Mit Robert F. Prevost wurde erstmals ein Kardinal aus dem Orden der Augustinermönche zum Papst gewählt. Der Augustinerorden – aus dem auch das hierzulande bekannte Bier hervorging – hat eine jahrtausendealte Tradition. Leo XIV. gehörte ihm seit dem Jahr 1977 an und leitete ihn von 2001 bis 2013 als Generalprior. Mit seiner Ernennung zum Oberhaupt der katholischen Kirche macht er nun sogar einem der bekanntesten Augustiner Konkurrenz.
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Augustiner-Orden: Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück
Gegründet wurden die Augustiner schon im 13. Jahrhundert durch zwei Amtsvorgänger von Leo XIV.: Papst Innozenz IV. hielt in Rom 1244 die Gründungsversammlung ab, 1256 beendete Alexander IV. den Prozess und vereinte mehrere italienische Eremitengruppen zu dem neuen Orden der Augustiner-Eremiten.
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Die Umbenennung in „Augustiner“ erfolgte erst 1963. Benannt ist er nach dem Heiligen Augustinus von Hippo. Der Bischof lebte im 4. und 5. Jahrhundert und gilt als einer der einflussreichsten Theologen und Philosophen der christlichen Spätantike. Vor allem auf die katholische und evangelische Kirche haben seine Lehren bis heute Einfluss. Er verfasste auch die Augustinusregel, eine Liste von Grundsätzen, die verschiedene Orden, nicht nur die Augustiner, bis heute beachten.
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Wie die Franziskaner und Dominikaner war auch der Augustinerorden ein sogenannter Bettelorden. Die Mitglieder waren der Armut verpflichtet und finanzierten sich durch Arbeit und Schenkungen an den Orden. Bis heute teilen die Ordensmitglieder all ihre Güter untereinander. Außerdem gilt das Prinzip der Brüderlichkeit. Die typische Ordenstracht besteht aus einem schwarzen Gewand mit einer hinten spitz zulaufenden Kapuze und einem Ledergürtel. Ein berühmter Augustinermönch war etwa Martin Luther, der bekanntermaßen exkommuniziert wurde und die evangelische Kirche begründete.

Augustiner-Bräu: Bier hat heute nichts mehr mit dem Orden zu tun
Die Bedeutung von Mönchsorden hat seit Gründung der Augustiner deutlich abgenommen, heute hat der Orden laut der österreichischen Vertretung weltweit rund 2600 Mitglieder, die in Europa, Afrika, Nord- und Lateinamerika, Asien und Ozeanien tätig sind.

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„Seine Hauptarbeitsgebiete sieht er in den Aufgaben der außerordentlichen und ordentlichen Seelsorge, in der Erziehung und im Unterricht, in der Missionstätigkeit und in der Pflege der Wissenschaft, zumal der Theologie“, heißt es von Seiten der österreichischen Augustiner. In Deutschland gibt es in sechs Niederlassungen 33 Ordensbrüder, die meisten in Würzburg. Es existieren auch verschiedene weibliche Orden, die unter dem Begriff Augustinerinnen zusammengefasst werden.
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Das bayrische Bier Augustiner-Bräu hat seinen Ursprung tatsächlich bei den Augustiner-Mönchen. Diese brauten spätestens ab dem 15. Jahrhundert in einem Kloster in München Bier und verkauften es auch. Die Brauerei selbst bezeichnet 1328 als Gründungsjahr. Sie ist damit die älteste noch bestehende in München und gleichzeitig das älteste Münchener Handelsgewerbe. 1803 wurde das Kloster im Rahmen der Säkularisierung enteignet und die Brauerei heute im Privatbesitz weitergeführt. Mit dem Bettelorden hat das Bier also nichts mehr zu tun, die „Wirtschaftswoche“ schätzte den Umsatz 2020 auf rund 220 Millionen Euro.




















