Bei der Geldanlage setzen viele deutsche Sparerinnen und Sparer gerne auf risikoarme Produkte wie Festgeld oder Tagesgeld. Wer sich für ein Festgeldkonto entscheidet, profitiert von langfristiger Planbarkeit bei hoher Sicherheit. Seit die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen im September erneut angehoben hat, ziehen auch die Festgeldzinsen wieder an.

Vor Abschluss eines Festgeldkontos lohnt sich jedoch ein genauer Vergleich der Angebote. Gerade bei langer Anlagedauer wirken sich schon kleine Zinsunterschiede spürbar auf die Rendite aus, und nicht jede Bank bietet für alle Laufzeiten gleich gute Konditionen.

Welche Festgelder sich im September lohnen können und was Sparerinnen und Sparer dabei beachten sollten, zeigt unser Festgeld-Vergleich. Wer noch unsicher ist, ob nicht doch Tagesgeld die bessere Wahl wäre, findet im Ratgeber „Tagesgeld oder Festgeld“ einen Vergleich beider Sparprodukte. Über kurzfristige Konditionsänderungen bekannter Banken informiert zudem unser Spar-Ticker.

Dazu spannend: Einen umfassenden Überblick zu aktuellen Tagesgeld-Angeboten finden Sie in unserem Tagesgeld-Vergleich.

Festgeld-Vergleich: Beste Zinsen im September 2026

Im Vergleich zum Tagesgeld sind bei der Auswahl eines Festgeldkontos deutlich mehr Faktoren wichtig. Neben den Zinsen ist vor allem die Anlagedauer entscheidend, da das Geld über die komplette Laufzeit fest liegt. Bevor Anlegerinnen und Anleger ein Festgeldkonto eröffnen, sollten sie genau planen, wie viel Kapital sie entbehren können und wann sie es wieder benötigen.

Generell ist zu beachten: Kein Vergleich oder Rechner bietet eine vollständige Markttransparenz. Hilfreich ist daher, mehrere Vergleichsrechner zu nutzen. Im Folgenden haben wir uns die Konditionen einiger Festgelder angeschaut und anhand der Laufzeit verglichen:

Festgeld für sechs Monate:

Was bedeutet das *-Symbol im Text?

Einige Links in diesem Beitrag sind mit einem *-Symbol gekennzeichnet. Dabei handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links einen Abschluss tätigen, erhalten wir von der jeweiligen Bank eine Provision. Dies beeinflusst jedoch nicht unsere unabhängige Bewertung und Auswahl der hier aufgeführten Finanzprodukte.

Festgeld für ein Jahr:

Festgeld für zwei Jahre:

Festgeld für drei Jahre:

Festgeld für fünf Jahre:

Festgeld für zehn Jahre:

Datenstand ist der 16. September 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Es gelten die jeweiligen AGB der Bank. Kurzfristige Zinsänderungen können möglicherweise nicht zeitnah erfasst werden. Wir bitten um Beachtung.

Festgeld-Rechner zeigt Zinsen im Vergleich

Auch mit unserem Online-Rechner können Sie die besten Konditionen je nach Laufzeit finden. Geben Sie den gewünschten Anlagebetrag und die Laufzeit an. Der Online-Rechner übernimmt die Recherche und sucht passende Angebote heraus. Über „Einlagensicherung“ und „Rating“ lassen sich die Angebote zudem filtern. Automatisch zeigt der Rechner neben den Zinssätzen auch die zu erwartenden Zinserträge nach Ende der Laufzeit an. Über einen Klick auf „Zum Anbieter“ können Sie das gewünschte Festgeldkonto eröffnen.

Festgeld: Was ist das?

Wie Tagesgeld ist auch Festgeld eine vergleichsweise sichere Anlageform. Sparerinnen und Sparer legen ihr Geld für eine ausgewählte Laufzeit bei einer Bank fest und erhalten im Gegenzug die vereinbarten Zinsen.

Es ist ideal für Anleger, die einen Teil ihres Vermögens für eine gewisse Zeit entbehren können und eine sichere Rendite suchen. Es kann aber auch als risikoarmer Teil einer Anlagestrategie dienen, die weitere Anlageklassen umfasst.

