Minutenprotokoll

Obama in Berlin – Bye Bye, Mr. President

| Lesedauer: 51 Minuten

US-Präsident Barack Obama, Ehefrau Michelle und die Töchter Sasha und Malia haben in Berlin ein eng getaktetes Programm absolviert. Der Tag der Obamas im Minutenprotokoll.

5 Uhr: Stille Patrouille am Potsdamer Platz

Auf dem Potsdamer Platz patrouillieren Polizisten. Taxen fahren vorbei, ein paar Autos und Laster passieren die Leipziger Straße. Richtung Tiergarten wachen weitere Polizisten in den Straßen rund um das Hotel. Direkt vor dem Marriott-Hotel hinter dem Ritz-Carlton schütteln zwei Kollegen ihre Beine aus. Auf den Gängen des Hotels: Stille.

Entlang der Absperrung an der Lennéstraße waren am Abend helle Scheinwerfer aufgebaut worden, die den Rand des Tiergarten beleuchten.

>>>Obama in Berlin – das große Special<<<

5.10 Uhr: Eine Stunde Zeit mit Gauck

Der Präsident hat ein straffes Programm vor sich, und auch seine Frau hat Einiges geplant. Beginn des offiziellen Teil des Tages ist für beide um kurz vor zehn Uhr. Um 9.45 Uhr besucht First Lady Michelle Obama das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Um 9.50 Uhr empfängt dann Bundespräsident Joachim Gauck seinen Gast Barack Obama mit militärischen Ehren am Schloss Bellevue. Obama wird sich in der Galerie im Gästebuch verewigen und sich dann zu einem Gespräch mit Gauck in dessen Amtszimmer zurückziehen. Die beiden haben genau eine Stunde Zeit, bis am Schlossportal wieder Abschied genommen werden muss.

Unterwegs ist der Präsident selbstverständlich in seiner Hochsicherheits-Limousine:

5.38 Uhr: Der Hoteldirektor ist bereit

In der Lobby des Ritz-Carlton sind BKA und Secret Service auf ihren Posten. Gerade erscheint Direktor Robert Petrovic. Ob er den Präsidenten schon gesehen hat? Keine Angabe. Aber: Der General Manager des Hotels werde normalerweise begrüßt.

5.50 Uhr: Bewegungsradius vor dem Hotel eingeschränkt

„Na, doa dürfens net lang“, sagt die BKA-Beamte vor dem Hoteleingang. Rechts herum Richtung Tiergarten ist Sperrgebiet, sagt sie. Nur links dürfe man Richtung Leipziger Platz „naus“.

6.01 Uhr: Wellness am Morgen?

Der Wellnessbereich im Ritz-Carlton ist geräumt worden. Dann ist wohl die First Family an der Reihe? Der Knopf im Fahrstuhl zum Untergeschoss - in dem sich der Wellnessbereich befindet - lässt sich nicht mehr drücken. Voraussichtlich bis neun Uhr sei der Bereich gesperrt, heißt es.

6.30 Uhr: Einsatz der Food & Beverage-Managerin

Brasserie Desbrosses. Zwei Amerikaner in schwarzen Anzügen fragen nach Isabel Steinhauer. Die Food & Beverage-Managerin ist nicht in der morgendlichen Konferenz hier. Die beiden Amerikaner laufen weiter ins Restaurant. Kurz darauf kommen sie mit Isabel Steinhauer aus dem Restaurantbereich. In der Hand des einen Mannes: Ein Silbertablett. Darauf stehen drei tiefrote Säfte mit schwarzen Strohhalmen. Es duftet nach Cranberry und Johannisbeere. Die Männer gehen mit den Smoothies in Richtung Fahrstuhl.

6.47 Uhr: Fitness bis 8 Uhr

"Der Fitnessbereich ist aus Sicherheitsgründen diese zwei Stunden gesperrt," teilt die Pressesprecherin des Ritz-Carlton mit. Das heißt noch bis 8 Uhr.

7 Uhr: Obama will atomare Abrüstung vorschlagen

Eilmeldung der AFP. Die Agentur will erfahren haben, dass Barack Obama in seiner Rede vor dem Brandenburger Tor Russland eine beiderseitige Verringerung der strategischen Atomsprengköpfe anbieten will. Obama werde außerdem ein Gipfeltreffen zur atomaren Sicherheit im kommenden Jahr in Den Haag vorschlagen, sagte der Agentur zufolge ein US-Regierungsvertreter in Berlin. Ein weiteres derartiges Treffen solle 2016, dem letzten Jahr seiner Amtszeit, abgehalten werden.

7.08 Uhr: Besucher mit Geschenken werden kontrolliert

Rund 20 Männer und Frauen haben das Hotel betreten. Sie gehen die Marmortreppe in der Mitte der Lobby hinauf, unterhalten sich auf Englisch. Der Secret Service und die Mitarbeiter des Hotels lassen sie problemlos passieren. Im ersten Stock wartet die Gruppe vor dem Ballsaal. Ein paar Nachzügler stoßen hinzu. „Externe", sagt eine Servicemitarbeiterin mit Blick zur Galerie hinauf. Nach wenigen Minuten setzt sich die Besuchsgruppe nun in Bewegung. Nacheinander müssen alle durch einen Sicherheitscheck, der rechts vor dem Saal aufgebaut ist. Auch Kinder mit ihren Rucksäcken werden kontrolliert.

7.22 Uhr: Schloss Bellevue weiträumig abgesperrt

Während es im Hotel von Barack Obama allmählich geschäftig wird, durchkämmen Polizisten den Tiergarten. Das Schloss Bellevue ist weiträumig abgesperrt. Vom Großen Stern bis zum Reichstag geht nichts mehr. Besucher des Empfangs mussten um 7 Uhr zum Sicherheitscheck erscheinen.

7.42 Uhr: Ein Treffen im Ballsaal mit Obama

Es wird ein „Meet and Greet“ mit dem Präsidenten geben. Das ist nun klar, auch wenn es nicht auf dem offiziellen Terminplan Obamas steht. Mitarbeiter der US-Botschaft und ihre Familien sind vor dem Ballsaal im ersten Stock des Ritz-Carlton versammelt. Paare mit Kinderwagen sind dabei, Männer in Anzügen wie auch im Polohemd, junge Frauen in Sommerkleidern. Viele haben Plastiktüten oder Jutebeutel dabei.

Zunächst mussten alle vor dem Hotel durch eine Sicherheitskontrolle. Eine halbe Stunde habe sie dort Schlange gestanden, erzählt eine der Frauen aus der Gruppe der Empfangsdame, die die Gästeliste kontrolliert. „Ja, der Präsident wird gleich zu uns sprechen", sagt sie. Die Stimmung ist aufgekratzt und voller Vorfreude.

