Corona-Newsblog in Berlin

432 neue Infektionen bestätigt - Inzidenz liegt bei 209,1

Das Newsblog zum Coronavirus in Berlin: Derzeit sind 18.359 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Aktuelle Nachrichten und Zahlen.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf neuem Höchststand

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat ein neues Rekordhoch erreicht. Laut dem Robert-Koch-Institut wurden mehr als 23.500 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst.

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Berlin. Das Coronavirus breitet sich in Berlin weiter aus. In unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuelle Corona-Lage in Berlin und Brandenburg auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

7.17 Uhr: Wir starten unser neues Corona-Newsblog

Alle aktuellen Nachrichten zum Coronavirus in Berlin und Brandenburg lesen Sie in unserem neuen Newsblog.

3.31 Uhr: Innenausschuss debattiert über Corona-Proteste

Die Proteste und Demonstrationen der Gegner der Corona-Einschränkungen sind am Montag (9 Uhr) Thema im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Auf Wunsch von SPD, Linken und Grünen diskutieren die Innenpolitiker, ob von diesen Protesten ernsthafte Gefahren ausgehen. Zudem geht es um Gewaltausbrüche in Familien und Beziehungen während der Corona-Pandemie. Als weiteres Thema steht die kürzlich erfolgte Räumung des von Linksradikalen besetzten Hauses „Liebig 34“ auf der Tagesordnung.

17.45 Uhr: Corona-Ausbruch in Altenheim: Personal soll trotz Symptomen gearbeitet haben

Nach Bekanntwerden eines Corona-Ausbruchs in einem Pflegeheim in Lichtenberg, bei dem seit Anfang Oktober zwölf infizierte Menschen gestorben sind, hat die Aufarbeitung der Geschehnisse begonnen. Seit der Verlegung von 14 Bewohnern in andere Einrichtungen am Freitag prüft der Amtsarzt, ob die geltenden Schutzmaßnahmen in dem Pflegeheim von der Leitung umfassend eingehalten worden sind.

„Die Anzeichen verdichten sich, dass Mitarbeiter, die zwar nicht positiv getestet worden sind, aber Symptome hatten, zur Arbeit gekommen sind“, sagte Lichtenbergs Gesundheitsstadtrat Martin Schaefer (CDU) am Sonntag der Berliner Morgenpost. Den ganzen Artikel lesen Sie HIER!

17.31 Uhr: Innenausschuss debattiert über Corona-Proteste

Die Proteste und Demonstrationen der Gegner der Corona-Einschränkungen sind am Montag (9 Uhr) Thema im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Auf Wunsch von SPD, Linken und Grünen diskutieren die Innenpolitiker, ob von diesen Protesten ernsthafte Gefahren ausgehen. Zudem geht es um Gewaltausbrüche in Familien und Beziehungen während der Corona-Pandemie.

16.59 Uhr: Ministerin Nonnemacher warnt vor vorschnellen Corona-Lockerungen

Die Brandenburger Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Grüne) hat vor schnellen Lockerungen in der Corona-Pandemie gewarnt. „Es ist noch zu früh, um zu sagen: "Wir haben unser Ziel erreicht"“, sagte Nonnemacher in einem Interview der Zeitung „Der Prignitzer“. Die zweite Welle hätten vielleicht alle unterschätzt. Man habe gewusst, dass sie irgendwann kommen werde. „Aber dass es dann so schnell hochgeht, hat wohl einige überrascht“, sagte die Ministerin. „Wir müssen jetzt gucken, dass wir gut über den Winter kommen – und das wird ohne weitere Maßnahmen nicht möglich sein.“

Man müsse beobachten, ob die bislang ergriffenen Maßnahmen den gewünschten Bremseffekt erreichten. Auch wenn es Hinweise in diese Richtung gebe, sei man noch lange nicht dort, wo man sein müsste. „Und dennoch wachsen schon wieder die Begehrlichkeiten in Richtung Lockerung: Weihnachtsmärkte, Weihnachtsfeiern, verkaufsoffene Sonntage, Lockerungen im Freizeit- und Sportbereich“, sagte Nonnemacher. Der organisierte Widerstand, der systematisch gegen die Hygieneauflagen agitiere, könne noch viele Probleme bereiten.

16.29 Uhr: 432 neue Infektionen in Berlin bestätigt - Inzidenz liegt bei 209,1

In Berlin sind am Sonntag mit 432 neuen Corona-Infektionen deutlich weniger neue Fälle vom Landesamt für Gesundheit und Soziales gemeldet worden, als in den Tagen zuvor. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen aber in der Regel niedriger, weil nicht alle Gesundheitsämter am Wochenende ihre Daten melden und auch weniger getestet wird.

In Berlin starben demnach vier weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 362.

432 neue Infektionen wurden bestätigt, 831 waren es am Sonnabend. 18.359 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 18.322 waren es am Sonnabend. 28.976 Menschen gelten inzwischen als genesen.

274 Menschen werden auf den Intensivstationen behandelt, ein Patient weniger als bisher gemeldet. 982 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, acht mehr als am Sonnabend gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,25 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 209,1 weiter auf Rot, die Ampel für die mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten mit 22 Prozent weiterhin auf Gelb. Bei der kritischen Marke von 25 Prozent würde diese Ampel von nun Gelb auf Rot wechseln.

15.53 Uhr: Vorwurf von Wissenschafts-Experten - Senat blockiert Corona-Forschung

Spitzenvertreter der deutschen Biomedizin werfen Berlins Senat nach einem Zeitungsbericht vor, die Wissenschaft zu blockieren - und so mitten in der Corona-Pandemie zur „erheblichen Verzögerung beantragter Forschungsvorhaben“ beizutragen. Laut Tagesspiegel könne eine zuständige Tierversuchskommission nicht tagen, weil Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) sie zum Teil mit Tierschützern neu besetzen wolle.

Der Bericht bezieht sich auf einen Brief an den Senat, der unterzeichnet wurde von Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Charité-Dekan Axel Pries, Thomas Sommer, Vorstand des Max-Delbrück-Centrums für molekulare Medizin (MDC) und Günter Ziegler, Chef der Freien Universität (FU).

Laut Zeitungsinformationen warten seit Wochen 20 Anträge auf Genehmigung, darunter ein Experiment zur Covid-19-Forschung. Vor Versuchen muss die siebenköpfige Tierversuchskommission angehört werden. Für sie zuständig ist Justiz- und Verbraucherschutzsenator Behrendt. Er blockiere die turnusmäßige Neubesetzung der Kommission und dränge darauf, die meisten Sitze mit Tierschützern zu besetzen, heißt es demnach aus Wissenschaftskreisen.

15.50 Uhr: Polizei löst Party auf Flakturm auf - Feiernde leisten Widerstand

Die Polizei hat in der Nacht zu Sonntag eine Party auf dem ehemaligen Flakturm im Volkspark Humboldthain in Gesundbrunnen (Mitte) aufgelöst. Die Feiernden leisteten erheblichen Widrstand. Drei Polizisten wurden leicht verletzt. Mehr dazu lesen Sie HIER!

13.55 Uhr: Corona-Ausbruch in Heim - es wurden wohl nicht alle Schutzmaßnahmen eingehalten

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Lichtenberg, bei dem seit Anfang Oktober zwölf infizierte Menschen gestorben sind, gibt es nun neue Details. „Anzeichen verdichten sich, dass Mitarbeiter, die zwar nicht positiv getestet worden sind, aber Symptome hatten, zur Arbeit gekommen sind“, sagte Lichtenbergs Gesundheitsstadtrat Marcel Schaefer (CDU) der Berliner Morgenpost. Diese Erkenntnisse sollen auch in einem ersten Zwischenbericht festgehalten werden, der Mitte der Woche veröffentlicht werden soll. Derzeit sei der bezirkliche Amtsarzt noch vor Ort und überprüfe, ob weitere Schutzmaßnahmen nicht eingehalten worden sind.

„Weitere Verlegungen von Bewohnern werden derzeit vorbereitet“, sagte Schaefer. Er gehe derzeit von zehn Personen aus, die in umliegende Pflegeheime und Krankenhäuser gebracht werden sollen. Bereits am Freitag sind 14 Bewohner verlegt worden. Zum Gesundheitszustand der Heimbewohner machte Schaefer keine Angaben.

13.50 Uhr: 360 neue Infektionen in Brandenburg gemeldet - Drei weitere Tote

In Brandenburg sind von Samstag auf Sonntag 360 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Am Samstag waren es 445 neue bestätigte Fälle. An Sonntagen sind die Zahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich damit in Brandenburg 13.708 Menschen mit dem Virus infiziert. 8336 Patienten gelten als genesen, 115 mehr als am Samstag gemeldet. Seit dem Frühjahr sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus 250 Patienten gestorben - das waren drei mehr als bis Samstag.

Die Zahl neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner in einer Woche ist für Brandenburg wieder gestiegen - auf einen Wert von 98,8 (Vortag: 98,6). An der Spitze steht die Stadt Cottbus mit einem Wert von 216,7. Der Landkreis Spree-Neiße - auf Platz 2 - verringerte seinen Wert auf 185,6 (Samstag: 206,6).

In Brandenburg befinden sich nach Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) 72 Covid-19-Patienten aktuell in intensivmedizinischer Behandlung. 560 Intensivbetten in Krankenhäusern des Landes sind aktuell belegt, 236 frei. Innerhalb von sieben Tagen können nach den Angaben weitere 417 Betten bereitgestellt werden.

13.46 Uhr: Michael Müller: "Wir können keine Entwarnung geben"

Vor dem Zusammentreffen der deutschen Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am Montag hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) vor vorschnellen Lockerungen gewarnt. Die Situation bleibe weiter kritisch. Sorge bereite ihm die zunehmende Auslastung der Krankenhäuser und die Belegung der Intensivbetten, sagte Müller am Sonntag der Berliner Morgenpost.

„Das bedeutet, dass wir keine Entwarnung geben können, auch wenn wir zumindest vorsichtig optimistisch sein können. Wie wir weiter vorgehen, werden wir gemeinsam mit den anderen Bundesländern und der Kanzlerin beraten und die Zahlen und Erfahrungen der letzten zwei Wochen gemeinsam auswerten“, so Müller weiter.

13.10 Uhr: Demonstration gegen Corona-Regeln am Mittwoch vor dem Bundestag

Gegner der Corona-Einschränkungen wollen erneut im Berliner Regierungsviertel demonstrieren. Bei der Polizei ist die Demonstration mit 500 Teilnehmern für Mittwoch ab 11.00 Uhr vor dem Reichstagsgebäude angemeldet. An dem Tag wollen Bundestag und Bundesrat Änderungen am Infektionsschutzgesetz beschließen. Dabei geht es um Abstandsgebote, Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht, Schließungen von Geschäften und Verbote von Veranstaltungen. Mehr dazu lesen Sie HIER.

11.39 Uhr: Quarantäne: Mehr als jeder fünfte Bundespolizist betroffen

Mehr als jeder fünfte Bundespolizist war oder ist wegen der Corona-Pandemie laut einem Medienbericht in Quarantäne. 11.890 der insgesamt rund 51.000 Mitarbeiter seien betroffen, so die Behörde mit Sitz in Potsdam. Seit Beginn der Pandemie im März erkrankten demnach 594 Bundespolizisten an Covid-19. Knapp 1900 Mitarbeiter seien derzeit in Quarantäne. Bei 261 Beamten waren nach den Angaben die Tests positiv. 54 Prozent der Fälle hätten einen privaten Bezug, beim Rest gebe es einen dienstlichen.

11.28 Uhr: Mutmaßlich illegales Glücksspiel in Café in Alt-Treptow

Bei einer Durchsuchung eines Cafés im Berliner Ortsteil Alt-Treptow (Treptow-Köpenick) hat die Polizei fünf Glücksspielautomaten und vier Wett-Terminals beschlagnahmt. Gegen vier Menschen, die sich am Freitagabend in dem Lokal in der Elsenstraße aufhielten, wurden Strafanzeigen wegen unerlaubter Veranstaltung eines Glücksspiels erstellt, wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte. Demnach hatten Polizei und Ordnungsamt das Gebiet routinemäßig auf mögliche Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen kontrolliert.

Dabei hätten sie Licht und Personen hinter abgedunkelten Fenstern des Cafés beobachtet. Weil den Polizisten die Tür nicht geöffnet worden sei, hätten sie einen Durchsuchungsbeschluss angefordert. Ein Schlüsseldienst habe den Einsatzkräften schließlich Zugang verschafft. Im Lokal seien zudem Wettspielquittungen beschlagnahmt worden.

11.06 Uhr: Antragsfrist für Corona-Kulturhilfe in Brandenburg verlängert

Die Antragsfrist für Corona-Hilfen für in Not geratene Kultureinrichtungen in Brandenburg ist nach Angaben des Kulturministeriums bis Ende des Monats verlängert worden. Einnahmeausfälle werden bis zu 100 Prozent erstattet, wie Kulturministerin Manja Schüle (SPD) am Sonntag mitteilte.

