- American Express bietet verschiedene Kreditkarten für Geschäfts- und Privatkunden an
- Für die Kreditkarten von Amex gibt es teils ein Startguthaben und die Möglichkeit, Member-Punkte zu sammeln
- Welche Kreditkarten von American Express gibt es und welche Alternativen von Mastercard oder Visa bieten sich an?
American Express – bekannt für globale Banken-Kooperationen wie mit Payback – hat auch eigene Kreditkarten im Portfolio. Diese gehen über die normale Zahlungsfunktion hinaus und bieten Nutzern vielfältige Zusatzleistungen. Wir haben uns die Edel-Modelle genauer angeschaut. Zwei davon können online beantragt werden:
- American Express Gold Card*: Obwohl sie nicht so hochpreisig ist wie die Platinum Card, bietet die Gold Card eine Reihe von Premium-Vorteilen, insbesondere in Bezug auf Essens- und Reisebelohnungen. Sie bietet auch erhöhte Belohnungsraten für Einkäufe in Supermärkten und bei bestimmten Restaurants.
- Platinum Card*: Diese Karte verspricht für umfangreiche Reisevorteile, einschließlich Zugang zu Flughafen-Lounges weltweit, jährlichen Reiseguthaben, Hotel-Upgrades und einem umfangreichen Versicherungspaket. Für bestimmte Ausgaben gibt es viele "Membership Rewards"-Punkte.
- Centurion Card (oft als "Black Card" bezeichnet): Diese Karte ist nur auf Einladung erhältlich und gilt als eine der exklusivsten Kreditkarten der Welt. Sie bietet eine Vielzahl von Vorteilen, darunter einen persönlichen Concierge-Service, exklusiven Zugang zu Veranstaltungen und eine Vielzahl von Reiseprivilegien.
Um gezielt Geschäftsinhaber und Unternehmen anzusprechen, hat das Unternehmen auch die American Express Business Platinum Card* am Markt positioniert. Sie lockt mit einer Vielzahl von Vorteilen, von Reiseguthaben bis hin zu umfangreichen Versicherungen. Für Verbraucher ist die Kreditkarte deshalb nicht geeignet.
American Express Platinum Card und Gold Card im Vergleich
| American Express Platinum Card | American Express Business Platinum Card | |
| Zielgruppe | Einzelpersonen | Geschäftsinhaber und Unternehmer |
| Jahresgebühr | 60 Euro monatlich oder 720 Euro im Jahr | 700 Euro |
| Reiseguthaben | Ja | Ja, 200 Euro jährlich |
| Zusatzkarten | Ja, aber Anzahl und Bedingungen können variieren | Bis zu 100 kostenfreie Zusatz- und Partnerkarten |
| Zahlungsfrist | Standard | Bis zu 58 Tage verzögerte Abrechnung |
| Versicherungspaket | Ja | Sehr umfangreich, auch ohne Karteneinsatz und Selbstbehalt |
Der Blick in die Tabelle zeigt: Allen voran bei der Jahresgebühr schlagen die zwei Kreditkarten aus. Mit rund 700 Euro gehören die Premiumkarten zu den teuersten am Markt. Zum Vergleich: Am Markt haben sich mittlerweile einige kostenlose Kreditkarten ohne Jahresgebühr etabliert.
Auch diese Modelle bieten neben der Zahlungsfunktion eine Reihe weiterer Leistungen wie Bonusprogramme und Versicherungen. Dazwischen gliedern sich die goldenen Kreditkarten ein – auch hier fällt häufig eine Jahresgebühr an. Allerdings ist diese in einigen niedriger als bei American Express. Manche Goldkarten wie die Mastercard Gold der TF Bank oder die Gebührenfrei Mastercard Gold der Advanzia Bank gibt es sogar ohne Jahresgebühr.
Welche Kreditkarte habe ich?
Bei der Charge Kreditkarte werden alle Ausgaben gesammelt und normalerweise einmal monatlich abgerechnet. Der Kunde muss den kompletten Betrag zur festgelegten Zeit zahlen. Es fallen keine Zinsen an, solange der Betrag fristgerecht beglichen wird. Oft wird der Rechnungsbetrag auch direkt von einem Referenzkonto eingezogen.
Die Revolving Kreditkarte wird umgangssprachlich als echte Kreditkarte bezeichnet. Der Kunde bekommt von der Bank einen Kreditrahmen bis zu einem festgesetzten Limit. Dieses ist unter anderem abhängig von der Bonität oder der Höhe der Einkünfte. Im Unterschied zu Charge kann die Rückzahlung entweder in voller Höhe oder in Teilbeträgen erfolgen. Bei Teilzahlungen fallen Zinsen an.
