Weizenmehl, Zucker und jede Menge Kalorien – ernährungsbewusste Menschen lassen mittlerweile die Finger vom Toastbrot, früher auch als Röstbrot oder Bähschnitte bezeichnet. Buttertoast oder – etwas besser – Vollkorntoast geht aber immer noch in großen Mengen über das Supermarkt-Kassenband.

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Populär wurde der Toast in der Bundesrepublik erst in den 1950er-Jahren, vor allem auch dank der Mithilfe amerikanischer Weizenproduzenten und größerer Werbemaßnahmen. Fernsehkoch Clemens Wilmenrod erfand dazu passend den „Toast Hawaii“ mit Schinken, Ananas und Käse, der dem nährstoffarmen Kastenbrot einen zusätzlichen Schub verschaffte.
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Ernährung: Jedes zweite getestete Toastbrot schneidet gut ab
Tempi passati. Toast Hawaii kommt heute kaum mehr auf den Tisch. Dafür wird in Deutschland gerne weiter getoastet, vor allem wenn es schnell gehen soll. Die einen essen es aber auch einfach so als Sandwich, andere am liebsten goldbraun geröstet. Aus der scheinbar endlos wirkenden Auswahl im Toastregal hat die Stiftung Warentest 24 Produkte von Sandwich-, Butter- und Vollkorntoast (17 Cent bis 1 Euro je 100 Gramm) ausgewählt und untersucht.
Ergebnis der Tester in Ausgabe 5/2025 von „Stiftung Warentest“: 13 Produkte können die Tester wärmstens empfehlen – also jede zweite Scheibe. Dazu gehören die Testsieger „Sammys Super Sandwich“ von Harry als bester Sandwichtoast (33 Cent je 100 Gramm), Golden Toast (38 Cent je 100 Gramm) als bester Buttertoast sowie Edekas „Gut & Günstig“ (20 Cent je 100 Gramm) als bester Vollkorntoast.

Auch die Vollkorntoasts von Aldis „Goldähren Vollkorn Toast“ und Lidls „Grafschafter Vollkorn Toast“ schneiden fast so gut und genauso günstig (20 Cent je 100 Gramm) ab. Als Preistipp wertet die Zeitschrift ebenfalls die guten Buttertoasts von „Jeden Tag“ und Lidls „Grafschafter Butter Toast“ (jeweils 20 Cent je 100 Gramm).
Mit 17 Cent können‘s die noch mit „gut“ bewerteten Sandwichtoasts von Lidls „Grafschafter American Style“, Aldis „Goldähren American“, Kauflands „K-Classic“ und „American Style“ von Netto Marken-Discount sogar noch günstiger.
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Ein Toastbrot schimmelte vorzeitig
Aber die Tester verteilten auch siebenmal die Note „befriedigend“ und einmal „ausreichend“. Erfreulicherweise waren es keine Schadstoffe, die zu Abwertungen führten – wenn man eine verfrühte Schimmelbildung ausklammert. Was war‘s dann? Das kostete Punkte: fader Geschmack, Zwiebacknote, Risse in der Kruste, alkoholische Noten, leicht bitter oder brandig schmeckende Krusten, eine zu schmale Taille der Scheiben oder eben auftretender Schimmel noch vor Ablauf der Mindesthaltbarkeit.

So bleibt Toastbrot lange haltbar
Wichtig – darauf machen die Tester aufmerksam: „Das Mindesthaltbarkeitsdatum gilt für die ungeöffnete Packung. Nach dem Öffnen kann sich innerhalb von ein paar Tagen Schimmel bilden“, so „Stiftung Warentest“.

Dagegen haben die Tester aber noch einen guten Rat: „Bewahren Sie Toast in der Originaltüte bei Zimmertemperatur und dunkel auf, etwa im Brotkasten.“ Für kleine Haushalte empfehlen sich auch kleine Verpackungsgrößen.
Eiskalter Tipp: „In möglichst luftdichten Gefrierbeuteln lässt sich Toast wochenlang ohne Qualitätsverluste einfrieren. Gefrorene Scheiben können direkt in den Toaster.“
Übrigens: Aus Nährwertsicht empfehlen die Tester Vollkorntoasts. „Sie liefern doppelt so viel Ballaststoffe wie normaler Weizentoast. So reichen weniger Scheiben, um satt zu werden“, schreibt die Zeitschrift.
tok mit dpa







