaftlichen Schaden“, heiß es in dem Bekennerschreiben der Linksextremisten. Der Gruppierung ging es damals neben der vermeintlichen Reduktion klimaschädlicher Schadstoffe vor allem um den gewaltsamen Systemumsturz und eine „revolutionäre Veränderung“.
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Vor dem G20-Gipfel im Juli 2017 in Hamburg kam es dann bundesweit zu Angriffen auf die Infrastruktur der Deutschen Bahn. Bei den insgesamt 13 Brandanschlägen, unter anderem im Großraum Leipzig, auf der Strecke zwischen Köln und Dortmund oder zwischen Hamburg und Lübeck, entflammte auch ein Kabelschacht am S-Bahnhof Treptower Park. Dadurch war auch der Verkehr der Ringbahnlinie, der S8, der S85 sowie die Verbindung zum Flughafen Schönefeld stark beeinträchtigt.
„Wir greifen ein in eines der zentralen Nervensysteme des Kapitalismus“, heiß es in einem auf einem einschlägigen Portal veröffentlichten Beitrag der G20-Gegner. Das Bekennerschreiben aus der linksextremistischen Szene wurde damals in Sicherheitskreisen als glaubhaft eingestuft, weil es in das Schema passte. Schließlich hatten sich auch bei Brandanschlägen auf Kabel am Südkreuz ein Jahr zuvor schon Linksextreme zu den Taten bekannt.







