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Flughafen BER: Das ganz große Chaos ist ausgeblieben

| Lesedauer: 11 Minuten
Das erwartete Chaos blieb zwar am BER aus, aber am Samstagmittag nahm das Gedränge deutlich zu.

Das erwartete Chaos blieb zwar am BER aus, aber am Samstagmittag nahm das Gedränge deutlich zu.

Foto: Marie Markhoff

Das Wartechaos am Flughafen BER hat sich bisher nicht wiederholt. Mehr Personal ist im Einsatz. So war die Situation am Wochenende.

Berlin. 
  • Am Flughafen BER wurde am Freitag ein Passagier-Rekord von 70.000 Reisenden erwartet
  • Das befürchte Chaos bei der Abfertigung blieb aus
  • Es kam aber zu längeren Warteschlangen und kleineren Pannen
  • Alle Ereignisse finden Sie hier im Newsblog

Die BER-News am Samstag, 16. Oktober: Wir beenden für heute unsere Berichterstattung vor Ort

15 Uhr: Wir schließen unseren Newsblog zur Lage am Flughafen BER.

Flughafensprecher - Abfertigungschaos bleibt weitgehend aus

13.35 Uhr: Am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ist eine Wiederholung des jüngsten Abfertigungschaos weitgehend ausgeblieben. Es habe Spitzenzeiten gegeben, bei denen es wieder zu Schlangen vor der Abfertigung gekommen sei, sagte Flughafensprecher Jan-Peter Haack. Der Betrieb laufe aber weitgehend normal. Am Samstag wurden rund 52.000 Fluggäste erwartet, einen Tag zuvor waren es 70.000. Generell verzögerten sich die Abfertigungszeiten auch durch die Pandemiebedingungen, hieß es. Dies gelte in Berlin wie an allen anderen Flughäfen.

Fluggäste kritisieren - Zu kleine und unübersichtliche Anzeigetafeln

13.30 Uhr: Erneut äußern zahlreiche Fluggäste die Kritik, dass es zu wenig Anzeigetafeln gibt. Außerdem seien diese zu klein und unübersichtlich.

Reisende warten bis zu einer Stunde am Check-In

13 Uhr: Die Warteschlangen bauen sich nur langsam ab. Die Reisenden warten bis zu einer Stunde bereits am Check-In. Die Warteschlange bei der Fluggesellschaft Vueling ist etwa 50 Meter lang. Die Wartezeit beträgt ca. 50-60 Minuten.

Das Gedränge am BER wird größer

12.30 Uhr: Das Gedränge wird mehr, die Menschen für die Abfertigung stehen dicht an dicht. Keinerlei Komplikationen gibt es hingegen bei der Ankunft. Erste Mitarbeiter der "Eingreiftruppen" in roten Pullis sind zu sehen. Der Pressesprecher des Flughafens, Jan-Peter Haack, ist inzwischen auch vor Ort.


Das Hauptproblem ist der Check-In-Bereich, die Wartebereiche sind zu klein. Wegen längerer Bearbeitungszeiten, z.B. wegen der Corona-Unterlagen, füllen sie sich schnell. Es gibt es keinen Platz zum Ausweichen. Die Schlangen reichen in die Durchgangswege und versperren zum Teil die Ausgänge.

Schlangen an Sicherheitskontrollen werden länger

11.15 Uhr: Die Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen werden mittlerweile länger. Für Reisende gibt es im ganzen Terminal zu wenig Sitzgelegeheiten. "Eingreiftruppen", d.h. zusätzliche Mitarbeiter wie am Freitag, sind bisher nicht zu sehen.

Lage am BER am Samstagmorgen entspannt

10.30 Uhr: Am Samstagmorgen ist die Situation am Flughafen BER deutlich entspannter als am Freitag. Es sind weniger Reisende unterwegs, die Stimmung ist entspannt. Jedoch bilden sich trotz kurzer Schlangen an einigen Stellen wieder “Menschen-Knäule”, weil die Warteschlangensysteme unverständlich sind. Der erforderliche Mindestabstand von 1,5 Metern wird nicht eingehalten.

Die BER-News am Freitag, 15. Oktober: Anzeigetafeln im Bahnhof ausgefallen

15.56 Uhr: Alle Anzeigetafeln auf den Gleisen 1-4 im Untergeschoss des Flughafens sind ausgefallen. Lediglich die Tafeln an den S-Bahn-Bahnsteigen (5 + 6) funktionieren.