8.05 Uhr: Buschkowsky lehnt Einladung zur Obama-Rede ab

Alle wollen zu Obama - außer Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD). Er gehört zu den rund 6000 Personen, die zur Rede des Präsidenten am Brandenburger Tor eingeladen sind. Doch einem Bericht der “Bild“ zufolge, sagte er am Dienstag schriftlich ab. Seine Begründung: Trotz des erwarteten Hitzerekords hätten die Organisatoren nicht für Schattenplätze gesorgt. „Mehr als drei Stunden in der prallen Sonne, das mute ich mir in meinem Alter nicht zu“, zitiert die „Bild“ Buschkwosky. Die geladenen Gäste müssen um 12 Uhr da sein, ihre Plätze um 12.30 Uhr einnehmen. Erst um 14.30 Uhr beginnen die Reden. Regenschirme als Sonnenschutz sind verboten.

8.23 Uhr: US-Botschafter besucht Obama im Ritz-Carlton

Nun trifft auch US-Botschafter Philip Murphy am Hotel Ritz-Carlton ein. Auch er nimmt mit seiner Familie an dem „Meet and Greet“ im Ballsaal im ersten Stock des Ritz-Carlton teil.

8.55 Uhr: Vorhang zu für Obama

Ein Mann vom Secret Service ist in die Lobby des Ritz-Carlton getreten. „Ladies and Gentlemen“, spricht er die Hotelgäste an. Er müsse nun alle Gäste auffordern, den Empfangsbereich zu verlassen: „Bitte gehen Sie in den Barbereich - hinter die Vorhänge.“ 30 Minuten müsse man dort nun bleiben. Ausgang verboten. Mehrere Männer in Schwarz sorgen dafür, dass niemand den Bereich der Tea Lounge verlässt. Immer wieder gehen die Blicke der Sicherheits-Männer hoch zur Treppe. Das Team, das eben noch gemütlich in der Lobby gesessen hat, verteilt sich in der Halle.

9.05 Uhr: Polizei an jeder Ecke um die Leipziger Straße

Die Absperrungen im Zentrum machen sich bemerkbar: Die Autos auf der Friedrichstraße, der Zimmerstraße, der Mauer- und Leipziger Straße stauen sich, an jeder Ecke steht Polizei. US-Militärs in weißen und grünen Ausgehuniformen sind auf der Leipziger Straße zu sehen. Auf dem Weg über die Mauerstraße Richtung Brandenburger Tor steht ein Polizeiwagen an der Ecke Französische Straße quer auf der Fahrbahn. Drei Beamte kontrollieren jeden, der hier durch möchte.

9.10 Uhr: Schloss Bellevue – Orchester probt die US-Hymne

Noch 50 Minuten bis Bundespräsident Joachim Gauck den US-Präsidenten auf Schloss Bellevue empfängt. Gäste und Medienvertreter treffen nach und nach ein. Aus dem Inneren des Schlosses ist die Hymne der USA zu hören. Das Orchester probt seinen Auftritt. Auf der Pressetribüne wird gekämpft um die besten Plätze. Ellenbogen in der Seite dienen als Platzhalter.

9.15 Uhr: Malia und Sasha Obama brechen auf

Die Töchter des US-Präsidenten Malia und Sasha verlassen durch den Seitenausgang das Hotel Ritz-Carlton. Wohin sie fahren ist nicht bekannt.

9.17 Uhr: Secret Service bereit für Fahrt zum Schloss Bellevue

„Jetzt kommt er, jetzt kommt er“, murmelt ein Mann des Secret Service vor dem Eingang des Ritz-Carlton in das Mikrofon in seinem Ärmel. Links neben dem Hotel, beim Eingang zur Tiefgarage laufen die Motoren dreier SUVs. Noch ist niemand zu sehen. "Ich kümmer‘ mich gleich um den Einzelfall, Marc - erst mal muss hier Ruhe sein", murmelt der Secret-Service-Mitarbeiter wieder in seinen Ärmel.

9.20 Uhr: Bundespräsident Gauck trifft im Schloss Bellevue ein

Der Bundespräsident trifft mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt im Schloss Bellevue ein und zieht sich zunächst in seine Privaträume zurück.

9.34 Uhr: Michelle Obama verlässt das Ritz-Carlton

Auch First Lady Michelle Obama verlässt das Ritz-Carlton. Sie wird nun zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas fahren.

9.35 Uhr: Familie Obama auf dem Weg durch Berlin

Die Limousinenkolonne verlässt die Bellevuestraße. Die Botschafterfamilie fährt ebenfalls vom Potsdamer Platz ab. Kurz darauf trifft schon das Sicherheitspersonal des US-Präsidenten am Schloss Bellevue ein.

9.49 Uhr: Barack Obama tritt in Schloss Bellevue ein

Der US-Präsident erreicht in seiner Hochsicherheitslimousine Schloss Bellevue. Bundespräsident Joachim Gauck empfängt ihn bei strahlendem Sonnenschein mit militärischen Ehren.

10.11 Uhr: Barack Obama trägt sich ins Gästebuch ein

Barack Obama hat sich in Schloss Bellevue in das Gästebuch des Bundespräsidenten eingetragen. In wenigen Zeilen verewigte sich der Linkshänder. Danach begrüßen Obama und Gauck in Bellevue gemeinsam Schüler der sechsten Klasse der Berliner John F. Kennedy Schule per Handschlag. Die Kinder jubelten den beiden Präsidenten mit USA- und Deutschland-Fähnchen zu. Anschließend gehen Gauck und Obama zu einem Gespräch ins Arbeitszimmer des Bundespräsidenten.

10.25 Uhr: Schlange stehen für Obamas Rede am Brandenburger Tor

Die ersten, die bei der Rede dabei sein dürfen, haben sich auf den Weg zum Brandenburger Tor gemacht. Rund 200 Menschen sind da. Die meisten sind Schüler der John-F-Kennedy-Schule Berlin. Sie werden als erste zu ihren Plätzen am Pariser Platz gebracht. 600 Oberschüler sind eingeladen. Auch ein paar Bundeswehrsoldaten stehen schon in der Schlange, die 100 Meter lang ist.

Vom Sicherheitscheck am Bahnhof Friedrichstraße hat die Polizei über die Neustädtische Kirchstraße und Unter den Linden aus Absperrgittern einen mehrere Hundert Meter langen Korridor angelegt. Alle 20 Meter bewacht ein Polizist den Weg.

Zeitgleich versammeln sich im Pressezentrum die Korrespondenten, die einen der begehrten Sonderausweise für die Pressekonferenz von Angela Merkel und Barack Obama ergattern konnten, zum Sicherheitscheck. Die Stimmung ist aufgekratzt. Alle Korrespondenten, die um 12.30 Uhr Merkel und Obama im Kanzleramt treffen wollen, werden auf Sprengstoffe und Waffen untersucht. Die Schuhe durften sie bislang aber anlassen.

10.31 Uhr: „Obama hat mir die Hand gegeben“

Die Botschaftsmitarbeiter und ihre Familien haben das Hotel Ritz-Carlton nach dem „Meet and Greet“ verlassen - alle mit einem Strahlen im Gesicht. „Obama hat mir die Hand gegeben und mich gefragt, wo er denn heute Abend noch ausgehen könne“, sagt eine Frau. „Nur eine Antwort ist mir so schnell leider nicht eingefallen." Die anderen Gäste dürften aber den ein oder anderen Tipp gehabt haben - Barack Obama hat fast jedem von ihnen die Hand geschüttelt, genau wie seine Frau Michelle.

