Corona-Newsblog Berlin

Erste Berliner Kliniken impfen Personal gegen Corona

| Lesedauer: 127 Minuten
Berliner blicken mit Hoffnung auf Corona-Impfungen

Berliner blicken mit Hoffnung auf Corona-Impfungen

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA empfiehlt die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer. In Berlin blicken viele mit Hoffnung auf den Beginn der Impfungen.

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Das Newsblog zum Coronavirus in Berlin: Derzeit sind 19.362 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Aktuelle Nachrichten und Zahlen.

Berlin. Das Coronavirus breitet sich in Berlin weiter aus. In unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuelle Corona-Lage in Berlin und Brandenburg auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

15.00 Uhr: Wir schließen dieses Newsblog. Alle weiteren Entwicklungen zum Coronavirus in Berlin finden Sie hier.

14.54 Uhr: FDP erneuert Forderung nach Taxi-Gutscheinen für Rentner

Angesichts der nun angelaufenen Impfkampagne gegen das Coronavirus hat Berlins FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja seine Forderung nach Taxi-Gutscheinen für Senioren erneuert. „Endlich haben die Impfungen begonnen, ein Ende der pandemischen Notlage ist in Sicht“, sagte Czaja am Dienstag der dpa. „Das macht Mut. Doch wir dürfen auf die letzten Meter nicht nachlassen: Die besonders gefährdeten Risikogruppen ausgerechnet auf dem Weg zum Impfzentrum einer erhöhten Ansteckungsgefahr auszusetzen, indem sie in überfüllten Bahnen und Bussen fahren müssten, wäre fahrlässig.“

Czaja fordert vom Senat ein Angebot für diese Gruppen für den Weg zum Impfzentrum, zum Arzt oder für notwendige Besorgungen. Dabei könne auch die Flotte des Sammeltaxis „BerlKönig“ einbezogen werden. „Das könnte für Rentnerinnen und Rentner ganz pragmatisch umgesetzt werden, indem der Rentenausweis als Gutschein im Taxi akzeptiert würde“, sagte Czaja. Nach seinen Vorstellungen soll sich der Taxipreis auf diese Weise pro Fahrt um die Hälfte reduzieren.

13.58 Uhr: Berliner Kliniken impfen Personal gegen Corona

In Berlin haben erste Kliniken mit Corona-Impfungen bei ihren Mitarbeitern begonnen. Das Universitätsklinikum Charité und der kommunale Krankenhauskonzern Vivantes teilten mit, kurzfristig insgesamt knapp 1000 Dosen von der Gesundheitsverwaltung erhalten zu haben. Seit Dienstagmorgen liefen die Impfungen an mehreren Standorten. Zuerst bekämen diejenigen Beschäftigten das Mittel gespritzt, die auf Covid-19-Intensivstationen arbeiten oder diese Erkrankten auf anderen Stationen versorgen, hieß es. Die Impfungen sollen zunächst bis einschließlich Donnerstag laufen.

12.44 Uhr: Impfungen des Krankenhauspersonals in Brandenburg starten

In verschiedenen Brandenburger Kliniken haben zum Schutz gegen das Coronavirus Impfungen der Mitarbeiter begonnen. Im Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann wurde die Impfstelle im zentralen Konferenzraum untergebracht, wie Sprecherin Damaris Hunsmann berichtete. Zwölf Mitarbeiter an vier Beratungs- und Aufklärungsplätzen und zwei Impfplätzen sollen die Impfungen schnell umgesetzen. Bis zu 200 Impfungen pro Tag sollen möglich sein. Am ersten Tag soll es nach Angaben des Klinikums 100 Impfungen geben. Bis zum 1. Januar sollen die ersten 500 Mitarbeiter Impfungen gegen das Virus erhalten.

Zunächst wird den Angaben zufolge das Klinikpersonal in den Hochrisikobereichen geimpft. Das wären etwa die Covid-Stationen und die Zentrale Notaufnahme. Auch am Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum können sich Mitarbeiter ab Dienstag gegen das Virus impfen lassen.

12.17 Uhr: Anträge für Corona-Dezemberhilfe nun möglich

Unternehmen in Brandenburg können nach Angaben der Investitionsbank ab sofort Anträge für die Dezember-Corona-Hilfe stellen. Dabei seien erneut Zuschüsse von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus Dezember 2019 anteilig für die Tage der Schließungen im Dezember 2020 möglich, teilte die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) am Dienstag mit. Zahlreiche Anträge von Unternehmen und Soloselbstständigen seien bereits in den ersten Stunden gestellt worden, sagte ILB-Sprecherin Ingrid Mattern auf Anfrage.

Die sogenannte Dezemberhilfe schließe unmittelbar an die „Novemberhilfe“ an, sagte die Sprecherin. Die Auszahlung der Hilfen übersteige aktuell die Summe von 25 Millionen Euro für die Novemberhilfe. Bei mehr als 6500 Soloselbstständigen und Unternehmen sei das Geld oder der erste Abschlag bereits auf dem Konto eingegangen, sagte sie. Ab dem 10. Januar starte die ILB auch mit der Bearbeitung von Änderungsanträgen. Ab dann könne die Bank auf das Bundesportal selbst zugreifen.

Bei den Novemberhilfen wurden Zuschüsse für Firmen zum Beispiel in der Gastronomie gezahlt, die wegen behördlicher Anordnungen in der Corona-Krise schließen mussten. Dabei gibt es den Angaben zufolge Abschlagszahlungen als Vorschuss auf spätere Zahlungen ohne tiefergehende Prüfung. Soloselbstständige erhalten bisher eine Abschlagszahlung von bis zu 5000 Euro, andere Unternehmen bis zu 50 000 Euro. Das Programm sieht vor, dass für die meiste Zahl der Firmen Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes im November und Dezember 2019 gewährt werden sollen.

11.40 Uhr: Corona-Infektionen in Brandenburg steigen weiter

Die Zahl der Corona-Infektionen ist in Brandenburg wieder gestiegen. Am Dienstag meldete das Gesundheitsministerium 846 neue Fälle. Am Montag waren es innerhalb von 24 Stunden 417, am Sonntag 408 neue Fälle. Die Infektionszahlen werden am Wochenende gewöhnlich verzögert gemeldet. Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte zudem darauf hingewiesen, dass über die Weihnachtsfeiertage sowohl mit weniger Testungen auf das Coronavirus als auch mit weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern zu rechnen sei. Am Samstag waren landesweit 714 und am ersten Weihnachtsfeiertag 918 neue Ansteckungen registriert worden. Vor den Feiertagen lag die Zahl am Donnerstag bei 1181 Fällen und 1580 am Mittwoch.

60 Menschen starben innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit Covid-19. Derzeit werden 1136 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt - 252 davon auf der Intensivstation, 173 müssen beatmet werden. Seit dem Frühjahr haben sich 43 203 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 27 294 Menschen gelten als genesen - das sind 901 mehr als am Vortag. Die Zahl der Erkrankten sank um 115 auf 14 911. Der Süden Brandenburgs bleibt Corona-Schwerpunkt. Im Kreis Spree-Neiße wurden 231 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet, in Elbe-Elster waren es 94. Landesweit stieg die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz leicht auf 233,4 nach 230,5 am Montag. Der Wert gibt an, bei wie vielen Menschen pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen eine Infektion nachgewiesen wurde.

Von 699 Intensivbetten in Brandenburger Krankenhäusern sind 572 belegt, wie aus Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervorgeht. Demnach sind 127 Betten noch frei, zusätzlich könnten 331 Intensivbetten aufgestellt werden.

11.30 Uhr: Bevölkerung sollte aus Solidarität aufs Böllern verzichten

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) und Innenminister Michael Stübgen (CDU) haben an die Bevölkerung appelliert, in der Corona-Pandemie aus Solidarität freiwillig auf private Feuerwerke zu Silvester zu verzichten. „Schon eine gewöhnliche Silvesternacht ist ein Ausnahmezustand für jede Rettungsstelle und Notfallambulanz“, erklärte Nonnemacher am Dienstag. Die Krankenhäuser seien wegen der Versorgung sehr vieler Covid-19-Patienten bereits jetzt an ihrer Belastungsgrenze. Alle könnten mit dem Verzicht aufs Böllern in dieser Silvesternacht dazu beitragen, dass das medizinische Personal nicht noch stärker belastet werde. Nach Ansicht von Stübgen ist gegenseitige Rücksichtnahme „das Gebot der Stunde“. „Keine Silvesterrakete ist es wert, dass die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und Notaufnahmen steigt“, so der Innenminister.

11.10 Uhr: Müller rechnet mit weiteren Einschränkungen im Januar

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) rechnet auch über den aktuellen, vorerst bis zum 10. Januar befristeten Lockdown hinaus mit einschränkenden Corona-Maßnahmen. „Ich gehe fest davon aus, dass wir weiterhin mit Einschränkungen leben müssen“, sagte Müller, derzeit Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz, am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Das Ausmaß müsse anhand der Zahlen bewerten werden. Es sei allerdings zu sehen, dass die Infektionszahlen auf einem sehr hohen Stand stagnierten oder bestenfalls leicht zurückgingen. „Insofern rechne ich damit, dass wir im Januar auch weiter Einschränkungen erleben.“

Müller verteidigte die Strategie, jeweils angepasst an die aktuellen Zahlen zu entscheiden. „Wir sind damit ja auch ganz gut gefahren.“ Der Start der Impfkampagne werde die Lage nun weiter entlasten.

6.50 Uhr: CDU-Chef fordert pannenfreien Schulstart nach den Ferien

Berlins CDU-Vorsitzender Kai Wegner fordert, dass der digitale Schulstart nach den Ferien in der Corona-Pandemie nicht von technischen Problemen überschattet sein dürfe. „Es fehlt an allem: keine Luftreinigungsgeräte, keine organisatorischen Konzepte, keine funktionierende Technik“, sagte Wegner der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn sich von 108.000 Usern nur 8000 auf die Schulplattform Lernraum Berlin einloggen können, ist das einfach nur peinlich“, kritisierte der CDU-Landeschef mit Blick auf die Panne zu Beginn der digitalen Unterrichtsphase in der Woche vor Weihnachten. „Ich erwarte, dass Frau Scheeres das endlich in den Griff bekommt und die Technik spätestens zum Schulbeginn funktioniert“, sagte er in Richtung von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD).

Montag, 28. Dezember

21.20 Uhr: Gericht bestätigt Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das bundesweite Verkaufsverbot für Silvester-Feuerwerk bestätigt. Das teilte das Gericht am Montagabend mit. Zur Begründung hieß es: Nach allgemeiner langjähriger Erfahrung sei damit zu rechnen, dass unsachgemäßer Gebrauch von Silvester-Feuerwerk zu akut behandlungsbedürftigen Verletzungen führe. Die Behandlung der Verletzten würde das zurzeit ohnehin stark in Anspruch genommene Krankenhauspersonal zusätzlich treffen und die Behandlung der zahlreichen Corona-Patienten potenziell beeinträchtigen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte den Verkauf von Silvesterfeuerwerk deutschlandweit untersagt. Nach der am 22. Dezember 2020 in Kraft getretenen Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz dürfen pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2 - also etwa Raketen und Böller - auch vom 29. bis 31. Dezember nicht verkauft werden.

Das Verwaltungsgericht Berlin hatte von Pyrotechnikherstellern und -händlern gestellte Anträge, diese Vorschrift vorläufig außer Vollzug zu setzen, zurückgewiesen. Die Richter in zweiter Instanz argumentierten, das Verbot greife zwar gravierend in deren Berufsausübungsfreiheit ein. Doch es überwiege das Ziel, einer weiteren Belastung der angespannten medizinischen Versorgungssituation insbesondere in den Krankenhäusern entgegenzuwirken.

20.40 Uhr: Geisel: Werden nicht jeden illegalen Böller verhindern können

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat an die Menschen appelliert, auch an Silvester die Kontakte zu minimieren. „Das Infektionsrisiko ist einfach zu groß“, sagte er am Montagabend in der rbb-„Abendschau“. Die Intensivstationen seien voll, „wir müssen die Krankenhäuser entlasten“. In der Hauptstadt gilt - wie an anderen Orten auch - ein Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern. Auch das Zünden von Böllern bleibt vielerorts verboten. Der Senat veröffentlichte vergangene Woche eine Liste mit 56 Orten, an denen das der Fall sein wird.

Sie würden vielleicht nicht jeden illegalen Böller verhindern können. „Aber die Polizei ist mit 2600 Polizistinnen und Polizisten unterwegs“, sagte Geisel in der Fernsehsendung. Sie würden unter anderem dafür sorgen, dass illegale Versammlungen unterbunden würden. „Natürlich kann die Polizei in dieser Riesenstadt nicht überall sein. Aber da, wo sie ist, wird sie das Recht durchsetzen“, sagte Geisel. Die Feuerwehr will sich für die Silvesternacht in gleicher Weise wie in den Vorjahren auf einen Ausnahmezustand vorbereiten.

Nach Geisels Angaben wurden in den vergangenen Jahren an Silvester auch vermehrt Schreckschusspistolen eingesetzt. Dort gebe es eine „unsichere Rechtslage“, sagte der Innensenator. Er habe bei der letzten Innenministerkonferenz deswegen eine Initiative gestartet, um den Umgang mit Schreckschusswaffen restriktiver zu handhaben.

18.20 Uhr: Berlin setzt Impfungen fort - weitere 19.500 Impfdosen eingetroffen

Nach dem Auftakt am Sonntag gehen die Impfungen gegen das Coronavirus in Berlin weiter. Am Montag ist eine Lieferung mit weiteren 19 500 Impfdosen in der Hauptstadt angekommen, wie ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit mitteilte. Die mobilen Impfteams, die in der gesamten Stadt zu den Pflegeheimen fahren, um deren Bewohner zu impfen, sind nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin bereits seit Montagmorgen wieder im Einsatz.

Auch die Impfungen in der Arena-Halle in Treptow würden fortgesetzt, sagte eine KV-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Zum Impfstart habe es rund 1800 Impfungen in den Pflegeheimen und weitere rund 150 im Impfzentrum in der Arena gegeben. Das Robert Koch-Institut verzeichnete in seiner Übersicht für Sonntag 1626 gemeldete Impfungen für Berlin, darunter 1398 in Pflegeheimen.

17.10 Uhr: Polizei: Mit 10.000 Teilnehmern angemeldete Demonstration abgesagt

Eine für Mittwoch angemeldete Demonstration in Berlin mit 10.000 Teilnehmern ist vom Veranstalter am Montag abgesagt worden. Das teilte eine Sprecherin der Polizei Berlin am Montagnachmittag mit. Der Aufzug war für den Tag vor Silvester ab 15.30 Uhr unter dem Motto „Feuerwerk der Gefühle. Vom Jahr der Rebellion zum Jahr der Freiheit“ im Bezirk Mitte geplant. Angemeldet war sie von einer Einzelperson, so die Polizeisprecherin.

Einige Kundgebungen sind dagegen weiter für Mittwoch angekündigt. Dazu gehört der Polizei zufolge zum Beispiel eine Kundgebung zum Thema „Solidarisch ins neue Jahr - Nachdenken statt Querdenken“, zu der 500 Teilnehmer angemeldet sind. Sie soll um 14.30 Uhr am Rosa-Luxemburg-Platz vor der Volksbühne starten. Angemeldet wurde sie ebenfalls von einer Einzelperson. Einen Fahrradkorso unter dem Motto „Ohne Verschwörungstheorien ins neue Jahr“ ist ab 18.00 Uhr geplant. Er soll vom Adenauer-Platz bis zum Alexanderplatz führen. Die Veranstalter rechnen ebenfalls mit 500 Teilnehmern.

Eine sogenannte Pilgerwanderung unter dem Motto „Mit dem lieben Gott das alte Jahr verabschieden“ soll es ab 19.00 Uhr geben. Angemeldet sind 250 Personen, Start soll am Brandenburger Tor sein, von wo aus die Teilnehmer über die Straße des 17. Juni zum Großen Stern und zurück ziehen wollen. Allerdings soll der Aufzug bis nachts um 3.00 Uhr dauern - am 31. Dezember sind Versammlungen in Berlin jedoch nicht erlaubt.

16.50 Uhr: ZDF: Kein Feuerwerk am Brandenburger Tor

Das traditionelle Feuerwerk am Brandenburger Tor wird in diesem Jahr ausfallen. Bei der ZDF-Silvestershow „Willkommen 2021“, die in diesem Jahr ohne Publikum von dort übertragen wird, werde es kein Höhenfeuerwerk geben, teilte der Sender am Montag auf Anfrage mit. Dabei hätte es die Möglichkeit gegeben: Das zuständige Bezirksamt Mitte habe ein solches Feuerwerk genehmigt, hieß es von dort. Warum das ZDF darauf verzichtet, sagte die Sprecherin des Senders zunächst nicht.