Der Teil-Lockdown im November mit den verfügten Schließungen habe die Situation der Betroffenen weiter drastisch verschärft. „Für die Kultur ist er eine Katastrophe“, sagte Schüle. Es sei deshalb entschieden worden, die Bewerbungsfrist für die Corona-Kulturhilfe zu verlängern. Das Programm war Ende April 2020 gestartet worden.

Angesprochen werden kommunale Kultureinrichtungen und gemeinnützige kulturelle Vereine sowie Stiftungen und Gesellschaften. 30 Millionen Euro stehen aus Mitteln des Corona-Rettungsschirms des Landes bereit. Das gilt für erhöhte Personal- und Sachausgaben, die durch pandemiebedingte Vorkehrungen für den Veranstaltungsbetrieb erforderlich werden. Investitionen und Ausstattungsmaßnahmen werden nicht berücksichtigt.

11 Uhr: Brandenburger Verbraucherzentrale plädiert für verkaufsoffene Adventssonntag

Die Brandenburger Verbraucherzentrale plädiert in der Corona-Krise für eine Öffnung der Geschäfte an den Adventssonntagen. Wenn das Einkaufen weiterhin möglich bleibe, dann sollte das erlaubt werden, sagte Christian Rumpke, Chef der Verbraucherzentrale Brandenburg, am Samstag einer Mitteilung zufolge. In Corona-Zeiten würden damit Käuferströme entzerrt und Ladengeschäfte im Wettbewerb mit dem Online-Handel gestärkt. Der Einzelhandel vor Ort ermögliche den Menschen einen auf individuelle Bedürfnisse und Lebensumstände zugeschnittenen Service. Er stehe nicht nur in der Corona-Krise in starker Konkurrenz zum Online-Handel, denn das Internet sei rund um die Uhr geöffnet.

Die Gewerkschaft Verdi wendet sich gegen wiederholte Forderungen des Handels, an sämtlichen vier Adventssonntagen zu öffnen - bislang sind es zwei.

10.12 Uhr: Grüne wollen Silvester-Feuerwerk wegen Corona verbieten

Die Berliner Grünen wollen an Silvester neben großen Partys auch das Feuerwerk verbieten. „Unsere Krankenhäuser haben schon Covid-19. Das reicht. Deshalb stayathome (Bleib zu Hause) und Feuerwerksverbot“, twitterte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Antje Kapek. Deutschland solle dem Vorbild der Niederlande folgen, die ein Feuerwerksverbot ankündigten. „Das ist ein wichtiger Schritt, um Krankenhäuser zu entlasten, Sanitäter zu schützen und Neuinfektionen zu verhindern.“

Ähnliche Pläne hatten die Grünen schon in den vergangenen Jahren. Damals wurden die Überlegungen meist auch mit Umweltschutz und Feinstaub begründet. Nun geht es ihnen mehr um die Corona-Pandemie. Kapek sagte dem „Tagesspiegel“: „Alle zur Eindämmung des Coronavirus getroffenen Maßnahmen stehen unter einem Ziel: Das Gesundheitssystem zu entlasten. Wenn wir jetzt durch den Gebrauch von Silvesterknallern zu einem Anstieg der Patientenzahlen beitragen, ist das grob fahrlässig und verantwortungslos.“ Sie kündigte an, das Thema am Dienstag im Senat anzusprechen. Die Grünen-Fraktion lasse ein Verbot rechtlich prüfen.

9.15 Uhr: Justizsenator Behrendt - „Keine zeitliche Grenze für Einschränkungen“

An Montag treffen sich die Ministerpräsidenten der Länder erneut mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), um über die Corona-Lage und die notwendigen Schritte zu verhandeln. Gegen das Verfahren, an den Parlamenten vorbei zu regieren, regt sich wachsender Widerstand. Im Interview mit der Morgenpost spricht Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) über die rechtlichen Grundlagen dieses Vorgehens, wie lange das anhalten kann und was geschehen sollte, damit die Regierungen besser auf Situationen wie die aktuelle Pandemie reagieren zu können. Das Interview können Sie HIER lesen.

3.31 Uhr: Präsenzparteitag der Berliner FDP trotz Corona

Die Berliner FDP wählt bei ihrem Parteitag am Sonntag (10 Uhr) einen neuen Vorstand. Trotz der Corona-Pandemie haben die Hauptstadtliberalen an einem Präsenzparteitag im „Seminaris Campus-Hotel“ in Berlin-Dahlem festgehalten, allerdings mit gestrafftem Programm. Ursprünglich waren zwei Tage vorgesehen.

Für den Parteitag gelten dem Landesverband zufolge strenge Hygieneregeln. Neben Maskenpflicht und Abstandsgebot ist vorgesehen, bei allen Teilnehmern beim Eintreffen Fieber zu messen. Außerdem sollen die Delegierten auf zwei Säle und mehrere Räume verteilt werden. Der Parteitag wird auch per Livestream übertragen.

+++ Sonnabend, 14. November 2020 +++

22 Uhr: Corona-Hilfen für Extremisten: Ermittler prüfen Betrugsfälle

Die Corona-Hilfen der Investitionsbank Berlin (IBB) für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer haben auch viele Extremisten zum Betrug motiviert. Das Landeskriminalamt (LKA) der Berliner Polizei hat zur Aufklärung daher eine eigene Ermittlergruppe (EG) eingesetzt. Die Zahl der Verfahren liege „im oberen zweistelligen Bereich“. Das teilte die Polizei auf Anfrage der Berliner Morgenpost mit. Die im Bereich der politisch motivierten Kriminalität registrierten Betrugsfälle würden Rechtsextremisten und Islamisten zugerechnet. Corona-Hilfen für Extremisten: Ermittler prüfen Betrugsfälle: Hier geht es zum vollständigen Bericht.

20.40 Uhr: Überstunden der Polizei wachsen während Corona rasant

Während der Corona-Pandemie sind die Überstunden der Polizei rasant gewachsen. Das geht aus einer Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine kleine Anfrage von Innenexperte Marcel Luthe (parteilos) hervor, die der Berliner Morgenpost vorliegt. Demnach überstieg die Gesamtzahl die Zwei-Millionen-Stunden-Grenze deutlich. Genau vor diesem Szenario hatten Gewerkschaften gewarnt.

Die Überstunden sind in nahezu allen Bereichen der Behörde angewachsen. Mehr als 600.000 Stunden Mehrarbeit fielen bei der allerdings auch zahlenmäßig größten Direktion Einsatz an, gefolgt vom Landeskriminalamt (350.000) und der Direktion 1 (221.000). Überstunden bei der Polizei wachsen während Corona rasant: Lesen Sie hier den kompletten Artikel.

17.53 Uhr: Verbraucherzentrale plädiert für verkaufsoffene Adventssonntage

Die Brandenburger Verbraucherzentrale plädiert in der Corona-Krise für eine Öffnung der Geschäfte an den Adventssonntagen. Wenn das Einkaufen weiterhin möglich bleibe, dann sollte das erlaubt werden, sagte Christian Rumpke, Chef der Verbraucherzentrale Brandenburg, am Samstag einer Mitteilung zufolge. In Corona-Zeiten würden damit Käuferströme entzerrt und Ladengeschäfte im Wettbewerb mit dem Online-Handel gestärkt. Der Einzelhandel vor Ort ermögliche den Menschen einen auf individuelle Bedürfnisse und Lebensumstände zugeschnittenen Service. Er stehe nicht nur in der Corona-Krise in starker Konkurrenz zum Online-Handel, denn das Internet sei rund um die Uhr geöffnet.

Die Gewerkschaft Verdi wendet sich gegen wiederholte Forderungen des Handels, an sämtlichen vier Adventssonntagen zu öffnen - bislang sind es zwei.

17.28 Uhr: Zwölf Tote nach Corona-Ausbruch in Altenheim in Berlin-Lichtenberg

In einem Alten- und Pflegeheim an der Gensinger Straße im Bezirk Lichtenberg hat es einen massiven Corona-Ausbruch gegeben. Innerhalb von fünf Wochen starben zwölf infizierte Menschen. Elf davon seien im Krankenhaus gestorben, wohin sie mit Symptomen überwiesen worden seien, teilte eine Sprecherin der Betreiberfirma Kursana am Sonnabend mit. „Nach unserer Kenntnis hatten alle schwerwiegende Vorerkrankungen oder befanden sich in der Palliativphase“, sagte sie. Aktuell seien 27 Bewohner und 17 Mitarbeiter Corona-positiv. Corona-Ausbruch in Altenheim: Hier geht es zum kompletten Artikel.

16.53 Uhr: 831 neue Infektionen, zehn Todesfälle in Berlin, Inzidenz bei 207,6

In Berlin sind zehn weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 358.

831 neue Infektionen wurden bestätigt, 1328 waren es gestern. 18.322 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 17.956 waren es gestern. 28.585 Menschen gelten inzwischen als genesen. 275 Menschen werden auf den Intensivstationen behandelt, drei Patienten mehr als bisher gemeldet. 974 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, acht mehr als gestern gemeldet.

Die Fallzahlen nach Bezirken:

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,12 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 207,6 weiter auf Rot, die Ampel für die mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten mit 22 Prozent weiterhin auf Gelb.


16.50 Uhr: Corona-Infektionszahlen in Brandenburg wieder gestiegen

In Brandenburg ist die Zahl neuer Corona-Ansteckungen wieder gestiegen. 445 neue bestätigte Fälle seien gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Von Donnerstag bis Freitag waren es 421 gewesen. Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich in Brandenburg 13 348 Menschen mit dem Virus infiziert.

Die Zahl neuer Ansteckungen je 100 000 Einwohner in einer Woche ist für Brandenburg wieder gestiegen - auf einen Wert von 98,6. Seinen Spitzenwert hat der Landkreis Spree-Neiße mit 206,6 weiter ausgebaut, am Freitag waren es 198. In Cottbus liegt der Wert bei 173,6. Seit dem Frühjahr sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus 247 Menschen gestorben. Das sind acht mehr als am Freitag gemeldet wurden.

15.59 Uhr: Ministerpräsident Woidke: Nur noch geringe Symptome

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zeigt nur noch geringe Symptome nach seiner Infektion mit dem Coronavirus. Das sagte Regierungssprecher Florian Engels am Samstag auf Anfrage. Es erfolge noch ein Test. Davon abhängig werde Woidke voraussichtlich Mitte nächster Woche seine Dienstgeschäfte wieder aufnehmen. Entscheidend sei die Festlegung durch das zuständige Gesundheitsamt - wie bei allen Betroffenen, die in Quarantäne seien, sagte Engels. Am Montag nehme der Regierungschef an der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vom Homeoffice aus teil, hieß es.

Woidke hatte sich mit dem Virus infiziert. Dies war wenige Tage nach der Eröffnung des Berliner Flughafens BER bekanntgeworden. Daraufhin hatten sich mehrere Teilnehmer testen lassen, darunter Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), sie hatten sich aber nicht angesteckt.

12.03 Uhr: Protest aus weiterführenden Schulen gegen versetzten Schulbeginn ab Mittwoch

Ab Mittwoch soll an den weiterführenden Schulen der Schulbeginn „des Unterrichts über einen Zeitraum von zwei Stunden gestreckt, so dass nur Teile der Schülerschaft zeitgleich den öffentlichen Nahverkehr nutzen“, hieß es gestern in einer Erklärung der Senatsbildungsverwaltung. Ein Schreiben dazu ging Freitagnachmittag an die Schulleitungen. „Wieder einmal bekommen Schulleitungen an einem Freitag nach Dienstschluss wichtige Informationen zur schnellen Umsetzung“, kritisiert Landeselternsprecher Norman Heise. Für die Schulen sei diese Maßnahme so kurzfristig kaum umsetzbar und gehe auf Kosten der Schüler, deren Unterricht nun womöglich ausfalle. Auch aus Schulleitungen hört man, dass in der Kürze dieses Vorhaben kaum umsetzbar sei. In der Senatsbildungsverwaltung verteidigt man die Aktion – die Schulen hätten schließlich Montag und Dienstag, um Änderungen vorzunehmen, hieß es auf Twitter.

12.01 Uhr: Offenbar doch mehr als zwei Schulen auf Stufe "Rot"

Nur zwei berufliche Schulen sollen sich laut offizieller Darstellung der Senatsbildungsverwaltung im Alternativszenario - also auf Stufe Rot - befinden. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass diese Angabe so nicht stimmt. So steht bei der Fichtenberg Oberschule, einem Gymnasium in Steglitz, zumindest die Oberstufe auch kommende Woche auf Rot, die Mittelstufe verbleibt dagegen in Orange.

Und in Mitte geht wohl ein Gymnasium auch kommende Woche ins Alternativszenario. So ist auf der Homepage des Lessing-Gymnasiums zu lesen: "Das Lessing-Gymnasium ist für kommende Woche, 16. bis 20.11.2020, erneut in die Corona-Stufe Orange eingestuft worden. Die pandemiebedingte Teilung mit A- und B-Wochen wird fortgeführt."

Die Gruppe A habe von der ersten bis zur vierten Stunde Unterricht, die Gruppe B danach. Das heißt, das Gymnasium befindet sich de facto im Alternativszenario. Auf konkrete Nachfrage der Morgenpost - mit Nennung eines Schulnamens -, warum das Gymnasium nicht als Rot eingestuft wurde, reagierte weder die Senatsbildungsverwaltung noch der zuständige Bezirksstadtrat auf diese Information.