Die Prepaid Kreditkarte muss vor der Nutzung aufgeladen werden. Sie eignen sich für Personen ohne regelmäßiges Einkommen oder mit schlechterer Bonität, da kein Kredit gewährt wird. Man gibt nur das Geld aus, das auf der Karte vorhanden ist.
Die Debit Kreditkarte ist direkt mit einem Bankkonto (Girokonto) verknüpft.
Alle Zahlungen mit der Debit Kreditkarte werden zeitnah vom Bankkonto abgebucht – es wird also kein Kreditrahmen gewährt. Debitkarten sind ein Hybrid aus Giro- und Kreditkarte. Einige Direktbanken wie die DKB oder die ING geben Debitkarten mittlerweile als Standardkarten zum Girokonto dazu.
Spezialisierte oder Bonus-Kreditkarten: Diese Kategorie umfasst Kreditkarten, die spezielle Funktionen bieten. Dazu zählen etwa Geschäftskreditkarten, die auf die Bedürfnisse von Unternehmen zugeschnitten sind, sowie Kreditkarten mit Treueprogrammen, die Punkte, Meilen oder Cashback für getätigte Einkäufe anbieten. Diese Karten können je nach Anbieter und Programm Eigenschaften der oben genannten Grundtypen (Charge, Revolving, Prepaid, Debit) aufweisen, bieten aber zusätzliche Vorteile.
Ein Defizit der Amex-Kreditkarten sind die hohen Jahresgebühren. Privatkunden bezahlen für die Gold Card 144 Euro jährlich. Bei der Platinum Card von American Express sind es sogar 720 Euro. Über Rabatte und Guthaben kann man sich einen Teil der Jahresgebühr kompensieren. Dafür muss man die Leistungen aber auch nutzen. Wer wenig reist, ist mit einer anderen Kreditkarte möglicherweise besser bedient.
Die Barclays Visa Gold bietet etwa ebenfalls ein umfangreiches Paket an Zusatzleistungen – ist mit 59 Euro im Jahr aber günstiger. Auch die Mastercard Gold der TF Bank* und die Gebührenfrei Mastercard Gold der Advanzia Bank* bieten einen Basis-Reiseschutz. Die Alternativen im Vergleich:
| Jahresgebühr | Zusatzfunktionen | |
| TF Mastercard Gold | keine | Insgesamt sieben Reiseversicherungen und exklusive Rabatte über den TF Bank Vorteilsclub |
| Barclays Gold Visa | 59 Euro | Insgesamt drei Reiseversicherungen und ein Assistance-Service für Notfälle im Ausland |
| Bank Norwegian | keine | Diverse Reiseversicherungen für Karteninhaber und Mitreisende – es gelten aber Altersgrenzen |
| Visa Gold Card der Consorsbank | 9 Euro | Umfangreicher Versicherungsschutz über Reisen hinaus sowie exklusive Vorteile bei der Hotelbuchung |
| Gebührenfrei Mastercard Gold | keine | Umfangreicher Versicherungsschutz für Reisen – es gelten aber Einschränkungen ab 67 Jahren |
Die Alternativen sind allesamt günstiger als die Kreditkarten von American Express. Dafür fallen die Zusatzleistungen spartanischer aus – ein Reiseguthaben gibt es etwa nicht. Zudem sind die Versicherungsleistungen häufig eingeschränkter. Urlaube müssen etwa ganz oder in Teilen mit der Kreditkarte bezahlt werden, damit die Versicherungen greifen. Zudem setzen einige Anbieter wie die Bank Norwegian oder die Advanzia Bank bei der 'Gebührenfrei Mastercard Gold' Altersbeschränkungen.
Hier gilt es zu differenzieren: Lege ich Wert auf exklusive Vorteile wie ein Reiseguthaben und nutze ich dieses auch? Oder kann ein Basisschutz einer günstigeren Kreditkarte ausreichend sein? Fest steht: Auch günstigere und sogar gebührenfreie Karten bieten mittlerweile ein breites Leistungsspektrum. Ein Nachteil der kostenlosen Kreditkarten ist der oft hohe effektive Jahreszins. Raten- oder Teilzahlungen sind bei diesen Anbietern häufig kostspieliger.