Die Silvester-Party am Brandenburger Tor, zu der normalerweise Hunderttausende Menschen kamen, wurde in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise abgesagt. Stattdessen soll von dort nun die ZDF-Show mit Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner übertragen werden. Auftreten sollen dort unter anderem zwischen 21.45 Uhr und 00.30 Uhr die Band Karat und Schlagerstar Jürgen Drews - allerdings ohne Publikum vor Ort. Silvester am Brandenburger Tor - lesen Sie hier mehr.

16.20 Uhr: Aufbau Potsdamer Impfzentrum läuft - Enorme Herausforderung

Der Aufbau des Impfzentrums in der Potsdamer Metropolishalle - eines von insgesamt elf landesweit - läuft nach Plan. Ab dem 5. Januar sollen dort die ersten Menschen mit dem Covid-19-Impfstoff geimpft werden. Ab Montag nächster Woche werden über ein Callcenter die ersten Termine vergeben. „Wir stehen gemeinsam vor der Bewältigung einer enormen Herausforderung, wie es sie noch nie in Brandenburg gab“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Montag in Potsdam. Im Vergleich zum Stadtstaat Berlin, wo bereits seit Sonntag die Impfzentren arbeiten, müsse in Brandenburg eine riesige Fläche versorgt werden. Der logistische Aufwand sei um einiges komplizierter, sagte Nonnemacher.

Anhand der Priorisierung - der Reihenfolge der Impfung besonders gefährdeter Gruppen - müssten zudem die erforderlichen zwei Impftermine gesteuert werden, erläuterte Holger Rostek, stellvertretender Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg. Zudem müssten die Impfdosen in der erforderlichen Menge bereitstehen, auch für den notwendigen zweiten Termin. Kein Bürger werde ohne entsprechende Aufklärung durch das Impfzentrum geschleust, sagte Rostek. „Die Impfung ist für jeden eine persönliche Entscheidung“, betonte er. Vor dem „Piks“ werde jeder Bürger noch einmal vom Arzt befragt und könne Fragen stellen.

Bei vollem Betrieb werden in dem Potsdamer Impfzentrum nach Angaben von Rostek etwa 100 Ärzte im Schichtbetrieb arbeiten. Die Mediziner mit Impfberechtigung werden zunächst über den Impfstoff informiert.

16.07 Uhr: 646 Neuinfektionen, 23 weitere Menschen gestorben

In Berlin haben sich laut dem aktuellen Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung 646 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie infiziert haben, steigt damit auf 94.453. 23 weitere Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben, die Zahl der Todesfälle in Berlin erhöht sich auf 1172.

73.919 Menschen gelten inzwischen als genesen, 19.362 sind aktuell in Berlin mit dem Coronavirus infiziert. 1706 Menschen werden in Krankenhäusern behandelt, davon 405 auf Intensivstationen.

Die Ampel für den 4-Tage-R-Wert steht bei einem Wert von 0,70 auf Grün. Die 7-Tage-Inzidenz beläuft sich auf 173,5, die Ampel steht auf Rot, ebenso wie die Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten, der bei 32,7 Prozent liegt.

Die meisten Neuinfektionen vermeldet Spandau (+142), gefolgt von Mitte (+88) und Steglitz-Zehlendorf (+67). Neukölln hat keine Zahlen gemeldet.

15.39 Uhr: Charité bleibt im Krisenmodus

Angesichts der weiterhin hohen Zahl schwer erkrankter Covid-Patienten in Berlin bleibt die Charité im Krisenmodus. Der Vorstand der Uni-Klinik habe entschieden, das Notfall-Programm bis zum 10. Januar zu verlängern, teilte die Charité am Montag mit. Damit werden bis auf wenige Ausnahmen weiterhin alle planbaren Operationen verschoben. „Trotz des von der Politik angeordneten Lockdowns ist bei den Neuinfektionszahlen, und noch viel mehr bei den Hospitalisierungsraten, insbesondere in der Intensivmedizin, keine Trendwende erkennbar“, sagte Charité-Vorstand Ulrich Frei. Er ist für die Krankenversorgung zuständig.

Die Charité erlebe derzeit eine nie da gewesene Belastung ihrer ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter in ganz vielen Bereichen, ergänzte Frei. Die Uni-Klinik hatte bereits am 17. Dezember entschieden, auf ein Notfall-Programm umzustellen. Damit sollte vor allem weiteres Personal für die Intensivstationen gewonnen werden. In ganz Berlin werden zurzeit fast 400 Patienten wegen Covid-19 auf Intensivstationen behandelt. In die Charité kommen die schwersten Fälle.

Die Charité-Rettungsstellen bleiben für Notfälle aller Art aber weiter offen. Auch zeitkritische Eingriffe wie zum Beispiel Tumor-Operationen nehmen Ärzte weiterhin vor. „Die aktuellen Prognosen bezüglich des weiteren Verlaufs der Pandemie lassen für die nächsten zwei Wochen keine Entspannung des Geschehens erwarten“, ergänzte Martin Kreis, ab Januar neuer Charité-Vorstand für die Krankenversorgung. Vielmehr sei mit einer noch weiteren Zunahme der Zahl an Covid-19-Erkrankten, die stationär und intensivmedizinisch behandelt werden müssen, zu rechnen. „Der dafür erforderliche Personalbedarf ist eher zunehmend.“ In der Charité sind zurzeit rund 130 Intensiv-Betten mit Covid-19-Patienten belegt.

13.39 Uhr: Kurorte hart von Corona getroffen

Brandenburgs Kurorte und ihre Kur- und Rehakliniken haben nach Angaben des Interessenverbandes stark mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Mittlerweile seien erste Insolvenzanträge eingereicht worden, darunter von der Lausitztherme Wonnemar in Bad Liebenwerda, teilte der Gesundheits- und Kurorteverband Brandenburg am Montag mit. Das habe auch Konsequenzen für Bad Liebenwerda, da die Therme als Kurmittelzentrum dringend benötigt werde, um die gesetzlichen Auflagen als Kurort zu erfüllen, erläuterte der Verbandsvorsitzende Thomas Richter. Zudem verzeichneten die einzelnen Kurorte aufgrund der Beschränkungen in der Touristik, der Gastronomie und im Heil- und Kurbetrieb der Kliniken starke Einbußen.

Hinzu kommt dem Verband zufolge, dass die Kurorte nach derzeitiger Gesetzeslage keinen Anspruch auf die dringend benötigten staatlichen Überbrückungshilfen haben, weil viele Einrichtungen und Thermen in kommunaler Hand sind und so durch das aktuelle Förderraster fallen. Überall wo die Kommune Gesellschafter bei Einrichtungen sei, gebe es Probleme.

Der Verband vertritt in Brandenburg die Kurorte Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark), Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland), Bad Liebenwerda (Elbe-Elster), Bad Wilsnack (Prignitz), Buckow (Märkisch- Oderland), Burg (Dahme-Spreewald) und Templin (Uckermark).

13.20 Uhr: Negative Testergebnisse - Alba-Spiel findet statt

Nach der Corona-Infektion von Alba-Headcoach Aito Garcia Reneses waren die Testergebnisse aller anderen Mannschaftsmitglieder negativ ausgefallen. Sie hatten sich dennoch vorsorglich umgehend häuslich isoliert. Am Sonntag Nachmittag wurde das Team erneut getestet. Da alle Testergebnisse erneut negativ waren und zu jedem Zeitpunkt die Hygieneschutzkonzepte der Basketballbundesliga und der Euroleague umgesetzt wurden, wurde die freiwillige Selbstisolation der Mannschaft in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt aufgelöst. Das morgige Spiel in der Turkish Airlines EuroLeague gegen Zalgiris Kaunas (29.12., 20 Uhr, Mercedes-Benz Arena) findet wie geplant statt. Associate Headcoach Israel Gonzalez übernimmt bis zur vollständigen Genesung von Aito die Rolle als Headcoach.

12.55 Uhr: Feuerwehr plant an Silvester mit Ausnahmezustand

Trotz des Verkaufsverbots von Feuerwerk bereitet sich die Berliner Feuerwehr für die kommende Silvesternacht in gleicher Weise wie in den Vorjahren auf einen Ausnahmezustand vor. „Wir hoffen natürlich, dass es ruhiger wird als sonst, aber das können wir eben noch nicht absehen“, sagte ein Sprecher am Montag. Daher werde wie jedes Jahr die Personalstärke auf den Wachen sowie den Organisationseinheiten erhöht, teilte die Feuerwehr mit.

Insgesamt sollen rund 850 Kräfte der Berufsfeuerwehr im Einsatz sein sowie mehr als 520 Ehrenamtliche von den Freiwilligen Feuerwehren. 427 Fahrzeuge seien besetzt, hieß es. Hinzu kämen rund 120 Einsatzkräfte der Bundeswehr sowie des Technischen Hilfswerks. „Somit wird die Personalstärke im Vergleich zum Regelbetrieb nahezu verdreifacht.“

12.44 Uhr: Impfungen - Czaja zieht positives Fazit

Der Präsident des Berliner Roten Kreuzes, Mario Czaja, hat ein positives Fazit des Impfauftaktes gezogen. „Im Großen und Ganzen ist es gut gelaufen“, sagte Czaja am Montag. Am ersten Tag hätten 160 Personen die erste Impfung im Impfzentrum in der Arena in Treptow erhalten, das am Montag eröffnet worden war. Lediglich zu Beginn sei es im Eingangsbereich zu kurzen Wartezeiten gekommen. „Es ist sinnvoll, die Kapazität langsam hoch zu fahren und nicht gleich mit 20.000 Impfungen am Tag anzufangen“, sagte Czaja. So könnten die Abläufe besser trainiert werden. Da derzeit noch wenig Impfstoff verfügbar sei, können zunächst nur wenige Personen geimpft werden. Deswegen hat auch erst ein Impfzentrum die Arbeit aufgenommen. Die anderen fünf sollen folgen, wenn ausreichend Serum zur Verfügung steht.

Auch für die kommenden Wochen sieht Czaja die Impfzentren personell gut aufgestellt. „Wir haben von den Hilfsorganisationen DLRG, Malteser, Johanniter und Rotem Kreuz hunderte Anmeldungen von Ehrenamtlichen erhalten“, sagte Czaja. „Auch für Impfzentren, die noch gar nicht geöffnet haben.“ Eine zusätzliche Motivation für ehrenamtliche Mitarbeiter könne darin bestehen, dass sie vorzeitig geimpft werden können, wenn Impfstoff übrig bleibt. So erhielten am ersten Tag 30 Sanitäter in der Arena die erste Impfung, weil am Abend impffertiges Serum übrig geblieben war. Der bislang einzig zugelassene Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer muss zunächst bei minus 70 Grad gelagert werden, bevor er zur Impfung aufwendig aufbereitet werden muss.

12.03 Uhr: Impfungen in Berlin gehen weiter

Nach dem Auftakt am Sonntag gehen die Impfungen gegen das Coronavirus in Berlin weiter. Zum einen sind die mobilen Impfteams, die berlinweit zu den Pflegeheimen fahren, um deren Bewohner zu impfen, seit Montagmorgen wieder im Einsatz, wie eine Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin am Montag sagte. Zum anderen würden auch die Impfungen im Impfzentrum in der Arena-Halle in Treptow fortgesetzt. Am Sonntag habe es rund 1800 Impfungen in den Pflegeheimen und weitere rund 150 in der Arena gegeben, so die KV-Sprecherin.

Detlef Cwojdzinski, der die Impfungen in der Arena für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) koordiniert, sagte der Deutschen Presse-Agentur, anders als am Sonntag, als das Impfzentrum den Betrieb erst am Nachmittag gestartet hat, sei es am Montag bereits ab 9 Uhr geöffnet gewesen. Dort wird zunächst das Personal aus Senioren- und Pflegeheimen geimpft. In den nächsten Tagen bis zum 30. Dezember sei es jeweils von 9 bis 19 Uhr in Betrieb.

„Wir stellen uns darauf ein, dass wir täglich knapp 1000 Impfungen bewältigen können“, sagte Cwojdzinski. Wie viele es dann tatsächlich würden, hänge aber von einer Reihe von Faktoren ab. Ob es auch Silvester und Neujahr Impfungen gebe, solle noch geklärt werden. Mit dem Auftakt am Sonntag ist Projektsteuerer Cwojdzinski nach eigenen Worten sehr zufrieden: „Das war wirklich ein sehr guter Start. Es gab nichts, was uns Sorgen machen würde.“

Wie Regina Kneiding vom Projektteam Impfzentren am Montag sagte, seien im Impfzentrum in der Arena auch 75 Helfer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) sowie rund 70 Soldaten der Bundeswehr im Einsatz gewesen. Kneiding sagte, aus Sicht der Hilfsorganisationen sei beim ersten Impftag alles gut gelaufen.

11.50 Uhr: 417 Neuinfektionen in Brandenburg

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus ist in Brandenburg innerhalb eines Tages leicht gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete am Montag 417 neue Fälle. Am Vortag waren es 408, wobei die Infektionszahlen nach dem Wochenende laut Ministerium gewöhnlich verzögert gemeldet werden. Am Samstag wurden landesweit 714 und am 1. Weihnachtsfeiertag 918 neue Ansteckungen registriert. Binnen 24 Stunden starben 16 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt wurden seit März landesweit 938 Todesfälle gemeldet.

Corona-Schwerpunkt ist weiter der Süden Brandenburgs. Der Kreis Elbe-Elster meldete 509,7 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, gefolgt vom Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit einem Wert von 417,8 Für ganz Brandenburg sank die sogenannte 7-Tage-Inzidenz leicht auf 230,5 nach 245,9 am Sonntag.

Die meisten neuen Ansteckungen binnen 24 Stunden wurden mit 85 aus dem Landkreis Märkisch-Oderland gemeldet. Es folgen der Landkreis Oderhavel mit 65 und der Kreis Elbe-Elster mit 61 neuen Corona-Fällen.

7.30 Uhr: Dregger - Berlin soll Medikament gegen Corona entwickeln

CDU-Fraktionschef Burkard Dregger hat vorgeschlagen, Berlin solle sich für die Entwicklung eines Medikaments für Corona-Patienten einsetzen. Mit dem nun zur Verfügung stehenden Impfstoff könnten endlich Menschen gegen eine Corona-Infektion geschützt werden. Es sei jedoch noch nicht möglich, bereits Erkrankte mit einem Medikament zu heilen. Deshalb müsse Berlin mit seinem wissenschaftlichen Know-how die Entwicklung eines wirksamen Medikaments voranbringen, forderte Dregger.

„Jetzt kommt es darauf an, Leben zu retten. Gerade bei schweren Krankheitsverläufen“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Unsere Stadt bietet dafür mit drei Exzellenz-Universitäten, vielen namhaften Forschungsinstituten und Pharmaunternehmen hervorragende Voraussetzungen.“

Es müsse gelingen, alles bisherige Wissen in einem großen gemeinsamen Berliner Forschungsprojekt zu bündeln, um so zu schnellen Ergebnissen zu kommen. „Dies zu ermöglichen, ist vor allem Aufgabe des Berliner Senats“, sagte Dregger. „Ein effektives Medikament ist der nächste entscheidende Schritt im Kampf gegen die Pandemie. Das ist die große Herausforderung, aber auch Chance für den Wissenschaftsstandort Berlin.“

Sonntag, 27. Dezember

15.50 Uhr: Aufbauarbeiten für digitale Silvesterparty am Brandenburger Tor

Am Brandenburger Tor haben die Aufbauarbeiten für die digitale Silvesterparty "Welcome Berlin 2021" begonnen. In diesem Jahr kann die traditionelle Silvesterveranstaltung nur digital im Fernsehen und im Internet erlebt werden. Zur Vorbereitung und Durchführung wird vor dem Brandenburger Tor eine große Bühne aufgebaut.

Lesen Sie auch: Silvestershow in Berlin - das sind die Straßensperrungen

15.36 Uhr: 815 Neuinfektionen in Berlin, 21 weitere Tote

In Berln haben sich 815 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung von Sonntag hervor. Insgesamt haben sich damit seit Beginn der Pandemie in Berlin 93.807 Menschen infiziert. 21 weitere Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben, die Zahl der Todesopfer steigt auf 1149.

1656 Menschen werden zurzeit in Krankenhäusern behandelt, davon 394 auf Intensivstationen. Insgesamt gelten 72.869 Menschen als genesen, damit sind 19.789 Menschen derzeit in Berlin mit Corona infiziert.

Die Corona-Ampel für den 4-Tage-R-Wert steht mit 0,74 auf Grün. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 168,1, die Ampel steht auf Rot, ebenso wie die für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten. Dieser beläuft sich 32,2 Prozent.



