• Seit 1. Dezember gelten für ING-Kunden neue Konditionen
  • Für die gebührenfreie Kontoführung gilt eine neue Einkommensgrenze
  • Wir stellen die neuen ING-Konditionen und mögliche Alternativen vor

Die ING hat ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (kurz: AGB) aktualisiert. Seit 1. Dezember gelten die neuen Konditionen. Davon betroffen ist auch das Girokonto der ING – inklusive der Girokarte. Erfreuliche Neuigkeiten gibt es für ING-Kunden mit einem Direkt-Depot. Was sich seit Sonntag konkret geändert hat, welche Kundinnen und Kunden davon betroffen sind und was für Alternativen es gibt, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

1000 statt 700 Euro: ING hebt Grenze für kostenlose Kontoführung an

Von der AGB-Anpassung betroffen sind das Girokonto der ING und das Direkt-Depot* für die Wertpapierverwaltung. Wer ab sofort ein kostenloses Girokonto bei der ING führen will, muss ab sofort mindestens 1000 Euro pro Monat gutgeschrieben bekommen. Die Einkommensgrenze hatte bisher bei 700 Euro gelegen.

Auch hat die Bank die monatliche Gebühr für die Girokarte und das Entgelt für den Karteneinsatz in Fremdwährung angepasst. Die ING begründet diese Schritte mit den veränderten Bedingungen am Markt sowie den gestiegenen Kosten, die sie nun in geringem Umfang weitergibt.

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Inklusive Debitkarte

Girokonto der ING

Neue Konditionen seit 1. Dezember

Girokonto und Depot der ING: Die neuen Konditionen im Überblick

Das gilt für das Girokonto ab 1. Dezember:

  • Künftig ist statt 700 Euro ein Geldeingang von mindestens 1000 Euro Voraussetzung für die kostenlose Kontoführung. Wer unter 28 Jahre alt ist, zahlt weiterhin kein Kontoentgelt.
  • Die optionale Girokarte kostet statt 0,99 Euro künftig 1,49 Euro pro Monat.
  • Das Bezahlen mit der Girokarte in Fremdwährung wird teurer: Statt 1,99 % werden 2,2 % des Umsatzes an Gebühr fällig – mindestens aber ein Euro je Umsatz.
  • Für die Visa-Debitkarte fallen für das Bezahlen und das Geldabheben künftig ebenfalls 2,2 % Auslandseinsatzentgelt anstelle von 1,99 % (mindestens ein Euro je Umsatz) an.
  • Wer an einem Geldautomaten der ING Bargeld einzahlt, muss künftig ein Prozent des eingezahlten Betrages an Gebühren entrichten: mindestens 2,50 Euro und maximal 7,50 Euro. Bisher war das kostenlos.

Gemäß einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 27. April 2021 sind alle genannten Änderungen zustimmungspflichtig und müssen von jedem Kunden und jeder Kundin schriftlich oder per App-Freigabe bestätigt werden.

Eine Alternative zur ING ist das Girokonto Smart der C24 Bank*, das bedingungslos kostenlos ist. Hier gibt es keine Regel für den Geldeingang oder eine Altersgrenze. Zu einem Girokonto der C24 gibt es eine Mastercard-Debit und optional eine kostenlose Girokarte (EC-Karte). Interessant sind zudem das Cashback und die Guthabenverzinsung von zwei Prozent im Jahr. Auch das Bestgiro von der Santander* ist bedingungslos ohne Kontogebühr nutzbar.