+++ viele Informationen finden Sie auch auf unserer Themenseite Kreditkarte +++
- 1822direkt-Kreditkarte
- Postbank-Kreditkarte
- Kreditkarte von Bank Norwegian
- „Gebührenfrei Mastercard Gold“ Advanzia Bank
- Payback American Express Kreditkarte
- Visa Card Extra Berliner Sparkasse
- Mastercard Gold der TF Bank
- Kreditkarte von Trade Republic
- Kreditkarten von Visa
- Kreditkarten von Mastercard
- Kreditkarten (Charge) mit monatlicher Abbuchung
- Kreditkarte (Visa) von Amazon
Vorteile und Verfügungsrahmen der Business Platinum Card von American Express
Zum Verfügungsrahmen schreibt American Express auf der Website des Angebots, dass dieser individuell "zugeschnitten auf Ihren Bedarf" festgelegt wird.
Daneben gibt es diese Vorteile der American Express Business Platinum Card:
- Jährliches Reiseguthaben von 200 Euro für diverse Reisebuchungen.
- Jährlich 200 Euro Guthaben für Sixt Ride-Dienste
- 200 Euro Guthaben bei Dell Technologies jedes Jahr.
- Sammeln Sie Belohnungspunkte bei jeder Ausgabe.
- Möglichkeit, bis zu 100 Zusatzkarten ohne zusätzliche Kosten zu erhalten.
- Erweiterte Zahlungsfrist von bis zu 58 Tagen für bessere Liquidität
- Umfassendes Versicherungsangebot, das auch ohne Kartennutzung greift und keinen Selbstbehalt hat.
- Lounge-Zugriff an über 1.500 Flughäfen für den Karteninhaber und drei weitere Gäste.
- Hotelvorteile wie Zimmer-Upgrades und inkludiertes Frühstück.
Kosten der Business Platinum Card von American Express
Die Jahresgebühr für die Business Platinum Karte beträgt 700 Euro.
Für wen ist die Business Platinum AMEX besonders geeignet?
Die Business Platinum Card von American Express ist besonders für Geschäftsinhaber und Unternehmer konzipiert, die häufig reisen und von einer Vielzahl von Premium-Vorteilen profitieren möchten. Mit jährlichen Reiseguthaben, Lounge-Zugängen an Flughäfen weltweit und speziellen Hotelprivilegien verspricht sie Sicherheit auf Geschäftsreisen.
Darüber hinaus unterstützt sie Unternehmen mit erweiterten Zahlungsfristen, und ermöglicht das Sammeln wertvoller Belohnungspunkte bei jeder Ausgabe. Die Möglichkeit, bis zu 100 Zusatzkarten ohne zusätzliche Kosten zu erhalten, ist für größere Unternehmen, die ihren Mitarbeitern den Zugang zu Firmenkreditkarten ermöglichen möchten, interessant. Ein Haken: Im Unterschied zu Mastercard und Visa ist die Akzeptanz von American Express zumindest in Deutschland etwas geringer.
Alternativen der American Express Business Platinum Card im Überblick
Während die American Express Business Platinum Card einige Vorteile bietet, gibt es auch andere Kreditkartenoptionen auf dem Markt, die je nach individuellen Bedürfnissen und Vorlieben besser geeignet sein könnten. Mit der Metro FS* können Unternehmer bis zu 1 Prozent Cashback auf Einkäufe weltweit erhalten. Darüber hinaus bietet die Karte ein Startguthaben von 50 Euro nach dem ersten Einkauf. Mit der Möglichkeit, sowohl virtuelle als auch physische Karten auszugeben, punkten sowohl die die Wallester Business-Kreditkarte* als auch die Payhawk Visa-Karte.
Am Ende muss jeder die Entscheidung selbst abwägen: Kreditkarten mit einer hohen Jahresgebühr bieten umfangreiche Leistungen und richten sich an Kunden, die ihre Kreditkarte häufig nutzen und die Zusatzfunktionen auch in Anspruch nehmen. Günstigere und kostenlose Kreditkarten bieten ebenfalls Zusatzleistungen wie Bonusprogramme und Versicherungen – diese sind aber oft weniger umfangreich oder unterliegen Beschränkungen. Hier sollten sich Interessierte besonders gut informieren und sich das Kleingedruckte durchlesen. Für manche Verbraucher können sie dennoch die bessere Alternative sein.
*Der Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Die verlinkten Angebote stammen nicht vom Verlag. Wenn Sie auf einen Affiliate-Link klicken und über diesen einkaufen, erhalten wir vom entsprechenden Anbieter eine Provision. Die Auswahl der Produkte wird davon nicht beeinflusst, die Redaktion arbeitet zu 100 Prozent unabhängig. Für Sie als Nutzerinnen und Nutzer verändert sich der Preis nicht, es entstehen Ihnen hierdurch keine zusätzlichen Kosten. Die Einnahmen tragen dazu bei, Ihnen hochwertigen, unterhaltenden Journalismus kostenfrei anbieten zu können.