15.18 Uhr: Regierender Bürgermeister zu Impfstart - Licht am Ende des Tunnels

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat den Start der Impfungen gegen das Coronavirus begrüßt. "Das ist ein Licht am Ende des Tunnels nach diesem schweren Jahr der Corona-Pandemie", sagte Müller laut Mitteilung am Sonntag. Dass die Wissenschaft schon nach knapp einem Jahr einen Impfstoff entwickeln konnte, sei eine beeindruckende Leistung.

"Auch wenn wir noch eine gewisse Zeit mit der Corona-Pandemie leben müssen, ist es wichtig, dass wir jetzt schon die gefährdetsten Gruppen unserer Gesellschaft schützen können", so Müller. Die Impfungen seien ein elementarer Baustein zur Bekämpfung der Pandemie, unterstrich der SPD-Politiker. Er hoffe, dass möglichst viele Berlinerinnen und Berliner dieses kostenfreie und freiwillige Angebot nutzten, sobald der Impfstoff zur Verfügung steht.

In den nächsten Monaten müssten aber alle weiter und entschlossen die Abstands- und Hygieneregeln einhalten. "Die Pandemie ist mit Beginn der Impfungen nicht beendet, die Auslastung der Intensivstationen bereitet mir weiterhin große Sorge und wir müssen zusammen dafür sorgen, dass die Pandemie sich nicht weiter ausbreitet", appellierte Berlins Regierungschef.

14.33 Uhr: Erstes Berliner Impfzentrum eröffnet

Nach den ersten Impfungen in einem Berliner Pflegeheim durch ein mobiles Team startet jetzt auch das stationäre Piksen in der Hauptstadt. Als erstes von sechs Impfzentren wurde das in der Arena-Halle in Berlin-Treptow am Sonntagnachmittag eröffnet. Dort bekommen Ärzte, Krankenschwestern, Krankenpfleger und Pfleger in Heimen die Spritze gegen das gefährliche Virus. Schon vor der Eröffnung um 14.00 Uhr hatten sich Dutzende in eine Schlange mit Abstand eingereiht, um geimpft zu werden.

Dort, wo vor der Pandemie Konzerte über die Bühne gingen, wurden 80 Kabinen für das Impfen eingerichtet. Es ist das größte der sechs Berliner Impfzentren. Bis zum 30. Dezember sollen täglich 90 Ärzte in den mobilen Impfteams sowie in der Arena arbeiten. Wann die übrigen fünf Impfzentren starten, stand noch nicht fest.

12.35 Uhr: Mehr als 400 Neuinfektionen in Brandenburg

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist in Brandenburg etwas gesunken: Das Gesundheitsministerium meldete am Sonntag 408 neu registrierte Fälle innerhalb eines Tages. Am Vortag waren es 714 und am 1. Weihnachtsfeiertag 918 neue Fälle gewesen. Allerdings hatten an allen drei Tagen jeweils zwei Landkreise keine Meldung abgegeben. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat darauf hingewiesen, dass über die Weihnachtsfeiertage sowohl mit weniger Testungen auf das Coronavirus als auch mit weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern zu rechnen sei.

11.47 Uhr: Illegales Glücksspiel - Männer treffen sich in Charlottenburger Bar

Mehrere Männer haben sich am Sonnabend in Charlottenburg in einer Bar zu einem illegalen Glücksspiel getroffen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, bemerkte ein Zeuge gegen 16.50 Uhr verdächtige Geräusche und Bewegungen in dem Lokal. Die Bar vermittelte von außen aber einen verschlossenen Zustand. Durch einen Riss in der Scheibenabdeckung konnten Beamte mehrere Personen erkennen. Außerdem hörten sie Möbelrücken und Stimmen. Die Eingangstür war verschlossen und wurde auf Klopfen auch nicht geöffnet. Die Polizisten verschafften sich über einen aus früheren Einsätzen bekannten Keller-Eingang Zugang. Dort kamen ihnen Männer entgegen. Alle gaben an, sich nur zufällig im Keller aufzuhalten.

Für die Bar wurde ein Durchsuchungsbeschluss eingeholt. In den Räumen wurden diverse Beweismittel gefunden, die den Verdacht des zuvor stattgefundenen Glücksspiels bekräftigten. Zudem fanden sie geringe Mengen Betäubungsmittel, auch diese wurden beschlagnahmt. Da die Männer teilweise hohe Bargeldsummen mit sich führten, zu denen sie keine Angaben machen wollten, wurde das bei vier Männern aufgefundene Bargeld beschlagnahmt. Zudem wurden gegen alle Männer Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen eines Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung geschrieben. Die Ermittlungen dauern an.

11.42 Uhr: Impfstart in Brandenburg - 87-Jährige in Pflegeheim zuerst geimpft

In Brandenburg haben die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Als erste Brandenburgerin wurde am Sonntag die 87-jährige Ruth Heise im Seniorenwohnpark des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Großräschen geimpft. Anschließend kamen weitere Bewohner der Einrichtung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz dran. Das DRK ist für die Koordinierung der Termine für die mobilen Impfteams und den Transport des Impfstoffs in die Heime zuständig. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist ein Corona-Hotspot in Brandenburg. Die Zahl der Ansteckungen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner liegt seit längerem kontinuierlich über dem Wert von 500.

Am Samstag war die erste Lieferung mit 9750 Impfdosen unter Geleitschutz der Bundespolizei in Brandenburg eingetroffen. Aus Sicherheitsgründen wird der Impfstoff von Biontech und Pfizer an einem geheimen Ort gelagert. Nach Angaben des Innenministeriums werden bis zum Jahresende weitere Lieferungen mit insgesamt rund 30.000 Impfdosen erwartet.

In den kommenden Tagen sind laut Gesundheitsministerium weitere Aktionen mit mobilen Impfteams in Senioreneinrichtungen im Landkreis Havelland und in Cottbus geplant. Von Dienstag an sollen auch die Mitarbeiter in den Krankenhäusern gegen das Coronavirus geimpft werden. Zwei Impfzentren in Potsdam und Cottbus starten am 5. Januar.

10.38 Uhr: Potsdamer Kitas werden am 4. Januar geschlossen

Die Kindertagesstätten in Potsdam werden nach den Weihnachtsferien vom 4. Januar an geschlossen. Hintergrund sei, dass die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an Heiligabend mit 316,6 eine kritische Marke überschritten habe, teilte die Stadtverwaltung am Sonntag mit. "Bei aktuell mehr als 500 Kita-Kindern in Quarantäne sowie zahlreichen betroffenen Erzieherinnen und Erziehern wird die Landeshauptstadt entsprechend der Hotspot-Strategie des Landes Brandenburg handeln", hieß es in der Mitteilung. "Damit werden die Kitas geschlossen."

Im Lockdown seit Mitte Dezember blieben die Kitas in Brandenburg zwar weiter geöffnet. Den Eltern war aber dringend nahegelegt worden, ihre Kinder soweit wie möglich zu Hause zu betreuen. Vom 4. Januar an gibt es mit Ausnahme von Abschlussklassen und Förderschulen keinen Präsenzunterricht in Schulen.

9.44 Uhr: Gesundheitssenatorin - Guter Start bei Impfung gegen Coronavirus

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat sich erleichtert über den "guten Start" der Impfungen gegen das Coronavirus in der Hauptstadt gezeigt. Drei hochbetagte Frauen eines Pflegeheims in Berlin-Steglitz bekamen am Sonntagmorgen die ersten Spritzen. Es sei das Signal, dass es für das Impfen nie zu spät sei, sagte die Senatorin vor Ort. Durch das Impfen gerade älterer Menschen könnten schwere Krankheitsfälle und viel Leid vermieden werden. Die SPD-Politikerin appellierte an die Hausärzte, ihre Patienten in den Pflegeheimen gut auf das Impfen vorzubereiten und sie zu begleiten. Das mobile Impfteam, das zum ersten Mal im Einsatz war, habe "super funktioniert", so Kalayci.

8.49 Uhr: Impfen gegen das Coronavirus gestartet - Seniorin (101) bekam Spritze

In der Hauptstadt haben die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Im Beisein von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) bekam in einem Pflegeheim in Berlin-Steglitz am Sonntagmorgen eine 101 Jahre alte Seniorin eine Spritze mit dem Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer. Gertrud Haase: "Ich merke nichts, die Impfung selbst war auch sehr gut. (...) Ich habe den Piks gar nicht gemerkt. Ganz toll." Laut Haase sei es sehr gut, dass man jetzt dagegen geimpft wird. "Das ist schon ein großer Vorteil für uns alle Leute hier." Für den Start hat Berlin nach Angaben der Gesundheitsverwaltung zunächst 9750 Impfdosen erhalten.

4.30 Uhr: In Berlin beginnen die Impfungen gegen das Coronavirus

In Berlin sollen am Sonntagmorgen die Impfungen gegen das Coronavirus beginnen. Zuerst sind die Bewohner der Pflegeheime an der Reihe, die als besonders gefährdete Gruppe gelten. Dafür stehen 60 mobile Impfteams zur Verfügung. Die Einsatzzentrale ist im alten Terminal C des Flughafens Tegel untergebracht. Sie hat die Routen für den Impfauftakt festgelegt. Nach deren Angaben sind pro Team künftig 50 Impfungen am Tag geplant. Die Teams fahren Pflegeheime in der ganzen Stadt an.

Auch die Mitarbeiter der Pflegeheime sollen parallel geimpft werden. Dafür geht am Sonntagnachmittag (14 Uhr) das mit 80 Impfkabinen größte der sechs Berliner Impfzentren in Betrieb. Es ist in der Arena-Halle in Treptow untergebracht, in der sonst Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden.

Der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin zufolge sind vom 27. bis zum 30. Dezember täglich 90 Ärztinnen und Ärzte in den mobilen Impfteams und im Treptower Impfzentrum im Einsatz. Die Impfungen sollen in der Woche nach Weihnachten fortgesetzt und künftig ausgeweitet werden. Wann genau und in welcher Reihenfolge die übrigen fünf Impfzentren starten, ist noch nicht bekannt.

4 Uhr: Künftige KMK-Präsidentin Ernst - Schulen möglichst lange offen halten

Mitten in der Corona-Pandemie übernimmt Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am 14. Januar die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz (KMK). Sie wolle im kommenden Jahr die Digitalisierung des Unterrichts in den Mittelpunkt ihrer Präsidentschaft stellen, sagte Ernst der Deutschen Presse-Agentur. "Der Unterricht muss auch mit Einsatz digitaler Mittel gut sein, damit die Kinder etwas lernen", sagte Ernst der Deutschen Presse-Agentur. "Wir müssen systematisch erforschen, welche Unterrichtsmethoden geeignet sind, um Schülerinnen und Schüler gut zum Lernen zu bringen, auch auf unterschiedlichem Niveau."

Während der Corona-Pandemie stehe aber die Frage des Präsenzunterrichts für die Kultusministerkonferenz ganz oben auf der Agenda. "In der KMK sind alle dafür, dass die Schulen möglichst lange offen gehalten werden können", erklärte Ernst. Dazu sei aber eine Gesamtabwägung notwendig. Denn auch die Schulen müssten einen Beitrag zur Reduzierung der Kontakte leisten.

3.27 Uhr: Start der Corona-Impfungen in Brandenburger Pflegeheim

Nach der Lieferung von knapp 10.000 Impfdosen soll am Sonntag (11 Uhr) in Brandenburg mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen werden. Als erste werden Bewohner in einem Pflegeheim im Landkreis Oberspreewald-Lausitz geimpft. An den folgenden Tagen sind weitere Aktionen mit mobilen Impfteams in Einrichtungen im Landkreis Havelland und in Cottbus geplant, wie das Gesundheitsministerium berichtete. Von Dienstag an sollen auch die Mitarbeiter in den Krankenhäusern gegen das Coronavirus geimpft werden. Zwei Impfzentren in Potsdam und Cottbus starten am 5. Januar.

Am Samstag war die erste Lieferung mit 9750 Impfdosen unter Geleitschutz der Bundespolizei in Brandenburg eingetroffen. Aus Sicherheitsgründen wird der Impfstoff von Biontech und Pfizer an einem geheimen Ort gelagert. Nach Angaben des Innenministeriums werden bis zum Jahresende weitere Lieferungen mit insgesamt rund 30.000 Impfdosen erwartet.

Sonnabend, 26. Dezember 2020

16.09 Uhr: 19.338 aktuelle Corona-Fälle in Berlin, zehn weitere Tote, Inzidenz bei 155,9

In Berlin sind zehn weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 1128. 635 neue Infektionen aus zehn Bezirken wurden bestätigt, 278 waren es gestern. 19.338 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 19.295 waren es gestern. 72.526 Menschen gelten inzwischen als genesen.

376 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, sechs weniger als gestern. 1623 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 47 weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 31,3 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 155,9 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,92 auf Grün.

Die Fallzahlen aus den Bezirken

13.10 Uhr: Berlins Basketball-Meistercoach Aito mit Coronavirus infiziert

Cheftrainer Aito Garcia Reneses vom deutschen Basketballmeister Alba Berlin ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Hauptstadtclub am Samstag mit. Der Befund des 74-jährigen Spaniers ist auch der Grund dafür, warum der Double-Gewinner am zweiten Weihnachtsfeiertag nicht beim Syntainics MBC in Weißenfels antreten kann. Die Begegnung in Sachsen-Anhalt musste kurzfristig verschoben werden. Aito ist derzeit symptomfrei, hat sich zu Hause isoliert und steht auch aufgrund seines hohen Alters "unter enger medizinischer Beobachtung", wie Alba mitteilte.

Das positive Ergebnis resultiert aus einem routinemäßigen Test vom Heiligabend. Alle anderen Teammitglieder wurden zwar negativ getestet, begaben sich aber dennoch umgehend für die kommenden Tage in Selbstisolation. Dabei handelte es sich laut Alba um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

12.38 Uhr: Mehr als 700 Neuinfektionen in Brandenburg

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen blieb in Brandenburg auch über die Weihnachtstage unverändert hoch: Das Gesundheitsministerium meldete am Samstag 714 neu registrierte Fälle innerhalb eines Tages, am Vortag waren es mit 918 Neuinfektionen etwas mehr. Allerdings hatten am Samstag wie auch am Vortag zwei Landkreise keine Meldung abgegeben.

Corona-Hotspot war am Samstag wieder der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit 524,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, dicht gefolgt vom Landkreis Elbe-Elster mit einem Wert von 507,7 und der Stadt Cottbus mit 404,3. Für ganz Brandenburg sank die so genannte 7-Tage-Inzidenz leicht auf 257,8.

11.17 Uhr: Impfstoff gegen das Coronavirus in Berlin eingetroffen

Einen Tag vor dem geplanten Start der Impfungen gegen das Coronavirus ist der Impfstoff am Samstagvormittag in Berlin eingetroffen. Das teilte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit am Samstag mit. Die erste Lieferung sei da. "Morgen wird geimpft." Der Impfstoff werde aus Sicherheitsgründen zunächst an einem zentralen geheimen Ort gelagert. Die ersten Impfungen soll es am Sonntagmorgen geben. Zunächst sind die Bewohner der Berliner Pflegeheime an der Reihe, die als besonders gefährdete Gruppe gelten.

"Auch wenn es noch einige Zeit dauern wird, bis wir die sogenannte Herdenimmunität erreichen werden, ist der heutige Tag ein Tag der Hoffnung", sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Samstag. "Dennoch bitte ich alle, halten Sie die AHA-Regeln ein und bleiben Sie zu Hause."

Für die am Sonntag beginnenden Impfungen in den Pflegeheimen kommen mobile Impfteams zum Einsatz, von denen es in Berlin 60 gibt. Sie fahren berlinweit Senioren- und Pflegeheime an. Die Impfungen sollen künftig abhängig von der Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffs ausgeweitet werden.

10.42 Uhr: 9750 Impfdosen in Brandenburg eingetroffen

In Brandenburg ist die erste Lieferung des Impfstoffs gegen das Coronavirus eingetroffen. Die 9750 Impfdosen seien am Vormittag angeliefert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Aus Sicherheitsgründen werde der Impfstoff von Biontech/Pfizer an einem geheimen Ort gelagert. Die Impfungen in Brandenburg mit einem mobilen Team sollen am Sonntag in einer Pflegeeinrichtung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz beginnen. Von Dienstag an sollen Mitarbeiter in den Krankenhäusern geimpft werden. Die Eröffnung zweier Impfzentren in Potsdam und Cottbus ist für den 5. Januar geplant. Dort sollen zunächst über 80-Jährige vorrangig geimpft werden.

9.30 Uhr: Parzinger - Digitale Entwicklung der Museen nach Corona bewahren

Nach dem Ende der Corona-Krise sollten Kultureinrichtungen ihre digitalen Fortschritte bewahren. "Wenn die Museen nach der Pandemie wieder dauerhaft öffnen, dürfen wir das, was im digitalen Bereich investiert und entwickelt wurde, nicht wieder zurückfahren", sagte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Hier sind neue Aufgaben entstanden, und jeder hat das Potenzial gesehen, das ist zudem eine enorme Werbung für Museen."