Direkt-Depot der ING: Wichtiges Entgelt fällt weg

Das gilt für das Direkt-Depot ab 1. Dezember:

  • Kosten für Aktiensparpläne: Die Sparplangebühr sinkt von aktuell 1,75 auf 1,50 Prozent.
  • Handelsplatz Xetra: Das Entgelt erhöht sich von 1,90 auf 2,90 Euro.
  • Fonds: Das Handessplatzentgelt fällt weg. Künftig gibt es nur noch ein Orderentgelt für Fondsverkäufe, das sich aus 4,90 Euro und 0,25 Prozent des Ordervolumens zusammensetzt

Das Branchenmagazin Finanztip empfiehlt das Direkt-Depot der ING* wegen des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses. Je nach Anlagestrategie kann aber auch ein anderes Depot interessant sein. Mit niedrigen Grundgebühren punkten etwa das Depot von Trade Republic oder der Free Broker von Scalable Capital*. Sowohl Trade Republic als auch Scalable Capital bieten eine Guthabenverzinsung an, die eine Alternative zum Tagesgeld sein kann.

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Aktien, ETFs und Co.

Direkt-Depot der ING

Kostenlose Eröffnung und Depotführung

Logo
  • Sparpläne ab 1 Euro Sparplanrate
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Keine fixe Depotgebühr

ING passt Gebühren an: Die Girokarte kostet jetzt über 1 Euro

ING-Kunden und -Kundinnen mit einem Direkt-Depot profitieren in Teilen von den neu geltenden Konditionen. „Mit Wirkung zum 1. Dezember wird die Gebühr für Aktien-Sparpläne über Börse und Direkthandel von 1,75 auf 1,50 Prozent Provision vom Kurswert gesenkt“, erklärt der Sprecher der Bank. Die Änderung gelte auch für bestehende Sparpläne.

Lesetipps zur ING:

Tatsache ist aber auch, dass sich die Konditionen vor allem beim Girokonto nicht zugunsten der Kunden und Kundinnen entwickeln. Wer einen Geldeingang von weniger als 1000 Euro im Monat hat und älter als 28 ist, zahlt kab sofort 4,90 Euro für sein Girokonto. Der Preis erhöht sich sogar auf 5,90 Euro monatlich, wenn sich die Kontoinhaber und -inhaberinnen für die Nachhaltigkeits-Erweiterung (Girokonto Future) entschieden haben.

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Die Girokarte ist mit 1,49 Euro monatlich zudem teurer geworden. Auch das kostenlose Bargeldeinzahlen über ING-Automaten fällt weg. Wer ab 1. Dezember etwa 500 Euro auf sein Konto einzahlt, muss davon fünf Euro an Gebühren abdrücken.

Fazit zu Gebühren-Update der ING: Klare Empfehlung für Kunden

Unser Fazit zum Update der ING: Kundinnen und Kunden mit mindestens 1000 Euro Einnahmen pro Monat treffen die neuen AGB nicht ganz so heftig. Eine optionale Girokarte bei der ING dürfte sich für viele ohnehin kaum lohnen. Genau wie bei der Visa Card handelt es sich bei der Girokarte um eine Mastercard-Debit und explizit nicht um eine an das EC-Kartensystem angeschlossene Girokarte.

Weitere Tests zu diversen Produkten und Trends finden Sie auf der Themenseite der Berliner Morgenpost.

Die Fremdwährungsgebühren können ING-Kundinnen und -Kunden mit einer separaten Kreditkarte umgehen. Die Bank Norwegian etwa bietet eine Visakarte ohne Jahresgebühr an, mit der weltweit kostenlos bezahlt und Bargeld abgehoben werden kann. Auch die Barclays Visa* kommt mit null Euro Jahresgebühr sowie weltweit gebührenfreiem Auslandseinsatz. Beide Kreditkarten sind im Guthaben führbar und bieten einen automatischen Bankeinzug via Lastschrift an.

Wer die Voraussetzungen für eine kostenlose Kontoführung erfüllt, selten Bargeld einzahlt, nicht zwingend eine EC-Karte benötigt und die Auslandsgebühren umgehen kann, muss sich um die neuen Konditionen nicht viele Gedanken machen. Wer die Voraussetzungen für die kostenlose Kontoführung dagegen nicht erfüllt und ein bedingungslos kostenloses Konto sucht, findet auf dem Markt Alternativen und kann die 58,80 Euro Kontogebühr pro Jahr durch einen Wechsel sparen.

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