Blackout endgültig vorbei - Großschadenslage aufgehoben
Berlins Innensenatorin Iris Spranger hat die wegen des tagelangen Stromausfalls im Berliner Südwesten ausgesprochene Großschadenslage mit sofortiger Wirkung für beendet erklärt. „Die Stromversorgung in Steglitz-Zehlendorf ist wieder stabil, und die Voraussetzungen für eine Großschadenslage liegen daher nicht mehr vor“, teilte die SPD-Politikerin am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur mit.
Das Ende der Lage hat unter anderem zur Folge, dass die Möglichkeit, Hilfsorganisationen über die Berliner Feuerwehr nach dem Katastrophenschutzgesetz heranzuziehen, endet. Auch die Amtshilfeersuche, unter anderem an die Bundeswehr, enden. Krisenstäbe werden strukturiert zurückgefahren, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.
Nach dem mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf waren seit dem vergangenen Samstagmorgen anfangs 45.000 Haushalte und 2.200 Betriebe ohne Strom gewesen. Am Mittwoch konnte der Schaden behoben werden.
„Mehr als 13.000 Menschen haben zur Überwindung dieser Krise beitragen, im Haupt- und Ehrenamt, Seite an Seite und über Zuständigkeitsgrenzen hinweg. Ich bedanke mich bei allen, die diese Lage gemeinsam bewältigt haben: Einsatzkräfte, Hilfsorganisationen, Mitarbeitende der Behörden, Energieunternehmen und vor allem die Berlinerinnen und Berliner für Geduld, Rücksicht und Zusammenhalt“, erklärte die Senatorin.
Den Angaben der Innenverwaltung zufolge waren unter anderem 7.851 Polizistinnen und Polizisten, 666 Einsatzkräfte der Feuerwehr, 1.781 Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks und 692 Menschen im Namen von Hilfsorganisationen im Einsatz. Über den ressortübergreifenden Krisenstab seien vier Amtshilfeersuchen gestellt worden, drei an die Bundeswehr und eins an das Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Auch über den Bezirk als eigenständige Katastrophenschutzbehörde wurden Amtshilfeersuchen gestellt.