Es sind dramatische Momente, die eine Überwachungskamera in der Neugeborenenstation des Jingcheng Krankenhauses im chinesischen Ruili vergangenen Freitag einfängt. Plötzlich wird der Raum durchgeschüttelt – Möbel fliegen umher oder fallen um. Ruili liegt direkt an der Grenze zu Myanmar und bekommt deutlich die Folgen des verheerenden Erdbebens zu spüren, in dessen Folge bereits Tausende Tote gezählt wurden.

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Myanmar in Ruins – Earthquake Amid War
Im Krisenmodus
 

Die beiden Hebammen im Zimmer reagieren jedoch geistesgegenwärtig: Als die Erde wackelt, kniet sich eine der Pflegerinnen, Xiong Jielan, mit einem Baby auf dem Boden und hält es fest in ihren Armen. Währenddessen versucht sie, umherfliegende Gegenstände abzuwehren. „Es ist alles in Ordnung, es ist alles in Ordnung“, ruft sie dem zwei Monate alten Säugling in ihren Armen immer wieder zu, der durch das Schütteln zu Weinen beginnt. Ihre Kollegin hält derweil mehrere Babybetten fest, um zu verhindern, dass diese umkippen. Nur mit Mühe kann sie während der heftigen Erdstöße auf den Beinen halten.

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„Ich hatte keine Zeit zu reagieren, also musste ich das Baby schnell halten. In meinem Kopf überlegte ich, was ich als nächstes tun sollte. Außerdem war ich in diesem Moment sehr ängstlich“, erinnert sich Xiong in einem chinesischen TV-Beitrag an den Moment, als die Erde bebte. „Das Schütteln war zu stark, so dass das Baby ein wenig Angst hatte. Ich habe es schnell getröstet und gesagt: Es ist alles in Ordnung, es ist alles in Ordnung. Dann konnte ich ihn hören und spürte, dass er weiß, dass ich ihn trösten will.

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Offenbar haben sowohl die Hebammen als auch die Babys in der Station das Beben gut überstanden. „Später hat er sich dann beruhigt und war ganz brav“, berichtet Xiong. Auch ihrer Kollegin und den anderen Babys geht es offenbar gut.

Chinas südwestliche Provinz Yunnan hatte es bei dem Beben ebenfalls stark getroffen. In Ruili, 300 Kilometer vom Epizenturm in Myanmar entfernt, wurden laut Staatsmedien fast 850 Häuser beschädigt. Zwei Menschen wurden zudem verletzt. Die Behörden prüften nach dem Beben den Zustand von Wasserschutzprojekten und Stromanlagen in der Stadt.

mit Material von dpa