Sommer, Sonne, Strand – doch 2025 könnte der Urlaub am Mittelmeer für viele Reisende zur Hitzebelastung werden. Das Auswärtige Amt warnt vor extremen Temperaturen in beliebten Reiseländern wie Griechenland, Italien oder Spanien. In mehreren Regionen wird mit Hitzewellen jenseits der 40-Grad-Marke gerechnet. Was bedeutet das für die Urlaubsplanung?

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Schon im März erreichten die Temperaturen auf Kreta fast 34 Grad, ein Niveau, das sonst erst im Mai üblich ist. In Griechenland gilt besonders auf den Inseln eine erhöhte Warnstufe: Wassermangel, Trockenheit und eine hohe Waldbrandgefahr könnten den Sommerurlaub spürbar beeinträchtigen. In einigen Orten ist der Gebrauch von Trinkwasser für Pools und Gärten bereits untersagt.

Auch in Italien spitzt sich die Lage zu. Besonders Mittel- und Süditalien sowie die Inseln Sardinien und Sizilien leiden unter Dürre. Die italienische Umweltbehörde ISPRA hat für Sizilien bereits die höchste Alarmstufe ausgerufen. Reisende sollten sich demnach im Sommerurlaub durchaus auf Wasserknappheit einstellen.

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Auch Mallorca meldet Wasserknappheit – mit ersten Einschränkungen bei der Nutzung von Trinkwasser.

Verhaltenstipps: So schützen Sie sich bei Hitze

Das Auswärtige Amt rät: Neben Sonnencreme und Sonnenhut gehören auch ausreichend Trinkwasser, leichte, helle Kleidung und ein aufgeladenes Handy mit Powerbank ins Reisegepäck. Spaziergänge oder Wanderungen sollten nur am frühen Morgen oder späten Abend stattfinden – und auf gut ausgeschilderten Wegen.

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Auch das richtige Verhalten bei Waldbrandgefahr ist wichtig: Betroffene Gebiete meiden, aktuelle Warnungen beachten und bei Gefahr die europäische Notrufnummer 112 wählen. Warnmeldungen werden in Griechenland zudem per SMS direkt aufs Handy verschickt – in Englisch und Griechisch.

Was Reisende rechtlich wissen sollten

Doch was passiert, wenn die Temperaturen unerträglich werden oder Waldbrände den Urlaub bedrohen? Laut ADAC reicht Hitze allein nicht für eine kostenlose Stornierung. Wer eine Pauschalreise gebucht hat, kann nur dann kostenfrei zurücktreten, wenn „außergewöhnliche Umstände“ wie Naturkatastrophen den Aufenthalt erheblich beeinträchtigen – etwa durch Evakuierungen oder Flugausfälle.

Auch bei einem Reiseabbruch vor Ort – etwa wegen Bränden – besteht Anspruch auf Rückerstattung nicht genutzter Urlaubstage. Der Veranstalter muss zudem die Rückreise organisieren. Individualreisende hingegen sind meist auf Kulanz angewiesen: Ohne offizielle Reisewarnung oder Leistungsausfall besteht in der Regel kein Anspruch auf Rückerstattung.

Urlaub trotz Hitze? Das sollten Sie beachten

Wer diesen Sommer ans Mittelmeer reist, sollte vorbereitet sein. Hohe Temperaturen belasten den Körper und können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – von Kreislaufproblemen bis hin zum Hitzschlag. Die Hitze setzt dem Körper zu, da er versucht, seine Temperatur bei rund 37 Grad zu halten. Wird es draußen zu heiß, muss er vermehrt Wärme abgeben, vor allem über die Haut. Dafür weiten sich die Blutgefäße, was unter anderem zu geschwollenen Händen oder einem roten Kopf führen kann. Bei extremer Hitze werden bis zu 80 Prozent des Blutes zur Haut umgeleitet – auf Kosten der inneren Organe.

Schwitzen ist der wichtigste Kühlmechanismus des Körpers, aber er funktioniert nur, wenn genug Flüssigkeit vorhanden ist. Mindestens 1,5 Liter pro Tag sollten es sein, bei Hitze deutlich mehr. Geeignete Getränke sind Wasser, Saftschorlen, ungesüßte Tees oder alkoholfreies Bier. Besonders ältere Menschen unterschätzen oft ihren Flüssigkeitsbedarf. Eine einfache Kontrolle: Wer abends ein Kilo weniger wiegt als morgens, sollte dringend Flüssigkeit nachfüllen. Auch sollte man fettige Mahlzeiten meiden und lieber leichte Kost essen.

Frühzeitige Informationen über die Wetterlage, das Befolgen der Hinweise lokaler Behörden und das Einplanen möglicher Einschränkungen können helfen, den Urlaub sicher und angepasst an die Bedingungen zu gestalten.