11.45 Uhr: Ausbildungsmesse wegen Corona virtuell

Wegen Corona präsentiert sich in diesem Jahr die Ausbildungsmesse „Gestalte deine Welt von morgen!“ virtuell. 70 Betriebe seien am kommenden Donnerstag dabei, teilte das Arbeitsministerium am Samstag mit. In Livechats können Schüler erfahren, in welchen Berufen die MINT-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik - gefragt seien. Ausbildungsberufe und -betriebe werden präsentiert. Es gebe zahlreiche tolle Ausbildungsmöglichkeiten im MINT-Sektor, doch viele Berufsbilder seien bei jungen Leuten gar nicht oder zumindest nicht im Detail bekannt, betonte Arbeitsminister Jörg Steinbach (SPD). Vor allem das Interesse von Mädchen für diese Berufe solle gesteigert werden.

Veranstalter sind das Brandenburger Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie sowie die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit.

10.32 Uhr: Auch Handball-Spiel Berlin gegen Flensburg abgesagt

Das Heimspiel des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin am Sonntag gegen die SG Flensburg-Handewitt ist abgesagt worden. Wie die Clubs und die Liga am Samstag mitteilten, gibt es im Team von Trainer Jaron Siewert einen weiteren Corona-Fall. Linksaußen Milos Vujovic wurde demnach am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet. Da er unter der Woche mit der Mannschaft trainiert hatte, befindet sich nach Angaben der Berliner das gesamte Team seit Freitagabend in häuslicher Quarantäne.

„Wir sind mit der EHF in Kontakt, um nach dem Bundesligaspiel auch das für Dienstag angesetzte Gruppenspiel der European League, zu verschieben. Jetzt müssen wir darauf achten, dass unsere Spieler die bestmögliche medizinische Versorgung bekommen“, sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. Die Spieler werden sich am Montag und Mittwoch weiteren Tests unterziehen, und danach werde die weitere Vorgehensweise für das kommende Wochenende entschieden, betonte er.

4.01 Uhr: Obdachlosenunterkünfte warnen vor Engpässen im Corona-Winter

Obdachlosenunterkünfte in Brandenburg blicken mit Sorge auf den Winter in der Corona-Pandemie. „Es darf keine Aufnahmestopps wie bei der ersten Welle geben“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Potsdam, Angela Schweers. Bei einer gleichbleibenden Anzahl von Einrichtungen gebe es dann coronabedingt weniger Plätze. Die Situation für Obdachlose in der Pandemie sei „dramatisch“. Auch in anderen Einrichtungen wird es enger, je kälter die Tage werden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Um Menschen ohne Wohnung mehr Schutz vor dem Coronavirus zu geben, fordern Helfer kostenfreie Dusch- und Waschplätze.

+++ Freitag, 13. November 2020 +++

19.18 Uhr: Keine Schulen geschlossen - aber 1022 Schüler positiv getestet

In Berlin sind keine Schulen wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Allerdings sind derzeit 1022 Corona-Fälle bei Schülern sowie 341 bei Mitgliedern des Personals an den öffentlichen allgemeinbildenden Schulen bekannt. Das geht aus den Daten hervor, die die Senatsverwaltung für Bildung am Freitag veröffentlicht hat. Die Zahlen sind in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. 622 Lerngruppen sind aktuell geschlossen. An öffentlichen beruflichen Schulen gibt es 251 bestätigte Corona-Fälle unter den Schülern und 21 beim Personal sowie 56 geschlossene Lerngruppen.

Berlinweit bieten aktuell aber nur zwei Schulen keinen Regelunterricht mehr an. Sie sind bei einer Überprüfung aller Schulen durch die Gesundheitsämter in die Stufe Rot eingeordnet worden. Damit müssen sie auf kleinere Lerngruppen und eine Mischung aus Präsenzunterricht und Lernen zu Hause umstellen. 44 Schulen sind aktuell in Stufe Grün und 586 in Stufe Gelb eingeordnet worden. Auf der orangenen Stufe befinden sich 178 Schulen. Je nach Stufe sind laut Corona-Stufenplan unterschiedliche Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorgesehen.

19 Uhr: Hier sollen Impfzentren entstehen

Die sechs Berliner Impfzentren zur Versorgung der Bevölkerung mit dem Corona-Impfstoff sollen in leerstehenden Hallen entstehen. Der Senat hat dazu verschiedene Anfragen bei Hallenbetreibern gestartet, darunter dem Flughafen Tempelhof, der Messe und dem Velodrom. Jede der sechs Impfstellen soll nach Information der Morgenpost zudem über ein Impf-Mobil verfügen, das Patienten versorgen soll, die nicht in das jeweilige Zentrum kommen können. Mehr dazu lesen Sie HIER.

18.08 Uhr: Bewohner positiv getestet - teilweise Räumung von Altenheim in Lichtenberg

In einem Altenheim an der Gensinger Straße im Bezirk Lichtenberg hat es einen massiven Ausbruch von Corona-Fällen gegeben. Zudem habe es in den vergangenen Tagen mehrere Todesfälle gegeben, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr der Berliner Morgenpost. Auch 17 Pflegekräfte seien positiv getestet worden. Die Pflege der Bewohner könne daher nicht mehr im ausreichenden Maße sichergestellt werden. Der Amtsarzt von Lichtenberg habe am Freitag daher die teilweise Räumung angeordnet.

Die Feuerwehr habe die Räumung mit 20 Mitarbeitern unterstützt, die logistische Hilfe geleistet hätten. Das Deutsche Rote Kreuz habe den Transport mit rund 30 Mitarbeitern organisiert. Die Maßnahmen seien in enger Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Gesundheit und dem Gesundheitsamt von Lichtenberg erfolgt.

16.27 Uhr: Maskenpflicht für alle weiterführenden Schulen ab Mittwoch

Um ein Offenhalten der Schulen trotz der Entwicklung der Infektionszahlen weiterhin zu gewährleisten, ergreift Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) in Absprache mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) zusätzliche Maßnahmen. Dabei wurden nach Angaben des Senates Experten aus Wissenschaft und Medizin zu Rate gezogen.

Ab Mittwoch, den 18.11.2020, gilt an allen weiterführenden und beruflichen Schulen im Land Berlin eine vollständige Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für alle Schüler sowie das gesamte pädagogische und nichtpädagogische Personal. Diese Pflicht betrifft das gesamte Gebäude sowie die Freiflächen des Schulgeländes und gilt auch im Unterricht.

Außerdem wird der Schulbeginn auf einen Zeitraum von zwei Stunden gestreckt, damit nicht mehr so viele Jugendliche in den öffentlichen Verkehrsmitteln aufeinandertreffen. „Wir stärken mit diesen Maßnahmen den Gesundheitsschutz für Schülerinnen und Schüler sowie für das gesamte Dienstpersonal an unseren Schulen“, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Die Schritte seien mit dem Regierenden Bürgermeister Müller abgestimmt, der Musterhygieneplan werde zügig verändert.



16.10 Uhr: 1328 neue Infektionen und 14 Todesfälle in Berlin, Inzidenz bei 209,6

In Berlin sind 14 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 348. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung mit.

1328 neue Infektionen wurden bestätigt, 1960 waren es am Donnerstag. 17.956 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 17.429 waren es am Donnerstag. 28.130 Menschen gelten inzwischen als genesen. 272 Menschen werden auf den Intensivstationen behandelt, sieben Patienten mehr als am Donnerstag gemeldet. 221 Patienten werden beatmet. 966 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 25 weniger als am Donnerstag gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,85 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 209,6 weiter auf Rot, die Ampel für die mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten mit 21,7 Prozent weiterhin auf Gelb.

15.35 Uhr: Mitarbeiter der Parkraumüberwachung werden für Kontrolle der Corona-Regeln eingesetzt

Seit 1. November unterstützen 40 Mitarbeiter, die zuvor in der Parkraumüberwachung tätig waren, die Kontrollen zur Durchsetzung der Infektionsschutzverordnung.Die Mitarbeiter wurden in einer zehntägigen Fortbildung für ihr neue Aufgabe geschult. Am Freitag kamen kamen 20 weitere Mitarbeiter zur Unterstützung dazu.


82 weitere Ordnungsamtmitarbeiter nehmen bis Weihnachten an den Schulungen teil und bereiten sich auf ihre neuen Aufgaben vor. Damit stehen am Jahresende 142 ehemalige Parkraumüberwacher als Verstärkung zur Verfügung.

Der Senat hatte im August beschlossen, dass aus dem Kreis der bezirklichen Parkraumüberwachung bis zu 240 Dienstkräfte gewonnen werden, die den Allgemeinen Ordnungsdienst befristet bis Ende September 2021 unterstützen.

15.24 Uhr: Zwei erste Impfzentren sind in Brandenburg in Planung

Brandenburg will zunächst mit zwei größeren Impfzentren in Potsdam und im Raum Cottbus starten. Von dort aus sollten - sobald es einen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt - die Impfungen flächendeckend ausgerollt werden, kündigte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Freitag in Potsdam bei der Eröffnung eines neuen Corona-Testzentrums zur Entlastung niedergelassener Ärzte an. Die genauen Standorte für die Impfzentren stünden noch nicht fest, langfristig sollten weitere entstehen. Dazu kämen mobile Impfteams für Pflegeheime und Krankenhäuser. „Anfangs werden nur begrenzt Impfdosen verfügbar sein“, sagte die Ministerin. Deshalb könnten zunächst nur Menschen aus Risikogruppen und Beschäftigte aus Krankenhäusern, Arztpraxen und der Pflege berücksichtigt werden.

15.16 Uhr: Konzerthaus Berlin bietet freier Szene kostenlose Bühnen

Freie Musikszene statt Sinfonieorchester - mit einem ungewöhnlichen Schritt öffnet sich das Konzerthaus Berlin für Musiker und Ensembles mit weniger etabliertem Hintergrund. Unter dem Motto „Freie Räume für Freie Szene“ stellt der klassizistische Prachtbau auf dem Gendarmenmarkt im Herzen Berlins seine coronabedingt freien Bühnen für Vokal- und Instrumentalensembles aus klassischer und zeitgenössischer Musik, Jazz und Weltmusik mietfrei zur Verfügung. Die Lücken im Spielplan gehen auf Konzertabsagen in Folge der Pandemie zurück, wie es am Freitag zur Begründung beim Konzerthaus hieß.

Im Februar und März werden der freien Szene dafür Termine in drei Sälen angeboten. Allein im Februar geht es um zehn Termine. Über die Vergabe soll eine Fachjury entscheiden. „Die kulturelle Vielfalt unserer Stadt wird entscheidend von freien Musiker*innen und Ensembles mitgeprägt“, sagte Intendant Sebastian Nordmann in einer Mitteilung. Durch Corona-Pandemie und damit verbundene Auflagen sei dieser Reichtum akut und auf lange Sicht gefährdet. Berlin brauche eine lebendige freie Szene ebenso wie große Spielstätten. „Deshalb ist es eine unbedingte Notwendigkeit, sie in dieser für uns alle schwierigen Zeit besonders zu unterstützen, indem wir ihnen Raum geben – in unseren Sälen, auf unseren Bühnen“, sagte Nordmann.

15.10 Uhr: Müller: Kein Grund zur Entwarnung - Einschränkungen sind bitter

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat vor den Beratungen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag die Erwartungen an mögliche Lockerungen von Corona-Maßnahmen gedämpft. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir zwar vorsichtig optimistisch sein, aber es gibt keine Entwarnung“, sagte Müller der „Rheinische Post“.

„Allerdings hoffe ich, dass sich die Tendenz in den kommenden Tagen weiter bestätigt“, so der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz. Müller verteidigte den seit Anfang November geltenden Teil-Lockdown. „Keine Frage, diese Einschränkungen sind bitter und schmerzhaft, aber sie waren nötig, damit sich die Pandemie nicht noch weiter ausbreitet“, sagte er.

„Vor allem vor dem Hintergrund der zunehmenden Auslastung der Krankenhäuser und der Belegung der Intensivbetten sehen wir aktuell, wie enorm wichtig es war, dass die Länder gemeinsam mit der Bundeskanzlerin diese Maßnahmen beschlossen haben“, so der Regierende Bürgermeister.

14.53 Uhr: Spandauer Stadtrat setzt sich für verkaufsoffene Sonntage im Advent ein

Spandaus Wirtschaftsstadtrat Gerhard Hanke (CDU) hat sich mit Blick auf die Corona bedingten Einnahmeverluste von Berliner Händlern für verkaufsoffene Sonntage in der Vorweihnachtszeit eingesetzt. Jetzt sei es Zeit, klare Entscheidungen zu treffen und klare Signale an den Einzelhandel zu senden, heißt es in einer Mitteilung.