"Ich hab ihm gesagt, dass er Currywurst essen gehen soll", sagt eine junge Amerikanerin und lacht. "Daraufhin hat er ganz erstaunt geguckt: ,Currywurst? Is it like Bockwurst with curry and mustard?‘“

Davor, so erzählen die Botschaftsmitarbeiter, habe Obama eine kurze Rede gehalten, “aber nicht diesen offiziellen Botschafts-Kram“. Vielmehr habe er sich einfach bei den Mitarbeitern bedankt – auch dafür, dass sie seinen Besuch in Berlin aushalten würden, der würde ja nun ganz schön viel Arbeit machen.

"Es war wunderbar", sagt Sabine Lieberz. Die Referentin für Landwirtschaft der US-Botschaft hat extra für den heutigen Tag ein Kleid in den Farben der amerikanischen Nationalfahne gekauft. Von Daniel Hechter, blau, weiß, rot, mit Petticoat. "Er hat uns allen gesagt, wie wichtig jeder einzelne Mitarbeiter der Botschaft für die deutsch-amerikanischen Beziehungen und diesen Besuch ist. Ganz nah war er an allen dran", sagt Sabine Lieberz. "I like to be in Berlin“, habe der Präsident gesagt, erzählt eine ihrer Kolleginnen. Mit Michelle zusammen sei er sogar zwei Mal durch die Reihen der Gäste gelaufen.

Außerdem erkundigte sich der Präsident – noch im Hotel – nach dem Wetter draußen. Wie heiß es gerade sei, wollte er wissen und sagte, er und seine Frau hätten zu wenig dünne Sachen im Gepäck.

Eine rührende Szene habe es dann noch zum Schluss gegeben: Barack und Michelle Obama hätten sich auf den Fußboden zu den spielenden Kindern gesetzt.

10.59 Uhr: Einlass zum Brandenburger Tor beginnt

Gut vier Stunden vor Beginn der Rede Barack Obamas am Brandenburger Tor hat vor dem für die Sicherheitskontrollen aufgebauten Zelt an der Südseite des Bahnhofs Friedrichstraße der Einlass zum Pariser Platz begonnen. Vor allem Schüler der John-F.-Kennedy-Schule sind die ersten, die mit Einladung und Ausweis die erste Sperre passieren.

11.01 Uhr: Obama verlässt Schloss Bellevue

US-Präsident Barack Obama verlässt Schloss Bellevue. Sein nächster Programmpunkt ist ein Besuch im Kanzleramt. Eigentlich hatte er dort schon um 11 Uhr einen Termin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie empfängt Obama im Ehrenhof des Kanzleramtes und wird sich dann mit ihrem Gast zu einem "bilateralen Gespräch" im Kleinen Kabinettssaal zurückziehen.

11.18 Uhr: Bundestagsmitarbeiter stehen Schlange am Sicherheitscheck

Der Sicherheitscheck für Bundestagsabgeordnete und andere Gäste der Rede Barack Obamas mit VIP-Einladung wird in einem Zelt neben dem Reichstag gemacht. Hier herrscht noch kein Andrang. Jetzt schon einchecken für die Rede müssen vor allem Mitarbeiter der Fraktionen, die eine Einladung haben. Was sie tun bis um 15 Uhr, wenn das Programm beginnt? "Zeitung lesen!" sagt ein SPD-Mitarbeiter und zeigt ein mitgebrachtes Magazin. Mit Sonnenschutz 50 haben er und die Kollegin sich eingecremt. Eine Mitarbeiterin der Linksfraktion hat sich aus einem Plakat ihrer Partei einen Sonnenhut gebastelt.

Die Schlange vor dem Sicherheitscheck an der Friedrichstraße ist indes verschwunden, der erste Schwung Gäste ist durchgecheckt. Mit dabei sind die amerikanische Studentin Heidi Obermeyer mit ihren Kommilitonen aus dem Transatlantik-Master-Programm an der HU. Seit einem halben Jahr studiert sie in Berlin. "Ich erwarte eine große Rede," sagt sie.

Für einige Bundestagsabgeordnete gilt ein besonderer Sicherheitshinweis der Berliner Polizei: Die zum Pariser Platz gelegenen Fenster des Hauses Unter den Linden 71 müssen in der Zeit von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr geschlossen bleiben. An den Fenstern sollen keinen Personen zu sehen sein, „um Missverständnisse für die Sicherheitskräfte“ zu vermeiden.

11.30 Uhr: Angela Merkel begrüßt Obama

Der US-Präsident ist am Bundeskanzerlamt eingetroffen. Kanzlerin Angela Merkel hat in vor dem Gebäude in Empfang genommen. Während Merkel und Obama im kleinen Kabinettssaal ihr bilaterales Gespräch führen, beginnt unten auf der Presseebene der Kampf um die besten Plätze - die Fotografen liefern sich ein Wettrennen, um möglichst optimale Sicht zu haben.

11.45 Uhr: Amnesty International demonstriert am Potsdamer Platz

Am Potsdamer Platz haben sich rund 50 Mitglieder der Menschenrechtsorganisation Amnesty International versammelt. Sie tragen orangefarbene Overalls - wie die Häftlinge in Guantanamo. Sie rufen: „Close Guantanamo! Yes you can“, und halten Schilder mit entsprechenden Worten in die Höhe. „Obama hat zu Beginn seiner Amtszeit gesagt, dass das Gefängnis so bald wie möglich geschlossen werden soll, aber es ist noch nichts geschehen", sagte Marlene Ziegler, eine der Demonstrantinnen. "Auch wenn er uns hier jetzt nicht sehen kann, hoffen wir, dass er etwas von den heutigen Protestaktionen mitbekommt." Die Demonstranten wollen bis 14 Uhr bleiben. Die Demonstranten verteilen Flyer, sprechen Touristen an, sammeln Unterschriften, ketten sich dann aneinander.

12.04 Uhr: "Ich habe keinen amerikanischen Präsidenten in Berlin verpasst"

Als erster Berliner Landespolitiker kommt Abgeordnetenhaus-Vizepräsident Andreas Gram zum Sicherheitscheck für die Rede auf dem Pariser Platz. Er hat ein Basecap dabei und Sonnencreme aufgelegt. "Eine Ehrenpflicht" sei es für ihn, heute dabei zu sein, sagt er. "Ich habe keinen amerikanischen Präsidenten in Berlin verpasst", sagt der Christdemokrat. 1963 habe er beim Kennedy-Besuch auf den Schultern seines Vaters gesessen.

12.20 Uhr: Obama hat positive politische Botschaft im Gepäck

Mehr als eine Stunden nehmen sich Barack Obama und Kanzlerin Angela Merkel Zeit, um aktuelle Fragen zu beraten. Es geht um Syrien, die geplante neue Freihandelszone und das umstrittene amerikanische Ausspähprogramm Prism, aber auch um gute Bilder und eine positive politische Botschaft.