Während Festgeld möglicherweise nicht die höchsten Renditen bietet, trägt es zur Risikostreuung bei und sichert einen Teil des Vermögens gegen Marktvolatilität ab. Weil Festgeld durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt ist, besteht auch nur ein äußerst geringes Ausfallrisiko.

Festgeld im Check: Vorteile und Nachteile im Überblick

Ein großer Nachteil ist im Unterschied zum Tagesgeld die feste Laufzeit. Vorher lässt sich nicht oder nur in Ausnahmefällen auf das Geld zugreifen. Ein Festgeldkonto eignet sich daher nicht zum Parken der finanziellen Reserve für Notfälle. Sparerinnen und Sparer sollten hier nur Geld anlegen, das sie innerhalb der vereinbarten Laufzeit nicht benötigen.

Eine Ausnahme sind hybride Anlageprodukte wie Flexgelder oder Festgelder mit Auszahlplan, die auch während der Anlagezeit einen Zugriff erlauben oder regelmäßige Auszahlungen bieten. Weitere Vor- und Nachteile zum Festgeld haben wir im Folgenden aufgelistet:

Vorteile vom Festgeld:

  • Sicherheit: Feste Zinssätze und der Schutz durch die Einlagensicherung bieten ein hohes Maß an Sicherheit.
  • Planbare Rendite: Die Zinserträge sind von Beginn an bekannt, was eine genaue Finanzplanung ermöglicht.
  • Risikoarm: Im Gegensatz zu Aktien, Anleihen oder Fonds schwankt der Wert der Anlage nicht.

Nachteile von Festgeldkonten:

  • Eingeschränkte Liquidität: Während der Laufzeit kann nicht oder nur in Ausnahmefällen auf das Geld zugegriffen werden.
  • Niedrigere Rendite: potenziell geringere Erträge im Vergleich zu risikoreicheren Anlagen.
  • Inflationsrisiko: Wenn die Inflation höher als der Zinssatz ist, sinkt die Kaufkraft des angelegten Geldes.
  • Zinsänderungsrisiko: Wenn nach Abschluss eines Festgeldkontos die Zinsen steigen, liegt das Geld zu schlechteren Konditionen fest und lässt sich erst nach Laufzeitende neu anlegen.

Festgeld anlegen: Treppensystem senkt Risiken

Bei Festgeld lassen sich einige Nachteile mit der Treppenstrategie reduzieren. Dabei verteilen Anlegende den Gesamtbetrag in mehreren gleich großen Teilen auf unterschiedliche Laufzeiten (etwa 1, 2, 3, 4 und 5 Jahre). Jedes Jahr wird Geld aus einer Stufe fällig, das dann wieder frei zur Anlage in die Treppenstufe mit der längsten Laufzeit ist.

So haben Sparende auch bei einer Festgeldanlage regelmäßig Zugriff auf einen Teil ihres Geldes. Das kann bei ungeplanten Ausgaben helfen. Außerdem wirkt die Strategie dem Zinsänderungsrisiko entgegen. Bei steigenden Zinsen lassen sich die freiwerdenden Summen samt Erträgen dann höher verzinst anlegen. Mehr Details lesen Sie im Ratgeber zur Treppenstrategie.

Businesswoman saving money with piggy bank and coins on desk, financial planning and investment concept. Young Asian woman making stack of coin. invest save finance concept, saving money, investment
Welche Bank bezahlt die besten Zinsen bei der geplanten Laufzeit? Der Festgeld-Vergleich hilft bei der Recherche.© Getty Images | Jinda Noipho

Festgeld-Vergleich: So finden Sie ein passendes Festgeldkonto

Online lässt sich in wenigen Minuten ein Festgeldkonto eröffnen. Vorher sollten Sparerinnen und Sparer aber Angebote vergleichen. Tipps dazu und was bei der Eröffnung eines Festgeldkontos wichtig ist, finden Sie im Folgenden:

Festgeldkonto finden:

