Sie haben zugenommen, seit Sie in einer Beziehung leben? Dann sind Sie damit nicht allein. Studien belegen: Viele Paare sammeln mit der Zeit sogenannte „Beziehungskilos“, Body-Mass-Index und Gewicht steigen. Die Gründe: Der Alltag verändert sich, Routinen setzen sich fest, Sport wird häufiger ausgelassen und die gemeinsame Mahlzeit wird zum emotionalen Anker des Tages.

Doch was zunächst wie ein gemütlicher Nebeneffekt wirkt, kann schnell zur gesundheitlichen Belastung werden. Und nicht nur das: Auch die Beziehungsqualität kann unter der Gewichtszunahme leiden. Die gute Nachricht: Paare können hier gezielt gegensteuern – und die Herausforderung sogar als Chance für mehr Bindung, Gesundheit und Lebensqualität nutzen. Sportwissenschaftler Ingo Froböse und Paartherapeut Eric Hegmann erklären, wie.

Zunächst scheint mit Blick auf die Studienlage offensichtlich, dass sich die Ernährungsgewohnheiten vieler Paare im gemeinsamen Alltag angleichen. Eine der Erklärungen, warum viele in einer Beziehung an Gewicht zulegen. Mehr dazu lesen sie hier. Ergänzend hält sich eine weitere Theorie hartnäckig: Eine unglückliche oder instabile Beziehung führt vermeintlich dazu, dass Paare schneller und stärker zunehmen. Aber stimmt das? Der Hamburger Paartherapeut Eric Hegmann hat dazu eine klare Einschätzung: „Die Gewichtszunahme hat mit der Beziehungsqualität eher wenig zu tun.“