Bereits jetzt ist die Stiftung federführend beim bundesweiten Projekt Museum4Punkt0, bei dem es um die Entwicklung neuartiger digitaler Vermittlungsformate geht. Die Corona-Krise hat dies befördert. "Es hat einen enormen Schub gegeben für die digitalen Angebote der Museen und ihrer Sammlungen."

Nun will Parzinger die Fortschritte sichern. "Im Social-Media-Bereich müssen wir für Nachhaltigkeit sorgen, womit sich die Frage nach den Ressourcen stellt", sagte er. "Wir brauchen ein ständiges und gut aufgestelltes Team." Digitale Angebote könnten nie die Aura des Originals ersetzen. Museen würden deshalb immer attraktiv bleiben. "In der komplementären Ergänzung, in der Kombination aus dem Erleben des Originals und den digitalen Vermittlungsangeboten, liegt das Geheimnis für den Erfolg."

7.30 Uhr: Lederer - Dickes Ende für Kultur als Folge von Corona

Berlins Kultursenator Klaus Lederer fürchtet grundlegende Folgen für die Kulturszene nach der Corona-Krise. "Selbst wenn die Pandemie zu Ende ist, werden uns die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen viel länger beschäftigen, als der unmittelbare akute Krisenfall, der jetzt eine stärkere Verschuldung der öffentlichen Hand ermöglicht", sagte der Linke-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Deswegen kommt das dicke Ende hinterher."

Lederer, von Januar an auch Vorsitzender der Kulturministerkonferenz der Länder, geht von Abwehrkämpfen bei der Frage über die Kosten der Pandemie aus. "Es wird Auseinandersetzungen geben um die knapper werdenden Haushaltsmittel." Gleichzeitig warnte der Politiker: "Man wird über keine stärkere Resilienz im Kulturbetrieb reden, wenn am Anfang Vorgaben für Abbau oder Kürzungen stehen. Dann ist die Debatte beendet." Lederer plädierte für eine umfassende Diskussion. "Etwa um die Frage, ob es mal eine beherzte Besteuerung großer Vermögen geben wird. Oder eine ernstzunehmende Erbschaftssteuer." Solche Fragen müsse die Gesellschaft diskutieren.

3.53 Uhr: Hochzeitsplanerbund befürchtet Schließungen von Dienstleistern

Der Hochzeitsplanerbund hat vor Schließungen von Hochzeits-Dienstleistern in der Corona-Krise gewarnt. Viele Betriebe und Selbstständige müssten aufgeben, sagte Pressesprecherin Svenja Schirk. Die Hilfen kämen oftmals nicht oder zu spät an. Zudem seien sie manchmal einfach zu gering, um noch eine weitere Saison ohne Einnahmen durchzustehen. "Denn auch 2021 wird uns keine "normale" Saison erwarten", sagte Schirk.

Freitag, 25. Dezember 2020

15.45 Uhr: Nur drei Bezirke melden aktuelle Zahlen

In Berlin sind zwei weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 1118.


Nur für drei Bezirke (Marzahn-Hellersdorf, Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg) wurden aktuelle Zahlen gemeldet: 278 neue Infektionen wurden bestätigt, 952 waren es gestern.19.295 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 20.148 waren es gestern. 71.944 Menschen gelten inzwischen als genesen.


382 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, 18 mehr als gestern. 1670 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 43 mehr als gestern.


Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 30,6 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 188,2 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,92 auf Grün.

12.14 Uhr: Mehr als 900 Corona-Neuinfektionen in Brandenburg

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt in Brandenburg auch über die Weihnachtstage auf hohem Niveau: Das Gesundheitsministerium meldete am Freitag 918 neu registrierte Fälle innerhalb eines Tages, am Vortag waren es mit 1181 Neuinfektionen etwas mehr. Allerdings hatten am Freitag zwei Landkreise keine Meldung abgegeben. Weitere 19 Menschen starben mit einer Covid-19-Erkrankung, insgesamt stieg die Zahl der Verstorbenen auf 897.

Mit 223 Fällen meldete der Landkreis Teltow-Fläming mit Abstand die meisten Neuinfektionen. Corona-Hotspot war am Freitag wieder der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit 566,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, dicht gefolgt vom Landkreis Elbe-Elster mit einem Wert von 551,9 und der Stadt Cottbus mit 418,3. Für ganz Brandenburg sank die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz leicht auf 288,7.

Seit Beginn der Pandemie wurden damit in Brandenburg laut Ministerium knapp 41.000 Corona-Infektionen statistisch erfasst. Die Zahl der aktuell Erkrankten stieg um gut 140 Patienten auf knapp 15.000. Als genesen gelten 25.131 Menschen, 759 mehr als am Mittwoch.

6.30 Uhr: Humboldt Forum verschiebt internationale Projektarbeit wegen Corona

Nach der digitalen Eröffnung wartet das Humboldt Forum in Berlin auf Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Die größten Auswirkungen sieht Generalintendant Hartmut Dorgerloh in der internationalen Projektarbeit. "Bis sich hier wieder eine Art Normalität einstellt, wird es wohl noch eine Weile dauern", sagte der Chef des Zentrums für Kultur, Kunst und Wissenschaft der dpa in Berlin. So könnten zum Beispiel keine Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt für Projekte eingeladen werden. "Aber natürlich wollen wir, dass First Nations aus der ganzen Welt nach Berlin kommen und hier im Haus ihre Expertise einbringen können."

Donnerstag, 24. Dezember 2020

22.28 Uhr: Querdenken-Initiator Ballweg: Demo-Verbot in Berlin akzeptieren

Querdenken-Initiator Michael Ballweg hat dazu aufgerufen, sich an das Verbot der Querdenken-Demo in Berlin zum Jahreswechsel zu halten. Er bat in einer am Heiligabend im Netz veröffentlichten Video-Botschaft darum, "das Verbot der Demonstrationen in Berlin zu akzeptieren und am 30.12., am 31.12. und am 1.1. nicht nach Berlin zu fahren".

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die für den 30. Dezember in Berlin geplante Querdenken-Demonstration gegen staatliche Beschränkungen in der Corona-Krise verboten wurde.

Ballweg kündigte in der Video-Botschaft zudem an, zunächst keine großen Querdenken-Demonstrationen mehr anzumelden. Mit diesem Rückzug im Winter sollten nach seinem Bekunden Kräfte für den Frühling gesammelt werden. "Aus diesem Grund, werde ich auf Weiteres keine Großdemonstrationen mehr anmelden."

18.36 Uhr: Weihnachtsverkehr: Viele Züge nur zu gut einem Drittel besetzt

In der Pandemie ist der übliche weihnachtliche Ansturm auf Züge in Deutschland bisher ausgeblieben. Das Unternehmen rechne für den gesamten Weihnachtsreiseverkehr mit einer durchschnittlichen Auslastung der Züge von 35 bis 40 Prozent, sagte ein Sprecher am Donnerstagabend. Über alle Verkehrsträger hinweg liege das rund 60 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Um Abstandsregeln besser einzuhalten setze die Bahn dennoch rund 100 Sonderzüge ein. Bis Ende des Jahres stünden Fahrgästen damit 13.000 zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung.

17.00 Uhr: 11 weitere Tote und 952 Corona-Neuinfektionen in Berlin

In Berlin sind elf weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 1116.
952 neue Infektionen wurden bestätigt, 1593 waren es gestern. 20.148 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 20.389 waren es gestern. 70.815 Menschen gelten inzwischen als genesen.


364 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, fünf weniger als gestern. 1627 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 22 weniger als gestern.


Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 29,8 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 221,8 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,90 auf Grün.

15.26 Uhr: Stübgen warnt vor Konsequenzen bei gefälschten Masken-Attesten

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) hat nachdrücklich vor der Nutzung von gefälschten Attesten zur Befreiung von der Maskenpflicht gewarnt. Die Polizei akzeptiere bei Kontrollen künftig nur noch Atteste im Original, auf denen neben dem Arzt auch die Diagnose und die Gründe zur Befreiung von der Maskenpflicht vermerkt sein müssten, sagte Stübgen am Donnerstag der Märkischen Allgemeinen. Diese Daten werde die Polizei aufnehmen und an die Gesundheitsämter weiterleiten. "Wer glaubt, man könne all dies auf die leichte Schulter nehmen, den warne ich: Urkundenfälschung ist ein Offizialdelikt", warnte Stübgen. Ein Offizialdelikt wird als Straftat von einer Staatsanwaltschaft von Amts wegen verfolgt.

13.47 Uhr: Fast 1200 Neuinfektionen in Brandenburg

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Brandenburg unvermindert hoch. Das Gesundheitsministerium meldete am Donnerstag 1181 neue Fälle innerhalb eines Tages. Am Vortag war die Zahl der neu bestätigten Fälle auf den Höchstwert von 1580 hochgeschnellt. 22 Menschen starben von Mittwoch auf Donnerstag mit einer Covid-19-Erkrankung, insgesamt wurden in Brandenburg seit Beginn der Pandemie nun 878 Todesfälle registriert.

Corona-Hotspot blieb der Landkreis Spree-Neiße mit 617,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, gefolgt vom Kreis Oberspreewald-Lausitz mit einem Wert von 574,2 und Cottbus mit 411,3. Für ganz Brandenburg betrug die so genannte 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Ansteckungen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, gegenüber dem Vortag kaum verändert 305,4.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für den Landkreis Spree-Neiße am Donnerstag (0.00 Uhr) nur einen Inzidenzwert von 320,1. Für das Land lag der Wert laut RKI bei gut 195. In den vergangenen Tagen habe es häufiger einen Meldeverzug zum RKI gegeben, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums dazu. Die Gründe dafür seien nicht bekannt.

Seit Beginn der Pandemie wurden damit in Brandenburg laut Ministerium mehr als 40.000 Corona-Infektionen statistisch erfasst. Die Zahl der aktuell Erkrankten stieg um gut 300 Patienten auf 14.828. Als genesen gelten 24.372 Menschen, 857 mehr als am Mittwoch.

9.11 Uhr: Corona-Krise verursacht bei Union Berlin zehn Millionen Euro Verlust

Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin erwartet im Kalenderjahr 2020 durch die Coronavirus-Pandemie finanzielle Verluste in Höhe von zehn Millionen Euro. Trotzdem sagte Vereinspräsident Dirk Zingler in einem Interview der Berliner Zeitung: "Wir werden die Krise in der Union-Familie gemeinsam meistern. Dazu tragen alle bei, unsere Mitglieder, die Zuschauer, die Dauerkarten gekauft haben, unsere Sponsoren, unsere Banken und Partner."

4.30 Uhr: Regierungschef Woidke will mehr Gemeinsamkeit bei Corona-Abstimmung

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat ein Ende von Alleingängen der Länder bei der Abstimmung über neue Corona-Regeln gefordert. "Wir haben den Einzelhandel geschlossen, aber nicht den Jahrmarkt der Eitelkeiten", sagte Woidke der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. Das beschädige die Glaubwürdigkeit von Politik. "Wir alle stehen gemeinsam in der Verantwortung." Am meisten geärgert hätten ihn in den vergangenen Monaten wiederholte Alleingänge einiger Kollegen bei Verschärfungen und beim Wettlauf, wer der größte Lockerer sei.

Die Länderchefs hätten nach seiner Ansicht zudem früher härtere Maßnahmen gegen Corona ergreifen sollen. Woidke sagte, er könne sich angesichts der Entwicklung der Infektionszahlen nicht vorstellen, dass es schon nach dem nächsten geplanten Treffen von Bund und Ländern zu deutlichen Lockerungen der Corona-Regeln kommen könnte.

Mittwoch, 23. Dezember 2020

18.58 Uhr: Querdenker dürfen am 30. Dezember nicht demonstrieren

Die Versammlungsbehörde der Berliner Polizei hat am Mittwoch der Initiative "Querdenken" die für den 30. Dezember angemeldete Demonstration verboten. Das teilte die Polizei mit. Geplant war eine Kundgebung mit 22.500 Teilnehmern auf der Straße des 17. Juni in Tiergarten. Begründet wurde das Verbot, da die Demonstration zu einer unmittelbaren Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung führt. Mehr dazu lesen Sie HIER.

17.18 Uhr: Woidke bleibt an Weihnachten zuhause - Nur spazieren mit Dackel

An diesem Weihnachtsfest ist wegen der Corona-Pandemie alles anders - auch für Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). "Wir sind sonst immer bei der Christnacht in der Dorfkirche gewesen", sagte Woidke der Deutschen Presse-Agentur. Aber: "Jeder, der zuhause bleibt, tut etwas Gutes, schützt sich und andere. Ausnahmsweise werden wir deshalb den Gottesdienst im Fernsehen anschauen." Er freut sich auch auf Spaziergänge mit dem Hund: "Mit unserem Dackel "Oskar" werden wir manche Runde in der schönen Lausitzer Landschaft drehen."

Am ersten Weihnachtstag will der Regierungschef mit seiner Frau und seinen Schwiegereltern "köstlichen Gänsebraten" essen. "Wir werden die Weihnachtsgans da holen, wo wir sie in den letzten Jahren mit der Verwandtschaft gegessen haben", sagte Woidke. "Damit wollen wir auch die Gaststätten unterstützen - und zuhause gibt's weniger Arbeit." Ansonsten hoffe er, viel lesen und Sport treiben zu können, sagte Woidke. Auf Eventualitäten in der Corona-Krise ist er eingerichtet: "Das Kabinett ist auf Abruf, wenn sich die Situation zuspitzen sollte."

17.15 Uhr: 39 weitere Tote und 1593 Corona-Neuinfektionen in Berlin

In Berlin sind 39 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 1105. 1593 neue Infektionen wurden bestätigt, 1504 waren es gestern. 20.389 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 20.038 waren es gestern. 69.633 Menschen gelten inzwischen als genesen.


369 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, vier weniger als gestern. 1649 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, sechs mehr als gestern. Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 34 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 227,9 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,95 auf Grün.

17.13 Uhr: Arbeiter-Samariter-Bund eröffnet Corona-Teststelle in Wedding

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Corona-Schnelltests vor Weihnachten hat der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Berlin-Wedding eine neue Teststelle eröffnet. Die Einrichtung in den Räumen der ASB-Akademie in der Seestraße ist am Mittwoch von 12.00 Uhr bis 19.00 Uhr und am Donnerstag von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet, wie der ASB-Regionalverband Berlin-Nordwest am Mittwoch mitteilte. Demnach seien auch die Kapazitäten des Testzentrums in der Gneisenaustraße erweitert worden, hieß es weiter. Termine können online reserviert werden. Es könne zu erhöhten Wartezeiten kommen.

16.54 Uhr: Bergmann-Klinikum in Potsdam ist an Grenze der Belastbarkeit

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen gerät das Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann nach Angaben der Geschäftsführung an die Grenze der Belastbarkeit. Aktuell halte das Krankenhaus 90 Betten zur Behandlung von Covid-Patienten bereit, davon 20 Intensivbetten, sagte Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt am Mittwoch. Doch das Klinikum werde als Schwerpunktversorger in der Region auch für Nicht-Covid-Patienten dringend gebraucht, betonte er. "Jede weitere Aufstockung der Covid-Kapazitäten bedeutet, andere Fachbereiche noch weiter zu reduzieren und sich punktuell von der Notfallversorgung abzumelden."

"Uns treibt die Sorge um, dass die Kapazitäten in den kommenden Wochen nicht reichen", mahnte Schmidt. Daher habe man im Netzwerk mit den Kliniken in Westbrandenburg vereinbart, die Zahl der Betten für Covid-Patienten von derzeit 265 bis zum 28. Dezember auf 320 zu erhöhen. "Aus unserer Sicht werden wir damit über die Weihnachtsfeiertage kommen", meinte Schmidt.

16.25 Uhr: ZDF: Feuerwerk bei Silvestershow am Brandenburger Tor noch unklar

Der Berliner Senat hat das Zünden von Feuerwerk und das Böllern in der Hauptstadt an Silvester vielerorts verboten. Ob wie in den vergangenen Jahren ein großes Höhenfeuerwerk am Brandenburger Tor stattfindet, das Millionen im Fernsehen verfolgen können, blieb am Mittwoch noch offen. Genehmigt ist es nach Angaben des zuständigen Bezirksamts Berlin-Mitte, die Entscheidung, ob es wirklich in die Luft gehe, sei aber noch nicht gefallen, sagte ein Sprecher des ZDF.

