Es ist der Morgen danach: 390 Festnahmen, 15 verletzte Polizisten und eine verletzte Einsatzkraft der Feuerwehr – das ist laut der Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) die vorläufige Bilanz der Nacht. Ein Polizeibeamter soll dabei schwer verletzt worden sein, meldet zudem die Berliner Polizei. Ein Polizeisprecher sagte noch in der Nacht zu Mittwoch: „Wir haben einen schwerverletzten Polizeibeamten, der mutmaßlich von einem illegalen Feuerwerkskörper getroffen wurde.“ Der Mann sei umgehend ins Krankenhaus eingeliefert und dort operiert worden. „Das ist einer der Tiefpunkte des heutigen Abends.“

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Eine Einsatzhundertschaft der Polizei sei am Mauerpark im Bezirk Pankow attackiert worden. Nach einem Kugelbombenangriff könnte der angegriffene Polizist ein Bein verlieren, meldet die Polizeigewerkschaft GdP Berlin dann am Mittwochvormittag.

Nach Informationen dieser Redaktion ist der schwer verletzte Polizist zunächst vor Ort von Kollegen versorgt und dann in einem Polizeifahrzeug in eine Klinik transportiert worden. Der Vorfall hat sich gegen 23.40 Uhr an der Prenzlauer Allee Höhe Hausnummer 51 ereignet. Florian Nath, der Pressesprecher der Berliner Polizei, sprach bei einem auf X veröffentlichten Video davon, dass der Polizist mit einem Tourniquet, einem Blutabbindungsgerät, behandelt werden musste.

Wie diese Redaktion erfahren hat, handelt es sich um einen Beamten aus Berlin. Eine Not-OP fand statt, weil er schwere Fleischwunden davongetragen hatte. Die Ärzte konnten im Krankenhaus das Bein des schwer verletzten Polizeiobermeisters vorerst retten.

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Böllerverbot an Silvester: Polizeigewerkschaft fordert Maßnahmen seitens der Politik

Auch zahlreiche Feiernde wurden durch Feuerwerkskörper verletzt. Allein das Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) meldete am Neujahrsmorgen 15 Bölleropfer. Fünf von ihnen seien durch sogenannte Kugelbomben schwer an Händen, Gesicht und Augen verletzt worden, darunter auch Kinder, teilte die Klinik auf dem Portal X mit. Andere Menschen zogen sich demnach Brandwunden zu oder erlitten einen Hörverlust. Ein 7-jähriges Kind sei „lebensbedrohlich“ verletzt worden, schreibt die GdP.

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Auch ein Bus der BVG sei beschossen und schwer beschädigt worden. Positiv bewertet die Berliner Polizei hingegen die Pyro-Verbotszonen. Hier sei es zu keinen Gewaltausbrüchen gekommen. Die GdP fordert bereits seit langem ein Böllerverbot an Silvester. „Wenn das bundespolitisch trotz demokratischer Mehrheiten in allen bekannten Umfragen anscheinend nicht gewünscht ist, erwarten wir von der Berliner Landespolitik, dass man sich wenigstens mal mit Ideen beschäftigt, um diesen Wahnsinn zu stoppen“, sagt GdP-Landesvorsitzende Stephan Weh.

Die Gewerkschaft fordert große Veranstaltungen mit organisiertem Feuerwerk in den Bezirken, zum Beispiel in der Wuhlheide oder auf dem Tempelhofer Feld, und stärkere Beschränkungen beim Verkauf von Pyrotechnik sowie einen besseren Schutz der Einsatzkräfte. lro

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