Mitarbeiter lösen Gedränge auf

15.35 Uhr: Vor dem Schalter der Fluglinie Airline Corendo drängen sich die Fluggäste. Ein Mitarbeiter löst das unübersichtliche Schlangenknäuel auf. Es werde sich "nicht ordnungsgemäß angestellt", sagt er. Nun müssen Hunderte Passagiere samt Gepäck quer durch die Terminalhalle zum Check-In in einen abgesonderten Bereich laufen. Die Stimmung ist angespannt, die Reisenden fluchen und beschweren sich lautstark.

Chaos am BER bleibt bisher aus

15.20 Uhr: Nach dem Abfertigungschaos vom vergangenen Wochenende lief der Passagierbetrieb am Flughafen BER bis zum Freitagnachmittag in geordneten Bahnen. „Es ist ein normaler Reisetag in den Herbstferien mit viel Betrieb im Terminal“, sagte ein Flughafensprecher. Bisher habe es jedoch keine längeren Wartezeiten gegeben, die sich negativ auf den Abfertigungsbetrieb ausgewirkt hätten.

Wer der Empfehlung folgt, etwa zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, wird nach Angaben des Flughafensprechers auch an reisestarken Tagen voraussichtlich keine Probleme bekommen. Wie viele Reisende bis zum Freitagmittag schon am BER unterwegs waren, war noch nicht klar. Die Auswertung werde erst am Montag vorgenommen.

40 zusätzliche Mitarbeiter im Terminal und beim Gepäck

15.15 Uhr: Der Flughafenbetreiber habe 40 zusätzliche Kräfte im Einsatz, um für einen stabilen Ablauf zu sorgen. Die eine Hälfte sei im Terminal selbst unterwegs, um Reisende beim Check-in-Prozess zu unterstützen. Die andere Hälfte helfe beim Verladen des Gepäcks.

Zu wenig Busse auf dem Rollfeld - Warteschlangen überschaubar

14.30 Uhr: Offenbar stehen nicht genügend Busse für den Transport der Passagiere auf dem Rollfeld zur Verfügung. Fluggäste müssen etwa 20-30 Minuten in den Flugzeugen warten, bis sie in die Busse steigen können.

Die Warteschlangen bei den Sicherheitskontrollen und am Check-In sind noch immer überschaubar. Doch selbst kurze Schlangen reichen bis in die Durchgänge und versperren den Weg - und das obwohl die Wartebereiche frei sind, nur offenbar dürfen sie nicht genutzt werden.

Fluggäste beschweren sich über unübersichtliche Anzeigetafeln

14 Uhr: Mehrere Fluggäste beschweren sich, dass die Anzeigetafeln unverständlich seien. Man wisse nicht, ob es sich um Ankunft oder Abflug handele, Verspätungen seien kaum zu erkennen. Die Tafeln seien außerdem zu klein, heißt es immer wieder. Ein- und Ausgänge seien schwer zu finden. „Man kann sich alleine nicht zurechtfinden, man muss alles bei der Info erfragen“, sagt eine ältere Dame. Sie findet auch, dass die obere Ebene und der Gastrobereich viel zu klein seien. „Andere Flughäfen in Europa sind sehr viel übersichtlicher und für alle verständlicher“, sagt sie.

Volle Auslastung der Sicherheitsspuren

12.32 Uhr: Obwohl mit einer Gesamtzahl von 70.000 Passagieren heute 3000 Reisende mehr am Flughafen Berlin Brandenburg erwartet werden als am letzten Freitag, sind zwei Sicherheitsspuren weniger im Betrieb. Das führt zeitweise zur vollen Auslastung aller verfügbaren Linien und teils zu chaotischen Szenen: Mehrere Personen versuchen immer wieder, zeitgleich durch die Sicherheitstüren zu gehen, obwohl nur jeweils eine Person erlaubt ist.

Laut Polizeidirektion Berlin Brandenburg sei auf Grundlage des erwarteten Reiseaufkommens Personal für 33 Sicherheitsspuren eingeplant worden – es gibt insgesamt 36. „Viele Reisende sind aufgrund der aktuellen Berichterstattung bereits früher angereist, wodurch sich die Wellen von Ankommenden verschieben“, erklärt Polizeisprecherin Alina Müller die längeren Warteschlangen. Sie versichert jedoch: „Die Wartezeit beträgt nicht länger als 30 Minuten.“

Auch "Speedy Boarding" dauert deutlich länger

11.45 Uhr: Selbst Reisende, die das "Speedy Boarding" bei Easyjet gebucht haben, brauchen deutlich länger als sonst. Dabei sollen sie eigentlicher schneller beim Einchecken vorankommen. Einige Fluggäste befürchten, ihre Maschine zu verpassen.

Gedränge an der Sicherheitskontrolle

11.38 Uhr: Mehrere Menschen gehen zeitgleich durch die Türen an der Sicherheitskontrolle, obwohl nur eine Person zurzeit erlaubt ist. Einzelne Mitarbeiter wirken überfordert und reagieren laut. Ein Kind beginnt zu weinen, traut sich nicht durch die enge Tür und muss einen Nebeneingang benutzen.