16.21 Uhr: Kliniken rufen Pflegekräfte über Weihnachten zum Dienst

Berlins Krankenhäuser haben sich auf ein arbeitsintensives Weihnachten vorbereitet. Die aktuelle Pandemielage habe die angespannte Personalsituation weiter verschärft und werde an den Feiertagen besonders für die Pflegekräfte spürbar, sagte eine Sprecherin des Klinikkonzerns Vivantes. Viele Kollegen arbeiteten an der Belastungsgrenze. Aber es gebe innerhalb der Mitarbeiterschaft einen großen Zusammenhalt. Manche Kollegen seien dem Aufruf gefolgt, an den Feiertagen keinen Urlaub zu nehmen, um ihre Teams zu unterstützen. Auch einige Chefärzte würden auf den Intensivstationen helfen, Patienten zu lagern, zu waschen und zu betten. 60 Auszubildende hätten freiwillig Dienste über Weihnachten übernommen. Mehr dazu lesen Sie HIER.

16.12 Uhr: Gericht bestätigt Böllerverbot

Das Verwaltungsgericht hat am Mittwoch das Verkaufsverbot für Böller bestätigt. In einem Eilantrag hatte ein Hersteller von Pyrotechnik versucht, das Verbot zu kippen. Das Gericht lehnte das ab. Die entsprechende Regelung der Sprengstoffverordnung sei ist nicht zu beanstanden. Die Regelung solle den „unmittelbaren und mittelbaren Gefahren der Nutzung von Silvesterfeuerwerk durch Verbraucher begegnen“.

Hierzu stelle sie auch ein verhältnismäßiges Mittel dar. Das Verbot verfolge den Zweck einer deutlichen Reduzierung der Verletzungen durch Feuerwerkskörper in der gegenwärtigen, pandemiebedingt von einer sehr starken Auslastung der Krankenhäuser in Deutschland gekennzeichneten Lage, so das Gericht. Es sei geeignet, die Zahl der durch das Abbrennen von Silvesterfeuerwerk verletzten Personen zu vermindern. Ein milderes Mittel sei nicht ersichtlich.

14.42 Uhr: Novemberhilfen: 75 Millionen Euro in Berlin ausbezahlt

Bei den Corona-Novemberhilfen für Firmen und Soloselbständige sind in Berlin bisher rund 19 000 Abschlagszahlungen in Höhe von 75,7 Millionen Euro geleistet worden. Davon seien 10 229 Anträge über 61,3 Millionen Euro an Unternehmen gegangen, weitere 8800 Anträge über 14,4 Millionen Euro an Soloselbständige, teilte die Investitionsbank Berlin (IBB) am Mittwoch mit.

Bundesweit seien 234 737 Anträge in Höhe von 1,107 Milliarden Euro ausbezahlt worden. Die Novemberhilfen richten sich an Unternehmen, die von Betriebsschließungen wegen des Teil-Shutdown direkt oder indirekt betroffen sind. Firmen können über "prüfende Dritte", etwa Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, die Anträge stellen.

14.03 Uhr: Potsdam erlässt Böllerverbot im gesamten Stadtgebiet

Die Landeshauptstadt Potsdam hat das Abbrennen von Feuerwerk im gesamten Stadtgebiet untersagt. Die am Mittwoch veröffentlichte Allgemeinverfügung gelte am gesamten Silvestertag und am kompletten Neujahrstag, teilte die Stadtverwaltung mit. Demnach dürften auf allen öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen pyrotechnische Produkte der Kategorie F2 nicht verwendet werden. Davon ausgenommen seien Feuerwerke der Kategorie F1 wie Wunderkerzen, Tischfeuerwerke oder Knallerbsen.

Die Stadt wies darauf hin, dass auch in der Silvesternacht der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur mit einem triftigen Grund und einer begrenzten Anzahl von Personen gestattet sei. Zudem gelte ein stadtweites Alkoholverbot im öffentlichen Raum. Neben dem Infektionsschutz gelte es, die in den Vorjahren aufgetretenen Verletzungen durch Feuerwerk zu vermeiden, weil die Krankenhäuser in der Region wegen der Corona-Pandemie keine freien Kapazitäten hätten, erklärte die Stadtverwaltung zur Begründung.

13.52 Uhr: CDU-Fraktion kritisiert Innensenator für Umgang mit Böllerverboten

Die Berliner CDU-Fraktion wirft Innensenator Andreas Geisel (SPD) Unglaubwürdigkeit im Umgang mit den Böllerverbotszonen an Silvester vor. "Mit seiner Kehrtwende bei Böllerverbotszonen verspielt SPD-Innensenator Geisel leichtfertig seine Glaubwürdigkeit", kritisierte CDU-Fraktionschef Burkard Dregger am Mittwoch. Er warf Geisel vor, Anfang Dezember im Innenausschuss die CDU-Forderung nach Einrichtung mindestens einer dritten Zone noch mit Hinweis auf Personalmangel bei der Polizei abgelehnt zu haben.

"Wenn er nicht mal dafür genügend Kräfte hatte, wie will er dann jetzt auf einmal an mehr als 50 Orten Feuerwerk unterbinden?", fragte Dregger. Ohne Kontrolle sei das Verbot aber reine Symbolpolitik. "Wir halten an unserem Vorschlag fest, weitere Verbotszonen da einzurichten, wo es in den letzten Jahren immer wieder zu Angriffen auf Einsatzkräfte gekommen war."

13.28 Uhr: Generalprobe im Impfzentrum - 300 Soldaten testen die Abläufe

Rund 300 Bundeswehrsoldaten und Soldatinnen haben am Mittwoch in einem Testlauf den Betrieb des künftigen Berliner Impfzentrums in der Arena Treptow geprobt. Etwa 120 von ihnen schlüpften dafür als Darsteller in die Rollen alter Menschen, die zum Beispiel schlecht sehen, hören oder laufen können. Die anderen kümmerten sich um Anmeldung, Begleitung und Dokumentation. Die Generalprobe solle zeigen, ob es möglich ist, impfwillige Menschen innerhalb von 70 Minuten unter Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln zu betreuen, sagte Detelf Cwojdzinski als Projektsteuerer für das Deutsche Rote Kreuz am Mittwoch. Sonst werde nachjustiert.

Nach den aktuellen Planungen sollen nach dem Praxistest in der Arena bereits am Sonntag die ersten Menschen dort geimpft werden. Geplant sei das Angebot für Personal aus Pflegeheimen.

Zuständig für die Abläufe in den künftig sechs Berliner Impfzentren sind die fünf Berliner Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Johanniter-Unfall-Hilfe, Arbeiter-Samariter-Bund und Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Die Impfzentren sind innerhalb weniger Wochen aufgebaut worden und wurden am Mittwoch an die Hilfsorganisationen übergeben. Sie sollen mehrere Monate in Betrieb bleiben.

13.26 Uhr: Impfungen werden mit Technik des Hasso-Plattner-Instituts trainiert

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach Angaben des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI) damit begonnen, mit Hilfe des HPI medizinisches Personal aus aller Welt für sichere Corona-Impfungen zu schulen. Dafür habe die WHO auf der Internetplattform OpenWHO, die von dem Potsdamer Institut bereitgestellt wird, einen zweistündigen Kurs in englischer Sprache freigeschaltet. Dieser solle die Grundkenntnisse vermitteln, um besonders gefährdete Menschen je nach den Prioritäten der Staaten als Erste gegen das Coronavirus zu impfen, teilte das HPI mit.

Jeder Interessierte habe nach einer Anmeldung Zugriff auf die mittlerweile 267 Angebote der Plattform, so das HPI. Dazu solle in Kürze neben einem weiteren Kurs zum Erarbeiten nationaler Impfpläne auch eine Wissensbasis gehören. "Die darin versammelten Informationen auf wissenschaftlicher Grundlage sollen Verantwortlichen helfen, auf Ereignisse in ihren Ländern einzugehen, die das Vertrauen in Impfungen untergraben könnten", berichtete das Potsdamer Institut.

13.09 Uhr: Hilferuf aus Pflegeheimen - Personalknappheit bringt Heime ans Limit

Auch in Brandenburgs Pflegeheimen spitzt sich die Lage zu - Corona-Infektionen unter dem Personal machen den Heimen zu schaffen. "Wir brauchen dringend Fach- und Hilfskräfte aus der Pflege, um die Dienste sicherstellen zu können. Corona hat Brandenburg ganz fest im Griff", sagte Anne Baaske, Geschäftsführerin der AWO Brandenburg am Mittwoch. Helfer sollten sich am besten in Einrichtungen in ihrer Nähe telefonisch melden und angeben, inwieweit sie einsetzbar sind. "Es geht darum, die Versorgung sicherzustellen. Und um Solidarität", so Baaske.

"Der Bedarf ist überall gegeben", sagte Cindy Schönknecht, Sprecherin des Arbeiter-Samariter-Bundes in Brandenburg, der landesweit 20 Pflegeeinrichtungen betreibt. Fachkräftemangel in der Pflege sei schon lange ein Thema - "jetzt haben wir das Dilemma", so Schönknecht.

In einem KMG-Seniorenheim in Pritzwalk (Prignitz) mussten 20 Mitarbeitende aus anderen Heimen des Trägers eingesetzt werden, um den Dienst aufrechtzuhalten, sagte KMG-Sprecher Christian Meier. Dort sind nach Unternehmensangaben sieben Bewohner im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. 79 Bewohner und 46 Mitarbeitende waren demnach positiv auf das Virus getestet worden (Stand: Dienstag).

In einem Heim in Woltersdorf (Oder-Spree) mussten nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sechs Katastrophenhelfer aushelfen. Der Landkreis hatte um Hilfe gerufen, dort herrsche akuter Personalmangel, sagte Jule-Sophie Hermann, Sprecherin des DRK-Kreisverbandes Märkisch-Oder-Havel-Spree.

12.27 Uhr: Brandenburg stärkt Pflege vor Ort mit Millionen-Förderung

Die Brandenburger Landesregierung will mit jährlich 22 Millionen Euro insbesondere die Pflege älterer Bürger in den ländlichen Regionen und die Ausbildung von Pflegefachkräften fördern. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) unterzeichnete am Mittwoch mit Organisationen des Landespflegeausschusses den Pakt für Pflege, der auch ein Baustein des Koalitionsvertrags von SPD, CDU und Grünen war. Damit soll unter anderem in den Gemeinden die Unterstützung von Senioren im Alltag ausgebaut werden. Als Beispiele nannte Nonnemacher Angebote für gemeinsames Mittagessen, Demenzkurse oder Reparaturcafés.

12.17 Uhr: 54 zusätzliche Böllerverbotszonen in Berlin - Liste veröffentlicht

Auf dem Alexanderplatz und in der Pallasstraße in Schöneberg gilt bereits ein Böllerverbot. Der Innensenator Andreas Geisel (SPD) legte am Mittwoch 54 zusätzliche Verbotszonen für Silvester-Feuerwerk fest. Die Zonen sind über das ganze Stadtgebiet verteilt und beinhalten auch touristische Hotspots wie das Brandenburger Tor. „Dieses Jahr war kein normales Jahr und es wird auch nicht normal enden“, sagte Geisel. „Wir müssen, wo immer es geht, die Infektionsrisiken minimieren.“

In Gruppen auf der Straße zu böllern berge erhebliche Risiken für die Gesundheit. „Die Beschäftigten in den Krankenhäusern arbeiten schon jetzt am Limit, deswegen mein Appell an die Berlinerinnen und Berliner: Bleiben Sie zuhause, begrüßen Sie das neue Jahr im kleinen Kreis und verzichten Sie auf Feuerwerk und Böllerei“, sagte Geisel. Man werde durch die Ausweisung nicht jeden illegalen Böllerwurf verhindern können, sagte der Innensenator. „Die Polizei wird sich aber entsprechend vorbereiten und Verstöße konsequent ahnden“, so Geisel. Wo ein Böllerverbot gilt, lesen Sie HIER.

12.02 Uhr: Woidke - Rücksicht nehmen und Regeln einhalten

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Brandenburger vor dem Weihnachtsfest dazu aufgerufen, Rücksicht auf andere zu nehmen und die Corona-Regeln zu beherzigen. "Wir stecken mitten in der Corona-Pandemie und das Virus wird auf Weihnachten keine Rücksicht nehmen", erklärte Woidke am Mittwoch in einer Mitteilung. "Also müssen wir Rücksicht nehmen - Rücksicht auf unsere Liebsten und Rücksicht auf all die Menschen, die täglich in Krankenhäusern um das Überleben infizierter Menschen kämpfen oder sich in Heimen um unsere alten und pflegebedürftigen Mitmenschen kümmern." Es gehe darum, Kontakte zu meiden und Abstand zu halten.

Der Regierungschef dankte den Beschäftigten in Krankenhäusern und Pflegeheimen für ihren bisherigen Einsatz in der Corona-Krise. "Dieses Jahr hat Sie das Virus bis an die Grenzen der Belastbarkeit und darüber hinaus gefordert", sagte Woidke laut Staatskanzlei in einer Videobotschaft. "Sie stellen sich dieser Ausnahmesituation Tag für Tag und Nacht für Nacht. Sie arbeiten hart dafür, dass die Versorgung für alle stabil bleibt." Die seelische und körperliche Belastung, der die Mitarbeiter ausgesetzt seien, sei enorm. Dafür danke er im Namen der Landesregierung von Herzen.

11.21 Uhr: Berlins Bürgermeister: "Denken Sie an Einsame in Ihrer Nachbarschaft"

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller und seine Stellvertreter Ramona Pop und Klaus Lederer haben an die Berliner appelliert, sich an den Weihnachtsfeiertagen solidarisch zu verhalten. "Denken Sie bitte besonders an Einsame auch in Ihrer Nachbarschaft und in Ihrem Haus. Auch ein Telefonanruf kann ein gern empfangenes Zeichen von Solidarität und Anteilnahme sein, wenn man sich schon nicht besuchen kann", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der drei Senatsmitglieder vom Mittwoch.

Der Senat habe sich für bedrückende Beschränkungen entschieden, was das gewohnte Zusammensein mit der Familie, mit Freunden und Bekannten an den Feiertagen angehe. "Wir in der Landesregierung wissen, dass viele Menschen das als Zumutung empfinden und dass besonders unsere Seniorinnen und Senioren und die Familien, aber auch viele unter uns, die ohnehin einsam sind, dieses Fest schmerzlich erleben werden", so die drei Berliner Bürgermeister.

Die Menschen in Berlin seien sich ihrer Verantwortung bewusst, dass jeder einzelne durch sein rücksichtsvolles Verhalten und durch das Respektieren der Regeln seinen Beitrag leisten könne, sich und seine Mitmenschen zu schützen. "Für diese tagtäglich in unserer Stadt geübte bürgerschaftliche Solidarität gilt den Berlinerinnen und Berlinern unser gemeinsamer Dank."

Müller, Pop und Lederer erinnerten auch an diejenigen, die im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben sind: "Es gehört dazu, dass wir gemeinsam an diejenigen denken, die in unserer Stadt der Krankheit zum Opfer gefallen sind." Viele Familien beklagten an diesem Weihnachten den Verlust von Eltern, Geschwistern, Kindern, Freunden oder Bekannten und Nachbarn. "Ihnen allen gehört unser Mitgefühl."

11.04 Uhr: Mobile Impfteams arbeiten am Sonntag ab 8.30 Uhr

Die Impfungen gegen das Coronavirus in Berlin beginnen am frühen Sonntagvormittag (27. Dezember). Arbeitsbeginn für die mobilen Impfteams ist um 8.30 Uhr, teilte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin am Mittwoch auf Anfrage mit. Sie fahren berlinweit Senioren- und Pflegeheime an, um deren Bewohner zu impfen. Das Einsatzzentrum für die mobilen Impfteams hat im Terminal C auf dem ehemaligen Flughafen Tegel seinen Platz.

Auch das mit 80 Impfkabinen größte Berliner Impfzentrum, das in der Arena in Treptow untergebracht ist, nimmt die Arbeit auf. Nach Angaben der KV starten die Impfungen dort am Nachmittag um 14 Uhr. Dort soll bis 19 Uhr Personal aus Pflegeheimen geimpft werden.

Wie die KV bereits am Dienstag mitteilte, sind nach bisheriger Planung vom 27. bis zum 30. Dezember täglich 90 Ärztinnen und Ärzte in den mobilen Impfteams und im Impfzentrum in der Arena im Einsatz. Ab dem 4. Januar sollen täglich 180 Ärztinnen und Ärzte für die Impfzentren sowie 29 Ärzte für die mobilen Teams bereit stehen.

10.49 Uhr: Corona-Infektionen schnellen in Brandenburg hoch - Fast 50 Tote

Die Zahl bestätigter Corona-Ansteckungen in Brandenburg schießt trotz des harten Lockdowns in die Höhe. Das Gesundheitsministerium meldete am Mittwoch einen neuen Höchstwert von 1580 zusätzlichen Fällen innerhalb eines Tages. Allerdings hatte die Stadt Potsdam am Dienstag wegen eines technischen Fehlers keine neuen Zahlen an das Land übermittelt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung lag am Mittwoch bei 49 - so viele wie bisher noch nicht im Land. Beim Wert neuer Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche übersprang Brandenburg die Schwelle von 300 und lag bei 306.

