Liebe Leserin, lieber Leser,
über die Kosten der Flüchtlingsunterbringung in Berlin spricht die Politik nicht gern – aus mehreren Gründen. Da ist zum einen die Befürchtung, mit diesem Thema diejenigen auf die Barrikaden zu rufen, die die Kritik an der Migrationsgesellschaft zum politischen Geschäftsmodell gemacht haben. Da ist aber auch die Sorge, die eigene Verhandlungsposition bei der Anmietung von Unterkünften zu schwächen.

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Der Berliner Morgenpost liegt exklusiv die Liste der Flüchtlingsunterkünfte, ihrer Kapazitäten und der jeweils anfallenden Miet- und Nebenkosten für 140 Standorte mit mehr als 48.000 Plätzen vor. „Die finanziellen Lasten sind erheblich“, fasst unser Chefreporter Joachim Fahrun die Lage zusammen: „Insgesamt zahlt Berlin jeden Monat mehr als 20 Millionen Euro Mieten und Nebenkosten für eigene und vertraglich fest gebundene Unterkünfte an private Eigentümer und die landeseigene Immobiliengesellschaft BIM, sowie maximal mehr als sieben Millionen für Kontingente in Hotels.“
Welche Unterkünfte sich dabei als besonders kostspielig erweisen, können Sie hier nachlesen. Wichtig daran: Die meisten von ihnen sind deutlich teurer, als es die Mieten für reguläre Wohnungen wären. „Die Lehre daraus kann nur sein“, schreibt Fahrun in seinem Kommentar, „mehr normalen Wohnraum zu schaffen. Und zwar nicht nur für Geflüchtete. Inzwischen leben Tausende Menschen in Flüchtlingsheimen, die längst ein Bleiberecht in Deutschland haben und als normale Wohnungslose gelten.“
Was sonst noch wichtig ist
Tierpark in der Krise. In Friedrichsfelde haben die Folgen der Maul- und Klauenseuche ein tiefes Loch in der Kasse verursacht. 700.000 Euro Einnahmen aus Eintrittsgeldern sind dem Tierpark wegen der seuchenbedingten Schließung im Januar und im Februar entgangen. Das trifft die Einrichtung in ihrer ohnehin prekären Lage besonders empfindlich.
Neues Rettungsdienstgesetz für Berlin. Versorgung, Notfallrettung und Krankentransport sollen nach jahrelangem Warten nun durch das Rettungsdienstgesetz entscheidend verbessert werden. Es geht um eine Konzentration der Feuerwehr auf ihre Kernaufgaben Notfallrettung und Notfalltransport – unter anderem mit einer neuen zentralen Rufnummer, wie Dennis Meischen schreibt.
Drogenumschlagplatz Leinestraße. Mit der sogenannten Reinigungsstreife auf der U8 hat sich an den U-Bahnhöfen vieles zum Besseren gewendet. Seit 2024 sind dort Sicherheits- und Reinigungskräfte verstärkt präsent. Doch der U-Bahnhof Leinestraße bleibt ein Problem, schreiben Hannah Köllen und Norman Börner.

Eiszeit. Der Eisbären-Newsletter. Der Saisonstart ist den Eisbären Berlin geglückt, nach zwei Siegen steht der Titelverteidiger mit an der Spitze der DEL. Der Rekordmeister (elf Titel) gehört zu den faszinierendsten Klubs des Landes, mit viel Kult und langer Tradition. Die Morgenpost startet ab Donnerstag einen Newsletter. Mit „Eiszeit, der Eisbären-Newsletter“ erfahren Sie jede Woche um 18 Uhr alles Wichtige rund um den Verein. Hier können Sie ihn kostenlos abonnieren.
Haben Sie einen schönen Mittwoch!
Ihr
Felix Müller, Leitender Redakteur
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