Mit Temperaturen, die stellenweise über 25 Grad liegen, ist der Mai in diesem Jahr ungewöhnlich warm. Das sorgt aber nicht nur für Freude über die frühsommerlichen Verhältnisse. Immer wieder wird auch vor einem möglichen Jahrhundertsommer gewarnt. Erinnerungen an das Jahr 2003 werden wach, dort zeigte das Thermometer an manchen Tagen und Orten mehr als 40 Grad an, es war einer der wärmsten deutschen Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen.

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Doch Andreas Walter, Pressesprecher und Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD), teilt diese Sorgen nicht. Allerdings geht auch er von einem wärmeren Sommer aus. Für die Sommermonate Juni, Juli und August erwartet er ein Monatsmittel von knapp 18 Grad. Das sei zwar über dem Durchschnitt, von einem Jahrhundertsommer aber weit entfernt. „Dafür müsste der Temperaturdurchschnitt im Bereich um die 20 Grad liegen“, so Walter. Zur Einordnung: Der Referenzbereich des DWD geht von 1991 bis 2020, in ihm lag die durchschnittliche Temperatur in den Sommermonaten bei 17,6 Grad. 2003 lag sie bei 19,7 Grad.

Hitzewelle 2025? Meteorologe erwartet überdurchschnittlich warmen Sommer

Der Hauptgrund für den überdurchschnittlich warmen Sommer sei der Klimawandel, so Meteorologe Walter. „Dazu kommt, dass wir jetzt im Mai schon ein sehr stabiles Hochdrucksystem haben, was mit wenig Bewölkung und hoher Sonneneinstrahlung einhergeht.“ Wenn sich das Wetter nicht ändert, könnte es gar einer der trockensten Maimonate seit Messbeginn werden.

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Das wiederum hätte dann auch Auswirkungen in den Sommer hinein. Denn wenn der Boden schon im Mai austrocknet, wird er in einem warmen Sommer nicht unbedingt feuchter. Der DWD sagt bisher eine leichte Tendenz zu einem trockenen Sommer voraus. Von dramatischen Werten wie im Jahr 2003 ist also nicht auszugehen, dennoch könnte es nicht nur ein überdurchschnittlich warmer, sondern auch ein überdurchschnittlich trockener Sommer werden.

Ob die Temperaturen in den Sommermonaten an einzelnen Tagen über 40 Grad steigen, lässt sich laut Walter noch nicht vorhersagen. Ausschließen will es der Meteorologe aber auch nicht.