Die Zinswende der Europäischen Zentralbank (EZB) hat die Konditionen für Tagesgeld verschlechtert. Immer mehr Banken senken die Zinsen und kürzen Zinsgarantien. So bietet die ING ihre Zinsaktion für das Extra-Konto nur noch vier statt sechs Monate an. Die Deutsche Kreditbank (DKB) geht aktuell einen anderen Weg und bietet eine neue Zinsaktion an.

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Die DKB richtet diese Drei-Prozent-Zinsaktion für das Tagesgeld* an Neu- wie Bestandskunden: Wer in der Zeit vom 5. bis zum 19. November Geld von einer anderen Bank zur DKB überweist, sichert sich für sechs Monate die Aktionszinsen. Lohnt sich die Aktion? Wir haben uns das Kleingedruckte angeschaut.

Tagesgeld-Aktion der DKB: Für diese Einlagen gilt der Zins

Für die Tagesgeldaktion der DKB gelten einige Regeln und Voraussetzungen. Um an der Aktion teilzunehmen, müssen Kunden das Geld vom 5. bis zum 19. November einzahlen. Die Aktionszinsen gelten dann ab dem 1. Dezember für sechs Monate – also bis zum 31. Mai 2025.

Wichtig: Der Aktionszins für das Tagesgeld gilt nur für das neu eingezahlte Geld. Zudem müssen alle Gelder von Fremdkonten direkt auf das Tagesgeldkonto der DKB überwiesen werden. Einlagen und Gelder, die vom Girokonto der DKB stammen, werden weiter mit 1,75 Prozent verzinst. Ebenfalls von der Aktion ausgeschlossen sind Einlagen, die von einem eventuell noch bestehenden DKB-VISA-Tagesgeld stammen.

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Tagesgeld der DKB: Für diese Gelder gilt die Aktion

Das Tagesgeld ist jederzeit verfügbar und kann nach Belieben ein- und ausgezahlt werden. Lässt sich ein Kunde Geld von seinem Tagesgeld-Konto auszahlen, erhält er zunächst jenes, für das der Standardzinssatz von aktuell 1,75 Prozent gilt. Erst wenn dieser Betrag aufgebraucht ist, greife die Bank auf das Geld zurück, für das der Aktionszinssatz gilt, heißt es von der DKB.

Die Drei-Prozent-Zinsaktion gilt bis zu einem Betrag von 50.000 Euro. Oberhalb dieser Marke werden Einlagen mit 1,75 Prozent jährlich verzinst. Generell gibt es für das Tagesgeld der DKB keine Begrenzung: Kunden können beliebig viel Geld einzahlen.

Weitere Tests zu diversen Produkten und Trends finden Sie auf der Themenseite der Berliner Morgenpost.

Tagesgeld der DKB: Die Aktion in der Übersicht

Zinsaktion3 % Zinsen vom 1. Dezember bis 31. Mai für Fremdgelder
Basiszinssatz1,75 % (variabel) für alle Kunden
SicherheitEinlagensicherung und Sicherungsfonds
ZinsauszahlungVierteljährlich zum Quartalsende

Zinsaktion der DKB fürs Tagesgeld: Das ist der Haken

Die gesetzliche Einlagensicherung greift bis zu einem Betrag von 100.000 Euro je Kunde und Konto. Diese Gelder sind also vor finanziellen Notlagen der Bank geschützt. Zusätzlich zur Einlagensicherung sichert die DKB die Gelder ihrer Kunden über einen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes öffentlicher Banken ab.

Das Tagesgeld der DKB eignet sich daher ideal als Konto für die finanzielle Notreserve. Expertinnen wie Katharina Lüth von „Weltsparen“* empfehlen, einen Notgroschen in Höhe von circa drei Nettomonatsgehältern als Tagesgeld anzulegen.

Ein Nachteil ist, dass das Tagesgeld an ein Girokonto der DKB* gekoppelt ist. Neukunden müssen also zunächst ein Girokonto bei der DKB eröffnen, ehe sie ein Tagesgeld und damit die Zinsaktion in Anspruch nehmen können. Wer das nicht möchte, findet einige Alternativen mit teils besseren Konditionen: Das Tagesgeld der Santander bietet ebenfalls eine Drei-Prozent-Verzinsung für sechs Monate und unterliegt der deutschen Einlagensicherung.

Tagesgeld der DKB im Vergleich: Hier winkt mehr Rendite

Im Vergleich zur DKB ist der variable Basiszinssatz der Santander nach Ende der Zinsaktion mit aktuell 0,60 Prozent allerdings deutlich niedriger. Langfristig mehr Zinsen bietet das Tagesgeld der Bank of Scotland* mit 2,50 Prozent Zinsen für alle Kunden. Dafür bietet die Bank of Scotland keine Zinsgarantie, der Tagesgeldzins kann sich also jederzeit ändern.

Wer ein Tagesgeld sucht, sollte auch das Thema Zinsauszahlung im Blick haben. Je öfter die Zinserträge ausgezahlt werden, desto stärker ist der Zinseszinseffekt. Das bedeutet, dass die bereits erzielten Zinsen selbst wieder Zinsen generieren, was zu einem schnelleren Wachstum des Guthabens führt.

Die DKB zahlt die Zinsen für das Tagesgeld immer vierteljährlich zum Quartalsende aus – also zum 31. März, zum 30. Juni, zum 30. September und zum 31. Dezember. Die Check24-Bank C24 zahlt die Zinsen monatlich aus, ebenso wie Trade Republic die Guthabenzinsen für das Cashkonto. Primus ist das Cashplus von Unitplus* – eine Alternative zum Tagesgeld mit werktäglicher Zinsauszahlung.

Was ist der Zinseszinseffekt?

Definition: Der Zinseszinseffekt beschreibt das Phänomen, bei dem Zinsen nicht nur auf das ursprüngliche Kapital, sondern auch auf bereits angesammelte Zinsen berechnet werden.

Ein Beispiel: Wenn Sie 100 Euro zu einem jährlichen Zinssatz von 10 Prozent anlegen, bekommen Sie nach einem Jahr 10 Euro Zinsen. Im zweiten Jahr erhalten Sie die Zinsen nicht nur auf die ursprüngliche Anlagesumme von 100 Euro, sondern auch auf die 10 Euro vom ersten Jahr. Das ergibt 11 Euro Zinsen im zweiten Jahr und so weiter.

Fazit zur DKB – für wen sich diese Tagesgeldaktion lohnt

Das Fazit zur Zinsaktion der DKB: Im Vergleich zur Standardverzinsung von 1,75 Prozent jährlich bietet die DKB mit ihrer Zinsaktion* ein attraktives Angebot für Bestandskunden. Die Postbank hatte mit der Neugeld-Aktion vor wenigen Wochen eine fast identische Zinsaktion laufen. Drei Prozent Zinsen für sechs Monate sind mit Blick auf eine weitere mögliche EZB-Zinssenkung im Dezember ein starkes Angebot, das man Kundinnen und Kunden der DKB vorbehaltlos empfehlen kann.

Ob es sich für Neukunden lohnt, dafür extra ein Girokonto zu eröffnen, ist fraglich. Wer ohnehin seine Bank wechseln möchte, kann es sich überlegen. Die Girokonten der DKB und ING bieten ein solides Leistungspaket und eine kostenlose Kontoführung ab einem bestimmten monatlichen Geldeingang. Wer kein Girokonto eröffnen möchte, findet einige vergleichbare Alternativen zur DKB. Dazu zählt neben der Santander auch das Tagesgeld der Targobank* mit drei Prozent Zinsen für sechs Monate.

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