Alle wollen zu US-Präsident Barack Obama am Brandenburger Tor in Berlin-Mitte – außer Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky.

Nur 6000 Gäste dürfen die Rede des mächtigsten Mannes der Welt live vor dem Brandenburger Tor hören. Neuköllns Bürgermeister Buschkowsky (SPD) wäre darunter gewesen, doch er sagte am Dienstag schriftlich ab, wie die „Bild“-Zeitung berichtet.

Die Begründung des Politikers: Trotz des erwarteten Hitzerekords hätten die Organisatoren nicht für Schattenplätze gesorgt. „Mehr als drei Stunden in der prallen Sonne, das mute ich mir in meinem Alter nicht zu.“

Die geladenen Gäste müssen bereits um 12 Uhr da sein, ihre Plätze um 12.30 Uhr einnehmen. Erst um 14.30 Uhr beginnen die Reden. Und Regenschirme als Sonnenschutz sind verboten.

In Berlin werden am Mittwoch bis zu 35 Grad erwartet. Auch Regen ist möglich.

Gäste wurden gebeten, sich auf Wetter einzustellen

Wochenlang war die Bundesregierung davon ausgegangen, dass sich zu Obamas Rede am Brandenburger Tor 4000 Gäste einfinden werden. Nach Informationen der Berliner Morgenpost haben allerdings 6000 eingeladene Gäste zugesagt. Diese dürfen auch alle kommen. Ein Sprecher der Bundesregierung bestätigte: „Die topografischen Verhältnisse auf dem Pariser Platz lassen doch mehr Gäste zu, als eigentlich geplant war. Wir haben die Zuschauerzahl in Absprache mit der amerikanischen Regierung erhöht.“

Die Gäste der Obama-Rede wurden vom Veranstalter im Vorfeld vor dem heißen Wetter gewarnt. „Bitte denken Sie an Sonnenschutz und Regencape, da es auf dem Platz keine Schattenplätze bzw. Unterstellmöglichkeiten gibt“, heißt es in der Einladung, die am späten Montagabend per E-Mail verschickt wurde. Wasserspender werden bereitgestellt. Handtaschen, Rucksäcke, Dosen und Flaschen dürfen nicht mitgenommen werden, genauso wenig wie „Regenschirme oder andere sperrige Gegenstände“.

Erwartet wird, dass Obama auf die neuen Machtverhältnisse in der internationalen Politik eingehen wird. Die Rede wird in vielen Ländern live übertragen.

BM