„Das undankbare Schwein bekam von den Besitzern des Schweinestalls eine kräftige Ohrfeige. Das ist nützlich.“ Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, sei ein „Kokain-Clown“, fügte Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, noch hinzu. Das Bild, das Medwedew zeichnet, umfasst den ganzen Spott und die ganze Häme, die dem ukrainischen Präsidenten nun in Russland entgegenschlägt.

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„Historisch“, so sieht Kirill Dmitrijew, Chef des russischen Direktinvestitionsfonds, den Eklat in Washington. Dmitrijew war als einer der russischen Unterhändler an den Gesprächen zwischen Russland und den USA in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad beteiligt. Trumps Rohstoff-Deal mit der Ukraine scheint zunächst geplatzt. Klappen könnte ein Deal trotzdem – mit Putin. „Wir sind bereit, ausländische Partner in unsere neuen historischen Gebiete einzuladen, die Russland zurückgegeben wurden“, sagte der Kreml-Chef vor ein paar Tagen. Russland sei bereit, „mit unseren Partnern, einschließlich der Amerikaner, in den neuen Regionen zusammenzuarbeiten“.

„Selenskyj gab im Weißen Haus einen Meisterkurs darüber, wie man hinsichtlich des Stils und des Inhalts nicht mit Trump reden sollte“, so bewertet Maxim Suchkow, Direktor des Instituts für Internationale Studien der Moskauer Elitehochschule MGIMO, Selenskyjs Auftritt im Oval Office. US-Medien zufolge sollen Selenskyj und seine Begleiter nach dem Eklat in einem anderen Raum gewartet und noch darauf gehofft haben, doch noch einmal zu dem US-Präsidenten vorgelassen zu werden. US-Außenminister Rubio und Trumps Sicherheitsberater Mike Waltz sollen den Ukrainern aber klargemacht haben, dass sie jetzt gehen müssten.

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Russischer Experte: „Selenskyj wird als Bittsteller wahrgenommen“

„Selenskyj lag falsch – er verstand nicht, woher er kam und in welchem ​​Ausmaß sich in der amerikanischen Politik alles verändert hatte“, meint Fjodor Lukjanow, renommierter russischer Außenpolitik-Experte und Chefredakteur der Zeitschrift „Russland in der globalen Politik“. „Er wird dort ausschließlich als Bittsteller wahrgenommen, dem geholfen werden kann, was aber ein großer Gefallen wäre.“ Interessant werde nun die Reaktion Europas sein, so Lukjanow. „Einerseits wird man wahrscheinlich empört sein. Andererseits ist Selenskyjs Verhalten so falsch, dass selbst seine europäischen Freunde wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen werden.“

Wie wird es nun weitergehen? Russlands Präsident Wladimir Putin macht Boden gut. An der Front und auch diplomatisch mit der Annäherung an die USA unter Donald Trump. So beurteilen es zumindest Politikexperten wie Alexej Naumow vom Russischen Rat für Auswärtige Politik. „Ich gehe davon aus, dass die Ukraine einen erheblichen Teil der amerikanischen Unterstützung verlieren wird. Die Europäische Union wird versuchen, den Kampf der Ukraine zu unterstützen, doch fehlt ihr auch mittelfristig die Kraft dazu.“ In Europa sieht man das womöglich anders.

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#2 Sahra Wagenknecht über den Bruch mit der Linken
Meine schwerste Entscheidung
 

In Russland spekuliert man bereits auf Selenskyjs Rücktritt. Dieser könnte sogar Teil seines Plans sein, meint der Politologe Sergej Markow. „Vielleicht ist sich Selenskyj darüber im Klaren, dass er gehen wird. Und hat sich als genialer Showmaster dazu entschlossen, dies mit einer riesigen Wirkung auf globaler Ebene zu tun.“