  • Vergleichsportale und Rechner nutzen: Vergleichsportale, Testberichte und Rechner bieten einen guten Überblick über aktuelle Konditionen verschiedener Banken. Sie ermöglichen einen schnellen Vergleich von Zinssätzen, Laufzeiten und weiteren Bedingungen.
  • Konditionen prüfen: Neben dem Zinssatz sind auch die Mindest- und Höchstanlagesummen, Laufzeit und Einlagensicherung wichtig. Bei einer Bank im Ausland sollten Interessierte vor Abschluss recherchieren, wie bei dem Angebot die Versteuerung funktioniert und welche Einlagensicherung greift.
  • Bewertungen lesen: Erfahrungsberichte und Bewertungen anderer Anleger können Aufschluss über die Servicequalität der Bank geben. Gute Quellen dafür sind Trustpilot oder das Erfahrungsportal von Finanztip.

Festgeldkonto eröffnen:

  • Antragsunterlagen ausfüllen: Nach der Auswahl einer Bank müssen die Antragsunterlagen ausgefüllt werden. Dies kann oft online erfolgen.
  • Identifikationsverfahren: Zur Legitimation kann ein PostIdent- oder VideoIdent-Verfahren notwendig sein. Dabei wird die Identität des Anlegers mittels Ausweis durch die Post oder online bestätigt.
  • Überweisung der Anlagesumme: Nach erfolgreicher Identifikation und Eröffnung des Kontos wird die Anlagesumme auf das neue Festgeldkonto überwiesen oder per Lastschrift vom Girokonto eingezogen.
  • Bestätigung und Verwaltung: Die Bank sendet eine Bestätigung über die Kontoeröffnung. Viele Institute bieten Online-Zugänge zur Verwaltung des Festgeldkontos.

Weitere wichtige Hinweise:

  • Einlagensicherung prüfen: Sparerinnen und Sparer sollten sicherstellen, dass die Bank einem gesetzlichen Einlagensicherungsfonds angehört, der im Falle einer Bankeninsolvenz das angelegte Kapital bis 100.000 Euro erstattet.
  • Zinseszinseffekt beachten: Einige Banken zahlen die Zinsen jährlich, andere sammeln sie bis Laufzeitende. In einigen Fällen können Kundinnen und Kunden auch zwischen Ausschüttung und Wiederanlage der Erträge wählen. Den besten Zinseszinseffekt erzielen Sparerinnen und Sparer bei Geldhäusern, die möglichst häufig Zinsen gutschreiben und direkt wieder mitverzinsen.
  • Steuerliche Aspekte: Zinserträge unter 1000 Euro (Ehepaare: 2000 Euro) im Jahr sind steuerfrei. Bei vielen Banken lässt sich ein Freistellungsauftrag einrichten, der dafür sorgt, dass für Kapitalerträge bis zu diesen Beträgen keine Steuern einbehalten werden. Für alles darüber hinaus fallen 25 Prozent Kapitalertragssteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an. Zu viel oder zu wenig gezahlte Steuern sind über die Anlage KAP der Steuererklärung korrigierbar.

Was sind Ratingagenturen?

Ratingagenturen bewerten, wie sicher es ist, Geld an Länder, Städte, Firmen oder für Finanzprojekte zu verleihen. Sie vergeben dafür Noten, die „Ratings“ genannt werden, damit Investoren besser entscheiden können, wo sie ihr Geld anlegen. Große Ratingagenturen sind Standard & Poor’s (S&P), Moody’s und Fitch Ratings. Diese Agenturen haben einen großen Einfluss, weil sie beeinflussen, wie viel Zinsen jemand zahlen muss, wenn er sich Geld leiht.

Ein gutes Rating kann Vertrauen in die Wirtschaft eines Landes und seine Banken schaffen. Wenn Ratingagenturen einem Land oder seinen Banken ein gutes Rating geben, kann das bedeuten, dass das Risiko einer Bankpleite geringer ist. Das kann das Vertrauen der Menschen in die Sicherheit ihrer Einlagen stärken.