Zum Glück hat Obama mit seinem Abrüstungsplänen da etwas Passendes im Gepäck. Und fototechnisch dürfte auch alles glattgehen. In Berlin ist Präsidentenwetter - zum Entzücken der Regierungsfotografen.

12.26 Uhr: Mittes Bezirksbürgermeister hofft auf eine historische Rede

Jetzt erscheint der Gastgeber am Eingang zum Sicherheitsbereich rund ums Tor. Mittes Bezirksbürgermeister Christian Hanke, begleitet von seiner Frau. Sein Bezirksamt hat alles hier genehmigt, vom Zelt für den Sicherheitscheck über den Korridor Unter den Linden bis zu den Tribünen am Pariser Platz. "Wir sind ja Profis", sagt Hanke, "wer eine Love-Parade gewuppt kriegt, schafft das hier auch." Obwohl es schon traurig sei, was für ein enormer Sicherheitsaufwand getrieben werden müsse. "Ich hoffe, dass Obamas Rede von heute auch noch in zehn Jahren als historisch gelten wird“, sagt Hanke.

12.30 Uhr: Gäste sagen wegen Hitze Teilnahme an Rede ab

Der Fernsehsender N24 meldet, viele der rund 6000 geladenen Gäste für die Rede Barack Obamas am Brandenburger Tor haben kurzfristig ihre Teilnahme abgesagt. Grund: die Hitze. In Berlin werden heute bis zu 35 Grad erwartet. So hatte bereits am Dienstag unter anderen Neuköllns Bezirksbürgermesiter Heinz Buschkowsky (SPD) aus diesem Grund auf seine Teilnahme verzichtet.

Denn die geladenen Gäste mussten bereits um 12 Uhr am Pariser Platz sein, ihre Plätze um 12.30 Uhr einnehmen. Erst um 14.30 Uhr beginnen die Reden. Und Regenschirme als Sonnenschutz sind verboten.

Nun versucht das Auswärtige Amt auf die Schnelle Nachrücker zu finden, um keine leeren Reihen zu riskieren.

12.34 Uhr: Hochschwanger zu Obama

Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek hat sich extra von ihrem Arzt das Okay geben lassen, Obama am Tor zu sehen. Sie ist hochschwanger, das Mädchen soll in den nächsten Wochen zur Welt kommen. "Es gibt kein Risiko für eine Sturzgeburt vor Obama", sagt sie lachend. Im Zweifel komme sie immer wieder raus, wenn es zu anstrengend wird. "Mir wird das ja nicht einmal der Secret Service das verweigern", flachst sie und fächelt sich Luft mit einem Grünen-Fächer.

12.44 Uhr: Pressekonferenz von Obama und Merkel beginnt

US-Präsident Barack Obama und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) treten gemeinsam für eine Pressekonferenz vor die Kamera.

12.58 Uhr: Piraten-Fraktionschef kommt mit Sticker am Revers

Während Barack Obama Pressefragen beantwortet, kommt der neue Berliner Fraktionschef der Piraten im schwarzen Dreiteiler und Turnschuhen zur Obama-Rede. Am Revers der Sticker der Antifaschistischen Aktion. "Ich würde Obama sagen, er soll aufhören, meine e-Mails zu lesen", sagt Oliver Höffinghof. Er habe die Hoffnung, am Rande vielleicht mit Amerikanern über die Ausspähung im Netz ins Gespräch zu kommen: "Andere von uns sind lieber demonstrieren gegangen.“

13.03 Uhr: "Berlin ist der beste Ort der Welt, um über Freiheit zu reden“

Vor Obama sind alle gleich. Auch Stadtentwicklungssenator Michael Müller muss durch den Sicherheitscheck und reiht sich in die neu entstandene Schlange ein. "Mit dem Auto sind wir immerhin durch die erste Sperre gekommen, aber nicht bis ganz ran", sagt Müller, der seinen Sohn mitgebracht hat. Auch SPD-Landeschef Jan Stöß freut sich auf Obama. "Berlin ist der beste Ort der Welt, um über Freiheit und Demokratie zu reden", findet Stöß.

13.10 Uhr: Senat warnt vor Ozon – Tribünen am Tor bereits voll

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt warnt für den Nachmittag vor erhöhten Ozonwerten in Berlin und empfiehlt daher, nachmittags keinen anstrengenden Ausdauersport im Freien zu machen und das Auto stehen lassen. Wer draußen Sport machen wolle, solle das am besten morgens oder am späten Abend tun. Sich ganz normal im Freien aufzuhalten, beispielsweise für einen Spaziergang, sei aber kein Problem, hieß es.

Am Brandenburger Tor haben sich indes sehr lange Schlangen vor den Wasserspendern gebildet. Die Tribünenplätze liegen in der Sonne. Ein Teil von ihnen ist reserviert, die frei verfügbaren Plätze sind alle belegt. Die meisten Gäste tragen Hüte oder Caps.

13.15 Uhr: Obama nimmt sich Zeit für seine Antworten

US-Drohnen über Deutschland, Guantanamo, Prism, die großen in Deutschlandumstrittenen Themen wurden in der Presdekonferenz alle behandelt. Obamaantwortet sehr ausführlich, nimmt sich Zeit für die Fragen der Reporter.

Unter anderem dementiert er, dass Drohnenangriffeder USA von Deutschland aus gesteuert werden. „Ich kann bekräftigen, dass wirDeutschland nicht als Ausgangspunkt für unbemannte Drohnen verwenden, Drohnen,die dann auch Teil unserer Aktivitäten im Bereich der Terrorismusbekämpfungsind“, sagt er.

EinKorrespondent des Weißen Hauses trägt seine Frage auf Deutsch und Englisch vor.Obama kennt ihn und zeigt sich schwer beeindruckt von dessen Deutschkenntnissenund fragt, ob er diesen Satz vorher geübt habe. Merkel lacht - und dieJournalisten ebenso.

AlsBarack Obama sagt, wie wundervoll es sei, wieder in Berlin zu sein, setztAngela Merkel ihr seltenes Kleines-Mädchen-Lächeln auf. Ansonston verfolgt siemit erstem Blick seinen Ausführungen.

Obama lobt Berlin als lebendige moderne Hauptstadt. Es sei einPrivileg, auf dem Pariser Platz zu den Berlinern sprechen zu können, für das erDankbarkeit empfinde.

Esgeht beiden darum, ein herzliches Verhältnis zu demonstrieren,Meinungsverschiedenheiten, etwa auf dem Gebiet der Finanzpolitik, spielen sieherunter. Obama nennt Merkel wiederholt bei ihrem Vornamen.

13.16 Uhr: Erster Zusammenbruch wegen Hitze am Tor

Das erste Hitzeopfer, eine junge Frau mit hochrotem Kopf wird gerade von den DRK-Helfern versorgt. Neben ihrem Wagen vor der Akademie der Künste ist der einzige Schattige Sitzplatz - auf dem Bordstein.

