Bei den amerikanischen Zwischenwahlen am 3. November 2026 dürfen grundsätzlich alle US-Staatsbürger wählen, die am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind, die Wohnsitzvoraussetzungen ihres Bundesstaates erfüllen und nach dessen Recht wahlberechtigt sind. Anders als in Deutschland müssen sich die meisten Amerikaner vor der Wahl als Wähler registrieren lassen. Jeder Bundesstaat hat dafür eigene Regeln und Fristen. Eine Ausnahme ist North Dakota, wo keine vorherige Registrierung erforderlich ist. Was sonst noch zu beachten ist.,

Wer darf bei den US-Zwischenwahlen wählen?

Wahlberechtigt sind amerikanische Staatsbürger ab 18 Jahren. Auch im Ausland lebende US-Bürger können unter bestimmten Voraussetzungen per Briefwahl teilnehmen. Menschen ohne amerikanische Staatsbürgerschaft dürfen bei Bundeswahlen nicht abstimmen. Das gilt auch für Ausländer, die dauerhaft und legal in den USA leben.

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Stimmabgabe bei den Midterms: So unterschiedlich sind die Wahlregeln

Besondere Regeln gelten für Menschen mit strafrechtlichen Verurteilungen. In manchen Bundesstaaten verlieren sie zeitweise ihr Wahlrecht, in anderen können sie es nach Verbüßung ihrer Strafe zurückerhalten. Die Bestimmungen unterscheiden sich erheblich.

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Wie funktioniert die Stimmabgabe bei den Kongresswahlen?

Die Wähler können am Wahltag persönlich abstimmen. In vielen Bundesstaaten ist es auch möglich, vorher im Wahllokal oder per Briefwahl zu wählen. Je nach Bundesstaat müssen die Wähler bestimmte Ausweisdokumente vorlegen. Die konkreten Regeln legen die einzelnen Staaten fest. Eine Wahlpflicht gibt es in den USA nicht.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Wer wird gewählt? Im Mittelpunkt stehen die beiden Kammern des amerikanischen Kongresses. Alle 435 Mitglieder des Repräsentantenhauses werden neu gewählt. Die Abgeordneten vertreten einzelne Wahlkreise und bleiben jeweils zwei Jahre im Amt. Im Senat stehen 2026 insgesamt 35 der 100 Sitze zur Wahl. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Normalerweise wird alle zwei Jahre ungefähr ein Drittel des Senats neu besetzt. Hinzu kommen diesmal zwei Sonderwahlen.

Wahlen in den US-Bundesstaaten: Bürger bestimmen bei den Midterms zahlreiche Ämter

Außerdem wählen zahlreiche Bundesstaaten ihre Gouverneure. Ein Gouverneur ist der Regierungschef eines Bundesstaates und hat dort eine ähnliche Stellung wie ein Ministerpräsident in Deutschland.

Zusätzlich werden vielerorts Mitglieder der Landesparlamente, Staatsanwälte, Richter, Bürgermeister, Stadt- und Kreisverwaltungen oder Schulaufsichtsgremien gewählt. Nicht jedes dieser Ämter steht in jedem Bundesstaat zur Wahl. Mancherorts stimmen die Bürger auch direkt über Sachfragen ab, beispielsweise über Steuern, Abtreibungsrecht oder Änderungen ihrer Landesverfassung.

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US-Kongresswahlen: Wählen die Amerikaner auch den Präsidenten?

Nein. Der Präsident wird alle vier Jahre gewählt. Die Midterms finden genau in der Mitte seiner Amtszeit statt. Die Wähler entscheiden deshalb nicht unmittelbar darüber, wer im Weißen Haus regiert. Sie bestimmen aber, welche Parteien im Kongress die Mehrheit haben und damit die Politik des Präsidenten unterstützen oder begrenzen können.