In Berlins Bürgerämtern konnten am Montag viele Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern nicht bearbeitet werden. Nach einem Software-Update sei ein Fehler aufgetreten, der sich darin zeigte, dass kostenpflichtige Vorgänge mit einer Fehlermeldung abgebrochen wurden. Gebühren fallen beispielsweise bei der Ausstellung des Personalausweises oder anderer behördlicher Dokumente an. Dieser Fehler sei trotz vorhergehender umfangreicher und erfolgreicher Tests aufgetreten, teilte das zuständige Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) auf Nachfrage der Berliner Morgenpost mit.
Warum zahlreiche Fachverfahren in den Bürgerämtern den ganzen Tag nicht funktionierten
Nach einer Analyse mit dem Softwarehersteller sei kurzfristig eine Softwareaktualisierung bereitgestellt worden, die im Laufe des Tages auch installiert wurde. Ein Arbeiten in den entsprechenden Fachverfahren der Bürgerämter sei wegen der Installation der Softwareaktualisierung aber vorübergehend nicht möglich gewesen. Betroffen von dem Ausfall waren alle Bürgerämter in Berlin. Erst gegen 17.10 Uhr seien die Bezirke unterrichtet worden, dass die Fachverfahren wieder uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Die Online-Bürgerdienste seien von dem Fehler nicht betroffen gewesen und hätten durchgehend zur Verfügung gestanden.
Die Pressestelle des Bezirks Berlin-Mitte bestätigte am Dienstag, dass der Fehler trotz mehrerer Versuche erst gegen 17.10 Uhr behoben werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt waren allerdings die Öffnungszeiten der Bürgerämter in Berlin bereits regulär beendet, so auch in Mitte (ab 15 Uhr). Die Bürgeramtsstandorte in Mitte seien bis zum regulären Ende der Öffnungszeit personell besetzt gewesen, da der Zeitpunkt der Fehlerbehebung nicht abzusehen war.
Allerdings konnten sowohl die erschienenen Terminkunden, als auch die Spontankunden über die gesamte Öffnungszeit hinweg nicht bedient werden und mussten wieder weggeschickt werden. Es sei jedoch allen Kunden angeboten wurden, ohne neuen Termin in den kommenden Tagen erneut im Bürgeramt erscheinen zu dürfen, um die gewünschte Dienstleistung in Anspruch nehmen zu können. Dies bedeute zwar eine zusätzliche Belastung, der man sich jedoch stellen werde, teilt die Behörde mit.
Es ist nicht die erste Software-Panne in Berlins Bürgerämtern. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Probleme mit nicht angekündigten Updates gegeben. So kam es im Mai dieses Jahres zu größeren Einschränkungen, weil die Software ausfiel. An einer Analyse des Fehlers werde seitens der Verantwortlichen gearbeitet, um vorbeugende Maßnahmen zu treffen, teilte das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten diesmal mit.


