Die Zinsen für Tages- und Festgeld steigen. Immer mehr Banken ziehen nach und erhöhen die Zinsen für Einlagen von Sparern. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, haben wir uns die Angebote aus der vergangenen Woche noch einmal angeschaut. Hier finden sie einen Überblick über die fünf besten Angebote für Fest- und Tagesgeld aus den letzten Tagen. Über alle aktuellen Angebote halten wir Sie in unserem Fest- und Tagesgeld-Blog auf dem Laufenden, den wir mehrfach in der Woche für Sie aktualisieren.
Tagesgeld und Festgeld: Erste Bank zahlt über 4 Prozent Zinsen
FollowMyMoney lockt aktuell mit einer "Super-Zins-Aktion" – 4,1 Prozent Zinsen* gibt es für alle Neukunden. Eine Mindesteinlage gibt es nicht. Und noch ein Aspekt macht das Angebot attraktiv: FollowMyMoney kooperiert mit der Baader Bank – damit fällt das Angebot unter die deutsche Einlagensicherung von 100.000 Euro je Kunde und Konto. Wie bei vielen Angeboten ist auch bei FollowMyMoney der Zinssatz von 4,1 Prozent zeitlich befristet. Bis zum 30. November 2023 ist der Zins garantiert – Anleger müssen sich daher schnell entscheiden.
➣ Zum Angebot von FollowMyMoney und der "Super-Zins-Aktion" mit 4,1 Prozent*.
Die PSD Bank hat eine Anpassung ihres Zinssatzes für das "PSD TagesGeld Plus"* vorgenommen. Ab dem 25.08.2023 profitieren Neukunden von 3,40 Prozent p.a. Zinsen für Einlagen bis zu 50.000 Euro. Für höhere Einlagen zwischen 50.000 Euro und 150.000 Euro gilt ein Zinssatz von 0,50 Prozent p.a. Bei einem Guthaben über 150.000 Euro reduziert sich der Zins auf 0,30 Prozent p.a. Eine sechsmonatige Zinsgarantie wird ab Kontoeröffnung gewährt. Nach diesem Zeitraum passt die PSD Bank RheinNeckarSaar den Zinssatz automatisch an den variablen Zinssatz für Bestandskunden an.
➣ Zum Angebot "PSD TagesGeld Plus" der PSD Bank*.
- Festgeld im Vergleich: Über 20 Banken im Check – wo gibt es starke Zinsen?
- Festgeld in Schweden: Festgeld+ von Klarna im Check – wie sicher ist es?
- Sparen in Deutschland: Das Festgeld der Santander im großen Finanzcheck
- Geldanlage für bis zu 10 Jahre: Das Festgeld der pbb direkt im Vergleich
- Festgeld im Fremdwährung: Sparen in Dollar und Co. – was zu beachten ist
- Warnung von Finanztest: In diesen Ländern ist ein Festgeld nicht sicher
Die SWK Bank hat ebenfalls kürzlich ihre Bedingungen für das Privatkunden-Festgeld angepasst*. Bei einem Anlagezeitraum von einem Monat werden aktuell 0,60 Prozent p.a. Zinsen gewährt, bei drei Monaten steigt der Zins auf 2,00 Prozent p.a. Sechsmonatige Anlagen werden mit 2,30 Prozent p.a. verzinst, während zwölfmonatige Anlagen 2,55 Prozent p.a. bieten. Eine Neuerung stellt das 18-Monats-Festgeld mit einem Zinssatz von 3,75 Prozent p.a. dar. Das zweijährige Festgeld wurde jedoch auf 3,80 Prozent p.a. reduziert. Für Anlagezeiträume von 36 bis 108 Monaten bleibt der Zinssatz bei konstanten 2,83 Prozent p.a., wohingegen das 120-Monats-Festgeld 3,10 Prozent p.a. bietet.
➣ Zum Angebot der SWK Bank*.
Ein weiteres Angebot kommt von der Santander*, die Neukunden einen Zinssatz von 3,7 Prozent auf Tagesgeld für ein Halbjahr anbietet. Nach diesem Zeitraum wird der Zinssatz auf einen variablen Basiszins von 0,30 Prozent korrigiert.
