Wenn Männer eine Beziehung mit einer jüngeren Person eingehen, bewegt das die wenigsten. Doch Susanne, Jahrgang 1966, und Tobias, 1980, sind in den Augen mancher ein ungewöhnliches Paar. Vor zehn Jahren haben sich die beiden im Urlaub kennengelernt, vor acht Jahren zogen sie zusammen, vor drei Jahren heirateten sie. Dennoch wollen die Eheleute in diesem Artikel anonym bleiben, um sich vor möglichen Fragen und Anfeindungen zu schützen.

Denn obwohl sich die heute 59-Jährige und der 45-Jährige laut eigener Aussage von Anfang an gut verstanden haben, führte der Altersunterschied zunächst fast zum Ende ihrer Beziehung. „Am Anfang haben wir uns schon Gedanken gemacht, ob das eine Zukunft hat und überhaupt Sinn ergibt“, erzählt Susanne im Gespräch mit unserer Redaktion.

„‚Eigentlich‘, habe ich zu ihm gesagt, ‚wäre es besser, wenn du jemand Jüngeres kennenlernst‘“, erzählt Susanne. Tobias aber habe „nur sie“ gewollt: „Die meisten anderen Frauen waren ihm einfach zu doof“, lacht sie. Doch sind die 14 Jahre zwischen ihnen damit vom Tisch? Welche Konflikte bringt der Altersunterschied mit sich, und was unterscheidet die Konstellation von jenen Partnerschaften, in denen der Mann der ältere Beziehungsteil ist?