13.35 Uhr: Merkel muss Obama auf dem Podium halten

Nach langen, überraschend ausführlichen Antworten auf die Korrespondentenfragen beendet Obama die Pressekonferenz mit einem knappen Dankeschön. Wenn Merkel ihn nicht auf dem Podium zurückhalten würde, fiele auch das fest eingeplante Abschiedsfoto mit den beiden aus. Noch einmal ein kurzes Strahlen um die Wette, dann geht es zum Essen unter vier Augen - ebenfalls im Kanzleramt.

13.45 Uhr: Rund 100 Zaungäste am Brandenburger Tor

Näher als bis zur Höhe Glinkastraße kommen die nicht eingeladenen Gäste nicht an das Tor. Um 13.45 Uhr haben sich trotzdem schon ca. 100 Leute eingefunden. Unter ihnen Anna aus Neukölln, 34, gebürtige Kenianerin: „Obama ist unser Blut, wir waren 2008 schon hier, um ihn zu unterstützen. Dass jetzt nur geladene Gäste reinkommen ist sehr, sehr schade.“ Ihre mitgebrachte kenianische Flagge weht müde im warmen Wind. „Barack Obama, Yes, we can Berlin“ steht auf ihrem T-Shirt. Unter den Wartenden verteilen Hostessen einer Green Card Agentur amerikanische Cents. „Dreams Come True“, behauptet der angeklebte Flyer. Viele Berliner diskutieren mit den Polizisten, ob sie nicht doch noch reingelassen werden könnten. Aber es verhält sich am Brandenburger Tor ähnlich, wie bei der Einwanderung in die USA: Nur geladene Gäste.

14.15 Uhr: Stargeiger Garrett vor dem Auftritt

Jetzt macht sich Star-Geiger David Garrett fertig für seinen Auftritt im Vorprogramm von Obamas Rede.

14.23 Uhr: Strohhut und Wespenstiche

Auf dem Pariser Platz ist Politprominenz eingetroffen. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) mit tropentauglichem Strohhut, Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), ganz cool mit Sonnenbrille und im weißen Hemd. Außerdem Kanzleramtsminister Ronald Pofalla. Unionsfraktionschef Volker Kauder trägt ein schwarzes Basecap, um sich vor der Sonne zu schützen. Die Bundesprominenz will sich offenbar den Auftritt des Stargeigers David Garrett nicht entgehen lassen, der jetzt gleich die Stimmung anheizen soll - wenn das bei den Temperaturen überhaupt noch möglich ist. Etwas hiflos wirkt der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Michael Grosse-Brömer (CDU). Er wurde von einer Wespe am Hals gestochen, muss wahrscheinlich versorgt werden.

14.38 Uhr: Sicht zum Brandenburger Tor versperrt

Circa 400 nicht eingeladene Gäste warten auf Höhe Glinkastraße. Die Sicht zum Brandenburger Tor wird ihnen aber durch drei Mannschaftswagen der Polizei versperrt.Hostessen einer Fluggesellschaft verteilen kleine Popcorntüten. „Flug nach New York“, sagen sie dazu.

14.52 Uhr: DRK fordert zum Trinken auf

Mitarbeiter des DRK laufen durch die Menge und fordern die Menschen zum Trinken auf.

14.54 Uhr: Alle halbe Stunde Wasserdusche

Seit halb zwei wartet Familie Mllynarik aus Tübingen schon in der Sonne auf dem Pariser Platz. Als Freunde der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft in Tübingen sind sie an die Einladung gekommen und nun für drei Tage in Berlin. Die beiden sieben Jahre alten Zwillingssöhne bekommen alle halbe Stunde eine Wasserdusche über den Kopf. Die Rede von Obama interessiert die Jungs nicht so sehr, obwohl sie Obama schon seit seiner Wiederwahl aus dem Fernsehen kennen und ganz begeistert von ihm sind, erzählt die Mutter.

>>>Barack Obamas Rede im Livestream<<<

14.59 Uhr: Extreme Hoffnungen in Obama

Adrienne Goehler hat sich ein weißes Baumwolltaschentuch auf den Kopf gelegt. Die parteilose Berliner Ex-Senatorin steht vorn an der Absperrung, direkt hinter dem Prominenten-Bereich, wo etwa Bundesminister auf Klappstühlen sitzen. Sie sei mit gemischten Gefühlen hier, wie so viele, sagt Goehler und fächert sich Luft zu. „Ich hatte extreme Hoffnungen in Obama gesetzt, aber er hat mehr versprochen als er halten konnte.“ Die einstige Politikerin wünscht sich trotzdem heute von Obama, dass er verkündet, das Gefangenenlager Guantánamo aufzulösen.

15.15 Uhr: Wowereit spricht als erster

Seite an Seite schreiten Barack Obama, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) über den Pariser Platz. Wowereit redet als erster. Berlin sei die Stadt, „in der das Herz der deutsch-amerikanischen Freundschaft schlägt“, sagt er. Das Rednerpult steht hinter Panzerglasscheiben. Auch auf den Dächern gibt es aufmerksame Zuschauer.

15.21 Uhr: Kleine Piraten-Demo am Großen Stern

Die Demonstration der Piraten am Grossen Stern scheint wesentlich kleiner auszufallen als geplant. Es sind erst rund 50 Leute da, von denen ein Teil aus Reportern und Kamerateams besteht. Eigentlich sollten 500 Menschen kommen. Anke Domscheit-Berg: „Einfache Buerger werden in unvorstellbarem Ausmaß von amerikanischen Behörden überwacht. Dagegen protestieren wir. Auch stemmen wir uns gegen die harte Verfolgung von whistleblowern, wie sie Obama betreibt." Die Demo will aber nicht so recht in Gang kommen. Einzelne Demonstranten halten sich Edward-Snowden-Masken vors Gesicht, es läuft Reggae-Musik, Anke Domscheit-Berg und Bernd Schlömer geben kurze interviews. Die Enttäuschung, dass so wenige Menschen gekommen sind, will man sich nicht anmerken lassen. „Es ist heiß, ich bin nie enttäuscht“, sagt Schlömer.

15.22 Uhr: Merkel spricht am Brandenburger Tor

Bundeskanzlerin Merkel hat jetzt das Wort. Sie bezeichnet das Brandenburger Tor als „das Symbol unserer Freiheit“. Sie beschwört noch einmal die Tage des November 1989 und die deutsch-amerikanische Freundschaft. „Es ist mir eine besondere Ehre und Freude,... den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama, begrüßen zu dürfen.

