Berlins Krankenhäuser haben sich auf ein arbeitsintensives Weihnachten vorbereitet. Die aktuelle Pandemielage habe die angespannte Personalsituation weiter verschärft und werde an den Feiertagen besonders für die Pflegekräfte spürbar, sagte eine Sprecherin des Klinikkonzerns Vivantes. Viele Kollegen arbeiteten an der Belastungsgrenze. Aber es gebe innerhalb der Mitarbeiterschaft einen großen Zusammenhalt. Manche Kollegen seien dem Aufruf gefolgt, an den Feiertagen keinen Urlaub zu nehmen, um ihre Teams zu unterstützen. Auch einige Chefärzte würden auf den Intensivstationen helfen, Patienten zu lagern, zu waschen und zu betten. 60 Auszubildende hätten freiwillig Dienste über Weihnachten übernommen.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und seine Stellvertreter Klaus Lederer (Linke) und Ramona Pop (Grüne) warben in einer gemeinsamen Erklärung um Verständnis für die „bedrückenden Beschränkungen“ zum Fest. Man wisse, dass viele Menschen diese als „Zumutung“ empfinden und viele dieses Fest „schmerzlich erleben werden“. Aber jeder einzelne könne durch rücksichtsvolles Verhalten und durch die Respektierung der Regeln seinen Beitrag leisten, um sich selbst und seine Mitmenschen zu schützen. Die drei Bürgermeister sprachen allen ihr Mitgefühl aus, die den Verlust geliebter Menschen zu beklagen hätten. „Es gehört dazu, dass wir gemeinsam an diejenigen denken, die in unserer Stadt der Krankheit zum Opfer gefallen sind“, so Müller, Pop und Lederer: „Wir werden im Senat und in den Verwaltungen alles tun, um die Pandemie einzudämmern und Leben zu retten.“

Einen Beitrag, um in den nächsten Tagen die Krankenhäuser nicht weiter zu belasten, hat die Senatsinnenverwaltung am Mittwoch bekannt gegeben. Das Böllern zu Silvester wird erheblich eingeschränkt. Feuerwerk ist statt bisher nur an drei nun an 54 Orten im ganzen Stadtgebiet verboten. Dazu gehören neben Ausgehkiezen der Innenstadt unter anderem die Altstädte von Spandau und Köpenick, das Märkische Viertel, der Breitscheidplatz und der Potsdamer Platz. Der Verkauf von Knallkörpern ist ohnehin untersagt.

Für den Start der Corona-Impfungen in den Pflegeheimen am Sonntag sind die letzten Vorbereitungen getroffen. Die Einladungen zum Impfen an die über 80-Jährigen Berliner sollen ab Januar versandt werden. Die Kandidaten können dann telefonisch ihre Termine in den Impfzentren vereinbaren. ​