Es gibt jedoch auch andere interessante Optionen. Die Suresse Direkt Bank lockt mit einem Basiszinssatz von 2,4 Prozent*, während die C24 Direktbank durchgehend 4 Prozent Zinsen*, sowohl für Neukunden als auch für Bestandskunden, gewährt. Wer jedoch einen festen Zinssatz bevorzugt: Das Festgeldangebot der Santander verspricht ebenfalls 3,7 Prozent Zinsen.
➣ Zum Festgeld-Angebot von Santander* mit 3,7 Prozent Zinsen.
Ein zumindest auf den ersten Blick interessantes Angebot stammt von der C24 Bank*, einer Tochter der bekannten Vergleichsplattform Check24. Diese Bank bietet für Girokontoguthaben bemerkenswerte zwei Prozent Zinsen. Zusätzlich können Kunden von einem Tagesgeldzins von vier Prozent profitieren. Dabei bietet die C24 Bank insgesamt drei verschiedene Kontomodelle an. Das Beste daran? Der attraktive Guthabenzins von zwei Prozent ist für alle drei Modelle verfügbar. Je nach Modell gibt es jedoch Unterschiede in den Features, beispielsweise in Bezug auf die Kosten beim Geldabheben oder den Umfang des Cashback-Programms.
1. Was ist Tagesgeld?
Tagesgeld ist eine klassische Form von Sparanlage. Bei dieser wird das Geld auf einem speziellen Konto (Tagesgeldkonto) bei einer Bank einbezahlt. Die Besonderheit: Der Sparer kann jederzeit auf sein Geld zugreifen und zusätzlich Zinsen auf den eingezahlten Betrag bekommen.
2. Was bedeutet Einlagensicherung?
Die Einlagensicherung ist ein Mechanismus, der das Geld bei einer Bank bis zu einem bestimmten Betrag absichert – falls die Bank insolvent werden sollte. In der Europäischen Union sind Einlagen von bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank durch gesetzliche Einlagensicherungssysteme geschützt. Zahlreiche Banken in Deutschland sind zusätzlich in freiwilligen Einlagensicherungsfonds organisiert – diese gewährleisten noch höhere Sicherungen.
3. Was ist der Unterschied zwischen Tagesgeld, Festgeld und Wertpapieren?
Der Hauptunterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld besteht in der Verfügbarkeit des Geldes und der Zinsstruktur. Bei einem Tagesgeldkonto haben Sparer jederzeit Zugriff auf ihr Geld und die Zinsen werden in der Regel jährlich gutgeschrieben. Bei einem Festgeldkonto legen die Bankkunden ihr Geld für einen festen Zeitraum an und können während dieser Zeit nicht darauf zugreifen. Dafür ist der Zinssatz oft höher und für die gesamte Laufzeit garantiert.
Tagesgeld und Wertpapiere sind unterschiedliche Anlageformen. Tagesgeld ist sicher und flexibel – es bietet aber meist nur geringe Zinsen. Wertpapiere wie Aktien, Anleihen oder Fonds haben das Potenzial für höhere Renditen – sind aber auch mit einem höheren Risiko verbunden. Wertpapiere können im Wert schwanken und es ist möglich, dass beim Verkauf weniger zurückkommt als ursprünglich investiert wurde.
4. Worauf sollten Sparer beim Vergleich von Tagesgeldkonten achten?
Folgende Faktoren sollten Sparer beim Vergleich von Tagesgeldkonten berücksichtigen:
- Zinssatz: Ein höherer Zinssatz bedeutet mehr Ertrag für das Geld. Zu beachten ist: Einige Banken bieten nur für einen begrenzten Zeitraum hohe Zinssätze an.
- Zinszahlungsintervall: Manche Banken zahlen die Zinsen jährlich aus – andere quartalsweise oder monatlich. Eine mehrmalige Zinszahlung kann vorteilhaft sein – auf diese Weise profitiert man vom Zinseszinseffekt.