15.28 Uhr: Obama spricht ohne Jackett

„Hello Berlin“, damit eröffnet Barack Obama seine Rede am Brandenburger Tor. Er wendet sich an „Mayor Woweriet“ und die Bürger von Berlin und bedankt sich für das warme Willkommen. Dann ein Bruch mit dem Protokoll: Wegen der Hitze zieht Obama sein Jackett aus. Großer Jubel. Wowereit zieht sofort nach. Seine Frau Michelle und die Töchter seien nicht dabei, weil sie „nicht noch eine Rede von mir hören wollen“. Berlin habe eine Insel der Demokratie nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen. Der Präsident ehrt Gail Halverson, den Piloten des Rosinen-Bombers. Er erinnert zudem an die „Helden des 17. Juni“. Er beschwört den Willen zur Freiheit. „Als Amerikaner sind wir davon überzeugt, dass alle Menschen gleich geschaffen sind, mit dem Recht auf Freiheit und auf das Streben nach Glück.“ Und er erinnert an John F. Kennedys legendäre Rede vor 50 Jahren. Seine Worte seien zeitlos. „Wir sind nicht nur Bürger der Vereinigten Staaten oder Deutschlands, wir sind Weltbürger.“ So lange es Kernkraftwaffen gebe, „sind wir nicht sicher“. Er wirbt für Toleranz gegenüber allen Religionen, Schwulen und Lesben und gegenüber Einwanderern. „So lange es Mauern in unseren Herzen gibt, die uns von denen trennen, die anders aussehen oder denken wie wir, müssen wir uns gemeinsam anstrengen, um diese Mauern einzureißen.“ Frieden und Gerechtigkeit bedeute, eine Hand zu reichen, jenen, die darum kämpfen.

15.48 Uhr: Obama verkündet Abrüstung

Bei seiner Rede hat Obama angekündigt, das Atomwaffenarsenal um ein Drittel senken zu wollen. Er will einen globalen Pakt, um die Zahl der Kernwaffen zu beschränken und den Klimawandel zu stoppen. „Unsere Schicksale sind eng miteinander verflochten. Wir können nicht länger jene ignorieren, die sich nach Freiheit und Wohlstand sehnen.“ Zugleich kündigt Obama an, er wolle die Bemühungen verdoppeln, um Guantanamo zu schließen. Dabei spricht er sich auch für strenge Kontrollen für den Einsatz von Kampfdrohnen und für den Schutz der Privatsphäre aus. In seiner Rede für „Freiheit mit Gerechtigkeit“ beschwört er den „Geist von Berlin“.

15.56 Uhr: Hitze setzt Zuschauern zu

Laut Feuerwehr müssen die DRK-Einheiten von Feuerwehrleuten unterstützt werden, um immer mehr Menschen wegen der Hitze zu betreuen.

16.08 Uhr: Roth kämpfte sich zu Obama durch

Grünen-Chefin Claudia Roth hätte es laut dpa fast nicht zur Rede von Obama geschafft. Denn sie hatte ihre Einladung vergessen – und die Sicherheitsvorkehrungen waren streng. Doch dann ließ man sie passieren. „Wenn man Tränengas in Istanbul übersteht, kommt man auch trotz vergessener Einladung durch – aber nur mit sehr viel Überzeugungsanstrengung“, sagte Roth. Am Wochenende hatte Roth die gewaltsame Räumung des Istanbuler Gezi-Parks durch die Polizei miterlebt. Auch bei einem festlichen Abendessen mit Obama im Schloss Charlottenburg wollte Roth dabei sein – mit Einlasskarte: „Heute Abend nehme ich sie mit.“

16.16 Uhr: Russland bestätigt Vorschlag zur Abrüstung

Russland hat einen Vorschlag von US-Präsident Barack Obama zur Abrüstung von Kernwaffen bestätigt und zugleich die Einbindung anderer Atommächte in das Vorhaben gefordert. Allerdings müsse das Gleichgewicht der strategischen Abschreckung in der Welt gewahrt bleiben, sagte Kremlchef Wladimir Putin der Agentur Itar-Tass zufolge am Mittwoch in St. Petersburg.

16.21 Uhr: Schallplatte mit Kennedy-Rede für Obama

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat US-Präsident Barack Obama eine alte Schallplatte mit der berühmten Berlin-Rede seines Vorgängers John F. Kennedy geschenkt. Die historische Aufnahme wurde nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen beim Besuch des Präsidenten am Mittwoch in Berlin übergeben, so dpa. Kennedy hatte vor 50 Jahren als erster US-Präsident nach dem Mauerbau Berlin besucht. Am 26. Juni 1963 sagte er vor dem Rathaus Schöneberg: „Ich bin ein Berliner“ – die Rede ging als Bekenntnis zur Freiheit West-Berlins in die Geschichte ein. Neben der Langspielplatte schenkte Merkel ihrem Gast Bilder.

16.29 Uhr: Altmaier lobt Rede

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) lobt das Bekenntnis von Obama für einen globalen Klimaschutzpakt. Das sei die bisher ermutigendste Rede eines amerikanischen Präsidenten in Sachen Klimaschutz und Reduzierung von Treibhausgasen gewesen, schreibt Altmaier bei Twitter. Obama bekannte sich in Berlin auch zum Ausbau von Solar- und Windenergie.

16.36 Uhr: Sony Center wird geräumt

Sony Center wird geräumt. Kein Durchkommen. "Aus Sicherheitsgründen", heißt es. Auch Menschen, die bereits Kinokarten haben müssen das Kino verlassen. Offenbar steht bei „Starbucks“ eine verdächtige Kiste. Wenige Minuten später gibt es bereits Entwarnung. Obamas Familie ist aber sowieso im Hotel geblieben.

16.47 Uhr: Alarm aufgehoben

Der Alarm im Sony Center ist aufgehoben, die Menschen dürfen wieder rein.

16.50 Uhr: Obama trifft Steinbrück

Obama hat auch SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück getroffen. Nach der Rede am Brandenburger Tor kamen beide zum Meinungsaustausch in der Repräsentanz der Commerzbank am Pariser Platz zusammen – die Atmosphäre wirkte locker und entspannt, berichtet dpa. Zu den Inhalten der Gespräche wurde zunächst nichts bekannt.

16.51 Uhr: Demo zu Syrien endet

Während die Gäste Unter den Linden nach Hause gehen, endet auch die Demonstration „Schweigen über Syrien" von rund 50 Syrern an der Kreuzung Glinkastraße. „Seit zweieinhalb Jahren werden in Syrien Menschen getötet, die Opposition bittet um Hilfe, aber Obama tut nichts“, sagt Aiman Salem, Vorsitzender der Union der syrischen Studenten und Akademiker.

16.53 Uhr: Feuerwehr hilft Zuschauern

Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Jens-Peter Wilke haben insgesamt 100 Menschen bei der Rede von Obama über Kreislaufprobleme geklagt. Viele von ihnen waren auf den Tribünen und kamen nicht mehr an die Getränke heran. Ins Krankenhaus musste allerdings niemand, die Menschen konnten sich in der sogenannten Unfallhilfestelle in einer Durchfahrt am Adlon erholen. Dort war es kühler. Inzwischen sei die Lage wieder entspannt. Unter den Betroffenen soll auch der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker gewesen sein. Auch Obama, der wegen seiner langjährigen Aufenthalte in Hawaii und Indonesien durchaus als hitzebeständig gilt, hatte gesagt, er sei „beeindruckt“ von den Berliner Temperaturen. Während seiner Rede am Brandenburger legte er sogar das Jackett ab.