Reisende berichtet: Bis zu fünf Stunden vor Abflug am BER sein

11.31 Uhr: Eine Reisende berichtet, dass Easyjet in seiner App empfiehlt, 3 bis 5 Stunden vor Abflug am Flughafen BER zu sein. Sie ist deshalb bereits fünf Stunden vor ihrem Flug nach Valencia vor Ort. Easyjet teilte gegenüber der Berliner Morgenpost mit, dass die Gepäckabgabeschalter höchstens zwei Stunden vor planmäßigen Abflug öffnen.

Abstands- und Hygieneregeln werden nicht überall eingehalten

10.50 Uhr: Die Abstands- und Hygieneregeln werden offenbar nicht überall eingehalten. Eine wartende Frau beschreibt die Lage auf Twitter so:

Auch im Check-In-Bereich von Air Lingus werden die Abstände nicht von allen Personen beachtet.

Warteschlangen werden immer länger

10.45 Uhr: Zwei von 18 Sicherheitskontrollen waren am Freitagmorgen geschlossen. Die Schlangen im Abflugbereich waren zunächst überschaubar, verlängerten sich im Verlauf des Vormittags aber immer mehr. Um kurz vor 11 Uhr betrug die Warteschlange vor dem Easyjet-Schalter etwa 100 Meter.

Lufthansa und Eurowings hatten Reisenden am Donnerstag empfohlen, das Gepäck schon einen Tag vor Abflug aufzugeben.

Lange Schlangen bei Aegean Airlines und Ryanair

10.30 Uhr: Vor den Schaltern von Ryanair und Aegean Airlines gibt es bereits lange Warteschlangen. Ryan Air empfiehlt, zwei Stunden vor Abflug am Check-In-Schalter zu sein. Einige Fluggäste waren aber schon vier Stunden vorher vor Ort.

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Aufwendiger Check-In wegen Corona

10 Uhr: Derzeit ist der Check-in besonders aufwendig, weil aufgrund der Corona-Pandemie die meisten Reisenden dort Corona-Tests oder Impfnachweise vorlegen müssen, um ihre Reise antreten zu können.

Lufthansa erhöht Zahl der Schalter

9.30 Uhr: Die Lufthansa kündigte an, zu den Stoßzeiten die Zahl ihrer Check-in-Schalter von zwölf auf 18 zu erhöhen. Auch in den Wartebereichen solle mehr Personal eingesetzt werden, erklärte eine Sprecherin. Die zwischenzeitlich zurückgenommene Aufforderung an die Passagiere, sich möglichst vier Stunden vor Abflug am Flughafen einzufinden, wiederholte Lufthansa nicht. Sie bat die Passagiere, ihre Unterlagen zu überprüfen und die Möglichkeiten zum Online-Check-in für Reisen in Nicht-Risiko-Gebiete zu nutzen. Die Flughafengesellschaft wies zudem erneut auf die Möglichkeit hin, das Gepäck bei Lufthansa und Eurowings bereits am Vorabend aufzugeben.

BER-Mitarbeiter melden sich als zusätzliche „Eingreiftruppe“

9 Uhr: Die zusätzliche „Eingreiftruppe“ bestehe aus BER-Mitarbeitern, die sich freiwillig gemeldet hätten, sagte der Flughafensprecher. Sie würden flexibel bis zum Ferienende am 24. Oktober eingesetzt. Sie sollen Reisende im Terminal in die richtige Schlange weisen, Fragen beantworten und bei Bedarf beim Gepäck mit anfassen. Eigentlich sind diese Aufgaben an private Dienstleister vergeben.

Passagier-Rekordwert für die Herbstferien erwartet

8.40 Uhr: Die 70.000 für Freitag erwarteten Gäste sind der bisherige Rekordwert für die Herbstferien. Am vergangenen Freitag hatten rund 67.000 Menschen den Flughafen genutzt. Für Samstag erwartet der Flughafen mit 52.000 Fluggästen etwas weniger als eine Woche zuvor. Am Sonntag soll dann mit 66 .000 Menschen wieder das Niveau vom Ferienbeginn erreicht werden.

Terminal 2 wird nicht geöffnet

8 Uhr: Am BER ist derzeit aus Kostengründen nur das Hauptterminal T1 geöffnet. Eine Öffnung des im vergangenen Jahr fertiggestellten Terminals T2 ist laut Betreibergesellschaft erst bei einem dauerhaften Andrang von täglich mindestens 70.000 Passagieren vorgesehen.

( BM )