Die Verstärkung war gerne gesehen. Nach dem harten Einsatz in der Silvesternacht sind Berliner Polizisten und Feuerwehrleute ohnehin schon stark belastet. Dann hielt der Brandanschlag auf das Stromnetz die Sicherheits- und Rettungskräfte erneut auf Trab.
„Ich habe schnell festgestellt, dass wir Unterstützung der Bundeswehr und Bundespolizei brauchen“, schilderte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Dienstag vor der Presse seine Überlegungen vom Wochenende, „auch um unsere Polizei und Feuerwehr zu entlasten“. Die Soldaten „helfen uns ungemein. Auch die Hilfsorganisationen stehen am Anschlag“. Die Bundeswehr hatte gestern Mittag am Rathaus Wannsee und am Sports-Center Hüttenweg warme Mahlzeiten ausgegeben. Außerdem betankt das Militär die Groß-Generatoren, mit denen Supermärkte, Pflegeeinrichtungen und damit auch die umliegenden Wohnungen wieder mit elektrischer Energie versorgt wurden.
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Polizei berichtet von vergleichsweise ruhiger Nacht im Blackout-Gebiet
Polizeivizepräsident Marco Langer lobte die Hilfe der Bundespolizei bei der Überwachung des Blackout-Gebietes, wo immer noch 25.000 Haushalte vom Strom abgeschnitten sind. Ein Hubschrauber der Bundespolizei unterstützte die Streifen, die von der Berliner Polizei und von Bundespolizisten gelaufen wurden. „Wir wurden massiv durch die Bundespolizei unterstützt“, sagte Langer: „Ich begrüße das außerordentlich.“ Am Wochenende hatte es Diskussionen gegeben, ob Berlin die Großschadenslage ausrufen solle, um die Hilfe des Bundes zu ermöglichen.
An neun Orten setzte die Polizei Lichtmasten, um das Sicherheitsgefühl zu erhöhen. Es sei eine „erstaunlich ruhige letzte Nacht“ gewesen, sagte Langer. Sechs Mal habe es „fehlausgelöste Alarmanlagen“ gegeben, eine Wohnung musste nach einem Einbruch gesichert werden. Eine verwirrte ältere Dame hätten die Beamten ins Krankenhaus gebracht, zwei Wohnungen wegen Wasserschäden geöffnet.
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Die Ermittlungen nach den Tätern, die am Sonnabendfrüh Hochspannungskabel über den Teltow-Kanal in Brand gesteckt und zerstört hatten, läuft auf Hochtouren. Man bearbeite acht konkrete Hinweise, so der Polizeivize. Zudem seien mehrere 100 Stunden Videomaterial sichergestellt worden und müssten nun gesichtet werden. Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hat die Federführung übernommen. Es wird aber damit gerechnet, dass Bundeskriminalamt und Generalbundesanwalt die Ermittlungen an sich ziehen werden. Das sei im Falle von Terroranschlägen üblich, sagte der Regierende Bürgermeister.