17.00 Uhr: Minister schmuggeln Plastikflaschen ein

Trotz Hitze und Temperaturen von mehr als 30 Grad blieb es vor dem Brandenburger Tor beim Flaschenverbot während der Rede von US-Präsident Barack Obama. Einige Gäste konnten sich bei der Hitze allerdings nicht zurückhalten: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) umging das Verbot auf dem Gelände und erfrischte sich aus einer Plastikflasche. Auch die Kabinettsmitglieder Westerwelle, Rösler, Aigner und de Maizière wurden mit Plastikflaschen gesichtet. Für alle weiteren wurden Becher mit Wasser ausgegeben, das aus großen Eimern abgefüllt wurde. Vor den Wasserspendern bildeten sich lange Schlangen.

17.05 Uhr: Lob von Rösler

Auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) lobt die Obama-Rede auf Twitter. Vor allem die Ankündigung der Abrüstungsinitiative. Damit habe der US-Präsident ein „herausragendes Zeichen“ gesetzt.

17.20 Uhr: Eintrag ins Goldene Buch der Stadt

US-Präsident Barack Obama trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Berlin ein. Er setzte bei der kleinen Zeremonie in der Commerzbank neben dem Brandenburger Tor seinen Namen auf das vorbereitete Blatt. Anschließend entschuldigte sich Obama launig dafür, dass er dies mit links gemacht habe. Er sei Linkshänder, sagte er. In der Schule habe man vergeblich versucht, ihm das Schreiben mit der rechten Hand beizubringen. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) offenbarte sich als Schicksalsgenosse. Er sei auch Linkshänder, sagte Wowereit. Anschließend redeten beide kurz in „herzlicher Atmosphäre“, wie ein Sprecher mitteilte.

17.45 Uhr: Empfang im Schloss Charlottenburg

Im Schloss Charlottenburg beginnt der Empfang. Sternekoch Tim Raue hat das Catering übernommen. Unter den Gästen: Berlinale-Chef Dieter Kosslick, Schauspielerin Iris Berben, Ex-Focus-Chef Helmut Markwort, American-Academy-Direktor Gary Smith und Hans-Ulrich Klose (SPD). Später treffen Moderatorin Maybritt Illner, Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), Friedrich Merz (CDU), Andrea Nahles (SPD), Peer Steinbrück (SPD), Familienministerin Kristina Schröder (CDU) ein. Die Gäste suchen Schatten im Garten. Die Obamas sind noch nicht da.

17.57 Uhr: Im Ritz-Carlton stehen die Zeichen auf Aufbruch

Das große Aufräumen hat im Hotel begonnen. Gepäckwagen voll mit Sicherheitsausrüstung werden durch die Lobby nach draußen geschoben, Security-Männer verlassen, ihre Rucksäcke geschultert, das Haus. Diejenigen mit Knopf im Ohr, die noch bleiben, haben eine entspannte Haltung angenommen. Man klatscht sich ab, wünscht sich einen schönen Abend, gratuliert sich.

18.21 Uhr: Ein ovaler Tisch für den Präsidenten

Weiße Hussen sind über die Stühle in der Orangerie gezogen, eingedeckt ist klassisch. Der Tisch des Präsidenten steht in der Mitte der Großen Orangerie. Leicht oval ist er geformt - sodass 14 Gäste Platz daran finden. Davor steht ein kleines Podium, drum herum weitere runde Tische mit je zehn Stühlen. Nach und nach treffen weitere Gäste ein. Auch die Kanzlerin ist da. Außerdem: Basketball-Star Dirk Nowitzki,der Direktor des Jüdischen Museums, Michael Blumenthal, Friede Springer, Siemens-Chef Peter Löscher, Bundestagspräsident Norbert Lammert, Umweltminister Peter Altmaier (CDU), Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), Linken-Fraktionsvorsitzender Gregor Gysi, Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (CDU) und Liz Mohn. Small-Talk-Thema natürlich: die Rede Obamas. Tenor: Man ist eher gelassen als beeindruckt. Der Präsident selbst ist immer noch unterwegs.

18.44 Uhr: Die Kanzlerin wartet auf Obama

Die Kanzlerin ist ganz in Weiß gekleidet. Offenbar wird die Präsidenten-Familie gleich eintreffen. Merkel macht sich bereit für das Defilee.

18.48 Uhr: Obama kommt am Schloss an

US-Präsident Barack Obamas Limousine rollt vor dem Schloss Charlottenburg vor.

19.05 Uhr: Die ersten Gäste im Saal der Großen Orangerie

Die ersten Gäste kommen in den Saal der Großen Orangerie. Mit der Ankunft von Barack Obama beim Gala-Dinner in Schloss Charlottenburg hat der letzte Teil des Deutschlandbesuchs begonnen. Die Kanzlerin und ihr Mann Joachim Sauer empfingen Obama und seine Frau Michelle vor der Orangerie der Hohenzollernresidenz. Der Berliner Sternekoch Tim Raue kochte für den US-Präsidenten – auf dem Menü standen deutsche Spezialitäten, darunter Königsberger Klopse.

>>>Das Menü für den Präsidenten zum Nachkochen finden Sie hier<<<

19.30 Uhr: Wo sind die Kinder?

Beim Bankett im Schloss Charlottenburg fehlen die beiden Kinder von Barack und Michelle Obama. Beide sind zum Shoppen in die Potsdamer Platz Arkaden gefahren.

19.41 Uhr: Herzliche Begrüßung mit Wangenkuss

Michelle Obama wieder einmal stilsicher: ein schulterfreies silber-schwarzes Abendkleid zum Dinner, die Kanzlerin trägt weißen Blazer zu beiger Hose, die Herren Smoking. Nach der herzlichen Begrüßung mit Wangenkuss verschwinden die Vier im Schloss.

19.43 Uhr: Präsident Obama erhebt sein Glas

Präsident Obama stößt an. Dann steht er auf, tritt zu dem kleinen Podium vor dem ovalen Tisch, an dem er neben Angela Merkel sitzt. „Vielen Dank für die Gastfreundschaft - und den so warmherzigen Empfang“, sagt er. Er erzählt von der kleinen Tour durch die Hauptstadt, die seine Frau und Töchter heute genossen haben. Von der Geschichte der Wiedervereinigung, von der sie dabei gelernt hätten. „Es gibt nichts Schöneres, als zu sehen, wie die eigenen Kinder Geschichte lernen“, sagt Barack Obama. „Ich bin so froh, dass Millionen von Deutschen diesen Traum von Freiheit erfüllt bekommen haben.“ Dann hebt er erneut das Glas, spricht einen Toast aus: „Ich möchte nun stellvertretend die Worte der Amerikaner an ihre deutschen Freunde, die sie mir mitgegeben haben, übermitteln. Wir glauben an die Einigkeit, an die Würde und Gerechtigkeit für jeden Menschen. An seine Freiheit.“

19.48 Uhr: „Air Force One“ macht sich bereit

Während das Ehepaar Obama noch das Menü von Sternekoch Tim Raue genießt, wird die „Air Force One“ auf dem Flughafen Tegel zum Abflug vorbereitet. Eine Turbine läuft schon und erzeugt einen milden Luftzug. Nach und nach halten schwarze Limousinen vor der Maschine - die ersten Passagiere werden bereits an Bord gebracht.

