Pizza-Dienste

Foodpandas Appetit auf Russland wächst

Foto: Foodpanda

Der Berliner Lieferdienstvermittler baut sein Geschäft in Schwellenländern aus und kauft den russischen Konkurrenten Delivery Club. Foodpanda steigt damit zum größten Pizza-Portal in Russland auf.

Der Berliner Pizza-Dienstvermittler Foodpanda kauft in Russland zu. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, wurde die Lieferservice-Plattform Delivery Club übernommen. Ein Preis wurde nicht genannt. Foodpanda wird damit nach eigenen Angaben die größte Lieferdienst-Plattform in Russland.

Das zum Berliner Internetinvestor Rocket Internet der Gebrüder Samwer gehörende Unternehmen ist in mittlerweile 40 Ländern aktiv, vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern. Aus dem umkämpften deutschen Markt hält sich Foodpanda heraus.

Lieferdienstportale wie Foodpanda oder die Berliner Konkurrenten Delivery Hero und Lieferando setzen darauf, dass immer mehr Menschen Essen über das Internet statt per Telefon bestellen. Die Portale listen Restaurants und Lieferdienste in der Umgebung auf, bei denen die Kunden dann online bestellen können. Für die Vermittlung erhalten sie von den Restaurantbetreibern eine Provision. Das Geschäft gilt als lukrativ.

Russischer Investor Phenomen finanziert Foodpanda

Weil sich das Geschäftsmodell nicht wesentlich unterscheidet, müssen die Anbieter in Spitzentechnologie und Restaurant-Akquise investieren beziehungsweise konkurrierende Anbieter übernehmen, um schnellstmöglich eine Vielzahl von Kunden gewinnen und damit Vorteile gegenüber den Rivalen erringen zu können. Zuletzt hatte im April der niederländische Anbieter Takeaway das Berliner Lieferdienstportal Lieferando gekauft.

Delivery Club ist 2009 gegründet worden und in 18 Städten Russlands aktiv. Insgesamt bieten 2500 Restaurants auf der Plattform ihre Dienste an. An Foodpanda ist der russische Wagnisfinanzierer Phenomen beteiligt. Phenomen hat in zwei Finanzierungsrunden Geld in die Berliner investiert.

( gri )