Abgeordnetenhaus

Franziska Giffey: Große soziale Frage ist das Thema Wohnraum

| Lesedauer: 2 Minuten
Franziska Giffey (SPD), Regierende Bürgermeisterin, gibt während der Plenarsitzung im Berliner Abgeordnetenhaus eine Regierungserklärung ab.

Franziska Giffey (SPD), Regierende Bürgermeisterin, gibt während der Plenarsitzung im Berliner Abgeordnetenhaus eine Regierungserklärung ab.

Foto: Wolfgang Kumm/dpa

In ihrer Regierungserklärung betonte Franziska Giffey, dass der Senat dem Mangel an bezahlbarem Wohnungen schnell entgegenwirken will.

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hat das Ziel des rot-grün-roten Senats unterstrichen, beim Wohnungsbau den Turbo einzulegen. „Die große soziale Frage unserer Stadt, und das wissen wir alle, ist das Thema Wohnraum“, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag in ihrer ersten Regierungserklärung im Abgeordnetenhaus. Deshalb habe sich der Senat vorgenommen, dem Mangel an bezahlbarem Wohnungen entgegenzuwirken.

Ziel sei, pro Jahr 20.000 neue Wohnungen zu bauen, davon 5000 im geförderte Wohnungen für Menschen mit weniger Geld. „Wir wollen Genehmigungsverfahren und Planungsprozesse beschleunigen, Wohnbauflächen ausweisen und die soziale Wohnbauförderung weiterentwickeln“, beschrieb Giffey den Weg dahin.

Franziska Giffey: Mieterschutz ist wichtig

Wichtig neben dem Neubau sei der Mieterschutz im Bestand. Beides werde in dem geplanten Bündnis für Wohnungsneubau und bezahlbares Wohnen besprochen. Die Beteiligen, darunter Senat, Bezirke, Verbände, kommunale und private Wohnungsunternehmen und Genossenschaften, kommen am Freitag zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Bis zum Sommer soll eine Vereinbarung stehen.

„Wir haben nicht nur die Aufgabe viele Wohnungen zu bauen. Wir haben auch die Aufgabe, städtebauliche Qualität zu bauen“, unterstrich Giffey. „Stadtquartiere, die lebenswert sind und nicht die Brennpunkte der Zukunft.“

Berlin könne hier von früheren Generationen lernen. Schon vor 100 Jahren habe es in der Stadt Programme für modernen Siedlungsbau gegeben, bei den Wert auf Qualität gelegt worden sei. „Damals, von 1924 bis 1931, sind etwa 164.000 neue Wohnungen gebaut worden.“ Noch heute würden diese als wertig und lebenswert angesehen. „Ich wünsche mir, das die Wohnungen, die wir heute bauen, auch in 100 Jahren noch lebenswerte Stadtquartiere sind.“

Wohnen, bauen, mieten in Berlin - lesen Sie auch:

( dpa )