Seit Montag fährt die M10 nicht mehr durchgehend, vorerst bis zum 9. November. Zwischen Danziger Straße und dem U-Bahnhof Naturkundemuseum fährt ein Ersatzbus. Insgesamt sind jetzt 24 Ersatzbusse wegen der Gleisbauarbeiten der BVG bei den Tramlinien M1, M10 und M12 im Einsatz. Weil die Straße an der Kreuzung Eberswalder/Schönhauser aufgerissen wird, ist es dort zudem sehr eng, und die Busse stehen zeitweise bis zu 15 Minuten im Stau. Bei einer Straßenumfrage schildern Befragte der Morgenpost, wie sie die Lage erleben.

Wer in Prenzlauer Berg wohnt, muss seit Montag mit außergewöhnlich viel Schienenersatzverkehr (SEV) zurechtkommen. Wegen Gleisarbeiten in der Kastanienallee fahren zwischen Schwedter Straße und Fehrbelliner Straße sowie in der Zionskirchstraße weder die M1 noch die M12. Die M10 ist seit Montag sieben Wochen lang nur teilweise unterwegs.

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Gefährliche Kreuzung, unzuverlässige U2
Ein BVG-Busfahrer, der anonym bleiben möchte, sagt, die Straße werde durch die Baustelle immer enger und sei dadurch schwieriger zu befahren. Was ihn ebenfalls aufregt: Wenn er sieht, dass an den Baustellen oft gar nicht gearbeitet wird. Beatrix klagt über den Stau. „Bis zu 15 Minuten“, schätzt sie. „Mit der Tram ging es immer viel flotter.“ Auch die U-Bahn sei morgens manchmal unzuverlässig. Jay Jay und Ross aus London sind zu Besuch in Berlin und haben sich zwei E-Roller ausgeliehen. Die Kreuzung Eberswalder Straße empfinden sie als gefährlich. Im Hinblick auf Baustellen sei London aber „zehnmal schlimmer“, sagen sie. Außerdem lieben sie Berlin.

Hannah studiert an der Humboldt-Uni und jobbt in den Schönhauser Allee Arcaden. Auf die Ringbahn sei sie angewiesen, sagt sie. Noch gehe es. Sie habe aber große Angst, zu spät zu kommen, wenn sie zwischen Uni und Arbeit pendle. Irgendwann fahre womöglich nicht mehr alles, und eine Strecke, die eigentlich 20 Minuten dauert, brauche dann vielleicht 40 Minuten.