Hanke spricht dabei auch die Diskussionen an, die es zuletzt um zusätzliche Sonntagsöffnungen gegeben hatte. Ende September hatte das Berliner Verwaltungsgericht zwei geplante Sonntagsöffnungen im Oktober und November gekippt. „Unsere Händler haben sich immer wieder auf die sich ändernden Voraussetzungen eingestellt und bieten den Kunden einen sicheren Einkauf“, erklärt Hanke in der Mitteilung. „Daher appelliere ich an die Entscheidungsträger und Diskutanten, diese Branche im Blick zu haben und zum Ende des Jahres zu stärken.“

Zusätzliche Öffnungstage würden zudem „direkt zu einer Kundenstromentzerrung“ beitragen. Das könnte in der Vorweihnachtszeit helfen, in der Geschäfte und Einkaufsstraßen erfahrungsgemäß stark besucht seien.

14.23 Uhr: Verwaltungsgericht weist weitere Eilanträge gegen Öffnungsverbote ab

Das Verwaltungsgericht hat weitere Eilanträge gegen die Infektionsschutzverordnung u.a. von einem Massagetherapeuten, den Betreibern eines Kosmetikstudios sowie Fitnessstudio-, Kletterhallen- und Tanzstudio-Betreibern zurückgewiesen. "Nach der Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin dürfen Dienstleistungsgewerbe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe weder für den Publikumsverkehr geöffnet werden noch ihre Dienste anbieten. Dort ist weiter geregelt, dass Fitness-, Tanzstudios und ähnliche Einrichtungen geschlossen zu halten sind." Diese Maßnahmen seien verhältnismäßig und die Öffnungsverbote angesichts des sich zuspitzenden Infektionsgeschehens überdies angemessen, heißt es in der Begründung.

Auch wenn die Antragsteller hierdurch in ihren Grundrechten beeinträchtigt würden, sei das Eingriffsgewicht durch die zeitlich befristete Geltungsdauer der Maßnahmen abgemildert. Finanzielle Einbußen würden durch staatliche Unterstützungen zum größten Teil aufgefangen. Dabei müsse auch in Rechnung gestellt werden, dass ein Teil potenzieller Kunden voraussichtlich ohnehin auf die Inanspruchnahme dieser Dienstleistungen verzichte, um einem vermeidbaren Infektionsrisiko zu entgehen. Gegen die Beschlüsse kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.

13.41 Uhr: Abschlusszahlen der Berliner Schüler wegen Corona besser

Corona sei Dank – 96 Prozent der Berliner Schüler haben im Schuljahr 2019/20 am Ende der zehnten Klasse einen Abschluss geschafft, ein einsamer Spitzenwert. So stieg in den Sekundar- und Gemeinschaftsschulen der Anteil der Schüler, die den Mittleren Schulabschluss (MSA) geschafft haben, von 75,9 Prozent (2019) auf 83,6 Prozent. Der Grund: Die schriftlichen Abschlussarbeiten fielen aufgrund von Corona im letzten Schuljahr weg, nur die Präsentationsprüfung blieb beim MSA. Entscheidend waren ansonsten lediglich die Schulnoten. „Wir haben es in diesem Jahr pandemiebedingt zweifellos mit einer Sondersituation zu tun“, räumt Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) ein. Sie sei aber sicher, dass Berliner Schüler Dank des „Qualitätspakts“ und den Empfehlungen der Schulqualitätskommission auch so besser würden.

13.22 Uhr: Berlins Einnahmen sinken weniger stark als befürchtet

Berlin ist wirtschaftlich ebenso wie Deutschland insgesamt besser durch die Corona-Krise gekommen als zunächst befürchtet. In der Folge liegen auch die erwarteten Steuereinnahmen etwas höher als im September geschätzt. Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) rechnet nach der November-Schätzung für den Landeshaushalt mit 139 Millionen Euro mehr für 2020 und 81 Millionen Euro für 2021. Alle Details zur November-Schätzung für den Berliner Landeshaushalt lesen Sie hier.

12.13 Uhr: Corona-Beschränkungen gelten auch für Laternenumzug und Kindergeburtstag

Das Berliner Landgericht hat einen Eilantrag gegen die Infektionsschutzverordnung zurückgewiesen. Wie das Gericht am Freitag mitteilte, wollte ein Antragsteller durchsetzen, ein Laternenfest und den Geburtstag seiner Tochter zu feiern. Dies sollte im Freien mit zehn Kindern aus einer gemeinsamen Kita mit jeweils einem Elternteil geschehen. Das Gericht stellte nun fest, dass die Corona-Beschränkungen auch für diese Anlässe gelten. In der Mitteilung des Gerichts heißt es, der Eingriff in das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit sei von geringem Gewicht. Das Interesse des Antragstellers, "ein Stück Normalität" zu erlangen und soziale Kontakte zu pflegen, müsse vorläufig hinter dem Ziel des Schutzes des Lebens und der Gesundheit zurücktreten. Gegen den Beschluss (VG 14 L 561/20) kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.

11.53 Uhr: „Matrix“-Party im Studio Babelsberg - Studiochef: Dreharbeiten

Mehrere hundert Leute feiern im Filmstudio in Corona-Zeiten eine Party - laut Darstellung des Studios Babelsberg war das Teil eines Drehs für den Film „Matrix“ mit Keanu Reeves (56). Die „Bild“-Zeitung berichtete am Freitag unter Berufung auf eine Zeugin hingegen, in den Babelsberger Studios sei in der Nacht zum Donnerstag eine Party mit Gästen als angeblichen Komparsen mit Pyro-Show gefeiert worden.

Der Vorstand von Studio Babelsberg, Christoph Fisser, wies diese Darstellung zurück: „Es ist eine Party-Szene, die gedreht wurde“, sagte Fisser der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. Danach sei auf das Ende der Dreharbeiten angestoßen worden. In Babelsberg wurde acht Monate lang der neue Teil der „Matrix“-Kultreihe mit Reeves gedreht.

Bei dem Dreh waren nach Angaben des Studio-Vorstands etwa 110 Komparsen und rund 200 Crew-Mitglieder dabei. „Das ganze Team wird durchgetestet“, sagte Fisser. Jeder Komparse habe mehrere Tage zuvor zwei PCR-Tests auf Corona und vor dem Party-Dreh zudem einen Schnelltest gemacht. „Sonst hätten wir es ehrlich gesagt nie verantwortet“, sagte Fisser. Die Schauspieler würden täglich getestet. Bei dem Dreh mit vier Kameras seien von den Mitarbeitern Masken getragen worden, beim Anstoßen seien sie abgelegt worden. Reeves war beim Dreh zumindest teilweise dabei. Die „Bild“-Zeitung zitiert einen Partygast hingegen mit den Worten: „Niemand hat gedreht.“

Die Stadt Potsdam erklärte auf Anfrage, das Gesundheitsamt werde die Berichterstattung zum Anlass einer Prüfung nehmen. „Im Ergebnis der dort getroffenen Aussagen wird geprüft, ob und welche Konsequenzen sich daraus ergeben“, sagte Sprecherin Christine Homann. Für den betreffenden Mittwochabend sei keine Veranstaltung angemeldet worden. Bisher habe es keine Anzeige wegen eines Verstoßes der Corona-Regeln durch Studio Babelsberg gegeben. Die Studios seien mit Abluftanlagen mit Filtern ausgestattet, die Crew werde regelmäßig getestet. „Unseren Informationen nach gab es wöchentlich 700 - 800 Tests.“

11.34 Uhr: 1022 Schüler an öffentlichen Schulen positiv getestet

In Berlin sind inzwischen aktuell 1022 Schüler an öffentlichen Schulen positiv auf Corona getestet worden – in der Vorwoche waren es noch 744. Unter dem Schulpersonal sind es 341 Angehörige, die mit einer Covid-19-Infektion zu Hause bleiben müssen – auch hier eine Steigerung zur Vorwoche um rund 100 Personen. 622 Lerngruppen mussten deshalb an öffentlichen Schulen geschlossen werden, das entspricht einer Verdoppelung zur Vorwoche. Da waren es 326. Die meisten erkrankten Schüler finden sich an den weiterführenden Schulen (669), gefolgt von Grundschulen (309).

In Prozenten ausgerechnet heißt das, dass die Zahl der infiziert gemeldeten Schüler in der Woche um 33 Prozent gestiegen ist, unter dem Schulpersonal beträgt die Steigerung sogar 53 Prozent. Und auch bei den Lerngruppen ist der Trend eindeutig: rund 46 Prozent mehr geschlossene Lerngruppen.

Dazu kommen die öffentlichen beruflichen Schulen, die Oberstufenzentren. Dort sind die Zahlen ähnlich wie zur Vorwoche geblieben: 251 Schüler sind hier erkrankt (Vorwoche: 207), 21 Lehrkräfte wurden positiv getestet (Vorwoche: 15). Die Zahl der geschlossenen Lerngruppen nahm hier dagegen deutlich zu: von 39 stieg sie auf 56.

11.22 Uhr: Corona-Infektionszahlen stabilisieren sich in Brandenburg

Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen in Brandenburg ist leicht zurückgegangen. Von Donnerstag bis Freitag seien 421 neue bestätigte Fälle hinzugekommen, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Potsdam mit. Am Vortag wurden 427 neue Infektionen gezählt. In Krankenhäusern seien 348 Corona-Patienten, 81 davon auf Intensivstationen.

Die Zahl neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner in einer Woche ist für Brandenburg wieder unter die Marke von 100 gefallen und liegt bei rund 97. Den Spitzenwert hat der Landkreis Spree-Neiße mit knapp 198, der aber zuvor noch deutlich über 200 lag. Mit der Prignitz ist ein Kreis wieder unter 50 neue Fälle je 100.000 Einwohner in einer Woche gesunken.

Seit März haben sich insgesamt 12.903 Menschen aus Brandenburg mit dem Coronavirus angesteckt. Seitdem starben im Zusammenhang mit Covid-19 239 Menschen, das sind vier Patienten mehr als am Donnerstag.

Rund acht Prozent der Intensivbetten in Brandenburg sind mit Covid-19-Patienten belegt, wie aus Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) vom Freitag hervorgeht. Rund 26 Prozent der 793 Intensivbetten gelten demnach als frei.

11.06 Uhr: Polizisten beenden Kellerparty in Friedrichshain

Polizisten haben in der Nacht zu Freitag eine Party in einem Keller in Friedrichshain beendet. Wie die Polizei mitteilte, alarmierte ein Anwohner die Polizei in die Libauer Straße, als er mitbekam, dass mehrere Menschen in einem Keller des Hauses in Partylaune waren und einen Geburtstag mit lauter Musik feierten. "Dicht gedrängt, teilweise auf einer Couch sitzend, feierten elf Personen umgeben von starkem Cannabis- und Alkoholgeruch in dem Keller eine Geburtstagsparty", beschreibt die Polizei das Geschehen. Auf dem Boden lagen demnach Betäubungsmittel, woraufhin der Raum durchsucht und sämtliche Personen im Alter zwischen 19 und 42 Jahren überprüft wurden. Einer 34-jährigen Frau konnte der Besitz von Rauschgift nachgewiesen werden. Bei dem 30 Jahre alten Gastgeber und Mieter des Kellers durchsuchten die Einsatzkräfte wenig später dessen Wohnung und fanden auch dort Drogen. Insgesamt 313 Betäubungsmittel-Tabletten und drei Beutel gefüllt mit Marihuana wurden durch die Einsatzkräfte gefunden und beschlagnahmt. Bei dem Gastgeber musste eine erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt werden. Er steht im Verdacht mit Drogen gehandelt zu haben. Auch eine mitfeiernde 34-jährige Frau muss sich wegen des Verdachts des Drogenbesitzes verantworten. Zudem leiteten die Polizisten elf Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen die Bestimmungen der Infektionsschutzverordnung ein.

10.15 Uhr: Charité-Professor rechnet mit Wirksamkeit des Teil-Lockdowns

Der seit fast zwei Wochen geltende Teil-Lockdown in Deutschland dürfte nach Einschätzung eines Charité-Professors Wirkung zeigen. Er rechne damit, dass sich eine gewisse Stabilisierung bei den Fallzahlen in den nächsten Wochen einstelle, sagte Leif-Erik Sander von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie am Freitag im ARD-„Morgenmagazin“. Er selbst schaue nicht täglich auf die Statistik der Neuinfektionen - er sehe ja, was auf der Station los sei.

Insgesamt sind in Berlin laut Lagebericht der Gesundheitsverwaltung derzeit knapp 1000 Menschen wegen Sars-CoV-2 in stationärer Behandlung, davon 265 auf Intensivstationen. „Aktuell, glaube ich, ist die Lage noch stabil bei uns“, sagte Sander zur Situation an der Charité. Zahlen nannte er nicht. Man habe aber auch in der Nacht zum Freitag wieder Covid-19-Patienten aufgenommen.

Der Wissenschaftler zeigte sich mit Blick auf den möglichen Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer zuversichtlich: Zwar sei es eine komplett neue Technologie - wenn er sich die Biologie dahinter anschaue, sei er aber „relativ guter Dinge, dass das ein sehr, sehr sicherer Impfstoff ist“. Er wünsche sich, dass sich in den besonders gefährdeten Gruppen die Impfbereitschaft noch erhöhe.

