Nach dem verheerenden Erdbeben im Norden Myanmars wird das ganze Ausmaß der Katastrophe erst nach und nach sichtbar. Die Militärregierung sprach am Samstag von mindestens 1.644 Toten und mehr als 3.400 Verletzten. Zahlreiche Regionen sind von der Außenwelt abgeschnitten, viele Ortschaften liegen in Trümmern.

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Doch die Erschütterungen machten nicht an der Landesgrenze halt: Selbst in Thailand war das Beben deutlich zu spüren – bis in die über 800 Kilometer entfernte Hauptstadt Bangkok, wo ein Video aus einem Hochhaus-Pool weltweit für Aufsehen sorgte.

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Infinity-Pool in Bewegung – Kamera dokumentiert Beben

Freitagmittag, ein Infinity-Pool auf einem Hochhaus in der thailändischen Hauptstadt: Die Überwachungskamera aus dem Hochhaus zeigt ein junges Paar auf einer blauen Luftmatratze, im Hintergrund die markante Skyline Bangkoks. Es sieht aus wie ein ganz normaler Urlaubsmoment – bis sich plötzlich das Wasser im Pool bewegt.

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Ein Mann am Beckenrand steht auf, schaut sich irritiert um. Sekunden später bauen sich die Wellen im Pool auf. Auch das Hochhaus gerät sichtbar ins Wanken. Innerhalb weniger Sekunden entstehen starke Wellenbewegungen. Schließlich bricht ein Teil der gläsernen Beckeneinfassung ab, während Wasser und Poolzubehör in die Tiefe stürzen.

TikTok-Video dokumentiert dramatische Minuten

Das Video wurde später auf TikTok veröffentlicht. Die deutsche Urlauberin Celine, die sich zu diesem Zeitpunkt im Pool befand, schreibt zu den Bildern: „Sie weiß es noch nicht, aber in 5-6 Minuten werden sie und ihr Freund um ihr Leben kämpfen, um aus diesem Pool und dem Gebäude zu entkommen, da das schwere Erdbeben in Bangkok stattfindet.“ Doch das deutsche Paar hatte Glück: Gemeinsam konnten sie sich rechtzeitig in Sicherheit bringen – allerdings nicht ohne vorher ihre Mobiltelefone aus der Nähe des Pools zu holen.

Beben mit Epizentrum in Myanmar – Auswirkungen bis nach Bangkok

Das Erdbeben der Stärke 7,7 ereignete sich nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) am Freitag gegen 14.30 Uhr Ortszeit im Norden Myanmars, nahe der Grenze zu China. Das Hypozentrum lag in etwa zehn Kilometern Tiefe.

Die Auswirkungen in Myanmar sind verheerend. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, wurden zahlreiche Gebäude beschädigt oder zerstört – darunter Krankenhäuser, Schulen sowie mehrere historische Tempelanlagen. Die genaue Zahl der Vermissten ist noch nicht bekannt. Noch immer ist der Zugang zu den am schlimmsten betroffenen Gebieten schwierig. Viele Straßen sind durch Trümmer versperrt, Kommunikationsverbindungen unterbrochen. Zudem erschweren Nachbeben die Arbeit der internationalen Einsatzkräfte und Hilfsorganisationen.

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Auch in Thailand war das Beben deutlich zu spüren. In der Hauptstadt Bangkok schwankten zahlreiche Hochhäuser deutlich. Nach Angaben der thailändischen Behörden kamen dort mindestens 17 Menschen ums Leben, mehr als 80 Personen gelten derzeit als vermisst.

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Für das deutsche Paar, das die Erschütterungen im 30. Stock eines Hotels miterlebte, ging der Vorfall vergleichsweise glimpflich aus. Am Sonntag traten sie planmäßig die Rückreise nach Deutschland an – mit einem Erlebnis, das sie wohl ihr Leben lang begleiten wird.