Seit Mittwochmorgen blockieren Studierende das Otto-Suhr-Institut der Freien Universität (FU) Berlin. „Wir sind hier, weil wir gegen Militarisierung und Aufrüstung sind, weil wir gegen die Wehrpflicht sind, weil wir wollen, dass Sozialkürzungen gestoppt werden und zurückgenommen werden, und weil wir uns mit den Streikenden in Frankreich und darüber hinaus solidarisiere“, sagte eine Teilnehmerin der Deutschen Presse-Agentur.

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Die Studentinnen und Studenten haben die Eingänge zum Teil mit Bauzäunen, Mülltonnen und anderen Gegenständen verbarrikadiert und Transparente aufgehängt. „Ich würde sagen, die Proteste aus Frankreich kommen so langsam in Deutschland an“, so die Demonstrantin.

Besetzung des Otto-Suhr-Institutes der FU Berlin
Die Eingänge des Otto-Suhr-Instituts der Freien Universität Berlin sind mit Bauzäunen, Mülltonnen und Fahrrädern blockiert.© Michael Ukas/dpa | Michael Ukas

Wie auch in Frankreich kritisieren die Demonstrantinnen und Demonstranten den schlechten Zustand vieler Universitäten und Kürzungen an den Hochschulen. Die Aktion wurde von der Initiative „Gen Z regelt“ organisiert. Für 15 Uhr war eine Pressekonferenz vor dem Institut angekündigt.

FU Berlin „respektiert das Recht auf friedlichen Protest“

„Die Freie Universität Berlin respektiert das Recht auf friedlichen Protest, solange dieser gewaltfrei bleibt“, teilte eine Sprecherin der FU mit. Man beobachte die Situation aufmerksam. Um den Lehrbetrieb aufrechtzuerhalten, seien alle Lehrenden aufgerufen, ihre Veranstaltungen heute digital durchzuführen.

Besetzung des Otto-Suhr-Institutes der FU Berlin
Auf ein Fenster neben einem blockierten Eingang des Otto-Suhr-Instituts der Freien Universität Berlin wurde der Schriftzug „Wer schmeißt den ersten Stein?“ geschrieben.© Michael Ukas/dpa | Michael Ukas

Das Aktionskomitee veröffentlichte eine Stellungnahme zu der Aktion auf der Plattform Instagram. Die Beteiligten fordern, Kürzungen an den Hochschulen rückgängig zu machen. Den Berliner Hochschulen sowie Bildungs- und Sozialeinrichtungen werde strategisch die Finanzierung entzogen. Gleichzeitig fließe Geld in „Milliardenhöhe“ in Aufrüstung, das eigentlich dringend für Ausbildung und Studium gebraucht werde. „Der TU fallen die Gebäude auseinander und uns an der FU werden nun bald die letzten Reste kritischer Lehre ersatzlos gestrichen.“

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Für die Streikblockade sei das Otto-Suhr-Institut gewählt worden, weil dort insbesondere das Politikstudium den Angaben der Verfasser nach «massiven Schaden» erleiden werde. So würden unter anderem Stellen von beliebten Mitarbeitern gestrichen.

dpa