Ältere Menschen mit kritischer Einstellung zum Impfen würde er auf das sehr hohe Risiko eines schweren oder tödlichen Verlaufs von Covid-19 hinweisen, sagte Sander. „Das ist natürlich mit Impfstoffen immer eine Risiko-Nutzen-Abwägung. In dem Fall würde ich dringend zur Impfung raten.“ Man müsse aber natürlich erst alle Studienergebnisse und die Zulassung eines Impfstoffs abwarten.

8.46 Uhr: Krisendienst in Corona-Zeiten gefragter als sonst

Mehr Menschen suchen in der Corona-Pandemie mit psychischen Problemen Rat beim Krisendienst. Man sehe jetzt wieder einen Anstieg um rund 20 Prozent, sagte einer der Geschäftsführer, Friedrich Kiesinger, am Freitag im RBB-Inforadio. Die Erfahrung aus der ersten Welle im Frühjahr sei, dass die Nachfrage mit etwa einem Monat Verzögerung zunehme, damals habe es sogar eine Verdoppelung gegeben. Kiesinger schilderte, es gehe vor allem darum, mit den Betroffenen zu sprechen - darüber, was real ist, wie hoch zum Beispiel die Ansteckungsgefahr ist. Viele hätten niemanden zum Reden.

Der Berliner Krisendienst hilft bei psychosozialen Krisen bis hin zu akuten seelischen und psychiatrischen Notsituationen. Das Angebot mit über Berlin verteilten Anlaufstellen ist kostenlos. Kiesinger sagte, neben Telefonaten seien auch Hausbesuche und künftig Video-Schalten möglich, etwa für Menschen mit Ängsten, aus dem Haus zu gehen.

Manche Hilfesuchende hätten massive Ängste und mit dem Verlust ihrer Struktur durch Arbeitslosigkeit und geschlossene Einrichtungen zu kämpfen, erläuterte Kiesinger. Hinzu kämen etwa psychisch Erkrankte. Man erlebe eine Zunahme von Zwangsstörungen: Manche Menschen übertrieben es zum Beispiel massiv mit dem Händewaschen und Desinfizieren. Belastet durch die Kontaktbeschränkungen seien insbesondere Menschen ohne Arbeit und Menschen in Quarantäne. Auf Berichte über eine mutmaßliche Zunahme von Suiziden und Suizidversuchen angesprochen sagte Kiesinger, es gebe zwar entsprechende Hinweise, aber es gelte wissenschaftlich valide Auswertungen abzuwarten.

6.01 Uhr: Wegen Corona - BER-Finanzlücke 2021 könnte 660 Millionen Euro betragen

Bei ungünstigem Verlauf der Corona-Pandemie droht 2021 am neuen Hauptstadtflughafen BER eine deutlich größere Finanzlücke als in diesem Jahr. Die Planung für den schlimmsten Fall sieht vor, dass Bund und Länder bis zu 660 Millionen Euro zuschießen, wie es in einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums. In diesem Jahr sind es 300 Millionen. Über den Brief der Parlamentarischen Staatssekretärin Bettina Hagedorn an den Grünen-Haushaltspolitiker Sven-Christian Kindler berichtete am Freitag zuvor der RBB; Hagedorn beruft sich auf das Verkehrsministerium. „Bereits jetzt ist absehbar, dass in den Folgejahren weitere Finanzmittel erforderlich sein werden“, heißt es in dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das Ministerium erinnert auch daran, dass vor Corona geplant war, von 2025 an mit dem BER Geld zu verdienen. „Dies verschiebt sich nun entsprechend der noch nicht verlässlich abschätzbaren mittelfristigen Auswirkungen der Pandemie.“ Alle Details zur Finanzlücke am Flughafen BER lesen Sie hier.

+++ Donnerstag, 12. November 2020 +++

20.36 Uhr: 106-Jährige übersteht Covid-19

Eine 106 Jahre alte Frau ist in Brandenburg von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Sie sei schon am Dienstag entlassen worden, teilten die Oberhavel-Kliniken in Oranienburg am Donnerstag mit. „Die Patientin verfügt für das hohe Alter über einen sehr guten Allgemeinzustand, so dass ihr Immunsystem mit unserer Unterstützung das Virus erfolgreich bekämpfen konnte“, erklärte Chefarzt Harald Pannwitz. Alle Details zur Corona-Genesung der 106-Jährigen in Brandenburg lesen Siehier.

18.51 Uhr: Hallervordens Schlosspark-Theater muss geschlossen bleiben

Der Kabarettist Dieter Hallervorden (85) ist mit dem Eilantrag gegen die vorübergehende Schließung seines Berliner Theaters vorerst gescheitert. Das Verwaltungsgericht Berlin hat seinen Antrag gegen die Corona-Eindämmungsverordnung des Landes zurückgewiesen, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag sagte. Zur Begründung hieß es unter anderem, dass sich die Ausbreitung der Pandemie beschleunige. Viele Infektionsketten seien nicht mehr nachvollziehbar.

„Als demokratisch gesinnter Staatsbürger habe ich diese Entscheidung zu respektieren“, teilte Hallervorden mit. Er werde die Urteilsbegründung lesen und daraus seine Schlüsse ziehen. Am 21. November werde er sich zusammen mit weiteren Künstlern von der Bühne des Schlosspark-Theaters per Livestream an die Öffentlichkeit wenden, kündigte Hallervorden an. „Ich jedenfalls gebe die Hoffnung nicht auf.“

18.49 Uhr: Ministerpräsident Woidke will am Dienstag aus Quarantäne zurück sein

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wird aus seiner Corona-Quarantäne wahrscheinlich am kommenden Dienstag zurück sein. Dann sei er voraussichtlich wieder in der Staatskanzlei, sagte Regierungssprecher Florian Engels auf Anfrage. Der Ministerpräsident habe nur noch geringe Symptome.

Der Regierungschef hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies war wenige Tage nach der Eröffnung des Berliner Flughafens BER bekanntgeworden. Daraufhin hatten sich mehrere Teilnehmer, darunter Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), testen lassen - sie hatten sich aber nicht angesteckt.

18.11 Uhr: Künftig regelmäßig Schnelltests im Abgeordnetenhaus

Im Berliner Abgeordnetenhaus soll es künftig Schnelltests geben. Bei den regelmäßigen Terminen könnten sich Abgeordnete, Mitarbeiter der Parlamentsverwaltung und der Fraktionen ab Montag (16.11.) testen lassen, teilte das Abgeordnetenhaus (AGH) am Donnerstag mit. Darauf hätten sich die Mitglieder des AGH-Krisenstabs am Donnerstag verständigt. Die Schnelltests sollen freiwillig sein und vom Arbeiter-Samariter-Bund Berlin Nordwest im Abgeordnetenhaus vorgenommen werden.

Das AGH verspricht sich davon, dass Infektionen schneller erkannt werden. Auf diese Weise lasse sich der Parlamentsbetrieb sicherer aufrechterhalten. Das Angebot gilt zunächst bis zum Ende der Parlamentstermine in diesem Jahr.

Außerdem verständigte sich der Krisenstab darauf, die Ausschüsse wieder verkleinert tagen zu lassen - die großen Ausschüsse hätten dann künftig 12 statt üblicherweise 19 Mitglieder. Dabei soll wie im Frühjahr das sogenannte Pairing-Verfahren zum Tragen kommen, das heißt, die Zahl der Ausschussmitglieder wird so verringert, dass das Verhältnis der Abgeordneten aus Regierung und Opposition gleich bleibt. Auf diese Weise sollen die Kontaktbegegnungen in den Sitzungssälen und damit auch das Infektionsrisiko verringert werden. Nicht anwesende Abgeordnete eines Ausschusses können per Videozuschaltung den Angaben zufolge an den Sitzungen mit beratender Stimme teilnehmen.

17.09 Uhr: Corona-Lagebericht enthält neuen Wert zur Infektionsbeschleunigung

Der Berliner Corona-Lagebericht enthält einen neuen Wert, der die Beschleunigung bei der Entwicklung der Neuinfektionen angibt. Er wird täglich online zusätzlich zu den Daten der Corona-Warn-Ampel veröffentlich. Erstmals war er dort am Mittwoch zu finden. „Der Beschleunigungswert gibt an, um wie viel Prozent die 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche gestiegen oder gefallen ist“, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Donnerstag auf Anfrage mit. „Dieser Indikator ist eine ergänzende Information zum R-Wert.“ Er habe aber keine Auswirkungen darauf, ob die Ampel die Farbe wechsele.

Über die Corona-Warn-Ampel ist am Dienstag im Senat beraten worden. Sie berücksichtigt die prozentuale Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen und die Durchschnittszahl anderer Menschen, die ein Infizierter in Berlin ansteckt. Insbesondere an der Aussagekraft dieses sogenannten R-Werts hatte es zuletzt Kritik gegeben. Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz erklärte am Dienstag, der Senat habe sich darauf verständigt, es bei drei Ampeln zu belassen, den R-Wert weiterhin zu berücksichtigen, aber um Informationen zur Beschleunigung des Infektionsgeschehens zu ergänzen.

Der neue Wert betrug laut dem Corona-Lagebericht am Donnerstag +12 Prozent. Die 7-Tage-Inzidenz lag bei 202,5 - als kritischer Schwellenwert gilt 50. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten betrug 21,4 Prozent, die kritische Marke liegt bei 25. Die Reproduktionszahl rangierte mit 0,78 weiter im unproblematischen Bereich.

16.24 Uhr: Eilanträge von Gastwirten gegen Coronaverordnung gescheitert

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat die Eilanträge mehrerer Gastwirte gegen die Corona-Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg zurückgewiesen. Wie auch bei vorherigen Entscheidungen gegen Eilanträge von Betreibern von Tattoo-Studios, Nagel-, Kosmetik- und Massagestudios sowie Sonnen- und Fitnessstudios begründeten die Richter ihre ablehnende Entscheidung mit dem derzeitigen Infektionsgeschehen. Das teilte das Gericht am Donnerstag mit. Die Pandemie-Lage erfordere ein sofortiges effizientes Handeln. Der Beschluss ist unanfechtbar.

16.17 Uhr: 1960 neue Infektionen und zwölf Todesfälle in Berlin, Inzidenz bei 202,5

In Berlin sind zwölf weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 333. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung mit.

1960 neue Infektionen wurden bestätigt, 1132 waren es am Mittwoch. 17.429 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 16.323 waren es am Mittwoch. 27.344 Menschen gelten inzwischen als genesen. 265 Menschen werden auf den Intensivstationen behandelt, drei Patienten weniger als am Mittwoch gemeldet. 220 Patienten werden beatmet. 991 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, zehn mehr als am Mittwoch gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,78 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 202,5 weiter auf Rot, die Ampel für die mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten mit 21,4 Prozent weiterhin auf Gelb.

Die Corona-Fallzahlen nach Berliner Bezirken

15.46 Uhr: Testzentrum in Potsdamer Metropolishalle öffnet

Am Montag öffnet die Brandenburger Kassenärztliche Vereinigung in der Potsdamer Metropolishalle ein Testzentrum. Damit sollen die niedergelassenen Ärzte entlastet werden, hieß es. Praxen können Patienten für einen Abstrich an das Zentrum weitzuleiten, falls dies medizinisch notwendig ist. Ohne Weiterleitung durch eine Praxis und einen festen Termin ist die Testung nicht möglich.

Am Freitag solle darüber informiert werden, kündige die Kassenärztliche Vereinigung an. Auf der Pressekonferenz sei auch Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Grüne) dabei. Die Metropolis-Halle solle auch Impfzentrum werden, sagte Astrid Tributh, Vize-Chefin des Brandenburger Hausärzte-Verbandes, der Tageszeitung „BZ“.

14.04 Uhr: Brandenburger Polizei 286 Mal wegen Corona im Einsatz

In den vergangenen vier Wochen war die Brandenburger Polizei zu 286 coronabedingten Einsätzen unterwegs. Dabei seien insgesamt 533 Verstöße festgestellt worden, teilte das Polizeipräsidium am Donnerstag mit. „Wir stellen nach wie vor fest, dass sich die überwiegende Zahl der Brandenburgerinnen und Brandenburger an die Regeln der Eindämmungsverordnung hält“, betonte Torsten Herbst, Sprecher des Polizeipräsidiums, in einer Mitteilung. Es werde weiter mit Augenmaß, aber auch konsequent bei hartnäckigen Regelbrechern kontrolliert.

In Zusammenhang mit den 533 Verstößen seien 19 Strafanzeigen und 188 Anzeigen bei Ordnungswidrigkeiten erstattet worden, hieß es. Zudem wurden 202 Platzverweise erteilt. Dreimal seien Polizeibeamte angespuckt oder angehustet worden. Strafanzeigen wegen des Verdachts der Körperverletzung und Beleidigung wurden erstattet.

In den Reihen der Polizei sind nach den Angaben von 7000 Bediensteten 110 coronabedingt nicht im Dienst. Aktuell sind zehn positiv auf Virus getestet worden.