Als aktuell erkrankt gelten in Brandenburg 14.526 Menschen, das sind laut Ministerium 776 mehr als am Tag zuvor. Diese Zahlen sind geschätzt. Wegen einer Covid-19-Erkrankung werden 1078 Patienten in Krankenhäusern behandelt, davon 191 auf Intensivstation. Von ihnen werden 126 künstlich beatmet. Der Landkreis Elbe-Elster ist der neue Corona-Schwerpunkt mit 578 neuen Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche, gefolgt vom bisherigen Hotspot, dem Kreis Oberspreewald-Lausitz, mit einem Wert von fast 524.

Dienstag, 22. Dezember 2020

18.17 Uhr: Weitere 40 Patienten werden nach Berlin verlegt

Aus der mit einer hohen Zahl von Corona-Infektionen belasteten Lausitzer Region werden 40 Covid-19-Patienten in Berliner Krankenhäuser verlegt. Weitere 17 Patienten aus der Lausitz würden innerhalb von Brandenburg in andere Krankenhäuser gebracht, berichtete der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse, am Dienstag auf Anfrage. Die Verlegungen hätten bereits am Dienstag begonnen und sollen am Mittwoch fortgeführt werden. Am vergangenen Freitag hatten Berliner Kliniken bereits 51 an dem Coronavirus erkrankte Patienten aufgenommen, zehn weitere wurden nach Sachsen-Anhalt gebracht.

"Diese Verlegung von Patientinnen und Patienten aus Krankenhäusern aus Südbrandenburg in andere Bundesländer verdeutlicht den Ernst der Lage", sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Sie dankte ihren Amtskolleginnen in beiden Bundesländern für ihre schnelle Hilfe. "Gleichzeitig arbeiten wir daran, alle Kapazitäten im Land Brandenburg hochzufahren und voll auszuschöpfen", betonte Nonnemacher. So seien aktuell 14 Rehakliniken mit 344 Betten zur Entlastung der Akut-Kliniken bestimmt. Diese dürfen nach Angaben des Ministeriums auch leichte Fälle von Covid-19-Patienten aufnehmen.

17.39 Uhr: Keine Kurzreisen nach Polen mehr - Brandenburg dankt Berlin

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Berliner Entscheidung begrüßt, dass keine Kurztouren aus der Hauptstadt nach Polen etwa zum Böllerkauf mehr möglich sein sollen. "Das, was da passiert ist, unterläuft natürlich die Corona-Maßnahmen, die Berlin getroffen hat genauso wie die Corona-Maßnahmen, die Brandenburg getroffen hat", sagte Woidke am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Es zeigt eigentlich nur noch mal aufs Neue, dass es immer auch ein gewisses Potenzial für Unvernunft gibt." Deshalb sei er sehr froh, dass der Berliner Senat schnell gehandelt habe.

Bisher konnten Berlinerinnen und Berliner ohne anschließende Quarantäne für einen Kurztrip etwa zum Einkaufen nach Polen reisen. In Brandenburg waren Grenztouren innerhalb von 24 Stunden ohne Quarantäne mit Beginn des harten Lockdowns ausgesetzt. Woidke hatte kritisiert, es sei wegen der hohen Infektionszahlen nicht angemessen, dass Berliner nach Polen zum Einkaufen fahren dürften. Der Berliner Senat beschloss am Dienstag, dass Kurzreisen zum Shoppen und zum Böllerkauf in dem Nachbarland im Rahmen des Kleinen Grenzverkehrs während der Corona-Pandemie nicht mehr möglich seien. In beiden Ländern darf man die Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen.

16.59 Uhr: 42 weitere Tote in Berlin, 1504 Neuinfektionen

in Berlin sind 42 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 1066.


1504 neue Infektionen wurden bestätigt, 953 waren es gestern. 20.038 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 19.873 waren es gestern. 68.430 Menschen gelten inzwischen als genesen.


373 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, elf mehr als gestern. 1643 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 59 mehr als gestern.
Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 28 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 216,7 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,98 auf Grün.

15.43 Uhr: Ehemaliger Flughafen Tegel wird Einsatzzentrale für mobile Impfteams

Der alte Flughafen Tegel soll zur Einsatzzentrale für die mobilen Impfteams werden, die ab Sonntag zu Berliner Pflegeheimen starten. Sie sollen deren Bewohner gegen das Coronavirus impfen. Das teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag auf dem Gelände des früheren Flughafens mit. Im alten Terminal C ist eines der sechs Berliner Impfzentren untergebracht, die für die künftigen Corona-Massenimpfungen vorgesehen sind.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin, Burkhard Ruppert, sagte: "Wir fangen am 27. an mit 60 Fahrzeugen. Zahlreiche dieser Transporter für den Einsatz der mobilen Impfteams standen auf dem Flughafengelände bereits nebeneinander auf dem Parkplatz. Ruppert sagte, es werde auch eine Impfstelle in der Arena in Treptow genutzt. Die 60 mobilen Impfteams sollen in allen Berliner Bezirken zum Einsatz kommen.

14.49 Uhr: Senat will Mieterschutz in Corona-Krise ausweiten

Die Maßnahmen zur Verbesserung des Mieterschutzes bei den Wohnungsbaugesellschaften des Landes Berlin während der Corona-Krise werden bis Ende März verlängert. Das hat der Senat am Dienstag bei seiner letzten regulären Sitzung in diesem Jahr beschlossen, wie eine Sprecherin im Anschluss mitteilte. "Mieterhöhungen, sowohl bei Wohnungs- als auch bei Gewerbemietern der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften, bleiben bis zum 31. März weiterhin ausgeschlossen", so der Senator für Stadtentwicklung und Wohnen, Sebastian Scheel (Linke).

Die Wohnungsbaugesellschaften seien außerdem aufgefordert, bei coronabedingten Mietrückständen gemeinsam mit ihren Mieterinnen und Mietern nach kulanten Lösungen zu suchen. "Ich appelliere an die privaten Berliner Vermieterinnen und Vermieter, sich diesem Weg anzuschließen", sagte Scheel. "Die zweite Welle der Corona-Pandemie hat auch Berlin hart getroffen."

14.28 Uhr: "Querdenken" will am 30. Dezember demonstrieren

Wegen des Demonstrationsverbots an Silvester in Berlin will die Initiative "Querdenken" nun bereits am 30. Dezember gegen die Corona-Verordnungen protestieren. Der Berliner Ableger der Initiative rief im Internet zu einer entsprechenden Demonstration für Mittwoch kommender Woche auf. Bei der Polizei ist die Demonstration am 30.12. ab 15 Uhr auf der Straße des 17. Juni mit 22 500 Teilnehmern angemeldet. Der Titel lautet: "Willkommen 2021 - das Jahr der Freiheit und des Friedens".

14.09 Uhr: Berlin will Filmbranche mit 10 Millionen Euro unterstützen

Der Berliner Senat will die Filmbranche mit zehn Millionen Euro unterstützen. Damit können Corona-bedingte Schadensfälle bei Dreharbeiten rückwirkend bis zum 1. November 2020 abgefedert werden, wie der Senat am Dienstag nach seiner Sitzung mitteilte. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) erklärte dazu, ohne den Ausfallfonds wäre das Risiko von Dreharbeiten in Zeiten der Pandemie für Produzenten und Produzentinnen unüberschaubar.

14.06 Uhr: Berlin untersagt Shopping-Touren nach Polen

Auch Berlinern wird die Shoppingfahrt nach Polen untersagt. Dazu wird die Eindämmungsverordnung nach dem Vorbild Brandenburgs ergänzt. Demnach dürfen auch Berliner sich künftig nicht mehr mit Feuerwerk und Zigaretten auf den Polenmärkten an der Grenze versorgen. Das Verbot gilt, sobald die neue Verordnung veröffentlicht ist, ab Mittwoch.

14.01 Uhr: Senat will Böllerverbot ausweiten

Der Berliner Senat hat am Dienstag in einer Videokonferenz über weitere Konsequenzen in der aktuellen Corona-Lage beraten. Demnach soll das Feuerwerksverbot an Silvester ausgeweitet werden. Neben den beiden bereits beschlossenen Verbotszonen am Alexanderplatz und in der Schöneberger Palasstraße soll das Böllern an insgesamt mehr als 50 Orten in der Stadt verboten werden. Die Innenverwaltung soll die Liste erarbeiten.

13.10 Uhr: 39.000 Impfdosen für Brandenburg

Brandenburg erhält eine größere Menge Corona-Impfdosen, als zunächst gedacht. „Brandenburg wird nach jetzigem Stand bis Ende des Jahres insgesamt rund 39 000 Impfdosen angeliefert bekommen“, so Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Dienstag. Am 27. Dezember soll, wie geplant, mit den ersten Impfungen begonnen werden.

Die Hälfte des gelieferten Impfstoffs soll als Reserve für die notwendige Zweit-Impfung aufgehoben werden, demnach werden also zunächst rund 19.500 Menschen in Brandenburg geimpft. Nonnemacher sprach von einer sehr guten Nachricht. „Impfungen bereiten den Weg heraus aus dieser schlimmen Pandemie.“

Die Drei-Stufen-Priorisierung soll beibehalten werden: gestartet wird mit Stufe eins, das sind unter anderem Menschen über 80, Bewohner und Mitarbeitende von Pflegeheimen sowie Beschäftigte in der ambulanten Altenpflege und in medizinischen Einrichtungen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko wie zum Beispiel Rettungsdiensten, in Notaufnahmen und in der medizinischen Betreuung von Covid-19-Patienten. „Als langjährig tätige Ärztin bin ich persönlich zutiefst davon überzeugt, dass die zugelassenen Impfstoffe sicher und wirksam sind. Ich werde mich impfen lassen, sobald ich dran bin“, so Nonnemacher.

13.00 Uhr: KV: Genügend Ärzte für Impfstart in Berlin

Aus Sicht der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin können die Corona-Impfungen am Sonntag (27. Dezember) starten. Es gebe dafür genügend Ärztinnen und Ärzte. Bis einschließlich 12. Januar seien alle Dienste in den mobilen Impfteams, die zunächst die Pflegeheime anfahren, sowie in den Impfzentren besetzt, teilte die KV am Dienstag in Berlin mit. „Für die Impfdienste haben sich viele niedergelassene Kolleginnen und Kollegen, aber auch zahlreiche Nichtvertragsärzte bei uns gemeldet.“

Vom 27. bis zum 30. Dezember sollen der KV zufolge täglich 90 Ärztinnen und Ärzte in den mobilen Impfteams und im Impfzentrum in der Arena in Treptow im Einsatz sein. Ab dem 4. Januar stünden täglich 180 Ärztinnen und Ärzte für die Impfzentren sowie 29 Ärzte für die mobilen Teams bereit.

12.40 Uhr: Silvestershow am Brandenburger Tor ohne Zuschauer

Die große Silvestershow „ Willkommen 2021“ vor dem Brandenburger Tor wird auch in diesem Jahr stattfinden, aber ohne Zuschauer.

Wie der Veranstalter, die Silvester in Berlin Veranstaltungen GmbH (SIB), am Dienstag mitteilte, findet die Silvestershow zum Jahreswechsel aufgrund der Corona-Pandemie nur als Fernsehproduktion ohne Live-Publikum statt. Lediglich die Stars und Künstler werden neben den an der Produktion Beteiligten unter Beachtung aller geltenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen anwesend sein. Lesen Sie hier mehr.

12.12 Uhr: Weihnachten im Gefängnis während Corona

Auch in den Berliner Gefängnissen wird Weihnachten dieses Jahr anders. Wegen der Corona-Pandemie dürfe bei den Gottesdiensten nicht gemeinsam gesungen werden, teilte die Senatsverwaltung für Justiz am Dienstag mit. Zu den Andachten könnten nur wenige Menschen kommen, dafür seien aber mehrere Veranstaltungen geplant.

Der evangelische Landesbischof Christian Stäblein wird laut Heiligabend in der Justizvollzugsanstalt Tegel erwartet. Der katholische Weihbischof Mattias Heinrich habe sich ebenfalls dort sowie im Männergefängnis Heidering zum Gottesdienst angekündigt.


Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) sagte laut Mitteilung, es sei für Bedienstete und Gefangene ein schweres Fest. Er wünschte Kraft und Gesundheit für die Herausforderungen der nächsten Wochen und Monate. In den Anstalten wurden Weihnachtsbäume aufgestellt.

Heiligabend steht demnach in fast allen Berliner Gefängnissen Kartoffelsalat mit Würstchen auf dem Speiseplan. Am ersten Weihnachtsfeiertag gibt es gebratene Entenkeule mit Apfelrotkohl und Kartoffeln. Im Frauengefängnis können die Inhaftierten gemeinsam mit den Gruppenleitungen auf den Stationen kochen und essen.

12.10 Uhr: Hertha dankt Fans für Unterstützung während Corona-Krise

Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat sich mit einer symbolischen Geste für die Unterstützung der Fans in der Corona-Krise bedankt. Als „Herthaner des Jahres“ wurde 2020 nicht wie üblich ein einzelner Spieler ausgezeichnet, sondern die gesamte Anhängerschaft. „Ihr alle seid unsere Herthanerin und unser Herthaner des Jahres“, schrieb der Club am Dienstag auf der eigenen Internetseite.

Von Normalität könne weiter keine Rede sein, hieß es: „Die Anhängerinnen und Anhänger im Verein fehlen in jeder Partie, bei jedem Tor, bei jedem Schlusspfiff. Obwohl ihr nicht ganz nah dabei sein könnt, wissen wir um eure Unterstützung von zu Hause aus.“ Hertha wolle sich nicht an die Geisterspiele gewöhnen und hofft auf eine möglichst schnelle Rückkehr zur Normalität in naher Zukunft.

11.46 Uhr: Weiter hohe Infektionszahlen in Brandenburg

Die Zahl bestätigter neuer Corona-Infektionen bleibt in Brandenburg auf hohem Niveau. Innerhalb eines Tages seien 774 neue Ansteckungen hinzugekommen, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Potsdam mit. Dabei fehlten allerdings wegen technischer Probleme neue Daten von Potsdam. Die Landeshauptstadt meldete am Dienstag im Internet 130 neue Fälle.

Als aktuell erkrankt gelten in Brandenburg inzwischen 13.750 Menschen, das sind laut Ministerium 84 mehr als am Tag zuvor. Diese Zahlen sind allerdings geschätzt. Wegen einer Covid-19-Erkrankung werden 1052 Patienten in Krankenhäusern behandelt, davon 196 auf Intensivstation. Von ihnen würden 127 künstlich beatmtet.

11.40 Uhr: Kalayci - Impfen kann in Berlin am Sonntag starten

Die Corona-Impfungen in Berlin sollen am Sonntag beginnen. „An allererster Stelle stehen die Pflegeheime“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag im RBB-Inforadio mit Verweis auf die hohe Anzahl von Infektionen und Gestorbenen. „Wir werden deshalb sofort mit den mobilen Teams starten.“ Insgesamt soll es 60 davon geben, die zu den Pflegeheimen fahren, sagte Kalayci. Geplant sei, dass zunächst 40 davon zum Einsatz kommen. Die Routen würden gerade geplant.

Auch die sechs für Berlin geplanten Impfzentren seien bereit, die anschließend für die Massenimpfungen zur Verfügung stehen, sagte Kalayci. „Berlin ist startklar.“ Organisatorisch sei das alles sehr neu. „Wir hoffen natürlich, dass alles funktioniert, aber hundertprozentig wissen wir das nicht. Es kann natürlich immer wieder etwas schiefgehen“, sagte Kalayci. „Am Ende hoffe ich, dass viele Berlinerinnen und Berliner das Angebot annehmen, und wir eine hohe Impfquote haben werden.“

Neben den Bewohnern der Pflegeheime sollen teilweise schon parallel auch die Beschäftigte in den Einrichtungen geimpft werden. Je nachdem, wie viel Impfstoff vorhanden sei, würden dann die über 80-Jährigen, die nicht in Pflegeheimen leben, schriftlich eingeladen und geimpft werden. „Aber das wird noch etwas dauern“, so die Senatorin. Der Impfstoff komme leider nur nach und nach.

