Israel soll einen Angriff auf iranische Atomanlagen vorbereiten. Dies berichtet der US-Sender CNN unter Berufung auf US-Geheimdienstinformationen. Demnach ist es unklar, ob die israelische Regierung bereits eine endgültige Entscheidung darüber getroffen hat. Allerdings sei laut einer vertrauten Person die Wahrscheinlichkeit dafür in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen, berichtet der Sender.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Diese mutmaßlichen Planungen Israels stehen im Gegensatz zu den aktuellen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Die US-Regierung will den Iran mit einem neuen Abkommen zu einer Begrenzung seines Atomprogramms bewegen und den Bau einer iranischen Atombombe verhindern.

Der Iran dagegen hofft auf eine Lockerung der Sanktionen, die das Land in einer der schwersten Wirtschaftskrisen seiner Geschichte gestürzt haben. Einen kompletten Verzicht auf Nukleartechnologie und Urananreicherung lehnt die iranische Führung allerdings ab.

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Israel schaut auf Verhandlungen zwischen den USA und Iran

Von Verhandlungen hängt laut CNN auch der geplante israelische Angriff ab: „Die Aussicht auf ein von Trump ausgehandeltes Abkommen zwischen den USA und dem Iran, das nicht den vollständigen Abbau des iranischen Urans vorsieht, erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs“, hieß es von einer vertrauten Person.

Laut US-Geheimdiensten deutet nicht nur öffentliche und private Mitteilungen, sondern auch militärische Luftübungen oder die Bewegung von Luftmunition auf einen möglichen Angriff hin. Allerdings könnten sie auch nur vorgetäuscht sein, um den Iran durch Drohung möglicher Konsequenzen zu einem Einlenken zu bewegen.

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Auch Trump droht mit Militärschlag falls Atomabkommen nicht zustande kommt

Auch US-Präsident Donald Trump selbst hat mit militärischen Maßnahmen gegen den Iran gedroht, falls die Verhandlung über eine Begrenzung oder Beendigung des iranischen Atomprogramms scheitern. In einem Brief an Irans Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei setzte er im März eine Frist von 60 Tagen für die Verhandlungen – inzwischen ist diese Frist verstrichen. Noch setzt das Weiße Haus aber auf Diplomatie.

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Laut US-Experten dürfte Israels Premier Benjamin Netanjahu einen Schlag gegen den Iran auch von Trump abhängig machen. Schon jetzt ist das Verhältnis zwischen beiden belastet und der israelische Regierungschef dürfte kein Interesse haben, das Verhältnis mit den USA vollends zu zerstören. Auch könnte Israel ohne Hilfe der USA die iranischen Atomanlagen nicht nachhaltig zerstören, da dafür Kapazitäten in der Luftbetankung und Bomben notwendig sind, die tief in die im Untergrund liegenden Anlagen eindringen können.

Mit Material von dpa