13.53 Uhr: Brandenburger Landtag verteidigt Corona-Einschränkungen

Der brandenburgische Landtag hat mehrheitlich die drastischen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie verteidigt. Die AfD-Fraktion scheiterte am Donnerstag mit ihrer Forderung, alle coronabedingten Grundrechtseinschränkungen sofort aufzuheben und den Schutz von Risikogruppen sicherzustellen. „Das Ziel der zeitlich begrenzten Freiheitseinschränkungen besteht darin, Kontakte zu minimieren“, sagte der SPD-Abgeordnete Björn Lüttmann in der Parlamentsdebatte. Dies bremse die exponentielle Verbreitung des Coronavirus, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet werde. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) verwies auf Tausende Menschen in Intensivstationen, die um ihr Leben kämpften.

Seit Montag vergangener Woche sind Gaststätten, Theater, Kinos und Fitnessstudios zunächst bis Ende November geschlossen. Gaststätten dürfen Speisen nur per Lieferung oder Abholung verkaufen. Die AfD im Landtag hält die Maßnahmen für unverhältnismäßig und „in großen Teilen sogar offen verfassungswidrig“, wie es in ihrem Antrag heißt. „Das Virus ist nicht gefährlich genug, um diese Maßnahmen zu rechtfertigen“, meinte AfD-Fraktionschef Christoph Berndt, der auch Laborarzt ist. Dafür sprächen aus seiner Sicht die Daten, die seit März ermittelt würden. Die Krise müsse ernst genommen werden, aber eine epidemische Lage nationaler Tragweite liege für ihn nicht vor.

13 Uhr: Kalayci - Kontakte bis über Weihnachten hinaus einschränken

Kurz vor der Halbzeit des Teil-Lockdowns hat Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci kein schnelles Ende der Corona-Einschränkungen in Aussicht gestellt. Sie sieht aber durchaus Erfolge: „Berlin macht das gut. Der Anstieg der 7-Tages-Inzidenz innerhalb einer Woche betrug am 21. September 75 Prozent. Heute liegt dieser Anstieg bei 3 Prozent“, sagte die SPD-Politikiern der Deutschen Presse-Agentur. „Aber es gibt absolut keinen Grund für Entwarnung. Denn die Zahl der Neuinfektionen ist weiterhin erschreckend hoch.“

Seit Anfang November und noch bis Ende des Monats gelten in Berlin wie in anderen Teilen Deutschlands weitreichende Beschränkungen. „Wichtig ist mir, dass wir die gelernte Kontaktminimierung länger beibehalten - vor allem über Weihnachten und Neujahr hinaus“, sagte Kalayci. „Ich fürchte, dass uns ein harter Winter bevorsteht. Denn Kontakte von Menschen in geschlossenen Räumen befördern die Ausbreitung des Virus.“ Für kommenden Montag sind Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Corona-Pandemie geplant.

12.17 Uhr: 17 Reinickendorfer Schulen ab Montag auf Orange

Als erster Bezirk hat Reinickendorf die neue Einteilung seiner Schulen in die Farben des Coronastufenplans bekanntgegeben: Siebzehn Schulen stehen ab Montag auf der Stufe Orange – das bedeutet Maskenpflicht für die komplette Schulgemeinschaft im Schulgebäude – der Rest der Schulen steht auf Gelb.

Anders als in der Vorwoche steht diesmal als einzige Grundschule die „Grundschule in den Rollbergen“ auf Orange. Die „Charlie-Chaplin-Grundschule“ wurde dagegen wieder auf Gelb zurückgestuft. Und auch die „Renée-Sintenis-Grundschule“, die letzte Woche auf Rot stand, kann ab kommenden Montag in Gelb weitermachen.

Hier waren eine Horterzieherin und ein Mitglied der Schulleitung mit Corona erkrankt, was dazu führte, dass die Schule bis morgen keinen Unterricht vor Ort anbietet. Die komplette Schulgemeinschaft, darunter 600 Schüler, musste in Quarantäne. Bei den Sekundarschulen wurden einige auf Orange hochgestuft -- wie die „Carl-Bosch-Schule“ und die „Carl-Benz-Oberschule“. Alle Sekundarschulen im Bezirk befinden sich nun auf Orange.

12 Uhr: Corona-Testmobil soll Abstrich auf Parkplatz möglich machen

Das Bezirksamt Pankow prüft den Einsatz von mobilen Corona-Teststellen vor Mietshäusern, Flüchtlingsheimen und Seniorenunterkünften. Das Fahrzeug könnte dann auch in anderen Bezirken an öffentlichen Orten eingesetzt weren. Den ganzen Artikel lesen Sie HIER!

11.48 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in Brandenburg weiter gestiegen

In Brandenburg ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus am Donnerstag laut Gesundheitsministerium um weitere 427 Fälle innerhalb von 24 Stunden gestiegen. Von Dienstag auf Mittwoch waren es 377 bestätigte neue Infektionen gewesen. Der bisherige Höchstwert in der Corona-Pandemie wurde nach den Angaben am vergangenen Freitag mit 525 neuen Fällen erreicht. Die Zahl der Todesfälle im Land liegt bei 235.

Im gesamten Land liegt der Inzidenz-Wert der neuen Infektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 102,1. Den höchsten Wert hat der Landkreis Spree-Neiße mit 258,5, gefolgt von Oberspreewald-Lausitz (169,1) und der Stadt Cottbus (166,5).

7686 Menschen im Land gelten unterdessen als genesen, 418 mehr als noch am Vortag. Aktuell sind nach den Angaben 4561 Personen (+9) aktuell erkrankt.

11.47 Uhr: Wegen Pandemie - Berlin wählt die Besten der Besten

Die Wahl zu Berlins Sportlerinnen und Sportlern des Jahres wird zur Kür der „Besten der Besten“. Wegen der Coronavirus-Pandemie haben sich die Organisatoren entschieden, „eine Ehrenrunde“ zu drehen und die größten Stars der vergangenen 41 Jahre zu würdigen. In insgesamt vier Kategorien - Frauen, Männer, Mannschaften, Manager/Trainer - stehen jeweils zehn Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. Darunter befinden sich Franziska van Almsick oder Claudia Pechstein, Sven Ottke oder Mike Kluge, der 1. FC Union Berlin oder ttc eastside Berlin sowie Box-Trainerlegende Ulli Wegner oder Marco Baldi von Alba Berlin.

Die Abstimmung läuft bis zum bis 6. Dezember. Neben den Berlinerinnen und Berlinern wählt eine Jury aus Sportchefs der Medienpartner, Vertretern der Stadt, des Landessportbunds Berlin und des Olympiastützpunkts Berlin. Die Ergebnisse aus der Publikumswahl und der Jury würden zu jeweils 50 Prozent ins Endergebnis einfließen, hieß in einer Mitteilung am Donnerstag. Die Kür findet am 15. Dezember in einer Online-Gala statt.

11.15 Uhr: Deutsches Theater verlegt erstmals Premiere ins Netz

Das Deutsche Theater in Berlin plant trotz Theaterschließung eine nächste Premiere. Sebastian Hartmanns Inszenierung von „Der Zauberberg“ nach dem Roman von Thomas Mann soll am 20. November online in einem Livestream gezeigt werden. „Die Vorstellung findet auf der großen Bühne des Deutschen Theaters statt – ohne Publikum, aber mit mehreren Kameras“, teilte das Haus am Donnerstag mit. Damit zeigt das Theater erstmals in der Pandemie ein Theaterstück zunächst kostenlos online, bevor es ein Publikum im Saal gesehen hat. Die analoge Premiere ist anschließend für Mitte Dezember geplant.

11 Uhr: In Obdachlosenheimen wird kaum auf Corona getestet

Die Berliner Behörden haben Schwierigkeiten, die Bewohner und Besucher von Obdachlosenunterkünften oder Einrichtungen der Kältehilfe auf das Corona-Virus zu untersuchen. Auch in Flüchtlingsheimen ist die Situation schwierig. „Die Gesundheitsämter haben da keinen Überblick“, sagt Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke). deshalb hat sie nun Schnelltets bestellt. Den ganzen Artikel lesen Sie HIER!

10.57 Uhr: Berlin plant keine früheren Weihnachtsferien

In Berlin sind keine früheren Weihnachtsferien geplant. In Nordrhein-Westfalen endet die Schule wegen der Corona-Pandemie zwei Tage früher. Ein Sprecher der Berliner Senatsverwaltung für Bildung sagte am Donnerstag, derzeit sei nicht beabsichtigt, die Weihnachtsferien vorzuziehen. Sie beginnen in Berlin allerdings bereits am 21. Dezember. „Wir starten also sowieso früher, als das in Nordrhein-Westfalen vorgesehen war“, sagte der Sprecher.

Der Vorsitzende des Berliner Landeselternausschusses, Norman Heise, sagte dem „Tagesspiegel“, ein früherer Ferienbeginn sei aus organisatorischen Gründen nicht für alle Familien einfach: „Bei den einen wird es auf Zustimmung treffen und bei den anderen die Planung durcheinanderbringen.“

Pankows Gesundheits- und Bildungsstadtrat, Torsten Kühne (CDU), sagte dem „Tagesspiegel“, es sei „sinnvoller, die Ferien zu verlängern, damit umgekehrt Infektionen aus dem familiären Umfeld zu Weihnachten nicht danach in die Schulen getragen werden. Die Gefahr würde ich für größer einschätzen.“ Der Sprecher der Bildungsverwaltung sagte dazu lediglich: „Wir beobachten das Infektionsgeschehen sehr genau und bereiten uns auf alle Eventualitäten vor.“

10.40 Uhr: Demo gegen Corona-Maßnahmen in Wittenberge vorzeitig beendet

Eine Demo gegen die coronabedingten aktuellen Maßnahmen ist in Wittenberge (Prignitz) vorzeitig beendet worden. Mehr als 75 Prozent der Teilnehmer haben sich nicht an die Maskenpflicht gehalten, wie eine Polizeisprecherin der Polizeidirektion Nord am Donnerstag mitteilte. Der Versammlungsleiter habe daraufhin den Aufzug vorzeitig beendet. An der unangemeldeten Versammlung am Mittwochabend, die zuvor in den sozialen Medien beworben worden, nahmen mehrere Hundert Menschen teil. „Weder rechtes noch linkes Klientel konnte hier ausgemacht werden“, sagte die Sprecherin.

Zunächst gab es laut Polizei keinen Versammlungsleiter. Nach mehrmaliger Aufforderung der Polizei meldete sich schließlich ein Mann aus der Menge. Gegen 19.45 Uhr sei der Spaziergang von ihm dann als beendet erklärt worden, da die Schutzmaßnahmen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bei den Teilnehmern nicht hätten durchgesetzt werden können. Von 15 Teilnehmern nahm die Polizei nach eigenen Angaben die Personalien auf, Ordnungswidrigkeitsverfahren wurden eingeleitet.

10.05 Uhr: Berliner Flughäfen: Passagierzahlen um mehr als 77 Prozent eingebrochen

Der Luftverkehr in Berlin-Brandenburg liegt aufgrund der Corona-Pandemie weit unter dem Vorjahresniveau Nach den Ergebnissen der amtlichen Luftfahrtstatistik wurden im 3. Quartal 2020 auf den Großflughäfen in Berlin und Brandenburg 2,2 Millionen Fluggäste befördert. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, sind das 7,6 Millionen Passagiere weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (–77,3 Prozent).

Für die Flughäfen gab es drastische Einbrüche: Im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichneten Berlin-Tegel und Schönefeld zusammen einen Rückgang um zwei Drittel (–66,7 Prozent) bei der Zahl der Starts und Landungen. Am Flughafen Tegel verringerten sich die Fluggastzahlen um mehr als drei Viertel (–77,8 Prozent) auf 1,5 Millionen und die Zahl der Starts und Landungen um 70,0 Prozent. Der Flughafen Schönefeld registrierte einen Rückgang um fast 2,4 Millionen Passagiere (–76,3 Prozent). Hier starteten und landeten 14.100 Flugzeuge weniger als im 3. Quartal 2019 (–59,8 Prozent).

Von den Großflughäfen wurden 6084 Tonnen Fracht und Post befördert (–33,5 Prozent).

9.15 Uhr: Lernen in Corona-Zeiten: Malteser unterstützen geflüchtete Schüler und Azubis mit Laptops und Online-Paten

Mit seinem kostenlosen Angebot „Lernen in Zeiten von Corona“ unterstützt der Malteser Hilfsdienst 50 Schüler und Auszubildende mit Flucht- und Migrationserfahrung in Berlin. Durch die Corona-Pandemie fiel der Unterricht wochenlang aus. Für geflüchtete Schüler hatte dies gravierende Folgen. Weil Eltern zugewanderter Familien ihren Kinder aufgrund von Sprachdefiziten oftmals nicht selbst beim Lernen helfen können, stellen die Malteser den Schülern ehrenamtliche Lernpatinnen und -paten zur Seite. Dies ist in Zeiten, wo der Präsenzunterricht wieder stattfindet, wichtig, um Lerndefizite aufzuholen. Über Videoplattformen wie Zoom treffen sich die jungen Menschen ein- bis zweimal in der Woche online mit ihren Lernpaten, üben am Laptop gemeinsam Deutsch, erledigen zusammen Hausaufgaben und bekommen Hilfe bei Lücken in Fächern wie Mathematik oder Englisch.