19.51 Uhr: Mitarbeiter merkten nichts von Shopping-Tour

Bei Hugendubel am Potsdamer Platz haben die Verkäufer offenbar gar nicht mitbekommen, dass die beiden Töchter des US-Präsidenten bei ihnen Bücher angeschaut haben. Es soll einen Pulk gegeben haben, doch der habe sich schnell aufgelöst, so eine Mitarbeiterin.

20.01 Uhr: Nach dem Shopping ins Hotel

Die beiden Töchter Malia und Sasha sind nach dem Shopping noch einmal in das Hotel zurückgekehrt.

20.03 Uhr: „Man muss seinen Jugendträumen treu bleiben“

Beim Essen im Schloss Charlottenburg lobt Merkel die deutsch-amerikanische Freundschaft. Sie sei eine wichtige Grundlage zur Lösung globaler Sicherheits-, Umwelt- und Wirtschaftsprobleme. „Die Freundschaft zwischen unseren Ländern ist eng, und sie ist unverbrüchlich“, sagt sie laut dpa. Auch lange nach dem Ende des Kalten Krieges bleibe viel zu tun. Die Kanzlerin erwähnte die Regulierung der Finanzmärkte, den Klimaschutz, den Kampf gegen die nukleare Gefahr und den Einsatz in Krisengebieten. „Auch unsere Generation hat vieles zu tun. Und das werden wir wieder gemeinsam lösen.“ Obama würdigte demnach den Werdegang Merkels, die in der ehemaligen DDR aufgewachsen war. „Man muss seinen Jugendträumen treu bleiben. Das ist genau das, was Du geschafft hast.“ Zudem habe Merkel ihre Träume für Millionen von Menschen umgesetzt.

20.10 Uhr: Gäste am Präsidententisch

Neben Barack und Michelle Obama sowie Kanzlerin Merkel und Joachim Sauer sitzen neben anderen auch Dirk Nowitzki, Kardinal Rainer-Maria Woelki, DGB-Chef Michael Sommer und Barack Obamas Halbschwester Auma am Tisch des Präsidenten.

20.26 Uhr: Panne bei Rede von Obama

Bei seiner Rede am Brandenburger Tor hatte US-Präsident Barack Obama nach Medienberichten ausgerechnet mit seinem wichtigsten Werkzeug zu kämpfen. Die beiden Teleprompter, kleine Text-Projektoren rechts und links vom Rednerpult, funktionierten nicht richtig, wie US-Medien berichteten. Seine mit Spannung erwartete Ansprache musste der Präsident in wesentlichen Teilen vom Papier ablesen. Mehrere mitgereiste US-Reporter, die Obama häufig bei Reden sehen, bemerkten seine untypisch zurückhaltende Gestik und seinen häufigen Blick nach unten. Ungeklärt ist, ob die Sonneneinstrahlung zu stark war oder ob ein anderes Problem vorlag. Das Weiße Haus nahm zunächst keine Stellung. Besonders für Obamas Kritiker, die über seine angebliche Abhängigkeit von Telepromptern witzeln, ist das Malheur ein gefundenes Fressen. Obama nahm sich dafür öffentlich schon einige Male selbstironisch auf die Schippe.

20.44 Uhr: Malia und Sasha verlassen das Hotel

Malia und Sasha haben das Hotel wieder durch den Seitenausgang verlassen, die Hotelmitarbeiter haben sich verabschiedet.

20.45 Uhr: Erste Schaulustige am Flughafen

Im Aussichtsturm am Flughafen Tegel versammeln sich die ersten Schaulustigen und warten auf die Ankunft der Präsidentenfamilie. Die drei Flugzeuge stehen in der Abendsonne bereit. Auch der Rote Teppich ist bereits ausgerollt. Koffer der Passagiere werden nochmal direkt auf dem Rollfeld geöffnet und gecheckt. Die Flutlichter werden bereits angeschaltet. In einer halben Stunde soll der Präsident hier sein.

21.00 Uhr: Malia und Sasha gehen an Bord

Die Töchter von Barack und Michelle Obama, Malia und Sasha, steigen in die „Air Force One“ ein.

21.05 Uhr: Ehrenformation tritt an

An der „Air Force One“ marschiert die Ehrenformation der Bundeswehr vorbei, um den US-Präsidenten mit militärischen Ehren zu verabschieden.

21.35 Uhr: Obama und Merkel heben die Tafel auf

Barack Obama und Angela Merkel erheben sich vom Tisch. Sie danken den Berliner Philharmonikern, die während des Essens gespielt haben. Dann gibt es noch ein Dankesfoto mit Tim Raue, Obama und Merkel.

21.37 Uhr: Ehrenformation angetreten

Vor der „Air Force One“ ist die Ehrenformation der Bundeswehr angetreten.

21.40 Uhr: Aufbruch

Barack Obama und seine Frau sind mit dem „Beast“, der gepanzerten Limousine, zum Flughafen Tegel aufgebrochen.

21.45 Uhr: Spontanes Planespotting

Während es sich Obamas Töchter schon im Flugzeug gemütlich gemacht haben, steht die 13-jährige Emelle Ayrilmaz auf der anderen Seite des Flughafens im Aussichtsturm und drückt sich die Nase an der Scheibe platt. Sie ist mit ihrer Mutter gekommen, um Obama abfliegen zu sehen. „Das war ganz spontan, wir wollten am Potsdamer Platz ins Kino gehen, aber dann war der Bus gesperrt. Stattdessen kam der TXL, und dann dachten wir, jetzt gucken wir uns die ‚Air Force One‘ an", sagt Emelle. „Und wenn wir schon mal hier sind, gucken wir uns aus noch an, wie er abfliegt.“ Mutter und Tochter warten schon seit 19 Uhr.

21.55 Uhr: Obama am Flughafen Tegel

Dutzende Fahrzeuge fahren auf den militärischen Teil des Flughafens. Ein gut gelaunter Präsident steigt aus der Limousine, verabschiedet sich beim Offizier der Ehrenformation,die links und rechts vom roten Teppich ein Spalier bildet. Dann schüttelt er noch dem Protokollchef die Hand und besteigt die „Air Force One“. Ein letztes Winken, dann schließt sich die Tür hinter Barack und Michelle Obama. Luftraum und Flugplatz sind jetzt gesperrt. Flugzeuge im Anflug auf Berlin müssen ab jetzt noch ein paar Runden drehen, bevor sie landen dürfen. Die „Air Force One“ rollt zur Startbahn.

22.11 Uhr: Obama hebt ab

Die „Air Force One“ ist gestartet. Die „First Family“ ist auf dem Weg in die Heimat - nach 25 Stunden Berlin-Aufenthalt. Damit verabschieden wir uns. Verpassen Sie nicht die interaktive Analyse der Berlin-Rede von Barack Obama. Sie finden Sie hier.


>>>Das Minutenprotokoll des Ankunftstags Obamas, 18. Juni 2013<<<