In vielen deutschen Metropolen bleibt der Markt für Immobilien im Herbst träge. Zu dem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des Kreditvermittlers Dr. Klein. Die Immobilienpreise steigen demnach kaum, die Nachfrage sei verhalten. Doch in einigen Regionen deuten sich Wendepunkte an.
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Immobilienpreise im Herbst: „Der beste Zeitpunkt für den Immobilienkauf in Dresden ist jetzt“
Besonders in Dresden könnten die Preise bald anziehen. „Der beste Zeitpunkt für den Immobilienkauf in Dresden ist jetzt“, sagt Ines Schmidt, Spezialistin für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Dresden. Ein Grund dafür sei die Preisentwicklung. Der Index, der diese abbildet und Parameter wie Lage und Alter der Immobilie berücksichtigt, zeigt sich stabil: plus 0,33 Prozent bei Häusern und minus 0,73 Prozent bei Wohnungen im Vergleich zum zweiten Quartal 2025.

Für Schmidt ist das die „Ruhe vor dem Sturm“. Große Unternehmen wie TSMC, Infineon, Bosch und NXP bauen ihre Werke rund um Dresden aus. „Es werden Fachkräfte aus dem Ausland und damit eine zahlungskräftige Klientel nach Dresden kommen“, so Schmidt. Der Druck auf den Markt werde steigen, die Preise folglich auch. Rückenwind erhält der Markt auch durch ein neues Förderprogramm des Freistaats Sachsen.
Günstige Baufinanzierungen in Sachsen: Förderprogramm startet wieder
Nach dem Antragsstopp Ende 2024 unterstützt das Land wieder Familien mit zinsgünstigen Krediten beim Erwerb von Wohneigentum. Bei Medianpreisen von 3095 Euro je Quadratmeter für Häuser und 3227 Euro für Eigentumswohnungen ist das eine wichtige Entlastung. „Es ist wichtig, dass eine Finanzierung nicht auf Kante genäht ist“, sagt Schmidt. Förderungen wie die der Sächsischen Aufbaubank seien daher sinnvolle Bausteine.
Zudem beobachtet sie wieder mehr Neubauten. „Ein Neubauprojekt im Dresdner Zentrum ist utopisch, aber im Umland können sich Familien den Traum vom Haus erfüllen“, sagt Schmidt.
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Immobilienpreise im deutschlandweiten Vergleich
Auch andere Regionen zeigen Bewegung. In der Region Nord-Ost stagnieren Berlin und Hamburg: Häuser und Wohnungen verteuern sich nur um rund 0,4 Prozent zum Vorquartal. Die Quadratmeterpreise bleiben hoch – 5114 Euro in Berlin, 4706 Euro in Hamburg. In Hannover dagegen sprang der Medianpreis für Wohnungen um fast 80 Euro auf 2933 Euro.
Im Süden fällt Frankfurt mit deutlichen Preiszuwächsen auf: Wohnungen plus 6,46 Prozent, Häuser plus 3,44 Prozent im Jahresvergleich. In München sinken die Hauspreise dagegen zum dritten Mal in Folge um 1,01 Prozent. Der Medianwert liegt seit zwei Jahren stabil bei 6000 Euro je Quadratmeter. „Ein Ende der Preisfahnenstange scheint hier derzeit erreicht zu sein“, heißt es.

Im Westen steigen die Preise durchweg. Düsseldorf führt bei Häusern mit plus 5,43 Prozent, Dortmund bei Wohnungen mit plus 6,19 Prozent. Käuferinnen und Käufer zahlen in Dortmund 2322 Euro pro Quadratmeter, in Köln 3727 Euro. Bei Häusern liegt Düsseldorf mit 3275 Euro vorn – etwa 80 Euro mehr als in den beiden Nachbarstädten.
So zeigt sich ein gespaltenes Bild: Während München stagniert und Berlin kaum zulegt, spricht in Dresden vieles für steigende Preise – und laut Ines Schmidt sei „jetzt“ der beste Zeitpunkt zum Kauf.
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