6.49 Uhr: Schulaufsicht leitet dienstrechtliche Prüfung gegen Berufsschullehrer ein

Die Berliner Schulaufsicht hat eine „dienstrechtliche Prüfung“ gegen einen Berufsschullehrer eingeleitet, berichtet der Sender RBB24 Recherche. Demnach soll der Berufsschullehrer im Unterricht die Pandemie in Frage gestellt haben. Laut RBB soll der Lehrer gegenüber Schülern gesagt haben, dass sie sich nicht an die Maskenpflicht halten müssen. Auf seinem privat betriebenen Youtube-Kanal positioniert er sich dezidiert im Sinne der Corona-Leugner. Dort spricht er von einer „Zensur der Meinungsfreiheit“ und erklärt: „Maske tragen ist dumm (...) Weil, es gibt hier weit und breit keinen Virus. Vor was wollen Sie sich schützen? Es ist ein modernes Hakenkreuz!“

6.39 Uhr: Hausärzte wollen entscheiden, wer geimpft werden soll

Berlins Hausärzte fordern, bei der Verteilung des Corona-Impfstoffs besser beteiligt zu werden. „Natürlich können wir Hausärzte am besten entscheiden, wer geimpft werden soll“, sagte der Vorsitzende der Berliner Hausärzte, Wolfgang Kreischer, der Morgenpost. Schon jetzt übernähmen die Hausärzte im Kampf gegen das Virus einen großen Teil der Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes, wie Abstriche vornehmen, Infektionsketten nachverfolgen und Quarantäne verhängen.

Aus Sicht der Hausärzte müssten zunächst all diejenigen Berufsgruppen geimpft werden, die berufsbedingt vielen Kontakten ausgesetzt sind. „Kassiererinnen, Busfahrer, Ärzte und medizinisches Personal sind viel gefährdeter als ein 80 Jahre alter Bettlägeriger, der einmal im Monat Besuch bekommt“, sagte Kreischer. Deswegen müssten Patienten in Heimen und Krankenhäusern nicht in einer ersten Phase gegen das Coronavirus geimpft werden. „Alte Patienten sind keine Hochrisikogruppe, sie werden bereits ausreichend geschützt“, sagte Kreischer. Mehr darüber lesen Sie HIER.

5.03 Uhr: Gewerkschaft kündigt Widerstand gegen verkaufsoffene Sonntage an

Verdi will die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage in diesem Winter begrenzen. Die Gewerkschaft kündigte Widerstand an, sollte der Senat für das neue Jahr Ladenöffnungen erlauben, deren übliche Anlässe deutlich kleiner ausfallen oder ganz ausbleiben. „Wir werden dann auf jeden Fall klagen“, sagte Verdi-Handelsexpertin Erika Ritter. Üblich waren in den vergangenen Jahren verkaufsoffene Sonntage etwa zur Grünen Woche, zur Berlinale und zur Reisemesse ITB. Für das öffentliche Interesse an den Ladenöffnungen seien die Besucherströme der Veranstaltungen nötig, sagte Ritter. Blieben diese wegen der Corona-Pandemie aus, fehle diese Grundlage.

Verdi wendet sich auch gegen die wiederholt vorgetragene Forderung des Handels, wegen Corona an sämtlichen vier Adventssonntagen zu öffnen - bislang sind es zwei. Die Branche argumentiert, damit ließen sich Kundenströme entzerren. Ritter widersprach: Weitere Öffnungen erzeugten zusätzliche Kontaktmöglichkeiten. „Infektionsschutz heißt: weniger und nicht mehr.“

4.31 Uhr: Corona-Verfahren beschäftigen Gerichte - AfD-Fraktion klagt erneut

Die verschärften Corona-Regeln für den November in Brandenburg beschäftigen die Gerichte. Am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg ist eine Klage der AfD-Fraktion gegen die aktuelle Corona-Eindämmungsverordnung anhängig, wie das Gericht auf Nachfrage mitteilte. Es ist nicht das einzige noch offene Verfahren der AfD-Fraktion. Bereits zuvor wurde Klage gegen die Verordnung von März eingereicht. Auch diese sei noch am Gericht anhängig, sagte eine Sprecherin. Daneben ist auch eine Verfassungsbeschwerde einer Privatperson gegen die Maskenpflicht eingegangen, wie es weiter hieß. Wann über die Verfahren entschieden werden soll, sei noch offen.

4.23 Uhr: Oberarzt - Gipfel bei Krankenhausfällen noch nicht erreicht

Rund anderthalb Wochen nach dem Beginn des Teil-Lockdowns in Deutschland rechnet der Pandemiebeauftragte einer Berliner Klinik noch mit einer weiteren Zunahme der Krankenhausfälle. „Der Gipfel in den Krankenhäusern ist noch nicht erreicht. Wir haben das Schlimmste vermutlich noch nicht gesehen“, sagte der Oberarzt am Krankenhaus Bethel Berlin in Lichterfelde der Deutschen Presse-Agentur. Zwar flache die Kurve der Neuinfektionszahlen in der Hauptstadt derzeit etwas ab, sagte Hans Weigeldt. Die Entwicklung schlage sich in den Kliniken aber verzögert nieder: Die Menschen, die jetzt mit Covid-19 auf eine Intensivstation kommen, hätten sich bereits vor zwei bis drei Wochen angesteckt.

Mit Zuständen wie im italienischen Bergamo im Frühjahr, wo Ärzte vor der Entscheidung standen, wen sie noch behandeln können, rechnet Weigeldt hierzulande nicht. „Mein Gefühl ist: Wir schaffen das. Der Teil-Lockdown wird auch Wirkung zeigen. Aber der Organisationsaufwand beim Drumherum in Kliniken wird in den nächsten Wochen noch anhalten“, sagte Weigeldt mit Blick auf das Verschieben planbarer Eingriffe, die hinzukommende Erkältungs- und Grippesaison sowie Engpässe beim Pflegepersonal mit Fachkräften in Quarantäne. Mehr dazu lesen Sie HIER.

+++ Mittwoch, 12. November 2020 +++

18.09 Uhr: Brandenburger Landtag diskutiert über Corona-Beschränkungen

Eineinhalb Wochen nach dem Beginn neuer Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie diskutiert der Landtag am Donnerstag darüber. Seit Montag vergangener Woche sind Gaststätten, Theater oder Kinos zunächst bis Ende November geschlossen. Die AfD-Fraktion fordert, Einschränkungen der Grundrechte aufzuheben und gezielt Risikogruppen zu versorgen. In einer Aktuellen Stunde sprechen die Abgeordneten über 31 Jahre Mauerfall und über Grund- und Freiheitsrechte. Wie schon in der Sitzung am Mittwoch tagen die Abgeordneten unter schärferen Bedingungen in der Corona-Krise. Neben dem bestehenden Schutz durch Plexiglas zwischen den Parlamentariern soll etwa die Koalition überwiegend nur durch einen Abgeordneten als Vertreter sprechen.

17.40 Uhr: Studios scheitern mit Eilanträgen gegen Coronaverordnung

Mehrere Sonnen- und Fitnessstudios sind mit Eilanträgen gegen die Corona-Eindämmungsverordnung vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gescheitert. Die Antragsteller wollten erreichen, dass die angeordnete Schließung der Studios vorläufig ausgesetzt werde, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Unter ihnen waren demnach auch Yoga- und Pilatesstudios. Schließungen würden zu erheblichen Einnahmeverlusten führen, hatten sie argumentiert.

Der 11. Senat sei dem im Wesentlichen nicht gefolgt, hieß es. Zuvor waren bereits Eilanträge von Tattoo-Studios sowie Nagel-, Kosmetik- und Massagestudios abgelehnt worden ist. Die Beschlüsse sind den Angaben nach unanfechtbar.

Der 11. Senat hat bislang 20 Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes gegen Maßnahmen des im November geltenden Teil-Lockdowns entschieden. Alle Anträge blieben ohne Erfolg. (Beschluss zu Fitnessstudios: OVG 11 S 113/20 vom 6. November; zu Sonnenstudios: OVG 11 S 109/20 vom 10. November; zu Yoga- und Pilatesstudios: OVG 11 S 112/20 vom 10. November)

16.54 Uhr: 1132 Neuinfektionen, sieben weitere Tote

In Berlin sind sieben weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 321.

1132 neue Infektionen wurden bestätigt, 1554 waren es am Dienstag. 16.323 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 15.934 waren es am Dienstag. 26.502 Menschen gelten inzwischen als genesen.

268 Menschen werden auf den Intensivstationen behandelt, sieben Patienten mehr als am Dienstag gemeldet. 981 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 23 mehr als Dienstag gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,74 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 187,3 weiter auf Rot, die Ampel für die mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten mit 21,7 Prozent weiterhin auf Gelb.

Die Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

16.52 Uhr: Corona-Testzentrum mit Impfstellen in Potsdam geplant

In Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam soll nach Angaben des Hausärzteverbandes ein erstes Corona-Testzentrum mit integrierten Impfstellen entstehen. Das Testzentrum soll die Gesundheitsämter entlasten und Patienten mit Symptomen testen. Die Testungen sollen überwiegend vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betreut werden, das dabei schon Routine habe, sagte Astrid Tributh, Vize-Vorsitzende des Hausärzteverbands Brandenburg, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Die Impfstellen im Testzentrum sollen den Angaben zufolge mit Ärzten besetzt werden und große Teile Potsdams und Umgebung abdecken. Dazu werde mit der Kassenärztlichen Vereinigung derzeit ein Konzept erarbeitet. Wie viele Mediziner dort impfen werden, solle in den nächsten Wochen besprochen werden. „Wir freuen uns ja, wenn der Impfstoff kommt und wären sehr daran interessiert, dass da ein wenig Ruhe in die ganze Aufregung kommt.“ Die Impfungen sollen Tributh zufolge aller Voraussicht nach im Februar beginnen.

15.48 Uhr: Corona-Fall in Herthas Regionalliga-Mannschaft

Das Coronavirus sorgt dafür, dass Hertha das interne Testspiel gegen die eigene U23 nicht durchführen kann. Die Regionalliga-Mannschaft von Trainer Andreas Neuendorf befindet sich nach einem Corona-Fall in Quarantäne. Profi-Trainer Bruno Labbadia, der noch einige Nachwuchsspieler zum Profitraining hochziehen wollte, sieht das angewandte Hygienekonzept bestätigt. „Zum Glück kam die Information früh genug, so dass sie nicht mit uns zusammengekommen sind“, sagte der 54-Jährige in einer Medienrunde über das Internet.

Auf der anderen Seite bedauert der Coach die Absage des Testspiels, der einen gewissen Rhythmus aufrecht erhalten hätte. Letztendlich ist der ehemalige Stürmer froh, dass seine übrig gebliebenen Profis, die sich nicht auf Länderspielreise befinden, von einer möglichen Quarantäne verschont blieben.

13.58 Uhr: Landeschülersprecher fordert Maskenpflicht für alle Jahrgänge

Der Berliner Landeschülersprecher Richard Gamp fordert im Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses eine Maskenpflicht für alle Schulen und alle Jahrgänge. Der Mund-Nasenschutz sei eine „niedrigschwellige Maßnahme von hohem Nutzen“, sagt Gamp. Deshalb brauche es eine Ausweitung der Maskenpflicht – und auch eine Kontrolle der Umsetzung. „Denn nicht alle Schüler halten sich daran.“ Darauf müsse dann von Lehrkräften und Erziehern reagiert werden.

13.47 Uhr: Brandenburger Bildungsministerin hält Risiko in Schulen für kontrollierbar

Die Gefahr einer Corona-Ausbreitung in den über 900 Schulen in Brandenburg ist nach Ansicht der Landesregierung bisher beherrschbar. „Wir haben zurzeit vier geschlossene Schulen - bei 915 Schulen in Brandenburg ist das überschaubar“, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Mittwoch im Landtag in Potsdam. „Wir haben aber sehr viele Lerngruppen in Quarantäne. Das ist eine gezielte Reaktion auf Infektionsgeschehen und wir haben auch einen Schwerpunkt in Cottbus.“

Die Ministerin zeigte sich offen, die Anschaffung von Luftfiltern für Klassenräume zu untersuchen. „Ich finde berechtigt, dass wir es nochmal prüfen.“ Sie verwies aber darauf, dass das Umweltbundesamt zu klassischem Lüften rät: Mobile Luftreiniger in Klassenräumen oder zu Hause könnten das aktive Lüften nicht ersetzen. Ernst sagte über die Forderung nach CO2-Ampeln zur Messung der Belastung mit Kohlendioxid, es sei „völlig sinnlos“, in jedem Klassenraum in Deutschland eine solche CO2-Ampel aufzustellen.

13.33 Uhr: Corona-Fall bei den Füchsen - Topspiel soll verlegt werden

Jetzt hat die Länderspielreise der deutschen Handball-Nationalmannschaft auch für die Füchse Berlin unangenehme Folgen. Nachdem am Montag die Corona-Infektion von Torhüter Johannes Bitter (Stuttgart) bekannt geworden war, ist am Dienstagabend ein zweiter Spieler positiv getestet worden. Wie die Füchse am Mittwoch mitteilten, hat es Marian Michalczik erwischt.