10 Uhr: Gesundheitsministerin erwartet größte Klinik-Belastung im Januar

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) rechnet angesichts steigender Corona-Infektionen mit einer Zuspitzung der Lage für die Kliniken im neuen Jahr. „Die größte Belastung für unsere Krankenhäuser steht uns im Januar erst noch bevor“, sagte sie in einer Fragerunde für Leser der Märkischen Allgemeinen nach Angaben vom Dienstag. Mit deutlichen Worten kritisierte sie diejenigen, die die Corona-Regeln nicht einhalten. „Solange es in unserer Gesellschaft immer noch ein Volkssport ist, Schlupflöcher in den Verordnungen zu suchen, solange werden wir die Krise nicht meistern.“

Das Nadelöhr ist nach Ansicht der Ministerin das Personal in den Krankenhäusern. „Wir haben enorme Kapazitäten geschaffen, sind von 531 Beatmungsbetten im Frühjahr auf jetzt 1032 gekommen. Die Plätze stehen zur Verfügung, aber was nützt mir ein schöner Beatmungsplatz auf einer Intensivstation, wenn kein Personal da ist?“, sagte Nonnemacher, die selbst als Ärztin gearbeitet hat. Sie empfahl den über 80-Jährigen, sich ab 4. Januar beim geplanten Call-Center einen Termin für eine Impfung geben zu lassen. „Wir müssen dann sehen, ob es Shuttle-Services vor Ort zu den Impfzentren geben wird für Menschen mit eingeschränkter Mobilität“, sagte Nonnemacher.

9.11 Uhr: IHK: Unternehmen brauchen mehr Hilfe vom Land

Das Warten auf die sogenannte Novemberhilfe macht aus Sicht der Industrie- und Handelskammer Berlin weitere Hilfen des Landes für Unternehmen erforderlich. Sie forderte am Dienstag ausgeweitete Zuschüsse für Mieten und für Investitionen, eine stärkere Berücksichtigung junger Unternehmen und Solo-Selbständiger und einen Beteiligungsfonds für Unternehmen mit 50 bis 250 Mitarbeitern. "Viele Berliner Gewerbetreibende wissen nicht, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen", sagte Kammerpräsidentin Beatrice Kramm. Sie schlug auch vor, die Messehallen für Theater- und Musikveranstaltungen zu öffnen. Dort ließen sich Abstandsregeln einhalten.

5.01 Uhr: Über 6000 Unternehmen haben Abschlag auf Novemberhilfe bekommen

Zur Abfederung der Folgen von Schließungen wegen der Corona-Pandemie haben laut Landesinvestitionsbank (ILB) mehr als 6000 Brandenburger Unternehmen bereits einen Abschlag auf die Novemberhilfe erhalten. Darunter seien rund 1700 Soloselbstständige, die eine Unterstützung bis zu 5000 Euro erhalten können. Zudem bekamen weitere rund 4300 Unternehmen Abschläge auf die Novemberhilfe, die ihre Anträge über das Bundesportal gestellt hatten. Insgesamt wurden rund 33 Millionen Euro an Abschlägen an Unternehmen und Soloselbständige ausgezahlt, maximal in Höhe von 10.000 Euro.

Inzwischen sei diese Summe auf maximal 50.000 Euro erhöht worden und werde berechtigten Antragstellern nachgezahlt, wie die ILB weiter mitteilte. Diese Nachzahlungen sollen nach Angaben des Bundes noch in diesem Jahr gestartet werden. Zudem wird der Bund ab dem 10. Januar den Bewilligungsstellen der Länder die Bearbeitungsportale freischalten, um die weitere Antragsprüfung und die Auszahlung der November- und anschließend Dezemberhilfen vornehmen zu können.

3.30 Uhr: Letzte Sitzung 2020: Berliner Senat berät noch einmal über Corona

Bei seiner letzten Sitzung in diesem Jahr kommt der Berliner Senat am Dienstag am Thema Corona-Pandemie nicht vorbei. Die Senatsmitglieder treffen sich einer Sprecherin zufolge allerdings nicht mehr im Roten Rathaus, sondern tauschen sich per Videoschalte aus (10 Uhr). Unter anderem über die Frage, wie es in Berlin mit dem Thema Impfen weitergeht, nachdem die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) am Montag grundsätzlich grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer in der EU gegeben hat.

Bereits in der Vorbesprechung zur Sitzung auf Staatssekretärsebene ist über das Thema Böllerkauf in Polen gesprochen worden. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte am Montag, es sei angesichts der hohen Infektionszahlen nicht angemessen, dass Berliner nach Polen zum Einkaufen fahren dürften. Daher habe er den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Rande der Sitzung des Bundesrats darauf angesprochen. Dass die Berliner Infektionsschutzverordnung in dem Punkt noch einmal nachgeschärft wird, gilt allerdings als unwahrscheinlich.

Montag, 21. Dezember 2020

18.15 Uhr: Diese Impfdosen-Lieferungen erwartet Berlin

Die Gesundheitsministerkonferenz hat am Abend von Bundesminister Jens Spahn (CDU) Informationen über die zur Verfügung stehenden Impfdosen erhalten. Demnach werden für Deutschland am 26. Dezember 151.125 Impfdosen der Firma Biontech geliefert, am 28. Dezember 521.625 und am 30. Dezember 672.750. Für die erste Kalenderwoche 2021 würden 672.750 Impfdosen erwartet, teilte die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit mit. In der Summe wären das 2.018.250 Dosen. Berlin muss davon nach dem gültigen Verteilungsschlüssel zwischen den Ländern 4,5 Prozent bekommen. Das wären fast 91.000 Portionen.

Laut Senatsgesundheitsverwaltung kommen am 26. Dezember 9750 Impfdosen, am 28. Dezember 19.500 Impfdosen und am 30. Dezember 29.500 Impfdosen in Berlin an. Mit Beginn 2021 würden wöchentliche Lieferungen à 29.750 Impfdosen erwartet.

16.25 Uhr: 17 weitere Tote, 953 neue Corona-Infizierte

In Berlin sind 17 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 1024. Das meldet die Senatsgesundheitsverwaltung am Montag.

953 neue Infektionen wurden bestätigt, 516 waren es am Sonntag. 19.873 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 20.163 waren es am Sonntag. 67.133 Menschen gelten inzwischen als genesen.

362 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, vier weniger als am Sonntag. 1584 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, sechs mehr als am Sonntag.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 29 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 218,2 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 1,10 Grün.

Die Corona-Zahlen in den Berliner Bezirken

16.20 Uhr: Alle 74 Flugpassagiere aus Großbritannien am BER negativ getestet

Die am BER gestrandeten Flugpassagiere aus Großbritannien durften den Flughafen am Montag verlassen. Die 74 Reisenden seien mit Schnelltests negativ auf das Coronavirus getestet werden, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei am Montag.

Die Passagiere waren an Sonntag mit Flügen aus Großbritannien gekommen. Unter ihnen waren 43 polnische Staatsbürger. Zunächst war die Gesamtzahl mit 77 angegeben worden. Drei britische Staatsbürger seien jedoch freiwillig in ihre Heimat zurückgereist.

Wegen einer neuen Variante des Coronavirus ist die Einreise von Flugpassagieren aus Großbritannien an mehreren deutschen Flughäfen am Sonntagabend zunächst gestoppt worden. Ab Mitternacht untersagte Deutschland Flüge aus dem Vereinigten Königreich.

15.09 Uhr: Impfzentren sind startbereit

Berlins Impfzentren sind startbereit, werden aber noch nicht sofort genutzt. Das erklärte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag nach einem Rundgang durch das Impfzentrum in der Arena Treptow (Treptow-Köpenick), das sie gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller besucht hat. „Wir haben an sechs Standorten Impfzentren eingerichtet. Die sind heute alle fertiggestellt“, sagte Kalayci. In der Anfangsphase sollen sich die Impfungen aber auf die Berliner Pflegeheime beschränken.

Weil die Impfmenge nach den aktuellen Informationen nicht für größere Massenimpfungen in den Impfzentren ausreichen werde, sei für den 27. Dezember der Start der mobilen Impfteams geplant, die die Pflegeheime anfahren sollen, sagte Kalayci. Nach der Freigabe des Impfstoffs durch die EU-Arzneimittelbehörde EMA sei mit den Lieferungen für den 26. Dezember zu rechnen, so die Senatorin. Die EMA stellt an diesem Montag ihre Beurteilung vor. Die EU-Kommission will dann am Dienstag oder Mittwoch über die formelle Zulassung in der EU entscheiden.

Wenn dann weitere Impfstoffdosen verfügbar seien, könnten auch die Impfzentren an den Start gehen - als erstes die Arena Treptow, Berlins größtes Impfzentrum. „Und immer wenn mehr Impfstoff da ist, werden wir auch weitere Impfzentren in Betrieb nehmen“, so die Gesundheitssenatorin. Das Impfzentrum im Stadtteil Alt-Treptow verfügt Kalayci zufolge über 80 Impfkabinen. „Wir haben insgesamt für alle sechs Impfzentren 300 Impfkabinen. Und wir haben pro Impfling 57 Minuten eingeplant.“

Kalayci äußerte sich zurückhaltend auf die Frage, mit wie viel Impfdosen Berlin rechnen könne: „Ich bin inzwischen etwas vorsichtig mit Zahlen“, sagte die SPD-Politikerin. Die erste Lieferung für Deutschland betrage nach den aktuellen Informationen 300.000 Impfdosen. „Das bedeutet für Berlin 13.500“, sagte Kalayci. Im Januar würden es dann deutlich mehr. Über das Thema wollten die Gesundheitsminister der Länder sich noch am Montag mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) austauschen.

14.42 Uhr: Dehoga - Novemberhilfen in Brandenburg ab 10. Januar

Hotels- und Gaststätten in Brandenburg können nach Angaben des Branchenverbandes Dehoga ab dem 10. Januar mit der endgültigen Bearbeitung und anschließenden Auszahlung der beantragten Novemberhilfen rechnen. Das sei in einem Gespräch mit Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) vereinbart worden, sagte Dehoga-Präsident Olaf Schöpe am Montag. Zuvor wurden ihm zufolge schon Abschläge an die Betroffenen gezahlt. Die Dezemberhilfen zur Entschädigung der finanziellen Ausfälle dürften dann etwa vier Wochen später folgen.

13.59 Uhr: Woidke - „Corona Regeln beachten und möglichst wenige Kontakte“

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat an die Brandenburger appelliert, über die Weihnachtsfeiertage die Corona-Regeln streng zu beachten. „Das Coronavirus kennt keine Weihnachtsfeiertage und es wird jede Chance nutzen - das haben wir ja in den letzten Tagen und Wochen erleben müssen - um sich weiter auszubreiten und Menschen zu gefährden“, sagte Woidke auf seiner Pressekonferenz zum Jahresende am Montag. Daher sei Abstand halten das oberste Gebot, betonte der Regierungschef: „Die Corona-Regeln beachten, möglichst wenig Kontakte haben und damit dem Virus keine Chance geben.“

13.06 Uhr: Berliner Erzbischof ruft zu „besonnenen Weihnachten“ auf

Der katholische Erzbischof von Berlin, Heiner Koch, hat dazu aufgerufen, angesichts der Corona-Pandemie Familienfeiern und Gottesdienste zu Weihnachten besonnen zu feiern. Wegen der Corona-Pandemie sei eine Begrenzung der Kontakte nötig, erklärte Koch als Vorsitzender der Kommission Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz am Montag. Weihnachten nicht wie gewohnt feiern zu können, sei für ihn ein schwer zu ertragender Gedanke. Der Schutz der Menschen habe aber Vorrang.

Dazu seien Solidarität, Selbstdisziplin und Verzicht sowie die Bereitschaft nötig, das Weihnachtsfest anders zu feiern als gewohnt und auf liebgewordene Rituale und Begegnungen zu verzichten, erklärte Koch weiter. Es sei ihm ein Herzensanliegen, dass alle Gläubigen, die an einem Gottesdienst teilnehmen möchten, dies auch tun könnten. Dafür gebe es auch veränderte Formate für Gottesdienste.

14.38 Uhr: Bund stützt Musiker mit Klassik-Stipendien

Mit Blick auf die Corona-Pandemie fördert der Bund freischaffende Musikerinnen und Musiker mit Klassik-Stipendien. Vorgesehen sind nach Angaben vom Montag 1500 Hilfen in Höhe von jeweils 6000 Euro. Das Programm richte sich an Interpretinnen und Interpreten von der Alten Musik bis zur frühen Moderne und ergänze Stipendien des Musikfonds für zeitgenössische Musik, hieß es.

„Für freischaffende Musikerinnen und Musiker war 2020 eine echte Katastrophe“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Ostern und nun in der Advents- und Weihnachtszeit seien viele Auftritte weggebrochen. „Dabei sind gerade sie es, die maßgeblich zur Vielfalt und Innovationskraft unseres Musiklebens beitragen“, sagte die CDU-Politikerin.

12.31 Uhr: In der Arena in Treptow wird ab 27. Dezember geimpft

In Berlin wurden sechs Impfzentren errichtet - doch am 27. Dezember wird zunächst nur das Impfzentrum in der Arena in Treptow ans Netz gehen, weil es noch nicht genug Impfstoff gibt. Die ersten Impfungen in der Arena sollen auch Testlauf sein für den Start der großen Kampagne. Berlin bekommt für den Anfang der Corona-Impfungen voraussichtlich zunächst etwa 18.000 Impfdosen. Zuletzt war Dilek Kalayci davon ausgegangen, dass in Berlin für das erste Quartal 2021 mit maximal 720.000 Impfdosen zu rechnen sei.

Außerdem wird die Impfkampagne laut Kalayci am Sonntag nach Weihnachten in einem Pflegeheim beginnen. Derzeit seien die Experten der Leitstelle dabei, die Touren für die mobilen Impfteams zusammenzustellen, welche die Alten- und Pflegeheime anfahren werden. Diese werden vom Impfzentrum im früheren Terminal C des Flughafens Tegel aus operieren. Man werde in allen Bezirken beginnen und zunächst solche Heime durchimpfen, wo besonders viele Bewohner mit Demenz leben, für die es besonders schwierig sei, Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

12.01 Uhr: Mehr als 800 Neuinfektionen in Brandenburg - 18 neue Todesfälle

In Brandenburg ist die Zahl der registrierten neuen Corona-Ansteckungen innerhalb eines Tages wieder gestiegen. Das Gesundheitsministerium berichtete am Montag von 805 neuen Fällen nach 707 Infektionen am Sonntag. Allerdings lagen dem Ministerium am Sonntag aus dem stark betroffenen Kreis Elbe-Elster sowie aus Ostprignitz-Ruppin und Potsdam-Mittelmark und der Stadt Potsdam keine Daten über neue Fälle vor. Insgesamt kamen 18 neue Todesfälle im Land hinzu. Damit starben seit März 771 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19.

Die meisten neuen Infektionen mit dem Coronavirus meldete am Montag die Stadt Potsdam mit 152. Es folgen der Landkreis Märkisch-Oderland mit 127 neuen Fällen und der Kreis Oder-Spree mit 122 Neuinfektionen.

Corona-Schwerpunkt des Landes sind nach wie vor die südlichen Landkreise Oberspreewald-Lausitz mit 513,8 neuen Ansteckungen je 100.000 Einwohner in einer Woche und Elbe-Elster mit einem Wert von 508,7. In ganz Brandenburg liegt das Niveau neuer Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche bei 274,7.

10.59 Uhr: Bundespräsident besucht Impfzentrum in der Arena in Treptow

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Montagmorgen das Impfzentrum in der Arena in Treptow besucht. Er wurde von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller, Gesundheitssenatorin Dikek Kalayci (beide SPD) und von Albrecht Broemme vom Technischen Hilfswerk begrüßt. Broemme baute im Auftrag des Senats die Impfzentren auf. „Wir können ab Sonntag loslegen“, sagte der ehemalige Berliner Feuerwehrchef zu Beginn des Besuchs. Es gebe zweimal ein Licht am Ende des Tunnels, sagte Broemme: „Die Tage werden länger und der Impfstoff ist unterwegs.“

Die aktuelle Situation sei angesichts der hohen Infektionszahlen schwierig, sagte Steinmeier. „Aber der heutige Tag ist auch ein Tag der Hoffnung, weil mit dem Beginn des Impfens das Licht am Ende des Tunnels ein klein bisschen heller wird.“ Gleichzeitig mahnte das Staatsoberhaupt, weiter vorsichtig zu bleiben: „Wir müssen Rücksicht nehmen, wir müssen die Hygienemaßnahmen weiterhin beachten. Nur wenn wir jetzt die Kapazitäten der Krankenhäuser nicht überlasten, wird uns weiterhin der Kampf gegen das Virus und vor allem die Pflege und Betreuung der Erkrankten tatsächlich gelingen.“

10.28 Uhr: Verband - Ärzte in Brandenburg früher gegen das Coronavirus impfen

Ärzte in Brandenburg sollten aus Sicht des Hartmannbundes Brandenburg früher gegen das Coronavirus geimpft werden. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass Ärztinnen und Ärzte, die Coronapatienten versorgen und damit potentiell Multispreader
darstellen, nun erst mit nachgeordneter Priorität geimpft werden sollen“, so der Vorsitzende Hanjo Pohle am Montag.

