Susanne Hoffmann, von 2019 bis Dezember 2024 Justizministerin in Brandenburg, übernimmt nach einem Bericht des „Tagesspiegels“ das Amt der Staatsekretärin im Justizressort von Senatorin Felor Badenberg (CDU). Sie soll im Rang einer Amtschefin für Zentrales und Verbraucherschutz zuständig sein. Hofmann (ebenfalls CDU) folgt auf Esther Uleer, die die stellvertretende Leitung des Bundespresseamtes übernimmt.

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Die Entscheidung für Hoffmann kann als kleiner Coup gewertet werden. Immerhin war die 65-Jährige fünf Jahre lang selbst Justizministerin im Kabinett von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), bis sie im Dezember 2024 Benjamin Grimm (SPD) weichen musste. Statt sich in den verdienten Ruhestand versetzen zu lassen, macht Hoffmann nun in Berlin weiter. Das Justizwesen in der Hauptstadt kennt sie gut. Nach ihrem Jura-Studium an der Freien Universität machte Hoffmann eine steile Karriere als Verwaltungsjuristin, war Staatsanwältin mit Zuständigkeit für den Bereich organisierte Kriminalität, bevor sie 2005 zur Generalstaatsanwaltschaft des Landes Brandenburg wechselte.

Plenarsitzung Berliner Abgeordnetenhaus
Felor Badenberg (CDU), Berliner Senatorin für Justiz und Verbraucherschutz© DPA Images | Carsten Koall

Hoffmann trifft in Berlin auf ihre alte Rivalin Margarete Koppers

Brisant ist die Personalie vor allem, weil Hoffmann in Berlin auf Generalstaatsanwältin Margarete Koppers trifft. Der damalige Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hatte sich für Koppers stark gemacht und 2018 ins Amt gehoben. Auch Hoffmann hatte Ambitionen auf den Posten, konnte sich aber letztendlich nicht durchsetzen.

Hoffmann gilt als dezidiert konservativ und äußerst erfahren. In Brandenburg setzte sie 2021 mit der Einrichtung einer Zentralstelle zur Bekämpfung von Hasskriminalität ein Zeichen im Kampf gegen politisch motivierte Straftaten.

tok