Die Berliner Polizei hat eine zweite Bilanz zur Silvesternacht vorgelegt. Demnach wurden mit Stand 6. Januar in der Nacht des Jahreswechsels insgesamt 1453 „silvestertypische“ Straftaten begangen. Hierunter fasst die Polizei Delikte wie Verstöße gegen das Waffen- oder Sprengstoffgesetz zusammen. Mit insgesamt 531 Taten überwiegt die zahl der Sachbeschädigungen, hiernach kommen 274 registrierte Verstöße gegen das Waffengesetz, 241 erfasste Körperverletzungen und 54 festgestellte Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz.

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Insgesamt registrierte die Polizei in der Silvesternacht 670 Tatverdächtige, wobei ein Verdächtiger auch mehrere Straftaten begangen haben kann. Fast zwei Drittel der registrierten Tatverdächtigen, insgesamt 406, waren dabei Deutsche. 264 hatten eine andere Staatsangehörigkeit.
Bei zahlreichen Verdächtigen wurden nicht nur die Personalien aufgenommen, sondern es kam noch zu weiteren polizeilichen Maßnahmen. So wurden 22 Menschen in der Silvesternacht erkennungsdienstlich behandelt und bei einer Person Blut abgenommen. Vier Festgenommene wurden anschließend einem Bereitschaftsgericht vorgeführt, das gegen zwei Haftbefehle verhängte und gegen eine ein Anschlussgewahrsam durch die Berliner Polizei anordnete.
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Der Prominenteste der Festgenommenen dürfte der Influencer Atallah Younes sein, der sich dabei filmen ließ, wie er eine Silvesterrakete in ein Kinderzimmer schoss. Er wurde am Samstag am Flughafen BER festgenommen, als er versuchte, in Richtung Jordanien auszureisen. Nun befindet er sich in Untersuchungshaft.
In der Silvesternacht wurden laut der nun veröffentlichten Bilanz 58 Angriffe gegen Polizisten und einer gegen einen Rettungsdienstmitarbeiter gemeldet. Insgesamt wurden 44 Beamte verletzt, 17 durch eine Straftat und acht durch Pyrotechnik. Am schwersten verletzt wurde ein Polizist, der noch in der Silvesternacht operiert werden musste.
Wie die Polizei außerdem meldet, wurden bei Kontrollen im Vorfeld der Silvesternacht fast sieben Tonnen illegale Pyrotechnik (darunter 20 Kugelbomben), 944 Schuss Pyrotechnikmunition, sowie Schreckschusswaffen beschlagnahmt. Dabei wurden 44 Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz und gegen das Waffengesetz eingeleitet.
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jst/BM