In anderen Ländern sei es Praxis, dass das Behandlungspersonal mit Risikokontakten zuerst geimpft werde, meinte Pohle. „Dieses Vorgehen ist auch epidemiologisch sinnvoll. Auch in diesem Punkt erwarten wir eine klare Nachbesserung vom Gesetzgeber.“ Der Ausfall der Ärzte und des Pflegepersonals würde letztlich allen schaden, „auch der älteren Bevölkerung mit und vor allem auch ohne Coronainfektion“.

9.52 Uhr: Staatssekretär - Start mit 10 000 Impfdosen für Brandenburg

Brandenburgs Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Michael Ranft, rechnet damit, dass Brandenburg noch an den Feiertagen den Corona-Impfstoff erhalten wird. Wenn alles nach Plan läuft und Brandenburg die Impfdosen rechtzeitig erhält, soll am 27. Dezember mit den ersten Impfungen in stationären Pflegeheimen begonnen werden, wie Ranft im Inforadio vom RBB am Montag sagte. Gleichzeitig seien Krankenhäuser im Süden des Landes an der Reihe. Anfang Januar sollen dann die Impfzentren in Cottbus und Potsdam an den Start gehen.

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA stellt an diesem Montag ihre Beurteilung über das Präparat von Biontech und Pfizer vor. Die EU-Kommission will dann am Dienstag oder Mittwoch über die formelle Zulassung in der EU entscheiden.

Ranft rechnet damit, dass Brandenburg 10.000 Impfdosen erhalten wird. Zunächst war von 12.000 Impfdosen die Rede. Da zwei Mal geimpft werden müsse, könne man 5000 Impfungen durchführen. „Ich denke, es ist eine gute Zahl, dass wir überhaupt in das Impfen einsteigen können“, sagte er. „Wir gehen fest davon aus, dass Stück für Stück die Tranchen, die das Land Brandenburg erhält, steigen wird.“

8.29 Uhr: 77 Passagiere aus Großbritannien warten in Berlin auf Klärung

Wegen der neuen Beschränkungen für Reisende aus Großbritannien warten am Flughafen Schönefeld 77 Passagiere auf eine Klärung durch einen Corona-Test. Dabei handelt es sich überwiegend um polnische Staatsbürger, wie eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Berlin am Montagmorgen sagte. Betroffen waren demnach am Sonntag vier Flüge aus Großbritannien.

Für die Reisenden seien Feldbetten aufgestellt worden. Wer nicht die deutsche Staatsangehörigkeit hat oder keinen festen Wohnsitz in Berlin hat, muss demnach zur Einreise einen negativen Test vorlegen. Außerdem gelten Quarantäne-Regelungen: Diese sind je nach Bundesland unterschiedlich.

Wegen der neuen Variante des Coronavirus ist die Einreise von Flugpassagieren aus Großbritannien an mehreren deutschen Flughäfen am Sonntagabend zunächst gestoppt worden. Ab Mitternacht untersagte Deutschland ohnehin Flüge aus dem Vereinigten Königreich.

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Der Berliner Korrespondent der englischen Wochenzeitung „The Economist“, Tom Nuttall, war laut seinem Twitterkanal ebenfalls an Bord einer Maschine aus Großbritannien in Berlin gelandet und schilderte seine Erlebnisse. Die Polizei habe den Passagieren mitgeteilt, dass sie getestet würden: Wer ein negatives Ergebnis habe, werde nicht zurückgeschickt.

7.34 Uhr: Giffey warnt vor Zunahme familiärer Gewalt an Weihnachten

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey warnt vor einer Zunahme familiärer Gewalt an Weihnachten. „Die familiäre Gewalt nimmt jedes Jahr an Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten zu. In diesem Corona-Jahr ist die Gefahr besonders groß“, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). „Die Nerven sind eh schon angespannt, dazu vielleicht Frust, es gibt eine Menge Einschränkungen. Dann noch Existenzsorgen - viele wissen nicht, wie es bei ihnen im nächsten Jahr weitergeht“, sagte die SPD-Politikerin. Da könne sich „manches entladen“.

Giffey wirbt für das Hilfetelefon ihres Ministeriums gegen Gewalt. Dieses sei seit Anfang der Pandemie personell und finanziell verstärkt worden. „Rufen Sie an, wenn es Probleme gibt. Lassen Sie sich helfen.“

6.31 Uhr: Berliner Künstler integriert Corona-Elemente in seine Bilder

Die Corona-Pandemie beeinflusst auch die Arbeiten des Berliner Künstlers Kai Hellbardt. „Ich wollte das eigentlich nicht, aber es brodelte die ganze Zeit in mir“, sagt Hellbardt. Die Einflüsse der Pandemie auf die Gesellschaft und schließlich zwei Fälle im näheren Umfeld haben Corona schließlich den Weg in seine Bilder geebnet. Mehr als zwei, drei Mal will der Künstler das nicht zulassen, denn: „das reicht dann auch“.

In einer Arbeit scheinen drei Frauen verschiedenen Alters zwei Männer ohne Maske zu kritisieren, im Hintergrund steht ein Rettungswagen für drohendes Unheil. In einem anderen Bild ist eine Familie in einzelnen Kästen zum isolierten Nebeneinander verdammt. Ein Raum zwischen ihnen bleibt leer, eine Grabkerze nimmt den Platz ein - möglicherweise den einer fehlenden Person.

4.31 Uhr: Jarasch will Digitalisierung zur „Chefinnensache“ machen

Die Spitzenkandidatin der Berliner Grünen für die Abgeordnetenhauswahl 2021, Bettina Jarasch, will die Digitalisierung in der Stadt schneller voranbringen. „Wir haben in der Corona-Krise sehr deutlich gemerkt, dass wir in Sachen Digitalisierung schneller und besser werden müssen“, sagte Jarasch der Deutschen Presse-Agentur. Im Falle eines Wahlsieges will sie zwei Themen zum Schwerpunkt ihrer Digital-Agenda machen: Zum einen müsse die Digitalisierung an den Schulen „schneller und besser“ vorankommen.

3.48 Uhr: Charité stellt Betrieb auf Notfallprogramm um

Vom heutigen Montag an für zunächst zwei Wochen fährt Berlins große Universitätsklinik Charité den Betrieb auf ein reines Notfallprogramm zurück. Planbare Eingriffe werden über Weihnachten und den Jahreswechsel nicht gemacht, wie die Klinik vergangene Woche ankündigte. Notfälle werden demnach aber weiter behandelt und Tumoroperationen vorgenommen. Auch der Betrieb in den Rettungsstellen gehe weiter. Der Schritt soll es ermöglichen, Personal zusammenziehen, um weitere Covid-19-Intensivkapazitäten aufzubauen.

Die Charité rechnet mit einer weiteren Zunahme der Zahl dieser Patienten. „Wir befinden uns nach wie vor in einer ungewöhnlich schweren Krise, wie wir sie noch nicht erlebt haben“, hatte Vorstand Ulrich Frei erklärt. Erwartet wurden noch „schwere Wochen“. Wie Charité-Mediziner Kai-Uwe Eckardt im ZDF kürzlich sagte, gelten nun zwei Wochen lang an der Klinik Regeln wie sonst nur an Feiertagen.

+++ Sonntag, 20. Dezember 2020 +++

16.46 Uhr: Junge Leute treffen sich in Gruppen

Mehrere junge Leute haben sich in Frankfurt (Oder) in kleinen Gruppen getroffen und dabei nach Angaben der Polizei gegen Corona-Regeln verstoßen. Die Heranwachsenden hätten am Samstag nicht den Mindestabstand und die Obergrenze für Treffen im Freien beachtet, teilten die Beamten am Sonntag mit. Wenn sich in der Öffentlichkeit mehr als fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen, droht jedem ein Bußgeld von 50 bis 250 Euro.

In Senftenberg und Lauchhammer (Kreis Oberspreewald-Lausitz) sprach die Polizei von mehreren Einsätzen am Wochenende in Verbrauchermärkten, wo Kunden keine Maske getragen hätten. Manche von ihnen seien aggressiv und uneinsichtig gewesen, sie hätten die Märkte verlassen müssen.

16.35 Uhr: Sechs weitere Tote, 516 neue Corona-Infektionen

In Berlin sind sechs weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 1007. Das meldete die Senatsgesundheitsverwaltung am Sonntag.

516 neue Infektionen wurden bestätigt, 1325 waren es am Sonnabend. 20.163 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 20.210 waren es am Sonnabend. 65.907 Menschen gelten inzwischen als genesen. Die Bezirke Mitte, Pankow und Treptow-Köpenick haben am Sonntag keine neuen Zahlen gemeldet.

366 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, genau so viele wie am Sonnabend. 1578 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 57 mehr als am Sonnabend.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 29,9 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 212,0 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 1,01 weiter Grün.

Die Corona-Zahlen in den Berliner Bezirken

15.28 Uhr: Corona-Ausbruch in Biesdorfer Seniorenresidenz

An der Apollofalterallee in Biesdorf gibt es aktuell einen Großeinsatz der Feuerwehr. Mehrere Rettungswagen sind vor Ort. Nach ersten Erkenntnissen sind mehrere Bewohner einer Seniorenresidenz positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie werden in Krankenhäuser transportiert.

15.27 Uhr: Corona-Verharmloser beginnen "Schweigemarsch"

In der Nähe der Berliner Jannowitzbrücke haben sich mehrere Menschen zu einer Demonstration gegen die Einschränkungen in der Corona-Pandemie versammelt. Angemeldet war der Protestzug am Sonntagmittag unter dem Titel „Schweigemarsch gegen Diskriminierung und für Menschenrechte“, wie die Polizei berichtete.

Nach Einschätzung von dpa-Reportern versammelten sich zunächst einige Hundert Demonstranten. Auf einem Banner stand „Wir müssen reden“. Verwiesen wurde dort auch auf eine Internetseite, die etwa Einschränkungen in der Corona-Pandemie thematisierte.

14.19 Uhr: Oder-Spree ruft wegen Corona "Großschadensereignis" aus

Der Landkreis Oder-Spree hat wegen einer Zuspitzung der Corona-Lage ein Großschadensereignis festgestellt. Damit solle die notwendige Verlegung von Patienten mit Hilfe des Katastrophenschutzes koordiniert werden, teilte Landrat Rolf Lindemann (SPD) mit. Er zeigte sich besorgt: „Die momentane Situation ist so zu beschreiben, dass Patienten aus Krankenhäusern in andere Krankenhäuser verlegt werden müssen, um eine dringende medizinische Notfallversorgung standortnah gewährleisten zu können.“

Das könne der Rettungsdienst nicht mehr allein. Die Zahl der Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche lag im Kreis zuletzt bei 403, deutlich über dem Landesschnitt. Das Land Brandenburg und die Stadt Potsdam hatten bereits den Großschadensfall eines sogenannten Massenanfalls von Erkrankten ausgerufen.

13.52 Uhr: Scheeres bestürzt über Corona-Tod eines Kreuzberger Lehrers

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat sich bestürzt über den Tod eines Lehrers gezeigt, der sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. „Es ist furchtbar“, teilte sie mehreren Medien in einem Statement mit. „Der Tod dieses engagierten und von allen sehr geschätzten Lehrers zeigt uns einmal mehr, wie schrecklich dieses Virus ist.“

Der Mann arbeitete an einer Schule in Kreuzberg. Man werde den Fall auch am Montag mit verschiedenen Akteuren wie Schulleitung und Gesundheitsamt nochmal besprechen, sagte ein Sprecher der Senatsbildungsverwaltung am Sonntag.

13.40 Uhr: Über 700 Neuinfektionen in Brandenburg - Zahlen unvollständig

Die Zahl bestätigter Corona-Infektionen in Brandenburg ist am Sonntag wegen fehlender Daten nur um 707 neue Fälle innerhalb eines Tages gestiegen. Aus dem stark betroffenen Landkreis Elbe-Elster sowie aus Ostprignitz-Ruppin und Potsdam-Mittelmark und der Stadt Potsdam waren keine Daten über neue Fälle vorhanden.

Die meisten neuen Ansteckungen meldete der Landkreis Oder-Spree mit 107, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Landesweit kamen 20 neue Todesfälle im Zusammenhang mit der Covid-19-Krankheit hinzu. Manche Kreise und kreisfreien Städte melden wegen des Wochenendes verzögert.

Der Corona-Schwerpunkt des Landes ist der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit 490 neuen Ansteckungen je 100 000 Einwohner in einer Woche. Dahinter folgt der Kreis Elbe-Elster mit einem Wert von knapp 465.

10.03 Uhr: Freie Straßen rund um das Weihnachtsfest erwartet

In der Corona-Krise bleiben die üblichen Staus im Weihnachtsverkehr dieses Jahr aus. Davon gehen der ADAC Berlin-Brandenburg und die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) der Hauptstadt aus. Sie verwiesen darauf, dass die Zahl der Kontakte beschränkt ist und die Bürger aufgerufen sind, Begegnungen einzuschränken. Das soll gewährleisten, dass die Seuche sich nicht noch weiter ausbreitet.

An den Feiertagen selbst ist auf den Straßen ohnehin immer relativ wenig los. Aber auch vor und nach dem Fest dürften Staus in diesem Jahr die Ausnahme bleiben, teilte der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) in München mit. Das sei in Berlin und Brandenburg nicht anders, hieß es beim Regionalclub.

„Kaum belastet sind die Straßen rund um die Ballungszentren, weil keine Last-Minute-Geschenkejäger und Weihnachtsmarktbesucher unterwegs sind“, sagte der Verein voraus. Auch der Skiurlauber-Verkehr falle aus.

8.56 Uhr: BVG-Busse erhalten Glas-Spuckschutz bis Februar

Die provisorischen Corona-Schutzfolien in vielen Berliner Bussen sollen bis Ende Februar verschwinden. Bis dahin werden alle Fahrerplätze mit Sicherheitsglasscheiben ausgestattet, wie die Berliner Verkehrsbetriebe ankündigten. Der „Spuckschutz“ soll eine Corona-Infektion der Fahrer verhindern und gleichzeitig Fahrgästen ermöglichen, wieder vorn einzusteigen. Sie können dann auch Fahrkarten wieder im Bus kaufen.

Zu Beginn der Pandemie im März hatte die BVG erst einmal Folien in die Busse geklebt und damit jeweils den gesamten Eingangsbereich abgetrennt. Inzwischen sind etwa 750 Fahrzeuge auf Sicherheitsglas am Fahrerplatz umgerüstet, etwa die Hälfte der Flotte, wie das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

8.45 Uhr: FDP fordert Taxi-Gutscheine für Senioren

Berlins FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja fordert Taxi-Gutscheine für Senioren, die in der Corona-Pandemie als besonders gefährdete Gruppe gelten. „Der Gesundheitsschutz muss an vorderster Stelle stehen, deswegen müssen wir alles tun, um Menschen aus Risikogruppen vor Situationen zu schützen, die ein erhöhtes Infektionspotenzial haben“, sagte Czaja der Deutschen Presse-Agentur. Dazu gehöre das Fahren in vollen Zügen oder Bussen.

„Es genügt dabei nicht, die Taktung der Linien zu erhöhen“, meinte der FDP-Politiker. „Wir fordern daher, dass der Berliner Senat den Risikogruppen ein entsprechendes Angebot an Taxi-Gutscheiden für Fahrten zum Arzt, zur Familie oder auch für Besorgungen bereitstellt. Dabei kann auch die Flotte des Berlkönigs miteinbezogen werden.“

+++ Sonnabend, 19. Dezember 2020 +++

20.28 Uhr: Berliner Lehrer an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben

Ein Berliner Lehrer ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das meldet Gökhan Akgün, Personalrat der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Friedrichshain-Kreuzberg, bei Twitter. Laut Akgün war der Familienvater an einer Schule in Kreuzberg tätig. Er habe keine Vorerkrankungen gehabt. "Die Infektion erfolgte höchstwahrscheinlich im Dienst!", so Akgün. Laut "Tagesspiegel" unterrichtete der Lehrer an der Carl-Ossietzky-Gemeinschaftsschule.

16.35 Uhr: 17 weitere Tote, 1325 neue Infektionen

In Berlin sind 17 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 1001. Das meldete die Senatsgesundheitsverwaltung am Sonnabend. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg lieferte am Sonnabend keine neuen Zahlen.

1325 neue Infektionen wurden bestätigt, 1545 waren es am Freitag. 20.210 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 19.554 waren es am Freitag. 65.350 Menschen gelten inzwischen als genesen.

366 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, drei weniger als am Freitag. 1521 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 39 mehr als am Freitag.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 29,8 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 208,9 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,91 Grün.

Die Corona-Zahlen in den Berliner Bezirken

Wir starten unser neues Corona-Newsblog für Berlin. Alle bisherigen Nachrichten, Entwicklungen und Zahlen zur Coronavirus-Pandemie für Berlin, die Bezirke und Brandenburg finden Sie in unserem vorangegangenen Newsblog.