Der 23 Jahre alte Spielmacher befindet sich in Quarantäne, ist aber symptomfrei. Auch Teamkollege Paul Drux, der ebenfalls mit der Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation in Estland gespielt hatte, hat sich in häusliche Isolation begeben. Aus diesem Grund haben die Füchse die Verlegung der Bundesliga-Partie gegen Kiel beantragt. Das Topspiel war für Donnerstag, 19 Uhr angesetzt.

12.57 Uhr: Amtsarzt - Ausbrüche in Schulen überwiegend von Lehrkräften hineingetragen

Berlins Gesundheitsämter halten weiterhin am Konzept offener Schulen fest – trotz steigender Coronazahlen. „Gott sei Dank sind die Schulen wieder auf“, sagte Patrick Larscheid, Amtsarzt aus Reinickendorf, vertretend für alle seine Bezirkskollegen im Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Dort wird über den Corona-Stufenplan für Berlins Schulen diskutiert – besonders unter dem Aspekt, ob dieser Stufenplan rechtssicher ist. Beim Stufenplan werden alle Schulen Berlins einzeln donnerstags farblich neu eingeteilt, es folgen dann bestimmte Hygienemaßnahmen.

Über die Lage an den Schulen sei man nicht überrascht, „wir sehen an den Schulen Ausbruchsgeschehen“, bestätigte Larscheid. Allerdings: „Diese Ausbrüche, die wir an Schulen sehen, werden zum überwiegenden Teil von Lehrkräften hineingetragen.“ Außerdem sei das Verhalten von pubertierenden Jugendlichen, die zur Schule gehen, problematisch. „Sie tun alles, was alle in diesem Alter tun – sie testen die Grenzen aus.“ Das sei abends und am Wochenende ein großes Problem. Die Schulen selbst hätten meist gute Hygienekonzepte.

12.46 Uhr: Brandenburger Landtag will auch in Corona-Zeiten arbeitsfähig sein

Der Brandenburger Landtag hat die Weichen dafür gestellt, dass er auch in der Corona-Krise Beschlüsse fassen kann. Bei einer außergewöhnlichen Notlage wäre er beschlussfähig, wenn mindestens 23 Mitglieder des Parlaments anwesend sind, entschied der Landtag am Mittwoch in Potsdam mit Mehrheit. Die Regelung wird um ein halbes Jahr bis vorerst Mitte nächsten Jahres verlängert. Die Fachausschüsse können per Videokonferenz stattfinden, wobei Abstimmungen möglich sind. Geheime Wahlen finden schriftlich statt. Diese Regelung soll ebenfalls zunächst bis Ende Juni 2021 gelten.

12.29 Uhr: Landtagspräsidentin freut sich schon auf Karneval im nächsten Jahr

Die Corona-Pandemie hat den Beginn der Karnevalssaison auch in Brandenburg in diesem Jahr praktisch ausfallen lassen. Im Landtag wird aber schon freudig auf das nächste Jahr geblickt. „So ganz ohne Spaß, ganz ohne Tanz, ganz ohne bützen, aber mit einer Riesenvorfreude auf den 11.11.2021“, sagte Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke am Mittwoch in Potsdam kurz nach 11.11 Uhr. „In diesem Sinne herzliche Grüße an die Karnevalisten aus dem Landtag Brandenburg.“ In Brandenburgs Narren-Hochburg Cottbus musste der Auftakt wegen der Corona-Beschränkungen überwiegend online stattfinden.

11.52 Uhr: Ärztekammerpräsident sieht Kliniken hart am Limit

Berlins Ärztekammerpräsident Günther Jonitz sieht die Kliniken in der Hauptstadt in der Corona-Pandemie hart am Limit. „Wir gehen momentan auf sehr, sehr dünnem Eis, noch geht es, aber es darf nichts dazukommen“, sagte er am Mittwoch im rbb-Inforadio. Er forderte von der Politik längerfristige Lösungen und mehr Pflegepersonal. „Wir erkennen jetzt unter Covid-19, wie unter einem Brennglas, die Grundfehler- und Probleme der Gesundheitspolitik der letzten Jahre.“ Aus dem Gesundheitswesen sei Gesundheitswirtschaft geworden.

Berlin sei mit seinen Intensivbetten momentan noch nicht komplett am Limit, sagte Jonitz. Wenn es aber so weitergehe, müsse neben dem Verschieben von Operationen improvisiert werden. Das heiße zum Beispiel, die Teams auf den Intensivstationen neu zusammenzustellen und Patienten so spät wie möglich dorthin zu verlegen. Die Effekte des Teil-Lockdowns seien erst nach zwei bis drei Wochen messbar. Oberstes Ziel müsse weiter bleiben, der Virenverbreitung keine Chance zu geben.

11.14 Uhr: Verstoß gegen Corona-Regeln - Lokal geschlossen

Polizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben am Mittwoch gegen 5.20 Uhr ein Lokal an der Karl-Marx-Straße geschlossen. Nach Informationen von vor Ort hatten sich dort zwölf Personen versammelt. Auch einen Mundschutz trugen sie nicht. Es soll um eine größere Menge Geld gespielt worden sein. Auch ein illegaler, mobiler Glücksspielautomat befand sich in den Räumlichkeiten. Die Beamten stellten den Automaten sicher.

Die Polizei räumte das Lokal und das Ordnungsamt versiegelte die Eingangstür aufgrund schwerwiegender gewerberechtlicher Verstöße. Die Beamten schrieben wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz und illegales Glücksspiel diverse Anzeigen. Den Betreiber erwarten zudem noch gewerberechtliche Konsequenzen. Die Ermittlungen zu der Zockerpartie laufen.

10.48 Uhr: Zahl der Brandenburger Corona-Fälle steigt weiter - 377 Neuinfektionen

Die Zahl der Menschen in Brandenburg, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, steigt weiter. Das Gesundheitsministerium berichtete am Mittwoch von 377 bestätigten neuen Infektionen innerhalb eines Tages. Am Dienstag waren es 243 Fälle, von Sonntag zu Montag 218. Der bisherige Höchstwert wurde am vergangenen Freitag mit 525 neuen Fällen erreicht. Die Zahl der Todesfälle im Land stieg um zwei auf 235.

Mit Spree-Neiße liegt erstmals ein Landkreis über der Marke von 200 Ansteckungen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Das Gesundheitsministerium meldete am Mittwoch den Wert 218. Im gesamten Land liegt dieser Inzidenz-Wert bei 102,1.

Insgesamt haben sich seit März 12 055 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Aktuell werden 340 Menschen im Krankenhaus behandelt - eine Zunahme von 13 im Vergleich zum Vortag. 77 Covid-19-Patienten liegen auf der Intensivstation, 53 von ihnen müssen beatmet werden. 7268 Menschen gelten als genesen - 306 mehr als einen Tag zuvor. Die Zahl der aktuell Erkrankten stieg um 69 auf 4552.

10.29 Uhr: Landtag in Brandenburg tagt mit schärferen Regeln

Der Brandenburger Landtag ist wegen der Corona-Pandemie zu einer verkürzten zweitägigen Sitzung unter schärferen Bedingungen zusammengekommen. Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke verwies am Mittwoch im Potsdamer Stadtschloss auf die wieder gestiegene Zahl neuer Corona-Infektionen. Die Landesregierung sei im Plenum nur mit einem Ressortminister und mit einem Vertreter der Staatskanzlei anwesend, sagte Liedtke. „Wir sind alle gut geschützt durch unsere Glasscheibe.“ Sie wies auch auf die Maskenpflicht im Gebäude hin.

Die Landtagspräsidentin sandte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) Genesungswünsche. Woidke hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Er ist derzeit in Quarantäne und arbeitet vom Homeoffice aus. Nur wenige Abgeordnete waren am Mittwoch nicht bei der Sitzung. Die Parlamentarier wollten darüber entscheiden, dass sie um ein halbes Jahr länger beschlussfähig sind auch mit nur mindestens 23 der sonst 88 Abgeordneten.

10.13 Uhr: Angst vor Einsamkeit: Senioren-Hotline "Silbernetz" verzeichnet wieder mehr Anrufer

Im Teil-Lockdown melden sich wieder vermehrt Senioren bei der Berliner Einsamkeits-Hotline "Silbernetz", sagt Silbernetz-Initiatorin Elke Schilling. Nach einer leichten Entspannung über den Sommer verzeichne die Hotline jetzt wieder mehr Anrufer. Das Thema Weihnachten und die Angst, das Fest allein zu verbringen, seien in der dunklen Jahreszeit schon sehr präsent. Die Anrufer beschäftigten in der Pandemie außerdem gesellschaftliche Fragen: Bilder wie am vergangenen Wochenende von der "Querdenken"-Demo in Leipzig mit laut Polizei mindestens 20.000 Teilnehmern machten vielen Senioren "richtig Angst", betont Elke Schilling. Die Missachtung von Corona-Regeln, auch im Alltag durch jüngere Menschen, vermittle ihnen das Gefühl, dass ihre Bedürfnisse nichts wert seien. "Es ist eine absolute Rücksichtslosigkeit." Berliner Hotline hilft Senioren durch die Corona-Zeit: Lesen Sie hier den kompletten Artikel.

7.25 Uhr: Corona-Hilfen: Antragsteller warten auf ihr Geld

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) hat angekündigt, der wegen der Corona-Krise in Existenznot geratenen Gastronomie schnell und unbürokratisch zu helfen. Das sagte sie dem Sender RBB. Die gründliche Überprüfung der Anträge führe jedoch dazu, dass sich die Auszahlung verzögere. Die Kontrolle sei aber nötig, um Betrugsfälle – wie sie in der Vergangenheit vorkamen – zu vermeiden. Die Investionsbank Berlin arbeite mit Hochdruck an der Auszahlung.

Am 10. Oktober hatte der Berliner Senat einen Zuschuss von bis zu 3000 Euro angekündigt. Für die Zwangspause im November soll es vom Bund finanzielle Hilfe geben. Auch Unternehmer und Solo-Selbstständige, die unmittelbar von der Gastronomie abhängig sind, sind antragsberechtigt. Der Bund rechnet damit, dass man Ende November die finanziellen Hilfen online beantragen kann.

1.49 Uhr: Müller zu Corona - Impfungen in Berlin zuerst für Risikogruppen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat angekündigt, dass es bei der Vergabe eines Corona-Impfstoffes in der Hauptstadt eine Prioritätenliste geben wird. Weil der Impfstoff erst nach und nach zur Verfügung stehen werde, würden zunächst besonders gefährdete Menschen versorgt sowie spezielle Berufsgruppen wie Ärzte, Polizisten und Feuerwehrleute, sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend in der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“. „Da wird es eine Prioritätenliste geben.“

Bereits im Dezember werde es in Berlin eine entsprechende Infrastruktur geben, so dass pro Tag 20.000 Menschen geimpft werden können, erklärte Müller. Dazu seien unter anderem mehrere dezentrale Impfzentren geplant. Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz (SPD) hatte am Dienstag angekündigt, dass es zu Beginn des kommenden Jahres sechs Impfzentren geben werde. Die Standorte stünden bislang noch nicht fest. Müller sagte, durch eine Impfung könne wieder Sicherheit und mehr Normalität im Alltag zurückgewonnen werden.

Die neuen Corona-Maßnahmen im November verteidigte Müller. Er verwies darauf, dass Politiker aus der Erfahrung lernten und ein „ständiges Herantasten an den richtigen Umgang“ mit dem Virus notwendig sei. Natürlich seien in der Vergangenheit auch Fehler gemacht worden, so Müller.

20.26 Uhr: Höchstwert: 1554 neue Corona-Fälle in Berlin - Zwölf weitere Menschen sterben

Es ist ein neuer Höchstwert: In Berlin hat die Gesundheitsbehörde am Dienstag 1554 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der Corona-Infizierten seit Beginn der Pandemie auf 42.014. Davon gelten 25.767 Menschen als genesen. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 12 auf nun 313.

Am 3. November wurde die Marke von 1500 neu gemeldeten Corona-Infektionen innerhalb eines Tages erstmals knapp überschritten. Am 27. Oktober waren zum ersten Mal mehr als 1000 Fälle innerhalb eines Tages gemeldet worden.

Das aus drei Warnhinweisen bestehende System der Berliner Corona-Ampel zeigt weiterhin einmal Rot. Diese oberste Stufe geht zurück auf einen aktuellen Wert von 192,6 bei der Zahl der Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten lag am Montag bei 21,4. Bei der kritischen Marke von 25 Prozent würde diese Ampel von nun Gelb ebenfalls auf Rot wechseln. Der R-Wert sank auf 0,88 und liegt damit weiter deutlich im grünen Bereich. Damit wird angezeigt, wie viele Menschen durchschnittlich von einem Erkrankten infiziert werden.

Die meisten erfassten Neuinfektionen gab es in Mitte (293) und Pankow (229). Bei den Gesamtzahlen der Infizierten lagen Neukölln und Mitte mit jeweils mehr als 6000 Fällen vorne.

Wir starten unser neues Corona-Newsblog für Berlin. Alle bisheringen Nachrichten, Entwicklungen und Zahlen zur Coronavirus-Pandemie für Berlin, die Berliner Bezirke und Brandenburg finden Sie in unserem vorangegangenen Newsblog.

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