Einlagensicherung erklärt: So ist Festgeld geschützt

Festgeld wirft nicht die höchste Rendite ab. Dafür gilt es dank der gesetzlichen Einlagensicherung als vergleichsweise sicher. Wie sie genau funktioniert, erklärt der Ratgeber „So sicher sind Tagesgeld und Festgeld“. Die wichtigsten Punkte für die Festgeldanlage lesen Sie im Folgenden:

Die Einlagensicherung:

  • Wenn eine Bank Sparprodukte in Europa anbieten will, muss sie Mitglied in einem gesetzlichen Einlagensicherungsfonds sein. Dieser ersetzt im Insolvenzfall Beträge von bis zu 100.000 Euro je Kunde.
  • Eine Erstattung muss laut EU-Recht innerhalb von sieben Tagen nach Feststellung des Anspruchs erfolgen.
  • Es gibt trotz EU-weiter Standards nicht eine Einlagensicherung für alle Banken, sondern einen Schutzschirm in jedem Land. Als besonders sicher gelten die Einlagensicherungsfonds von Deutschland, Schweden, Luxemburg und den Niederlanden.
  • Viele Banken sind zusätzlich Mitglied in freiwilligen Sicherungssystemen, die noch höhere Summen abdecken. Die genaue Höhe des Schutzes kann je nach Bank und Land variieren. Die Bundesbank weist allerdings darauf hin, dass bei freiwilligen Systemen für Geschädigte kein Rechtsanspruch auf Zahlung besteht.

Einlagensicherung und Landesbonität

  • In vielen Festgeld-Vergleichen wird auch das Land der Einlagensicherung und dessen Bonität angegeben. Eine hohe Kreditwürdigkeit bedeutet ein geringeres Risiko für Anleger, weil ein finanzstarker Staat die Einlagensicherung unterstützen kann, sollte diese etwa bei einer systemischen Bankenkrise überfordert sein.
  • Aber: Einen Anspruch auf das Eingreifen des Staates gibt es nicht.
  • Rating-Agenturen wie Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch bewerten die Kreditwürdigkeit von Ländern. Diese Ratings können bei der Entscheidungsfindung helfen.

Standard & Poor’s und Fitch Ratings verwenden folgende Skala:

RatingDefinition
AAAHöchste Kreditwürdigkeit, geringstes Ausfallrisiko
AASehr hohe Kreditwürdigkeit
AHohe Kreditwürdigkeit
BBBGute Kreditwürdigkeit, aber mit spekulativem Charakter
BB, B, CCC, CCSpekulative Kreditwürdigkeit, höheres Risiko eines Zahlungsausfalls
CSehr hohes Ausfallrisiko, oft in Verzug
DZahlungsausfall

Moody’s verwendet ein etwas anderes System:

RatingDefinition
AaaHöchste Kreditwürdigkeit, geringstes Ausfallrisiko
AaHohe Kreditwürdigkeit
AObere mittlere Kreditwürdigkeit
BaaMittlere Kreditwürdigkeit, mit spekulativen Elementen
Ba, BSpekulative Kreditwürdigkeit
Caa, CaHochspekulativ, oft in Verzug
CNiedrigste Kreditwürdigkeit, oft in Zahlungsausfall

Allgemeine Risiken bei Anlagen im Ausland:

  • Festgeldkonten im Ausland können attraktive Zinssätze bieten, bergen jedoch zusätzliche Risiken. Dazu gehören Währungsrisiken, wenn das Festgeld in einer anderen Währung als dem Euro geführt wird.
  • Die Einlagensicherungssysteme variieren von Land zu Land. Es ist wichtig, die Details des jeweiligen Sicherungsfonds zu prüfen und zu verstehen, welcher Betrag im Falle einer Bankeninsolvenz geschützt ist.
  • Politische und wirtschaftliche Instabilität in manchen Ländern kann zusätzliche Risiken für dort angelegte Festgelder bedeuten.

Quellen:

Statista, „Anlageklasse in Deutschland“, in: Statista.de. Zuletzt abgerufen am 31.07.2026

Bundesbank, „Einlagensicherung“, in: Bundesbank.de. Zuletzt abgerufen am 31.07.2026

Standard & Poor‘s, „Understanding Credit Ratings“, in: Spglobal.com. Zuletzt abgerufen am 31.07.2026

Moody‘s, „Moody’s Rating System in Brief“, in: Moodys.com. Zuletzt abgerufen am 31.07.2026