Kapitalschlacht

Lieferdienst Foodpanda erhält 20 Millionen Dollar

Neue Runde in der Investmentschlacht der Essens-Lieferdienste. Nachdem Delivery Hero im Januar 88 Millionen Dollar erhielt, gibt Foodpanda ein Investment über 20 Millionen Dollar bekannt.

Foto: foodpanda

Der internationale Essen-Lieferdienst Foodpanda erhält ein Investment von 20 Millionen Dollar (umgerechnet 15 Millionen Euro) und will mit diesem Kapital seine internationale Expansion vorantreiben. Foodpanda wurde im Jahr 2012 gegründet und liefert in mehr als 30 Ländern Speisen aus. Mehr als 22.000 Restaurants weltweit haben sich der Plattform angeschlossen. Ende des ersten Quartals 2014 soll die Marke von 40 nationalen Märkten überschritten werden.

Im vergangenen Jahr trat Foodpanda auf 20 neue internationale Märkte und brachte Bestell-Apps für das iPhone und Android-Smartphones auf den Markt. Mitgründer Ralf Wenzel sieht sein Unternehmen als „den globalsten Lieferdienst weltweit“. Mitbewerber Delivery Hero dürfte das anders sehen.

Die neue Finanzierungsrunde unter der Führung von Phenomen Ventures schließt sich an eine Runde aus dem Jahr 2013 an, als Foodpanda ebenfalls mehr als 20 Millionen Dollar von Phenomen und Kinnevik, dem Haus-Financier des Rocket-Internet-Imperiums, erhielt. Weitere acht Millionen Dollar investierte die iMena-Holding im Vorjahr in das Unternehmen.

Knapp 200 Millionen Dollar für Delivery Hero

Foodpanda gehört zur Unternehmensgruppe der Samwer-Brüder (Rocket Internet) und ist Mitbewerber der Berliner Lieferdienst-Gruppe Delivery Hero, die in Deutschland unter der Marke Lieferheld aktiv ist. Diese Gruppe hatte im Januar die bislang wohl größte Finanzierungsrunde der Branche abgeschlossen. Wagnisfinanzierer unter Führung des US-Investors Insight Venture Partners haben mehr als 88 Millionen Dollar in Delivery Hero investiert. Insgesamt wurden knapp 200 Millionen Dollar in die Gruppe gesteckt.

Delivery Hero ist in insgesamt 14 Ländern aktiv darunter Deutschland, Großbritannien, Schweden, Südkorea, China und Indien, und beschäftigt 700 Mitarbeiter. Mehr als 300 davon arbeiten in der Berliner Zentrale in der Mohrenstraße.