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Neue Runde im Wettrüsten der Pizzaservice-Portale

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René Gribnitz

Foto: Rocket Internet

Rocket Internets Lieferdienst Foodpanda bekommt von Kinnevik und der russischen Phenomen Ventures 20 Millionen Dollar. Von Foodpandas Wachstumsplänen profitiert auch Rockets Bezahldienst Payleven

Rocket Internets Lieferdienstportal Foodpanda hat 20 Millionen Dollar von Wagnisfinanzierern erhalten. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, soll das Geld in den Ausbau der Infrastruktur und die Expansion in weitere Märkte investiert werden. Mit Foodpanda und der Schwestermarke Hellofood zielt Rocket Internet auf Kunden in Schwellenländern weltweit. Das Unternehmen ist in derzeit 27 Ländern aktiv, darunter Indien, Indonesien, Saudi-Arabien und Brasilien, und erreicht nach eigenen Angaben bereits drei Milliarden Menschen. Zuletzt hatte Foodpanda den ungarischen Anbieter Ételvitel KFT übernommen. Gesteuert wird das Geschäft komplett aus Berlin.

Mit der Kapitalspritze setzt sich das Wettrüsten der großen Lieferdienstportale fort. Marktführer JustEat hatte im vergangenen Jahr mehr als 60 Millionen Dollar erhalten, Delivery Hero (Lieferheld) aus Berlin mehr als 50 Millionen Dollar.

Die Lieferdienstportale setzen darauf, dass immer mehr Menschen Essen über das Internet statt per Telefon bestellen. Die Portale listen Restaurants und Lieferdienste in der Umgebung auf, bei denen die Kunden dann online bestellen können. Für die Vermittlung erhalten sie von den Restaurantbetreibern eine Provision. Das Geschäft gilt als lukrativ.

Weil sich das Geschäftsmodell nicht wesentlich unterscheidet, müssen die Anbieter in Spitzentechnologie und Restaurant-Akquise investieren, um schnellstmöglich eine Vielzahl von Kunden gewinnen und damit Vorteile gegenüber den Rivalen erringen zu können. Wie Foodpanda-Chef Ralf Wenzel dem Branchendienst Techcrunch sagte, plant das Unternehmen vor allem die Ausweitung des Angebots in den bereits bestehenden Ländern. So sollen zum Beispiel zu den bislang nur drei russischen Städte weitere 17 folgen.

Foodpanda nutzt Paylevens mobiles Bezahlsystem

Zu den Foodpanda-Investoren zählt zum einen Rockets schwedischer Haus-und Hoffinanzier Kinnevik, zum anderen erstmals der russische Wagnisfinanzierer Phenomen Ventures, der unter anderem in das Designportal Fab.com investiert hat.

Von der Foodpanda-Expansion profitiert eine weitere Rocket-Beteiligung: Payleven. Das Unternehmen hat mobile Bezahlsysteme entwickelt, die Foodpanda einsetzt.