Nach dem tagelangen Stromausfall im Berliner Südwesten haben zahlreiche Bewohner in Zehlendorf noch bis Montagvormittag in kalten Wohnungen ausharren müssen. Ursache war ein Defekt an einer Fernwärmeanlage, wie das Unternehmen Vonovia auf Anfrage mitteilte, dessen Mieter unter anderem davon betroffen waren. Wie viele Haushalte genau bis Montag ohne Heizung blieben, ist unklar. Laut Informationen der Berliner Morgenpost saßen aber unter anderem Mieter im Windsteiner Weg, Hocksteinweg und Lupsteiner Weg im Kalten. Auch beim Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf wurde der Vorfall bekannt. Am Sonnabend habe man Haushalte im Windsteiner Weg mit 150 Radiatoren versorgt, teilte ein Pressesprecher mit.

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Als am vergangenen Mittwoch die Stromversorgung repariert worden war, wurde zunächst auch in dem betroffenen Gebiet die Fernwärmeversorgung hochgefahren. Die Heizungen in den Wohnungen blieben jedoch lauwarm, berichtete Anwohner Johann Meierhöfer der Berliner Morgenpost. Er schätzt das betroffene Gebiet auf 1500 Haushalte.
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Meierhöfer war während des Stromausfalls im Südwesten zunächst bei Freunden untergekommen. Wie viele der betroffenen Anwohner kehrte er am Mittwochnachmittag in seine Wohnung zurück. Als die am Donnerstag aber immer noch nicht warm wurde, habe er Vonovia kontaktiert: Dort sei ihm zunächst gesagt worden, die Begrenzung sei gewünscht, man werde die Heizung langsam hochfahren. Doch auch am Freitag blieb seine Wohnung kalt.
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Zehlendorf: Mieter wollen offenbar Mietminderung durchsetzen
Bei Vonovia teilte ein Pressesprecher auf Anfrage mit, die von einem Vertragspartner betriebene Fernwärmeanlage sei am Freitagmorgen aufgrund eines technischen Defekts ausgefallen, nicht wegen des Stromausfalls. Das defekte Teil sei zunächst provisorisch repariert worden. Diese Lösung habe aber leider nicht lange gehalten. Am Montagvormittag habe der verantwortliche Betreiber den Defekt schließlich behoben.

Mieter sieht Vonovia in der Pflicht
Meierhöfer sieht Vonovia in der Pflicht: Die Mieter seien erst am Samstag durch einen Aushang informiert worden, dass die Reparatur noch bis Montag dauere. Erst auf telefonische Nachfrage habe man ihm zudem mitgeteilt, dass ein benötigtes Ersatzteil am Freitag bestellt und erst Montag geliefert werden könne.
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„Für mich ist das ein verantwortungsloser und respektloser Umgang mit den Bewohnern, der der Situation in keiner Weise angemessen ist“, sagt Meierhöfer. Auch wenn die Verzögerung technisch unabdingbar gewesen wäre, hätte Vonovia die betroffenen Bewohner proaktiv informieren müssen. All das sei schon an einem normalen Winterwochenende nicht in Ordnung. Nach dem tagelangen Strom- und Heizungsausfall sei es schlicht inakzeptabel.