- Einlagensicherung: Die Bank sollte ein anerkanntes Einlagensicherungssystem haben. In der EU sind Einlagen bis 100.000 Euro per Gesetz geschützt.
- Gebühren: Einige Banken erheben Gebühren für die Kontoführung oder für bestimmte Dienstleistungen. Über diese Gebühren sollte man sich vor Abschluss informieren.
- Kundenservice: Guter Kundenservice kann wichtig sein – besonders, wenn es Probleme oder Fragen gibt. Im Idealfall bietet eine Bank verschiedene Kommunikationskanäle wie E-Mail, Telefon oder Live-Chat an.
- Online-Zugang: Ein gut gestaltetes Online-Banking-System kann das Verwalten des Kontos erleichtern. Es lohnt sich zu prüfen, ob die Bank eine benutzerfreundliche Webseite und gegebenenfalls eine mobile App hat.
- Mindest- und Höchstanlagebeträge: Manche Banken haben Vorgaben für den Mindest- oder Höchstbetrag, der auf dem Tagesgeldkonto liegen darf. Diese Limits sollten den individuellen Anforderungen entsprechen.
5. Sollte man nur auf das Tagesgeld setzen oder bieten sich andere Anlagenformen an?
Diese Entscheidung ist von den persönlichen Zielen, der Risikobereitschaft und der finanziellen Situation abhängig. Tagesgeld ist eine sichere Anlageform, die einen stetigen, wenn auch meist geringen Zinsertrag bietet und jederzeit verfügbar ist. Dies macht es zu einer guten Wahl für den Aufbau eines Notgroschens oder für Geld, das in absehbarer Zeit benötigt wird.
Für langfristige Sparziele oder zur Vermögensbildung kann es jedoch sinnvoll sein, auch andere Anlageformen zu berücksichtigen:
- Festgeld: Festgeldkonten bieten in der Regel höhere Zinsen als Tagesgeldkonten – aber man kann nicht jederzeit auf das Geld zugreifen. Das Festgeld kann eine gute Option sein, wenn Sparer wissen, dass sie das Geld für einen bestimmten Zeitraum nicht benötigen.
- Wertpapiere: Aktien, Anleihen und Fonds haben das Potenzial für höhere Renditen als Tagesgeld – bringen aber auch mehr Risiko mit sich. Sie könnten an Wert verlieren und am Ende kann man weniger Geld zurückbekommen, als man ursprünglich investiert hat.
- Immobilien: Immobilien können eine gute langfristige Investition sein und bieten sowohl das Potenzial für Kapitalwachstum als auch für Mieteinnahmen. Allerdings sind sie auch mit Kosten und Verpflichtungen verbunden und man benötigt ein erhebliches Startkapital.
- Sparpläne: Sparpläne erlauben regelmäßige Einzahlungen in verschiedene Anlageformen wie Aktien oder Fonds. Diese können besonders für langfristige Ziele wie die Altersvorsorge geeignet sein.
Eine breit gestreute Anlagestrategie – ein sogenanntes "Diversifiziertes Portfolio" – kann dabei helfen, Risiken zu minimieren und die Renditechancen zu optimieren. Ein Finanzberater kann helfen, die individuell passende Anlagestrategie zu finden. Auch Verbraucherschützer können beratend unterstützen. Es ist wichtig, dass die Anlageentscheidung auf der Grundlage der eigenen Ziele, Bedürfnisse und Risikobereitschaft getroffen wird. Neben der Beratung sollte man sich daher immer auch selbst über das Thema Geldanlage informieren.
*Der Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Die verlinkten Angebote stammen nicht vom Verlag. Wenn Sie auf einen Affiliate-Link klicken und über diesen Link einkaufen, erhält die Funke Digital GmbH eine Provision von dem betreffenden Online-Shop. Für Sie als Nutzerinnen und Nutzer verändert sich der Preis nicht, es entstehen Ihnen hierdurch keine zusätzlichen Kosten. Die Einnahmen tragen dazu bei, Ihnen hochwertigen, unterhaltenden Journalismus kostenfrei anbieten zu können.



